Music Review | verfasst 12.02.2018
Dabrye
Three/Three
Ghostly International, 2017
Text Tim Caspar Boehme
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6.5
Nutzer (2)
7.8
Redaktion
Cover Dabrye - Three/Three

Tadd Mullinix alias Dabrye hat seit seinem letzten Album mehr als elf Jahre auf sich warten lassen. Einerseits. Andererseits ist der Produzent aus Ann Arbor in Michigan in der Zwischenzeit durchaus mit seinen anderen Aliassen in Plattenform an die Öffentlichkeit gegangen, als Charles Manier oder James T. Cotton etwa. Die schon 2001 mit »One/Three« als Selbstverpflichtung begonnene Dabrye-Trilogie hat er jetzt jedenfalls abgeschlossen. »Three/Three« ist, wie auch »Two/Three« von 2006, ein Rap-Album mit diversen Gast-MCs geworden. Darunter große Nahmen wie Ghostface Killah, MF Doom oder Danny Brown. Neben den Stimmen hält Dabrye seine eigenen Beiträge ebenfalls variabel. So wählt er zwischen federleicht swingenden und artgerecht heavy pumpenden Beats, tupft hier ein paar angetrunkene Klavierakkorde in den Mix, lässt dann wieder durchblicken, dass er auch Berufserfahrung mit House- und Techno-Tracks oder Ghetto Tech hat. Alles in allem fügen sich die einigermaßen heterogenen Nummern dann aber doch zu einem fast aus der Zeit gefallenen, klassisch anmutenden Hip Hop-Ensemble. Vielleicht weil selbst die Stilmittel jüngeren Datums in Dabryes sicheren Händen etwas ausgeruht Rundes bekommen. Ohne damit zu langweilen. Die verspielte Offenheit steht Dabrye sogar ziemlich gut. Muss ja nicht gleich ein Klassiker werden.

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