Music Review | verfasst 16.03.2018
Various Artists
Gumba Fire: Bubblegum Soul & Synth Boogie In 1980s South Africa
Soundway, 2018
Text Andreas Schnell
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Redaktion
Cover Various Artists - Gumba Fire: Bubblegum Soul & Synth Boogie In 1980s South Africa

Synthie-Beats, soulige Vocals, funky Keyboards – das klingt unverkennbar nach den 1980er Jahren. Allerdings liegt der Fall bei den Stücken der Compilation »Gumba Fire: Bubblegum Soul & Synth Boogie In 1980s South Africa« ein bisschen anders als man vermuten könnte. Dies ist der Sound zur Party in den Townships im rassistischen Apartheid-Regime Südafrikas. Damals wurde in den Townships zu einer Musik gefeiert, die man etwas geringschätzig »Bubblegum« nannte. Nachdem der Disco-Boom vorbei war, entwickelte sich eine Musik, die stellenweise an frühe House-Sounds erinnert, aber genuin afrikanisch klingt. Vom orgelgetränkten »Listen To Me« von General Peter Maringa reicht das stilistische Spektrum über den »Arrow Dub« von Zasha über das funkige »Sellalane« von The Black Five bis hin zur düsteren Knastbeichte »Wola Wola« von Ozila. Was nur ein Indiz dafür ist, dass dieser Musik die politischen Verhältnisse durchaus eingeschrieben sind. Umso wichtiger, dass diese Musik, die damals ein Millionenpublikum hatte, neues Interesse erfährt, zuletzt durch Veröffentlichungen von Umoja auf Awesome Tapes From Africa oder die Compilation »Pantsula – The Rise of Electronic Dance Music in South Africa 1988-90«, bei deren Zusammenstellung übrigens DJ Okapi ebenso die Hände im Spiel hatte wie bei »Gumba Fire«.

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