Music Review | verfasst 09.11.2017
Spinning Coin
Permo
Geographic, 2017
Text Martin Silbermann
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Nutzer (1)
8.2
Redaktion
Cover Spinning Coin - Permo

Auf Tour mit Teenage Fanclub, Real Estate und Dinosaur Jr.. Im Studio mit dem großen Edwyn Collins und nun mit ihrem Debüt auf dem von The Pastels kuratiertem Label Geographic gelandet – das junge Glasgower Quintett Spinning Coin kann sich über prominente Unterstützer wahrlich nicht beklagen. Dass sich sowohl die Vorschusslorbeeren als auch der Support durchaus gelohnt haben, beweisen die 14 Songs von »Permo« so nonchalant wie überzeugend. Dominiert wird das Album von charmantem Jingle-Jangle-Pop, der des Öfteren auch auf die Indie- und sogar CountrySzene über dem großen Teich linst. Als Ausgleich zur befürchteten Melodieseligkeit tauchen immer wieder ruppige, auf einfachsten Riffs basierende Songs auf, die auch in den Lyrics vor kämpferisch besetzten Begriffen wie »class war« nicht zurückschrecken. Dieses Yin und Yang aus rohen, wilden Liedern und den Sanfteren mit teils sehr eingängigen Hooks teilen sich innerhalb der Band die beiden Songwriter Sean Armstrong und Jack Mellin untereinander auf, wobei Armstrong für die eher ruhigeren, melancholischen Momente zuständig ist. Die unbändige Punk-Energie von Mellins Beiträgen wie »Tin« oder »Magdalene« erinnert hingegen an The Libertines mit schnörkellosem Songwriting und wütender Power. Zusammengenommen ergibt das ein abwechslungsreiches und mit leichter Hand aufeinander abgestimmtes Bild, für ein Debüt erstaunlich ausgereift und auch auf der Textebene funktioniert der Perspektivwechsel zwischen Eskapismus und harter Realität ausgezeichnet.

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