Music Review | verfasst 13.02.2018
GoGo Penguin
A Humdrum Star
Blue Note, 2017
Text Jan Paersch
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7.4
Redaktion
Cover GoGo Penguin - A Humdrum Star

Electronica mit akustischen Instrumenten, die nächste. Was GoGo Penguin machen, ist anno 2018 längst nicht mehr bahnbrechend. Das Feld der mit Jazz- oder Klassik-Stylings eingespielten elektronischen Musik, ist, von hippen Acts wie Grandbrothers oder Brandt Brauer Frick bereits zur Genüge bestellt. Dennoch wird das Trio aus Manchester mit seinem vierten Album international erneut für Furore sorgen – völlig zu Recht. Denn »A Humdrum Star« (der Titel entstammt einem Ausspruch des Astrophysikers Carl Sagan: »Wir leben auf dem unbedeutenden Planeten eines öden Sterns.«) ist hervorragend aufgenommen und handwerklich großartig gemacht. Wenn ein Vergleichsrahmen für die Musik von GoGo Penguin gezimmert werden soll, fallen meist dieselben Namen: Squarepusher und Underworld, Brian Eno und Claude Debussy. Radiohead-artig türmen sich die Songs auf, Piano und Schlagzeug geben repetitive Dance Beats vor, dazu gesellen sich melodische Klavierakkorde und gestrichene Basslinien. Chris Illingworth (Piano), Nick Blacka (Kontrabass) und Rob Turner (Drums) verfremden ihre akustischen Tracks nur ganz subtil mit Effekten – das Klangbild ist mit dem des Vorgänger-Albums somit quasi identisch. So wirkt ihre Balance zwischen laut und leise, zwischen Melancholie und Ekstase, zuweilen kalkuliert. Für eine Band, die vor allem für ihre Live-Gigs gefeiert wird, ist dies jedoch eine beeindruckende Studioaufnahme.

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