Music Porträt | verfasst 02.04.2020
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Text Christoph Benkeser , Fotos © Knekelhuis
Patricia+kokett+1
Rubriken_sticker_detail_01

Patricia Kokett posiert mit einer Schlange um ihren Hals, schmeißt Partys im undergroundigsten Schuppen von Vilnius auf und schleppt afrikanische Statuen mit riesigen Genitalien zu Liveauftritten. Man merkt schnell: Gängige Konventionen werden Gediminas Jakubka nicht gerecht. Mit Patricia Kokett hat der in Litauen geborene Produzent ein Alter Ego geschaffen, das sich in den okkult-aufgeladenen Nischen bewegen darf – und die Party trotzdem in stabile Seitenlage wuchtet. Nach der 2018 bei Knekelhuis erschienen EP »Diabel« taucht Kokett mit ihrem ersten Soloalbum »Bizarr« weiter ein in die symbolischen Welten der Rituale. Und lässt sich von neun Kaisergöttern stimulieren.

»Die Hauptinspiration für die Platte kam lange vor der Reise«, sagt Jakubka. »Als ich das erste Mal ›From Grows Rampant‹ von The Threshold HouseBoys Choir (das Pseudonym von Coil-Mitglied Peter Christopherson, Ann.) hörte, zog mich der rituelle Aspekt der thailändischen Kultur an.« Jakubka hört vom Fest der neun Kaisergötter, das jährlich von Auslandschines_innen in Teilen Südostasiens gefeiert wird. Die Fotos von Teilnehmern, die ihre Wangen durchstechen, über Feuer laufen oder Leitern aus Schwertern hochklettern, faszinieren Jakubka. Er beginnt sich damit auseinanderzusetzen, sieht sich Aufnahmen an, liest viel darüber. Auf »Diabel«, der EP die er 2018 als Patricia Kokett auf Knekelhuis veröffentlicht, sind diese Einflüsse bereits zu hören. Treibende Downbeats, mantrahaften Wiederholungen, Trance. »Ich wusste, dass ich ein starkes Konzept gefunden hatte. Der nächste Schritt war eine Reise nach Phuket, um das selbst zu erleben«. Er macht sich auf den Weg – alleine, um sich die Gefühle auf sich wirken zu lassen. »Denn ich wusste, dass ich in einer Art aufgerüttelt werde, die meine Erwartungen übertreffen wird.« Die Stimmung, die Gefühle, die Emotionen, die während des Festivals auf Jakubka einprasseln, bilden den Kontext für das Konzept von »Bizarr«. Sie seien der perfekte emotionale Hintergrund für diese Platte gewesen. »Ein Weg voller zerschlagener Emotionen.«

»Es existiert ein sexuell verführerisches Element in meiner Musik, das unterschwellig rüberkommt«

Das Interesse für Rituale habe Gediminas Jakubka bereits in Kindertagen entdeckt. »Ich wuchs mit der Plattensammlung meiner Eltern auf. Ein großer Teil davon waren litauische Märchen, die sie für mich gekauft haben.« Diese Märchen leuchteten die grausam-antagonistischen Dimensionen zwischen Gut und Böse aus – mit vielen mythischen Figuren und Opferritualen, die für ihn erschreckend und amüsant gewesen seien. »Rückblickend sehe ich den Zusammenhang mit der chinesischen Mythologie. Die strafende, destruktive Brutalität der Kreaturen und die angespannten Handlungen haben sich als Erinnerungen eingebrannt, meine Vorstellungskraft erweitert und eine Neugier für unbekannte Welten entwickelt«, so Jakubka, der nicht ohne Grund als Patricia Kokett auftritt. »Als Jugendlicher war ich Goth, ich trug manchmal Kleider oder Strümpfe an den Händen und begann, unter diesem Pseudonym Musik zu machen – hauptsächlich Synth-Pop und New Wave-Sound.« Nach und nach habe sich eine musikalische Landkarte enthüllt, indem Jakubka Inspiration in verschiedenen Genres gefunden habe. Patricia sei später auch in Bandprojekten wie Flesh Flash und Cutthroats mitgeschwungen. Bei Flesh Flash habe sie Gitarre gespielt, esoterische Tendenzen untersucht und ein Electronica-Rock-Mischmasch-Genre eingeführt. »Cutthroats war ein ganz anderer Ansatz. Wir haben uns als Postindustrielle bezeichnet. Verzerrte Gitarren, harte Musik. Aber zutiefst melancholisch.«

Patricia Kokett – BizarrWebshop ► Black Vinyl Vinyl LP Die Weiterentwicklung durchzieht das fiktive Leben der Patricia Kokett. »Sie hat sich andere Musiksprachen angeeignet«, so Jakubka. Deshalb sieht er in Kokett und ihrer musikalischen Vergangenheit starke Verbindungen. »Patricia ist für mich ein Name mit verschiedenen Blickwinkeln. Sie ist eine Art Geist, der in meine Natur eingraviert ist und von der ich nicht weiß, wie er in manchen Situationen reagieren wird.« Live können die verrücktesten Dinge passieren –, aber auch bei Fotoshootings, wenn Kokett subtile Elemente verwendet, um Gendergrenzen zu sprengen. »Es ist anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich. Alles passiert auf natürliche Weise – ohne dem Anspruch, mehr Aufmerksamkeit zu generieren.« Dabei ist der Name eigentlich Programm. Jakubka kokettiert mit Patricia und Patrica kokettiert mit ihrem Publikum. »Es existiert ein sexuell verführerisches Element in meiner Musik, das unterschwellig rüberkommt«, so Jakubka. Das Auftreten auf der Bühne fühle sich für ihn wie ein erotischer Akt an. »Trotzdem habe ich mich bei der Wahl des Namens nicht auf die Semantik bezogen.« Patricia Kokett klinge einfach gut, lasse aber auch Vermutungen zu. »Ich lebe aus meiner eigenen Perspektive und verwende Lippenstift, wenn ich es für nötig erachte. Aber ich bin kein Teil einer Bewegung – außer meiner eigenen, in der ich meine Vision der Selbstverwirklichung lebe.«

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 08.11.2017
Eye
Cocktail Mexico
Unwiderstehlich, aber nicht unabdingbar: Eye legt nach ihrem umwerfenden Debüt-Album eine EP vor.
Music Review | verfasst 30.04.2018
Meo
Fine Corsa
Gute Entscheidung, das neu aufzulegen: Knekelhuis hat »Fine Corsa«, die Debüt-EP des Italieners Meo wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 13.09.2018
Various Artists
Testimony
Knekelhuis legt Zeugnis ab: Die Werkschau »Testimony« stellt die Künstler Sabla, Patrica Kokett, Maoupa Mazzocchetti und Job Sifre vor.
Music Review | verfasst 24.01.2019
Victor de Roo
Nachtdichter EP
Musik von Victor de Roo, Poesie von Alex Deforce, Erschließung neuer Sounds für Knekelhuis: die »Nachtdichter EP« hat einiges zu bieten.
Music Review | verfasst 15.05.2019
Zaliva-D
Forsaken
Auf Knekelhuis ist kürzlich die Werkschau »Forsaken« des chinesischen Technoproduzenten Zaliva-D erschienen.
Music Review | verfasst 23.05.2019
Dark Star
Cryonics: 1989-1992
Für »Cryonics: 1989-1992« versammelt der seit zwei Dekaden inaktive Synthesekünstler Dark Star neun seiner eindrücklichsten Produktionen.
Music Review | verfasst 25.06.2019
Jean-Luc
Des Litres D'essence
Die neueste Entdeckung von Knekelhuis ist die Band Jean-Luc. Ihre Debüt-EP »Des Litres D’essence« macht Lust auf mehr.
Music Review | verfasst 01.08.2019
Cold Front
Beyond The Beat
Aus Minneapolis kommt das nächste Fundstück aus dem Knekelhuis. Dort haben um 1990 Cold Front »Beyond The Beat« aufgenommen.
Music Review | verfasst 15.10.2019
De Ambassade
Duistre Kamers
Nach der Single »Wat Voel Je Nou« vor 3 Jahren haben nicht wenige auf »Duistre Kamers«, das erste Album von De Ambassade gewartet.
Music Review | verfasst 25.11.2019
Eye
Metamujer
Die Französin Laurène Exposito legt als Eye ihre neue LP »Metamujer« vor und macht deutlich, dass sie sich musikalisch weiterentwickelt hat.
Music Review | verfasst 19.02.2020
Various Artists
Transition Vol.1
»Transition Vol.1« vereint Tracks von vier Bands, zwischen 1992 und 1994 entstanden. Die Gemeinsamkeit: Post-Industrial als Ursprung.
Music Review | verfasst 10.06.2020
Zaliva-D
Immorality
Double-Whopper-Beats mit Hang zum Dada-Fetischismus: Auf Knekelhuis ist »Immorality«, das neue Album von Zaliva-D erschienen.
Music Porträt | verfasst 08.05.2018
Knekelhuis
Wandern zwischen Welten
New-Wave-Nostalgie, Techno-Ahnenforschung und melancholische Dancefloor-Kracher: Das Amsterdamer Label Knekelhuis gräbt längst beerdigte Klänge aus und erweckt sie wieder zum Leben – nicht nur mit Reissues, sondern auch mit neuer Musik.
Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Porträt | verfasst 31.01.2013
Ryan Hemsworth
Auf den Spuren von Shlohmo
Ryan Hemsworth ist Teil einer neuen Generation von Produzenten, die die Grenzen zwischen Hip Hop und Electronica ins Unendliche ausloten. Inzwischen reißen sich die Rapper um die Beats des Kanadiers. 2013 könnte sein Jahr werden.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?
Music Kolumne
Records Revisited
Prefab Sprout – Steve McQueen (1985)
Eigentlich wollte Paddy McAloon Priester werden, Menschen von den Worten Gottes berichten. Stattdessen gründete er eine Band. 1985 veröffentlichten Prefab Sprout »Steve McQueen«, das wahrscheinlich schönste Popalbum der Achtziger Jahre.
Music Porträt
upsammy
Das Kleine im Großen
Die Niederländerin Thessa Torsing hat unter dem Pseudonym upsammy in den letzten Jahren die gefragtesten Dancefloors bespielt. Aber auch ihre eigenen Soundproduktionen haben über transkontinentale Wege hinaus Gehör gefunden.
Music Interview
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Kolumne
Records Revisited
Quasimoto – The Unseen (2000)
Vor zwanzig Jahren schloss sich Madlib in den Keller von Peanut Butter Wolf ein und kam als gelbes Alien mit Schweineschnauze raus. Lord Quas war geboren und »The Unseen« hat das Character Design im Hip-Hop auf eine neue Stufe gehoben.
Music Porträt
Dekmantel
Unendliche Ferien
Seit über zehn Jahren löst Dekmantel aus Amsterdam als Label, Festival und Veranstalter die Quadratur des Kreises: Innovation und Untergrund mit Qualität zu verbinden. Ein Ende? Auch in Krisenzeiten nicht in Sicht.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.