Music Liste | verfasst 27.07.2020
Jay Glass Dubs
10 All Time Greek Favs
»Soma« heißt auf Griechisch Körper und an den richtet sich die Musik von Jay Glass Dubs. »Soma« heißt sein neues Album. Das war die Chance den Griechen nach 10 Schallplatten zu fragen, die ihn geformt haben. Er antwortet griechisch.
Text Kristoffer Cornils , Übersetzung Sebastian Hinz
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Jay Glass Dubs – SomaFind it at hhv.de: Vinyl LP Dub ist kein Genre, Dub ist eine Methode. Dub ist kein Stil, der adaptiert und weitergedacht wird, sondern ein Virus, der sich verbreitet, von Jamaika aus auf andere Teile der Welt und ihre Musiken übergegriffen und sie tief bis in ihre RNS hinein verändert hat. Auch in Griechenland, von wo aus Dimitris Papadatos unter dem Pseudonym Jay Glass Dubs in verlässlichen Intervallen auf je zwei Alben pro Jahr Dub auf neue Arten und Weisen virulent werden lässt. Unterkühlter Dancehall, getimestretchte Ragga-Samples, zermahlene Laïko-Aufnahmen, eine Kollaboration mit Leslie Winer oder Huldigungen an Spacemen 3 im Love-Inc.-Modus: Wo Jay Glass Dubs drauf steht, steckt meistens eine handfeste Überraschung drin.

So auch auf »Soma«, seinem zweiten Release für das Label Berceuse Heroique. Schon der Eröffnungstrack klingt, als hätten William Basinski und King Tubby eine R’n’B-Nummer durch die Mangel genommen und dementsprechend geht es über satte vierzehn Tracks weiter durch die eigenwilligen Visionen eines Dub-Infizierten, der mal stolprigen Electro, mal sehnsuchtsvollen Trip Hop mit gehauchten Vocals, frostigen Minimal Wave oder zappeligen Jungle Retro-, futuristische oder retrofuturistische Klänge einimpft, als wäre das eine völlige Selbstverständlichkeit.

»Soma« heißt schließlich auf Griechisch so viel wie Körper und an den richtet sich die Musik Jay Glass Dubs’ zwar schon seit seinen ersten Tape-Releases auf Hylé und Bokeh Versions, selten aber so direkt und dringlich wie in dieser Musik. Der wird mit Dub angesteckt, zum Schwingen und Mitfühlen verleitet, zwischendurch ordentlich durch die Mangel genommen und zum Schluss zu schillernden Ambient-Klängen ins Bett verfrachtet: Ausruhen, den Virus ausschwitzen und sich bereit für die nächste Abenteuerreise durch die Dub-Welten Papadotos’ machen. Und in der Zwischenzeit erklärt er uns, welche Musik aus seiner Heimat Griechenland ihn geprägt und geformt hat.


Die Schallplatten von Jay Glass Dubs findest du im Webshop von HHV Records.


Lena Platonos & Savinna Yiannatou – Kariotakis / 13 Songs 1 – Lena Platonos & Savinna Yiannatou – Kariotakis / 13 Songs (Lyra) (1982)
Jay Glass Dubs: Jetzt, da die Sprachbarrieren, die Lena Platonos’ bahnbrechendes Werk von einem breiteren Publikum trennten, fast verschwunden zu sein scheinen, wäre es sinnvoll, dass auch dieses absolut erhabene Album, eines ihrer berühmtesten, wieder auftaucht. Aufgenommen von ihrem Lieblingsproduzenten Panos Drakos, der auch alle ihre elektronischen Alben produzierte, war dieses zerbrechliche Meisterwerk, streng orchestriert mit der Verwendung einer streng natürlichen Instrumentierung, konzeptionell angrenzend an die elektronische Stepa der unverwechselbaren impressionistischen elektronischen Werke von Lena Platonos, schon immer mein Lieblingsalbum von ihr. Eine Platte, die meine Mutter oft gespielt hat, als wir aufwuchsen. Die Texte auf »Kariotakis« allein sind schon ein Meisterwerk, ein schöner Strauß Verzweiflung, dunkler Humor, Bitterkeit und Metaphysik tragen nur dazu bei, dass dieses Album eine fesselnde Erfahrung bietet.

Metro Decay – Ypervasi 2 – Metro Decay – Ypervasi (Creep Recods) (1984)
Jay Glass Dubs: Wer in den 1990er Jahren in Athen aufwuchs, hing entweder mit den Goths, den Hip-Hop-Kids, den Ravern, den Punks oder den Metalheads ab. Es gab keinerlei Osmose, und es gab auf jeden Fall Kämpfe zwischen den jeweiligen Gruppen. Ich war nie Teil einer dieser Gemeinschaften, ich fand immer faszinierende Dinge in jedem Musikgenre, aber auf eine Art und Weise, die immer mehr in Richtung Post-Punk, New Wave und Dark Wave ging. Metro Decay wurden 1981 im Zentrum von Athen gegründet, eine Zeit, die damals als eine glorreiche Zeit für Griechenland erschien, aber die Geschichte erwies sich als ein Eckpfeiler für den Beginn von Korruption und politischer Ausschweifung. Ihre Musik und Texte, dunkel und düster, in absoluter Übereinstimmung mit der New-Wave-/Dark-Wave-Szene, die sich zu dieser Zeit in ganz Europa entwickelte, ist eines der besten Beispiele, die das Genre zu bieten hat, und sie sind ein absolutes Spiegelbild der Situation in Griechenland zu der Zeit, als sie aktiv waren, gefiltert durch ihren persönlichen pessimistischen Ansatz. Eine wahrhaft klaustrophobische, aber absolut fesselnde Bilanz.

Anti – Musica Antidota 3 – ΑΝΤΙ… ‎– Musica Antidota (εἰρκτή) (2014)
Jay Glass Dubs: Ursprünglich 1990 als Split-LP mit der Band Koinonika Apovlita veröffentlicht, ist ANTI…’s »Musica Antidota« (Musical Antidotes) für mich eine der wichtigsten Punk-Platten, die je in Griechenland aufgenommen wurden. Die unorthodoxe Instrumentierung des Trios, ein Bassist, der alle Texte und die Musik schrieb, zwei erstaunlich schnelle Keyboarder, von denen einer der Sänger und eine Drum-Machine war. ANTI…s Klanguniversum war völlig synchron mit dem, was in der Bay Area mit The Screamers und Nervous Gender passierte, ohne dass es eine offensichtliche Möglichkeit gab, zu wissen, was einen Ozean entfernt geschah. Mit Texten, in denen von Bildungsreformen, Familie als Vorläufer sozialer Unterdrückung und Manifesten, die zur Revolte inspirieren, gesprochen wurde, macht ANTI…s bahnbrechendes Werk das aus, was Punk war, ist und immer sein wird. Wut, Geschwindigkeit und ziviler Ungehorsam.

Dimos Moutsis – Aghios Fevrouarios 4 – Dimos Moutsis – Aghios Fevrouarios (Universal) (1972)
Jay Glass Dubs:Dieses Album aus dem Jahr 1972 ist eines der ersten Konzeptalben, das je in Griechenland konzipiert wurde. Es schöpft seine Thematik aus dem traumatischen Bevölkerungsaustausch von 1918 nach den Balkankriegen, der zu einer riesigen Welle erzwungener Einwanderung in die Türkei und nach Griechenland führte, und ist wie kein anderes mit meinen Kindheitsjahren verbunden, da es ein fester Bestandteil der Stereoanlage meines Vaters war, und es ist bis heute ein großartiges Beispiel für mutige Gesangskunst und Instrumentierung. Die Vermischung von traditioneller und Laiko-Musik mit dem, was mit der europäischen Rockmusik (manche nennen sie Prog, manche Kraut) geschah, ist auf dieser Platte sehr deutlich zu hören. Die Orchestrierung von Dimos Moutsis mit Bouzouki, Synthesizern, unscharfen Gitarren und traditionellen Instrumenten bleibt bis heute einer der mutigsten Versuche, sich dem populären Songwriting mit sehr unpopulären Methoden wieder anzunähern.

Litsa Sakellariou – 12 Vradya 5 – Litsa Sakellariou – 12 Vradya (Minos EMI) (1969)
Jay Glass Dubs: Es wäre sehr schwierig zu beschreiben, was genau in dieser Schallplatte von 1969 vor sich geht, einem der bisher besten Beispiele für griechische Exotica (meiner Meinung nach das beste). Mit Bossa-, Folk-, Jazz- und traditionellen Elementen ist »12 Vradya« (12 Nächte ) eine dieser Schallplatten, die sich unmöglich kategorisieren lässt. Anstelle einer Rezension werde ich eine lose Übersetzung dessen anfertigen, was der Produzent der Platte auf die Liner Notes geschrieben hat. »Diese ganze ›Bewegung‹ wird als Avantgarde bezeichnet, mit einem ernsthaften Abschnitt mit einfachen Texten und Melodien. Wir können keine stereotype Beschreibung dieses neuen ›Etwas‹ finden (es entsteht), wenn wir unsere gewohnten musikalischen Kontexte beiseite lassen und mit der Tradition unserer sanften Musik brechen, um einen neuen Stil hervorzubringen…« All dies mag etwas komplex klingen, aber was diese Begriff wert sein könnte, ist etwas, das definitiv eine Platte beschreibt, die so viele Gebiete abdeckt.

Christodoulos Chalaris – Pathi Apokryfa 6 – Hristodoulos Halaris – Pathi Apokryfa (Minos EMI) (1986)
Jay Glass Dubs:Inspiriert von den Schriften der obskuren Evangelien, die von den Jahren Jesu sprechen, die von den zwölf traditionellen apostolischen Evangelien nicht abgedeckt werden, zeichnet sich dieses Meisterwerk von einem der wichtigsten griechischen Komponisten und Forscher der traditionellen und byzantinischen Musik Griechenlands, Hristodoulos Halaris, durch den avantgardistischen Ansatz eines eher konservativen Konzepts aus. Halaris bedient sich eines byzantinischen Chors, kombiniert mit einer altgriechischen und byzantinischen Instrumentierung und verwendet die monolithische Stimme von Chrysanthos, dem wohl bedeutendsten Sänger aus Pontus, der Südseite des Schwarzen Meeres, um ein wunderbares Kunstwerk zu präsentieren, das Bands wie The Swans jederzeit einschüchtern würde. Ich mag kühn klingen, aber definitiv nicht so kühn wie diese erstaunliche Platte. Persönlicher Favorit: »Anthropos Stin Poli«.

Mikis Theodorakis – Axion Esti 7 – Mikis Theodorakis – Axion Esti (Pläne) (1983) Jay Glass Dubs: Du kannst über Mikis Theodorakis, einen der berühmtesten griechischen Komponisten der Welt, sagen, was du willst, aber diese Platte ist für mich weltweit eines der erfolgreichsten Beispiele dafür, wie sich Poesie und Musik harmonisch zu etwas verbinden lassen, das eine neue Art des Songschreibens ausmacht. Atonale Elemente, Rembetiko, Chorstimmen, gesprochenes Wort, Theodorakis’ charakteristische akkordische und rhythmische Progressionen und vor allem die erhabene Sprache von Odysseas’ Elytis-Dichtung komponieren ein wahrhaft avantgardistisches Amalgam von unerreichter Qualität und Schönheit, das als Fallbeispiel im Lehrplan jeder Musikakademie der Welt stehen sollte, oder noch besser, unter Berücksichtigung der zutiefst humanitären Botschaft der Gedichte selbst, in jeder Schule rund um den Globus. Einfach überragend.

Aphrodite’s Child – 666 8 – Aphrodite’s Child – 666 (Vertigo) (1972) | Vinyl 2LP
Jay Glass Dubs: Nicht viel zu sagen für eine der wichtigsten Rockplatten, die jemals aufgenommen wurde, und zwar auf einer Stufe mit »Piper At The Gates Of Dawn« und »Masters Of Reality«. Falls der Name Vangelis nicht ausreicht, kann ich euch eine lustige Bagatelle liefern, wie sie der Texter und berühmte griechische Regisseur Costas Ferris erzählt hat. Lest hier mehr. Und wenn das noch nicht genug ist, hört euch die Platte einfach an und lasst euch von der Überfülle an musikalischen Innovationen, die sie seit ihrer Entstehung hervorgebracht hat, verblüffen.

Iannis Xenakis – Metastasis / Pithoprakta / Eonta 9 – Iannis Xenakis – Metastasis / Pithoprakta / Eonta (Le Chant Du Monde) (1966)
Jay Glass Dubs: Was kann ein unbedeutender Mann wie ich über die unbestrittene Pracht der Arbeit von Iannis Xenakis sagen? Mir würden die Worte fehlen, selbst wenn ich alle οf Adjektive verwenden würde, die die klangliche Erfahrung dieser Schallplatte beschreiben könnten. Sein Sinn für Klang als architektonisches Gebilde, die prophetische Instrumentierung, die er verwendet, sein ständiger Dialog mit Zeit und Raum als klangliche Elemente in Verbindung mit seiner politischen und ästhetischen Haltung bildeten eine universelle Sprache, die nicht wiederholt werden kann und nicht wiederholt werden wird. Die aber den kommenden Generationen gegeben ist.

Jani Christou ‎– Enantiodromia / Praxis / Epicycle / Anaparastasis III / Mysterion Prolog / Mysterion Sprechertext 10 – Jani Christou ‎– Enantiodromia / Praxis / Epicycle / Anaparastasis III / Mysterion Prolog / Mysterion Sprechertext (Edition RZ) (1992) | Vinyl LP
Jay Glass Dubs: Dasselbe gilt für eines der wenigen Mysterien der zeitgenössischen Musik. Die metaphysische Erfahrung im Werk von Jani Christou ist definitiv eine, die sich in den kommenden Jahrhunderten nicht wiederholen kann. Ich habe diese Aufnahmen aus seiner fünften und sechsten Periode so ausgewählt, wie ich glaube, als sich seine Konzepte zu einem soliden Werk verfestigt hatten, das Aufführung, unorthodoxe Besetzung und die Sublimierung des Mythos zu einer neuen aufregenden und fesselnden Klangsprache vereint.


Die Schallplatten von Jay Glass Dubs findest du im Webshop von HHV Records.

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Records Revisited
Dinosaur Jr – Green Mind (1991)
Viele Rockbands nehmen zu Beginn der 1990er Jahre ihre bis dahin besten Alben auf. Auch Dinosaur Jr. Während die Band selbst bei den Aufnahmen bereits auseinanderbricht, strotzt ihr viertes Album »Green Mind« vor Kreativität.
Music Porträt
Phew
Ein Leben gegen den Strich
Punk mit Aunt Sally, Synth Pop mit Sakamoto und experimentelle Musik solo und mit anderen: Die japanische Musikerin Phew sucht seit über vier Jahrzehnten die Fehler in der Musik, weil sich darin nur deren Möglichkeiten offenbaren.
Music Porträt
Far Out Recordings
Im Epizentrum der Brazil-Welle
Joe Davis ist der Lokführer, auf dessen Zug Mitte der Neunziger eine ganze Generation Brazil-affiner Producer aufsprang. Mit seinem Label Far Out Recordings wurde er zum weltweiten Statthalter brasilianischer Musikkultur.
Music Kolumne
Records Revisited
Carole King – Tapestry (1971)
Carole King wollte nie Popstar werden, sondern nur Songs schreiben. Weil sie das aber konnte wie niemand sonst, wurde sie es dennoch – mit »Tapestry«, ihrem Debütalbum aus dem Februar 1971.
Music Interview
Audio88 & Yassin
Der bessere Diss
Auf das verflixte fünfte Album von Audio88 und Yassin mussten Fans verflixte fünf Jahre warten. Im Zuge des Weltgeschehens ist es kein Wunder, dass sie radikaler auftreten als je zuvor. Ein Interview anlässlich des neuen Albums »Todesliste«