Music Review | verfasst 15.05.2014
Bass Clef
Raven Yr Own Worl EP
PAN, 2014
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Bass Clef - Raven Yr Own Worl EP

Ralph Cumbers aus Bristol hat seine Bass Music bis jetzt auf Punch Drunk, Idle Hands, Alter, Public Information und seinem eigenen Kassetten-Label Magic + Dreams veröffentlicht. Mit seiner neuen EP als Bass Clef ist er schließlich bei Bill Kouligas Berliner Firma PAN Records gelandet, wo sich experimentelle Klangkunst mit Tanzmusik die Hände reicht. Das passt doch recht gut, denn die Musik von Bass Clef ist einerseits sehr gut tanzbar, dabei äußerst experimentierfreudig, genresprengend und hat zudem oftmals noch einen guten Humor. Bass Clefs Wurzeln liegen in Grime, Dancehall, Drum’n’Bass und Dubstep. Seine Tracks entstehen mit modularen Synthesizern, dem »Bug Brand Modular System«, einer Spezialanfertigung seines Freundes Tom Bugs. Manchmal benutzt er bei seinen Produktionen auch die Klänge seiner Posaune, die er sonst in der Live-Band Oscilanz mit Charles Hayward, ehemals This Heat, spielt. Musik machen mit dem Computer liegt ihm allerdings nicht so, er nimmt seine Tracks ganz altmodisch auf einem Vierspur-Tape-Recorder auf, um sie erst ganz zum Schluss am Rechner zu editieren. Auch »Raven Yr Own Worl« hat etwas Altmodisches. Die Tracks klingen nach Acid, TB-303, 2-Step und schönen alten »Artificial Intelligence«, Warp- oder Rephlex-Platten. Aber auch nach Old School-Dub und frühem Rave. Alles minimal und nur vermeintlich »einfach« gehalten, rockt die EP auf der Tanzfläche wie verrückt und macht durch tolle Sounds und Arrangements auch auf dem Sofa gehört eine Menge Spaß.

Die »Raven Yr Own Worl EP« von Bass Clef findest du beio hhv.de: 12inch.
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