Music Review | verfasst 29.08.2017
Youandewan
The Brane
The Brane, 2017
Text Andreas Schnell
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Redaktion
Cover Youandewan - The Brane

Nach dem Langspieldebüt »There Is No Right Time« vom vergangenen Jahr legt der in Berlin ansässige Ewan Smith alias Youandewan aus Yorkshire vier neue Tracks vor. Während Youandewan den Raum, den ihm »There Is No Right Time« bot, nutzte, um seine Musik langsam aufzubauen, mit verschiedenen Stimmungen zu spielen, Atmosphären aufzubauen und aufzulösen, geht es hier geradewegs auf den Tanzboden. Mehr Tempo, mehr Raum, mehr Klarheit – was im Umkehrschluss nicht bedeutet, der Mann hätte seinen Sinn für Eleganz und Tiefe vernachlässigt oder gar verloren. »Fantasy Fear« ist ein treibender House-Track, der an seine »Pinger«-EP anknüpft, allerdings noch ein bisschen entschlackter, konzentrierter klingt. Auf »Happiness Machine« schraubt Youandewan das Tempo ein wenig nach unten, lässt sich etwas mehr Zeit, bevor die Bassdrum einsetzt. Zart zilpende Bleeps und trockene Handclaps sind die Zutaten zum Glück, das allerdings, die Titel sind durchaus sprechend. Mit »Fast Blackening Sky« schon wieder ein Ende hat, zumindest stimmungsmäßig. Knarzige Bässe sind einem technoiden, unbarmherzig marschierenden Beat beigemengt. Im Finale »Normal Eyes« gluckst es dann schon wieder fröhlich, während Youandewan Schleifchen über eine munter hüpfende Bassline legt.

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