Music Review | verfasst 02.07.2013
Thundercat
Apocalypse
Brainfeeder, 2013
Text Björn Bischoff , Übersetzung Julia Frohn
Deine Bewertung:
7.2
Nutzer (4)
9.5
Redaktion
Cover Thundercat - Apocalypse

Warum? Weil Dir das zweite Album von Thundercat das Leben retten könnte. Weil es keinen Fick auf irgendwelche Genres gibt. Weil es so unendlich voller Inspiration und Ideen steckt. Dass Flying Lotus ins Schwärmen geriet über Stephen Bruners »Apocalypse« – weniger ein Promo-Move als wirkliche Liebe für diese Platte, an der ja selbst mitgearbeitet hat. »Lotus And The Jondy« mit seiner hypnotischen Hook, »Heartbreaks + Setbacks« mit diesem unglaublichen Groove, »A Message For Austin/Praise The Lord/Enter The Void« mit diesem herzzerfetzendem Abschluss und über allem der Bass von Bruner. Beats, Progrock, Funk, Jazz, Indie und alles Erdenkliche hat Thundercat auf dieses Album gebannt, um aus ein paar Skizzen ein Abbild vom Leben zu zeichnen, das mal persönlich, mal allgemein ausfällt. Aus dem ganzen Umfeld von Brainfeeder ist »Apocalypse« für den Moment die stärkste Platte der letzten Monate, weil Thundercat und Flying Lotus auf einer Wellenlänge liegen, weil sie das Album so durchdacht angelegt haben, allerdings ohne es mutwillig zu konstruieren. Von »Tenfold« an ist klar, dass »Apocalypse« einen Sog hat, der einen tiefer und tiefer in diesen Sound zieht. Weil dieses Album so viel Humor besitzt. Weil Thundercat so ein unglaublicher Künstler ist. Weil jeder dieses Album einmal im Leben gehört haben sollte. Mindestens.

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