Music Review | verfasst 05.03.2014
Slakah the Beatchild
Soul Movement 2
BBE Records, 2014
Text Tim Tschentscher
Deine Bewertung:
7.0
Nutzer (1)
7.4
Redaktion
Cover Slakah the Beatchild - Soul Movement 2

Viel ist passiert in den fünf Jahren nach «Soul Movement«, Slakah The Beatchilds Debütalbum. Einige Namen der Featuregäste vom Erstlingswerk (darunter ein gewisser Drake) sind mittlerweile bekannte Namen im Musikbusiness geworden. Unterdessen veröffentlichte der sympathische Kanadier Slakah the Beatchild ein lupenreines Neo-Soul-Album, ein FolkAlbum als Teil der Slakadeliqs und räumte nebenbei einen Juno Award ab. »Auf Soul Movement 2« ist das Ergebnis dieser Entwicklung nun deutlich spürbar. Die stark reduzierte Anzahl an Gastbeiträgen rückt dabei den Fokus auf Slakah the Beatchild selbst. Wo sich der Vorgänger eher wie eine Ansammlung von Beats anfühlte und v.a. eine Plattform für Features bot, ist der Nachfolger eher eine eigenständige Soulplatte, die aber dank der 808 Drums doch genügend Kopfnickmomente bietet. Weniger J Dilla, mehr Dwele. Aber dieser warme Soulquarians-Touch ist dennoch geblieben. Immer wieder beobachtet man bei all den Reminszenzen den persönlichen Duktus von Slakah the Beatchild. Wie eigenwillig einzelne Folkpassagen den R&B-Tempi gegenüberstehen. Überraschend wirkt »Keep Up«, ein neunminütiger Trip Hop-Ausflug, der, in der Mitte des Albums eingebettet, gut ins Bild passt. Besonders eingängig ist der 60s Soulstampfer »Love Fool», dem die Neuentdeckung Tanika Charles die Stimme lieh. Die leichte Abkehr von den dominanten Beatblaupausen des Vorgängers »Soul Movement« hin zur Ausformlierung der Songs auf »Soul Movement 2« tut nicht nur gut. Es macht Lust, die Serie weiter zu verfolgen.

Die Compilation »Soul Movement 2« von Slakah the Beatchild findest du demnächst bei +hhv.de*.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 02.06.2014
Millz
Dopamine – A Vivid Dream
Millz’ Debüt-LP »Dopamine – A Vivid Dream« regt ausgewogen, selbstbewusst und unaufdringlich gleich zu mehrfachen Durchläufen an.
Music Review | verfasst 06.05.2010
Georg Levin
Everything Must Change
Everything Must Change ist ein traditionelles Pop-Album, das gekonnt die warme Stimme Georg Levins in den Mittelpunkt rückt.
Music Review | verfasst 03.04.2012
Sandy Barber
The Best Is Yet To Come
Ganze 35 Jahre wurde »The Best Is Yet To Come« von Sandy Barber geflissentlich ignoriert.
Music Review | verfasst 28.09.2012
Various Artists
Private Wax: Super Rare Boogie And Disco
»Private Wax« ist eine Zusammenstellung rarer Disco- und Boogie-Songs, bei denen nicht nur die Damen mit ihren Hintern wackeln werden.
Music Review | verfasst 12.12.2012
Newban
Newban & Newban 2
Die Wiederveröffentlichung der beiden lange Zeit verschollenen Alben von Newban beweisen, das Qualität dem Zahn der Zeit trotzen kann.
Music Review | verfasst 05.03.2013
Various Artists
Disco Love Vol.3
Tanz ist das effektivste Vorspiel zur schönsten Sache der Welt: Die Macher von »Disco Love« wissen das. Wieder einmal.
Music Review
Web Web
Worshippers
»Worshippers« ist das zugänglichste und vielleicht beste Album der Münchener Jazzformation Web Web.
Music Review
D.K.
Live At The Edge
»Live At The Edge«, der Titel des vierten Solo-Albums des von D.K., ist genauso doppeldeutig wie die Musik darauf mehrdeutig ist.
Music Review
Real Estate
The Main Thing
Alles ändert sich, nur Real Estate machen einfach weiter gute Alben. So auch mit »The Main Thing«, das soeben bei Domino erschienen ist.
Music Review
Suff Daddy
Pompette
Entspannteren instrumentalen Hip-Hop als Suff Daddy machen hierzulande nur wenige. Auch wenn »Pompette« ein bisschen beschwippst heißt.
Music Review
Various Artists
Studiolo: The 90's Afro Cosmic Era
Die Grenzen zwischen kosmisch und komisch sind auf »Studiolo: The 90’s Afro Cosmic Era« fließend.
Music Review
Jpegmafia
All My Heroes Are Cornballs
Jpegmafia nennt »All My Heroes Are Cornballs« ein Punk-Musical. Und das ist es auch, denn es verweigert sich jeglichen Konventionen.
Music Review
Unknown Artist
Nocturne Edits 002
Freestyle, Italo Disco, Breakbeats: Die zweite Ausgabe von Jordans »Nocturne Edits« ist eine erneute Dienstleistung für Hit-Maschinen-DJs.
Music Review
Courtney Barnett
MTV Unplugged Live In Melbourne
Mit acht prefekt unperfekten Versionen eigener und fremder Songs ist Courtney Barnett nun auf »MTV Unplugged Live In Melbourne« zu hören.
Music Review
Various Artists
Kearney Barton: Architect Of The Northwest Sound
Die Compilation »Kearney Barton: Architect Of The Northwest Sound« feiert einen Produzenten, der Seattle geprägt hat wie kaum ein Zweiter.
Music Review
Priscilla Ermel
Origins Da Luz
Das soeben bei Music From Memory erschienene »Origins Da Luz« versammelt die besten Stücke der brasilianischen Musikern Priscilla Ermel.
Music Review
Subtle Houzze
Controversy
Gary D. und Boris Dlugosch die EP »Controversy« vor, die damals wie heute Tracks für alle Tages- und Nachtzeiten bietet.
Music Review
Various Artists
Napoli Segreta Vol.2
Der Sommer beginnt in diesem Jahr schon im Februar: NG Records legt mit »Napoli Segreta Vol.2« eine weitere Compilation vor.
Music Review
Various Artists
Transition Vol.1
»Transition Vol.1« vereint Tracks von vier Bands, zwischen 1992 und 1994 entstanden. Die Gemeinsamkeit: Post-Industrial als Ursprung.
Music Review
Nicola Cruz
Hybridism
Auf »Hybridism« mixt Nicola Cruz einmal mehr die verschiedensten Musiken aus den entlegensten Ecken der Welt.
Music Review
Various Artists
Cadence Revolution: Disques Debs International 2
Strut diggen weiter tief in Guadeloupe: die tolle Compilation »Cadence Revolution: Disques Debs International 2« ist erschienen.
Music Review
Tame Impala
The Slow Rush
Mit »The Slow Rush« sind die Gitarren bei Tame Impala, dem Projekt des Australiers Kevin Parker, endgültig passé.
Music Review
Sasaki Hideto & Sekine Toshiyuki Quartet +1
Stop Over
1976 in Kleinstauflage erschienen, bekommt das tolle »Stop Over« von Sasaki Hideto & Sekine Toshiyuki Quartet +1 jetzt eine zweite Chance.
Music Review
Against All Logic
2017-2019
Für sein Projekt Against All Logic hat Nicolas Jaar nun die Jahre »2017-2019« zusammengefasst.
Music Review
The Heliocentrics
Infinity Of Now
Mit »Infinity Of Now«, das soeben bei Madlib Invazions erschienen ist, sollte sich das Genie der Heliocentrics nun wirklich rumsprechen.
Music Review
Schacke
Kisloty Forever EP
Der Däne Schacke hat mit seiner »Kisloty Forever EP« dem St. Petersburger Клуб ein kleines Denkmal gesetzt.
Music Review
Kollington Ayinla And His Fuji '78 Organisation
Blessing
Wecker für Muslime: Soul Jazz legt das 1988er Album »Blessing« von Kollington Ayinla And His Fuji ’78 Organisation neu auf.
Music Review
Borusiade
Fortunate Isolation
Auf »Fortunate Isolation« macht Borusiade auch dem letzten klar: wir sind am Arsch, es gibt kein zurück mehr.
Music Review
Sandoz
Sandoz
Meister des Weglassens: 4 Tracks aus Richard H- Kirks bester Phase als Sandoz hat Second Circle nun auf eine neue Schallplatte gepackt.
Music Review
Midori Hirano
Invisible Island
Die Pianistin Midori Hirano entwirft auf dem bei Sonic Pieces erschienenen »Invisible Hands« ihre ganz eigene Form klassischer Musik.
Music Review
Flamingo Pier
Indigo EP
Die Neuseeländer Flamingo Pier veröffentlichen ein Jahr nach ihrem Debüt mit »Indigo« eine weitere EP auf Soundway.
Music Review
Mac Miller
Circles
Mac Miller ist seit anderthalb Jahren tot und bringt trotzdem bessere Platten raus als Eminem. Siehe »Circles«.
Music Review
Squarepusher
Be Up A Hello
Mit »Be Up A Hello« ist soeben das 15. Studioalbum von Squarepusher erschienen. Er knüpft hier sehr nah an seinen früheren Sound an.
Music Review
Men With Secrets
Psycho Romance And Other Spooky Ballads
Donato Dozzy und Retina.it schließen sich als Men With Secrets zu machen, um unterkühlte Wave-Musik zu machen. Wie bitte?
Music Review
Destroyer
Have We Met
»Have We Met«, das neue Album von Destroyer, ist so unzeitgemäß und widersprüchlich, wie sich die Gegenwart anfühlt.
Music Review
I.A.O.
Phase 3
Left Ear veröffentlicht mit »Phase 3« zwischen 1988 und 1995 entstandene Musik der zu unrecht wenig bekannten Berliner Band I.A.O.
Music Review
Ihsan Al-Munzer
Belly Dance Disco
“»Belly Dance Disco«, die erste Veröffentlichung des Libanesen Ihsan Al-Munzer, wurde nun erstmals in voller Länge wiederveröffentlicht.
Music Review
Roc Marciano
Marcielago
Auf seinem achten Album »Marcielago« schert sich Roc Marciano nicht um zeitgenössische Soundentwürfe. Klingt aber dennoch erfrischen roh.
Music Review
Thony Shorby Nyenwi
Sweet Funk Music
Jet hat jetzt das zuerst 1978 veröffentlichte Album »Sweet Funk Music« von Thony Shorby Nyenwi ausgegraben.
Music Review
Okay Kaya
Watch This Liquid Pour Itself
Auf Okay Kayas zweitem Album hätte alles schiefgehen können. Doch bietet »Watch This Liquid Pour Itself« mehr Substanz als Schabernack.
Music Review
Pet Shop Boys
Hotspot
»Hotspot«, das neue Album der Pet Shop Boys, ist soetwas wie ihre Berlin-Platte geworden.
Music Review
Black Lips
Sing In A World That's Falling Apart
Auf »Sing In A World That’s Falling Apart« vermischen die Black Lips Country mit einer cleveren Hinterwäldler-Rhetorik.
Music Review
Callisto
Guidance Is Eternal 2
Mit »Guidance Is Eternal 2« wird die Musik des 2013 verstorbenen Bostoner House-Produzenten Callisto neu aufgelegt.
Music Review
Alessandro Alessandroni
Afro Discoteca Reworked & Reloved
Der vor drei Jahren veröffentlichte Überraschungshit »Afro Discoteca« von Alessandro Alessandroni wurde nun mit Remixen versehen.
Music Review
TNGHT
II
Über sieben Jahren nach ihrem überraschenden Debüt legen Hudson Mohawke und Lunice als TNGHT nun »II« nach.
Music Review
Jeff Parker
Suite For Max Brown
»Suite For Max Brown« ist das erst vierte Soloalbum des tollen Jazzgitarristen Jeff Parker. Makaya McCraven war hier nicht unbeiteiligt.
Music Review
Argonautiks
Trauben über Gold
Scharf gelayerte Sozialkritik auf minimalen Beats gibt es auf »Trauben über Gold« , dem neuen Album der Argonautiks.