Music Review | verfasst 30.04.2013
Outboxx
Outboxx
Idle Hands, 2013
Text Patrick Cavaleiro
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Redaktion
Cover Outboxx - Outboxx

Nachdem das britische House-Duo Outboxx mit der Veröffentlichung ihrer ersten Single »Sunshine Mills« im Januar ein erstes Ausrufezeichen setzte, waren die Ohren der Connaisseure entsprechend gespitzt. Das Album von Jacob Martin und Matt Lambert überrascht dabei zunächst durch Vielfalt, was eventuell an der musikalischen Erziehung bezüglich elektronischer Musik aus ihrer Heimatstadt liegen mag – die zwei Jungs kommen aus Bristol, Heimat von Portishead, Massive Attack oder Reprazent. Statt also einen Konsens-House-Track nach dem anderen herauszuballern, haben sie es gewagt, sich auf das Unterfangen »Autorenalbum« einzulassen. Dementsprechend gibt es unter den 9 Tracks statt 120 bpm auch mal mehr HipHop-beeinflusste Nummern, Downtempo, dann wieder etwas mehr UK Garage und zwischendurch sogar Lead-Vocal-Nummern, gesungen von Naomi Jeremy. Genau diese Nummern sind leider etwas kitschig in ihrer 90s-R’n’B-haftigkeit und ihre Melodiebögen auch nicht gerade einfallsreich, sondern mehr störende Begleiter bei der Rezeption eines eigentlich guten House-Songs. Dann lieber weniger Lead- und mehr Chopped-Vocal-Samples, wie auf »Jaded«, die auch in das Album eingeflossenen B-Seite von »Sunshine Mills«. Und die deeperen Stücke wie »Trashing Groovster« oder »All The Right Moves« machen die schwächeren Momente auf Debüt wieder wett.

Das Album »Outboxx« von Outboxx findest du bei hhv.de: 2LP
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