Music Review | verfasst 26.09.2016
Forma
Physicalist
Kranky, 2016
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Forma - Physicalist

Nach zwei Alben auf Edition Megos Unterlabel Spectrum Spools sind Forma jetzt bei Kranky gelandet. Und auch musikalisch hat sich bei dem Trios aus New York City viel geändert. Ihre improvisierte pulsierende Musik orientiert sich immer noch stark an den »kosmischen« Klängen und »Motorik«-Beats von der aus den 1970er Jahren bekannten Kraut-Elektronik à la Cluster und Harmonia sowie den minimalen Ambient-Experimenten von Harold Budd. »Physicalist« zeigt die Band aber verstärkt um den Multi-Instrumentalisten John Also Bennett, der dem bisher den Vorbildern entsprechend aus Modular- und analogen Vintage-Synthesizern bestehenden gemeinsamen Instrumentarium erstmals akustische Elemente wie Flöten, Klavier und Perkussionsinstrumente hinzufügt und damit die Klangfarbe stark erweitert. Die wirbelnden und pluckernden Synthesizer-Arpeggien treffen dadurch – neben frei fließenden Ambient-Parts – nun auch auf rein akustische melodiöse Improvisationen und grenzen sich damit deutlich von der Techno-Anlehnung ihrer 2014er EP »Cool Haptics« auf Bunker New York ab; tanzbar bleibt ihre klare, frische und stets optimistische Musik aber meist dennoch. Das ist alles nicht atemberaubend und bahnbrechend neu, wirkt aber immer reichlich entspannend und hypnotisierend.

Das Album »Physicalist« von Forma findest du bei hhv.de: 2LP
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