Music Review | verfasst 16.12.2013
Kraak & Smaak
Chrome Waves
Jalapeno, 2013
Text Frédéric Hartmann
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Redaktion
Cover Kraak & Smaak - Chrome Waves

Und wieder eine Band, die Blut geleckt hat. Vom Insidertipp 2007 in Windeseile zum hochgepriesenen Underground-DJ-Trio avanciert, durften Sie 2013 im europäischen Dance-Heck-Mekka Ibiza das erste Mal so richtig mitmischen. Und zwar als Resident-Djs im renommierten Space Club. Dass ihr Loungecore nicht dem dort vertretenen Korpsgeist entspricht, war von vornherein klar. Aber wer hätte gedacht, dass Sie nach ihrer Rückkehr weiterhin freiwillig die Popfront verteidigen würden. Da heuern sie doch tatsächlich Leute wie Ben Westbeech und Stee Downes an, um dann Runde um Runde im sicheren Hafen der 1990er Charts zu drehen. Gerade die beiden erwähnten Kollaborationen klingen so was von ausgelutscht und abgemagert, dass eingefleischten Fans dieser holländischen Breakbeat und Nu-Funk Sensation der Appetit vergehen wird. Es ist nicht viel geblieben vom einstigen Aushängeschild aus dem britischen Hause Jalapeno. Funky Bässe und Bobo-Loops wie sie hier Verwendung finden, kann heute jeder am heimischen PC mit ein paar Knopfdrücken abschiessen. Aber klar, bei der ungleich größeren Menge an Leuten, die in der Schusslinie stehen, ist das Erfolgserlebnis quasi vorprogrammiert. Wie könnte es auch anders sein, wurde die Singleauskopplung »The Future Is Yours« zum balearischen Sommerhit erkoren. Es fällt wirklich nicht schwer sich die Hundertscharen ihrer neu gefundenen Gefolgschaft vorzustellen, wie sie beim Erklingen ihrer diesjährigen Hymne (hacke-)stramm stehen und sich dabei im Gleichschritt im Kreis drehen.

Das Album “»Chrome Waves« von Kraak & Smaak”: findest du bei hhv.de: 2LP
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