Music Review | verfasst 13.12.2016
Sir Waziri Oshomah & His Traditional Sound Makers
Volume 3
Superfly, 2016
Text Andreas Schnell
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Redaktion
Cover Sir Waziri Oshomah & His Traditional Sound Makers - Volume 3

Mit »Volume 3« von Sir Waziri Oshomah and his Traditional Sound Makers aus dem Jahr 1980 beschert uns Superfly Records ein lange vergriffenes Juwel, das mit einer bislang eher unbeachteten Highlife-Variante verzückt. Der ursprünglich aus Ghana stammende Stil hatte sich längst in Afrika als einer der populärsten Sounds durchgesetzt, als Sir Waziri Oshomah und seine Traditional Sound Makers aus dem mittleren Westen Nigerias in den 1970er Jahren ihre Variante dieser Musik entwickelten: deep und komplex, zugleich entspannt und funky. Einflüsse von Fela Kutis Afrobeat, aber auch Anleihen aus Reggae, Rock und Soul führt die Band zu einer komplexen Musik zusammen, die, klanglich mit reizvoller Patina überzogen, eine faszinierende Variante afrikanischer Popmusik der Siebziger darstellt. Unverzichtbar für Fans beispielsweise des Spätwerks von Ebo Taylor. Für historische Einordnung und den Kontext sorgen ausführliche Linernotes von Uchenna Ikone, der schon an der Bergung von Schätzen wie »Who Is William Onyeabor?« und Harry Moscos »For You Specially« beteiligt war.

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