Review

Modeselektor

Monkeytown

Monkeytown • 2011

Mit Monkeytown präsentiert uns Modeselektor eine Stadt, in der es für jeden Geschmack das entsprechende Viertel gibt. Sowohl Freunde des klassischen Dubsteps, als auch Dancehallheads, Indie-Hörer oder Raver finden in Monkeytown, was sie suchen. Und doch lässt sich letztendlich keines der Stücke einem einzelnen Genre zuordnen. Es war im Jahr 2007, als mit Happy Birthday das zweite Album des Produzentenduos Modeselektor erschien. Vier Jahre und zahlreiche Remixe und Kollaborationen später, zeigen uns die beiden Berliner Gernot Bronsert und Sebastian Szary eine Mischung aus allem, was die internationale Clublandschaft derzeit zu bieten hat. Unterstützung erhielten die Jungs hierbei u.a. von Thom Yorke, Miss Platnum oder der Breakcore-Koryphäe Otto von Schirach. Als besonderes Highlight sei der Titel Pretentious Friends erwähnt. Busdrivers rauhe Vocals suchen sich ihren Platz zwischen einem stampfenden Grime-Beat und entfesseln dabei eine unheimliche Energie, die auch von den folgenden Tracks nicht mehr erreicht wird. Trotz der sehr unterschiedlichen Kompositionsideen liefern Modeselektor ein überraschend homogenes Album ab. Dies kann auch daran liegen, dass Monkeytown innerhalb von zehn Wochen in einer zusammenhängenden Studiosession aufgenommen wurde, was laut den Berlinern bei den vorigen Produktionen nicht der Fall war. In diesen Wochen ist vielleicht das bisher interessanteste Modeselektor-Album entstanden.