Music Review | verfasst 18.02.2014
Cooly G
Hold Me
Hyperdub, 2014
Text Björn Bischoff
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Redaktion
Cover Cooly G - Hold Me

Es gibt Musik, die nur über den Kopfhörer funktioniert. Wobei es sowieso eine Frage ist, welche Funktionalität ein Sound nun haben kann, allerdings ist das vielleicht auch eine andere Geschichte, denn mit der neuen EP der britischen Producerin Cooly G hat Poptheorie wenig zu schaffen. Also, noch einmal. Es gibt dann Musik, die nur laut funktioniert. Musik fürs Auto. Musik für die Küche. Musik für den Club. »Hold Me« ist nichts davon. Denn diese EP stellt einen mit drei Tracks vor das Rätsel, was das nun alles soll. Geht der Titeltrack noch am ehesten in die Richtung von ihrem Debütalbum »Playin‘ Me« ist der Rest aufgedröselter Minimalismus zwischen House und Techno, der nicht so wirklich aus dem Quark kommt. »Molly« pummelt mit ein wenig Hall auf den Drums vor sich hin, ein paar Effekte rumpeln rum. Das war’s. Und DVA kaperte als Feature offenbar gleich das komplette »Oi Dirty«, denn der Track hämmert sich nur ziemlich stumpf in die äußere Hirnrinde. Auf »Playin‘ Me« zog Cooly G gerade aus der Spannung und der Wiederholung die Klasse für ihre Tracks, hier verpufft das alles ein wenig jämmerlich. Und der Vergleich zu früheren EPs wie »Narst/Love Dub« setzt »Hold Me« endgültig außer Gefecht, denn es fehlt hier schlicht und ergreifend auch einfach eine packende Atmosphäre, eine Idee, irgendwas, das einen dazu bringt, diese drei Tracks nochmal hören zu wollen. Am Ende bleiben es nur Fragezeichen. Die Nummern, sie funktionieren hier einfach nicht. Egal wofür.

Das Album »Hold Me EP« von Cooly G findest du bei hhv.de: 12inch
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