Music Review | verfasst 24.04.2017
Ephemerals
Egg Tooth
Jalapeno, 2017
Text Jan Paersch
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9.0
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7.1
Redaktion
Cover Ephemerals - Egg Tooth

Es ist ein Jammer: ausgerechnet das erste Drittel ihres neuen Albums ist den Ephemerals komplett missglückt. »Egg Tooth« ist die dritte Platte der siebenköpfigen Soul-Band, und trotz allem musikalischen Talent eine durchwachsene Angelegenheit. Schon der Opener irritiert mit dem plötzlichen Stimmeinsatz von Wolfgang »Wolf« Valbrun. Der Songs wirkt unfertig, wie nicht zu Ende komponiert. Die Briten haben hier eigentlich den Anspruch, die ihnen inhärente Melancholie transportieren zu wollen, aber die Arrangements sind völlig misslungen – nachzuhören im bizarr-aggressiven »Go Back to Love«. Erst im angenehm entschleunigten »Omnilogue« mit Harfenistin Rachael Gladwin (Matthew Halsall) finden die Ephemerals zu sich selbst; der Song ist teils Alice Coltrane, teils Roy Ayers. An Roy Ayers, den großen Jazzfunk-Keyboarder, erinnert auch das wohlig warme Fender Rhodes, das »And If We Could, We’d Say« eröffnet. Geschmackvolles Gospel-Feeling in »Coming Home«, närrische Beatles-Bläser in »If Love is Holding Me Back«. Hier hat Bandleader und Songwriter Hillman Mondegreen alles richtig gemacht; die Streicher-Arrangements passen, und auch Sänger Valbrun überzeugt mit sattem Bariton. Wenn nur der Anfang nicht wäre.

»Egg Tooth« von Ephemerals findest du bei hhv.de: LP
Dein Kommentar
1 Kommentare
25.04.2017 11:36
thedentde:
Hallo Herr Paersch,
der Song heißt "Back to Love" nicht "Go Back to Love", glaube ich.
Ich finde den Song "The Beginning" sehr gelungen und kann Ihre Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Der Einsatz der Stimme zu Beginn des Songs erinnert mich an Cody Chesnutt.

Ein tolles Album.
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