Music Review | verfasst 04.08.2014
Various Artists
Ghostbusters OST
Sony, 2014
Text Tim Caspar Boehme
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7.0
Redaktion
Cover Various Artists - Ghostbusters OST

Irgendwie neigt man bei »Ghostbusters« schon mal zu der vorschnellen Idee, man kenne den Soundtrack, bloß weil man den unverwüstlichen Titelhit von Ray Parker Jr. mitsingen kann. Tatsächlich ist »I ain’t afraid of no ghost« wohl eine der bekanntesten Refrainzeilen in der Geschichte der Filmmusik. Bei der Gelegenheit muss man daher die verbreitete Geringschätzung des Jazz als tendenziell spießige Musik einmal entschieden zurückweisen. Denn für eine so coole, auf den Punkt groovende Nummer wie »Ghostbusters« braucht es wohl das feine Gespür eines erfahrenen Jazzers. Mit der Folge, dass dieser Song sehr weit aus den restlichen Beiträgen zu Ivan Reitmans Filmklassiker herausragt. Daneben gibt es einen Boogie-Woogie der Bus Boys, nichtssagenden Elektropop von Alessi oder Mick Smiley, mit »In the Name of Love« einen der schwächeren Songs der Thompson Twins und eine handwerklich solide, aber auf Dauer auch nicht so recht beglückende Schnulze von Air Supply. Einzig Laura Branigan gibt mit »Hot Night« zur Aufmunterung ein wenig High Energy dazwischen. Elmer Bernstein schließlich zitiert sich in seinen Filmmusiken durch bewährte italienische Vorbilder von Ennio Morricone bis Nino Rota. Am Ende bekommt man, weil es so schön war, noch die Instrumentalversion von, genau, zu hören. Dass das Album zum 30. Jubiläum des Films jetzt wieder auf Vinyl erscheint – zum Glück ohne komprimiertes Remastering –, ist völlig berechtigt. Ein Soundtrack ist eben eine Einheit, und im Schallplattenformat macht das wohl gelungenste Filmlogo aller Zeiten erst so richtig Freude. Selbst wenn das für die Musik nicht durchgehend gilt.

Das Album »Ghostbusters« von OST findest du bei hhv.de_ LP-US und LP-EU
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