Music Review | verfasst 09.08.2016
Brenk Sinatra
Gumbo 2: Pretty Ugly/Lost Tapes
Melting Pot Music, 2016
Text Niklas Fucks
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Redaktion
Cover Brenk Sinatra - Gumbo 2: Pretty Ugly/Lost Tapes

Man kann Beatmachern einiges vorwerfen, aber nicht, dass sie ineffizient sind. In ihren Vaults scheinen »viele Hundert Gigabytes« darauf zu warten, auf meist enttäuschende Compilations mit Jahreszahlen und Bindestrich im Titel gepresst zu werden. Jetzt veröffentlicht Melting Pot Music also eine Reissue von Brenk Sinatras heiß begehrtem, unfickbaren Beat-Klassiker »Gumbo 2: Pretty Ugly« und da stellt sich heraus: der gute Mann hat noch 20 unveröffentlichte Beats aus den Album-Sessions von 2010-2011 gehortet, die auf einer zweiten LP dem Album beigelegt werden. So weit, so sehr klingt das ganze nach einem Gimmick und ein paar Loops. Doch die Tracks enttäuschen nicht. In weiten Teilen sind die »Lost Tapes« dem originalen Album ebenbürtig – nicht nur weil die Tracks länger angespielt werden und entsprechend mehr Zeit haben zu wirken, sondern auch weil einige Beats ein höheres Tempo fahren. Natürlich sind die langsamen Kopfnicker-Beats der Kern des Ganzen und Brenk Sinatra zeigt mal wieder, dass sein Talent dafür, perfekte Drums aus akustischen und elektronischen Elementen zu erschaffen, vielleicht nur von Madlib übertroffen wird. Außerdem werden natürlich Jazz und Soul gechoppt. Wer Hip Hop-Beats mag, kommt hier nicht dran vorbei.

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Das Album »Gumbo 2: Pretty Ugly/Lost Tapes« von Brenk Sinatra findest du bei hhv.de:2LP
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