Music Review | verfasst 17.04.2014
Illuha
Akari
12k, 2014
Text Peter Gebert
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8.0
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6.7
Redaktion
Cover Illuha - Akari

Tomoyoshi Date und Corey Fuller haben sich für ihr drittes Album zum ersten Mal viel gemeinsame Studiozeit genommen, um an der Klangdelikatesse ihres musikalischen Glasperlenspiels zu feilen. In ihre schon immer überaus beruhigenden, dramafreien Stücke lässt sich deshalb, wie es sich für klassischen Ambient gehört, beliebig hineinzoomen: Ein transparenter Pointillismus vieler kleiner Klänge, vom Piano und anderen Keyboards (u.a. dem von Date geliebten Spielzeugklavier), Gitarre und sachter Percussion, verwoben durch feine Drones und zuweilen abgeschmeckt mit elektrischen Störgeräuschen, die allerdings nie den entscheidenden Biss entfalten, den etwa Toshimaru Nakamura jüngst in seine Kollaboration mit Date und Ken Ikeda auf Baskaru einbringen durfte. Kein aufregender Ansatz also. Ob man für die friedlichen Bilder von Blätterrauschen und Windspiel mittels einer Landschaft plinkernder und summender Instrumente empfänglich ist, hängt auch diesmal wieder davon ab, wie man mit deren Süße zurechtkommt. Das vierte Stück, mit Anklängen an ganz ruhige Arovane- oder ECM-Jazz-Momente, hält mit seinen farbig aufglimmenden Tönen meinen Sehnsuchtsknoten jedenfalls sehr gekonnt fest. Dafür gibt es von mir Punkte. Auch die spukige Wendung eigentlich idyllischer Field Recordings im zweiten Stück bleibt haften. Dazwischen klemmen sich Bögen, die bei Cluster & Eno oder Vangelis nicht schlechter passten, und auf so manchen geleckten Klaviereinsatz nicht nur im letzten Stück dürften sie gerne verzichten, wie sie das hier dankenswerterweise durchweg mit den Vocals tun.

Das Album »Akari« von Illuha findest du demnächst bei hhv.de.
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