Music Liste | verfasst 28.04.2020
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Text Kristoffer Cornils
10alltimefavs_magazin_artikel_1024px_685px

Peaking Lights – E S C A P EFind it at hhv.de: Vinyl LP »E S C A P E« heißt das neue und je nach Zählweise achte Album der Peaking Lights und ein wenig liest sich der Titel genau so, wie die Musik des mittlerweile in Amsterdam ansässigen Duos schon immer klang: Mit viel Raum zwischen den einzelnen Elementen und stets auf der Flucht. Peaking Lights rein, Realität®aus. Aaron Coyes und Indra Dunis lernten sich in Kalifornien kennen und lieben, zogen nach Wisconsin und gründeten, nunmehr als Ehepaar, Peaking Lights im Jahr 2008. Nach einer überaus produktiven Anfangsphase konnten sie nur drei Jahre später mit der LP »936« ihren Durchbruch feiern. Ihr freakiger, verrauschter schien sich in Zeiten von Chillwave, Hypnagogic Pop und Seapunk genau zwischen allen breitgesessenen Stühle zu niederzulassen. Es folgten einige weitere Alben, darunter das umfeierte »Lucifer« inklusive einer Full-Length-Dub-Version sowie das programmatisch betitelte Doppelalbum »The Fifth State of Consciousness« sowie ein Umzug zurück in den Sunshine State und schließlich nach Amsterdam, wie die beiden mit Dekmantel eine neue Labelheimat fanden. Mit »Sea of Sand« deuteten Dunis und Coyes bereits an, dass sie nach dem großen Langform-Freakout wieder zum Dancefloor zurückgefunden hatten: Zwar belief sich die Gesamtspielzeit der sechs Stücke auf über solze 30 Minuten, der verwaschene Sound wurde jedoch gegen konzentrierte Rhythmusarbeit eingetauscht. Der genau richtige Vorgeschmack auf »E S C A P E«, das sich noch mehr Richtung Pop, Wave und Italo Disco vorwagt, darüber seine lysergischen Effekte aufzugeben. Wie alle vorigen Veröffentlichungen der Peaking Lights machen die 13 Stücke viel Raum auf und wollen ihrem Publikum vor allem die Flucht ermöglichen. In die psychedelischen Retro-Untiefen des Dub-Universums oder nach vorne Richtung Tanzfläche? Beides natürlich. Denn wie auch die 10 All Time Favs des Duos beweist, legt es wert auf eine ausgewogene Mischung zwischen Entgrenzung und Konfrontationskurs, Rückbesinnung und Aufbruchswillen. Dub und Dance, auf denkbar beste Art und Weise miteinander vereint.


Die Schallplatten der Peaking Lights findest du im Webshop von HHV Records.


Gareth Williams & Mary Currie – Flaming Tunes 1 – Gareth Williams & Mary Currie – Flaming Tunes ( Contagious Tapes) (1985) | Vinyl LP
Peaking Lights: Diese Platte war eine perfekte Lo-Fi-Reise für unsere frühen Versuche. Wir hatten Ausschnitte von der Kassette, was uns dazu inspirierte, uns mehr auf die Melodien zu konzentrieren, sie aber dennoch unscharf zu halten.

Brian Eno – Here Come The Warm Jets 2 – Brian Eno – Here Comes The Warm Jets (Island) (1973) | Vinyl LP
Peaking Lights: Es gibt zwar viele Eno-Platten oder -Lieder, die wir aussuchen könnten, aber wir haben diese hier ausgewählt. Weil es seine erste war. Irgendwann konnten wir uns diese Platte auf einer sehr, sehr guten Hi-Fi-Anlage anhören und all die kleinen Zaubermittel ganz klar heraushören. Aus produktionstechnischer Sicht war dies etwas, das wir anstreben wollten.

Chris & Cosey – Songs Of Love & Lust 3 – Chris & Cosey – Songs Of Love & Lust (Rough Trade) (1984) | Vinyl LP
Peaking Lights: Diese Platte wie auch der Rest von Chris & Cosey, Throbbing Gristle, Coil etc. hat einen großen Einfluss gehabt. Erneut, diese abgefuckte Popmusik mit einem sehr freien Geist ist etwas, zu dem sich der Peaking Lights-Sound hingezogen fühlt.

Cluster - Zuckerzeit 4 – Cluster – Zuckerzeit (Brain) (1974) | Vinyl LP
Peaking Lights: Auf seltsame Weise haben wir auf unserem ersten Album »Imaginary Falcons« tatsächlich ein loses Cover eines Zuckerzeit-Tracks gemacht. Versuche doch mal herauszufinden, welcher es war! In unserer Anfangszeit haben wir mit vielen selbstgebauten Synthesizern und Noise-Boxes gespielt. Auch das Cluster-Equipment war super inspirierend!

Kraftwerk – Trans-Europe Express 5 – Kraftwerk – Trans-Europe Express (Capitol) (1977) | Vinyl LP
Peaking Lights: Auch bei Kraftwerk hatten wir wieder tonnenweise Alternativen, da es so viele großartige Alben gibt. Wir haben uns für »Trans-Europe Express« entschieden, weil es nicht nur knallhart ist, sondern weil es mehrere Genres kreuzt. Wir scheinen uns zu Alben hingezogen zu fühlen, die sich in verschiedenen Stilen bewegen.

Can - Tago Mago 6 – Can – Tago Mago (United Artists Records) (1971) | Vinyl 2LP
Peaking Lights: Dieses Album ist voll von schönem Lärm und langen kompromisslosen Jams. Der Gesang ist frei. Die Aufnahme-Ästhetik hat eine gewisse Schroffheit. Wir waren begeistert, dass Can (zusammen mit Faust) die DIY-Ästhetik an einen besonderen Ort gebracht zu haben schien.

Lee Perry & The Upsetters – Super Ape 7 – Lee Perry & The Upsetters – Super Ape (Island) (1976) | Vinyl LP
Peaking Lights: Was gibt es dazu noch zu sagen! Der originale kosmische Reisende. Musik wäre wirklich langweilig, wenn diese Platte nie gemacht würde. Einfach nur inspirierte Musik!

New Order – Substance 8 – New Order – Substance (Factory) (1987)
Peaking Lights: New Order waren ein riesiger Einfluss. Ihre Pop-Sensibilität ist etwas, das man anstreben sollte. Diese Platte aufzulegen, ist immer ermutigend, auch wenn ein Gefühl des Nihilismus vorhanden ist. Diese Aufnahmen werden nicht alt.

The Slits – Cut 9 – The Slits – Cut (Island) (1979) | Vinyl LP
Peaking Lights: Die Energie hinter The Slits ist dieselbe Energie, die uns seit unserer Jugend beflügelt hat. Ihr Punk-Ethos mit Reggae-Einfluss war eine frühe Inspiration für uns beide. Wir lieben die rohen Vibes dieses Werks.

Grace Jones ‎– Warm Leatherette 10 – Grace Jones ‎– Warm Leatherette (Island) (1980) | Vinyl LP
Peaking Lights: Was für ein Klassiker! Grace Jones mit Sly und Robbie! Ihre stimmliche Leistung und Präsenz ist überragend – es gibt niemanden sonst wie sie. Wir haben gesehen, wie sie viele der Songs dieser Platte im letzten Sommer aufgeführt hat, und die Show sticht als eine der besten hervor, die wir je erlebt haben. Da die Platte nur aus Coverversionen besteht, berührt sie auch viele andere Künstler, mit denen wir aufgewachsen sind. Außerdem ist diese Platte eine gute Mischung aus Reggae, Pop und Rock. Wir haben diese Platte wegen des Crossover-Aspekts ausgesucht… Um ehrlich zu sein, hätten wir wahrscheinlich eine Top 20 machen müssen.


Die Schallplatten der Peaking Lights findest du im Webshop von HHV Records.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 06.01.2012
Peaking Lights
936
Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres in den USA erschienen, kommt nun einer der ganz großen Würfe von 2011 auch in Europa heraus.
Music Review | verfasst 14.08.2012
Peaking Lights
Lucifer
»Lucifer, son of the morning« heißt es in einem Reggae-Klassiker. Der Einfluss von Reggae und Dub ist nicht nur im Titel enthalten.
Music Review | verfasst 04.01.2013
Peaking Lights
Lucifer In Dub
Peaking Lights können Patrick Cavaleiro mit den Dubversionen ihres letzten Albums »Lucifer« nicht überzeugen.
Music Review | verfasst 17.10.2014
Peaking Lights
Cosmic Logic
»Cosmic Logic«, die neue Platte von Peaking Lights, ist leider an einigen Stellen etwas orientierungslos.
Music Review | verfasst 21.08.2015
Sinkane x Peaking Lights
Mean Dub EP
Sinkane lädt Peaking Lights für die »Mean Dub EP« ein, Dubversionen einiger Stücke seines Albums »Mean Love« zu erstellen.
Music Kolumne | verfasst 05.09.2014
Zwölf Zehner
August 2014
Willkommen im September. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat August musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Review | verfasst 17.11.2015
Joey Anderson
Invisible Switch
Diese Musik ist zum Tanzen da: Joey Anderson legt mit »Invisible Switch sein zweites Album innerhalb anderthalb Jahre für Dekmantel vor.
Music Review | verfasst 01.02.2016
Palms Trax
High Point On Low Ground
Spirit Animal: Pizza. Im Falle von Palms Trax nach Chicagoer Rezeptur, wie seine zweite »High Point On Low Ground«-EP für Dekmantel beweist.
Music Review | verfasst 06.04.2016
Various Artists
Motor City Drum Ensemble - Selektors 1
Motor City Drum Ensemble macht den Anfang für die von Dekmantel neu ins Leben gerufene »Selectors«-Reihe.
Music Review | verfasst 22.07.2016
Vakula
Cyclicality Between Procyon And Gomeisa
Vakula ist der Dad Rocker der Techno-Szene. Sein Album »Cyclicality Between Procyon And Gomeisa« kommt als Triple-LP mit Schleifen drin.
Music Review | verfasst 22.05.2017
Robert Hood
Paradygm Shift
Robert Hoods erste LP seit »Motor: Nighttime World 3« bedeutet keine Rückkehr zur alten Form. »Paradygm Shift« updatet aber alte Formeln.
Music Review | verfasst 13.10.2017
Juju & Jordash
Sis-Boom-Bah
Juju & Jordash neues Album folgt dem klassischen Jam-Prinzip. Klingt aber von langer Hand geplant.
Music Review | verfasst 02.03.2018
Various Artists
Dekmantel 10 Years 09
Zwei Ausfälle, zwei Hits: Bufiman und Lena Willikens machen die neunte Ausgabe der Dekmantel-Jubiläumsserie zur sicheren Bank.
Music Review | verfasst 03.04.2018
Space Dimension Controller
Gaining Time – 12"
Sicher ist bei der »Gaining Time EP« von Space Dimension Controller nur, das man sich vor nichts sicher sein kann.
Music Review | verfasst 24.01.2019
Betonkust & Palmbomen II
Parallel B
So verspielt und gleichermaßen fokussiert wie auf »Parallel B« von Betonkust & Palmbomen II tönte es zuletzt im New-Beat der 1980er Jahre.
Music Review | verfasst 04.03.2019
Various Artists
Djax-Re-Up Vol.1
Die erste Ausgabe von Dekmantels Djax-Records-Compilation-Serie anlässlich des 30. Labeljubiläums lässt keine Wünsche offen.
Music Review | verfasst 04.04.2019
Palms Trax
To Paradise
Nach drei Jahren meldet sich Palms Trax mit einer neuen EP für Dekmantel zurück. »To Paradise« ist eine handwerkliche Meisterleistung.
Music Review | verfasst 02.04.2019
Lamellen
Monty Roberts EP
Auf der »Monty Roberts EP« gießt das niederländische Duo Lamellen ein sehr balearisches und verträumtes Lebensgefühl in dynamische Tracks.
Music Review | verfasst 17.04.2019
Roza Terenzi
Let's Ride
»Let’s Ride« ist das Dekmantel-Debüt der Australierin Roza Terenzi. Darauf zu hören: Electro-Dekonstruktionen und 90s-Rave mit eigener Note.
Music Review | verfasst 27.06.2019
DJ Python
Derretirse
»Deep Reggaeton« nennt der New Yorker DJ Python seinen karibisch angehauchten Downtempo. Seine neue EP »Derretirse« ist jetzt erschienen.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?
Music Kolumne
Records Revisited
Prefab Sprout – Steve McQueen (1985)
Eigentlich wollte Paddy McAloon Priester werden, Menschen von den Worten Gottes berichten. Stattdessen gründete er eine Band. 1985 veröffentlichten Prefab Sprout »Steve McQueen«, das wahrscheinlich schönste Popalbum der Achtziger Jahre.
Music Porträt
upsammy
Das Kleine im Großen
Die Niederländerin Thessa Torsing hat unter dem Pseudonym upsammy in den letzten Jahren die gefragtesten Dancefloors bespielt. Aber auch ihre eigenen Soundproduktionen haben über transkontinentale Wege hinaus Gehör gefunden.
Music Interview
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Kolumne
Records Revisited
Quasimoto – The Unseen (2000)
Vor zwanzig Jahren schloss sich Madlib in den Keller von Peanut Butter Wolf ein und kam als gelbes Alien mit Schweineschnauze raus. Lord Quas war geboren und »The Unseen« hat das Character Design im Hip-Hop auf eine neue Stufe gehoben.
Music Porträt
Dekmantel
Unendliche Ferien
Seit über zehn Jahren löst Dekmantel aus Amsterdam als Label, Festival und Veranstalter die Quadratur des Kreises: Innovation und Untergrund mit Qualität zu verbinden. Ein Ende? Auch in Krisenzeiten nicht in Sicht.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.