Music Review | verfasst 12.01.2018
Fondation
Les Cassettes 1980-1983
Bureau B, 2017
Text Tim Caspar Boehme
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Redaktion
Cover Fondation - Les Cassettes 1980-1983

Wer sagt denn, Franzosen könnten keinen Krautrock? (Oder dann vielleicht doch eher »Boche-Rock«?) Wie man es auch nennen mag, die drei »Cassettes«, die das Musiker-Ehepaar Ivan Coaquette und Anannka Raghel in den Jahren 1980 und 1983 unter dem Namen Fondation herausbrachten, können sich allemal hören lassen. Reduktion, Repetition und Resonanz wurden hier ganz groß geschrieben. Dabei rollen sich Synthesizer, Gitarren und Drumcomputer mit denkbar ökonomischen Mitteln auf dankbare Grooves ein, bauen langsam psychoaktive Masse auf und heben schließlich sachte ab in Richtung Glückseligkeit. Scheinbar schlicht und umwerfend elegant. Jedes einzelne Album war, dank des gewählten Formats, zudem eine Stunde lang. Möchte man zu gern alles von wiederhaben, vollständig wiederveröffentlicht wurde bisher bloß die letzte Kassette »Le Vaisseau Blanc«. Immerhin: Eine knapp einstündige Auswahl der Trilogie hat jetzt das auf Krautrock und Kompatibles spezialisierte Hamburger Label Bureau B unter dem Titel »Les Cassettes 1980-1983« herausgebracht, mit einem Schwerpunkt auf der ersten Kassette »Metamorphoses« und »Le Vaisseau Blanc«, die zweite, »Sans Etiquette«, ist mit gerade mal einem Stück vertreten. Trotzdem besser als nichts. Eine weitere Heldentat von Bureau B, deren Katalog an Trouvaillen schon jetzt ziemlich reich ist.

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