Music Review | verfasst 11.02.2017
MecsTreem & Doe Diggla
Hydrofunk
Record Jet, 2017
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover MecsTreem & Doe Diggla - Hydrofunk

Funk, Ambient, Electro oder Hip-Hop? MecsTreem und Doe Diggla haben sich stilistisch bei ihrer rein instrumental gehaltenen Split-LP nicht festgelegt und legen mit »Hydrofunk« eine Sammlung ganz eigener, genreübergreifender, aber garantiert nicht beliebiger und äußerst entspannter Tracks vor. So kombinieren die beiden Musiker selbstbewusst Vintage-Synthesizer-Flächen mit 808-Beats, dicke Bässe, E-Piano, digitalen Flötentönen, fiepsigen Dr Dre-Keyboard-Melodien und gesamplete sehnsuchtsvolle Frauenstimmen mit angenehm stolpernden Beats und flüssigen Synthie-Arpeggios. Retro klingt das aber nur bedingt, da die MecsTreem-Seite mit Einflüssen von zeitgemäßer englischer Bass-Musik arbeitet und das Produktionsniveau absolut auf der Höhe der Zeit ist. Doe Digglas Tracks sind dubbiger, arbeiten mit mehr Samples, Loops und Vokal-Schnipseln, stehen denen von seinem musikalischen Partner in puncto Funkyness und fließender Slow Motion aber in nichts nach. Das Album hat mit einer guten halben Stunde Spielzeit knackig perfekte Vinyl-Länge und besticht neben seiner immer gelassenen Entspanntheit durchgehend mit einer großen Spannweite an interessanten Sounds, unterschiedlichen Beats und Atmosphären. Dazu überzeugt »Hydrofunk« (der Name des Albums ist absolutes Programm!) in seiner Gesamtheit trotz der streng nach LP-Seiten getrennten Solo-Tracks durch seine große musikalische und atmosphärische Homogenität.

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