Music Kolumne | verfasst 07.11.2020
Records Revisited
GZA – Liquid Swords (1995)
Vor 25 Jahren säbelte GZA sein erstes Solo-Album innerhalb des Wu-Tang-Universums raus, boxte im Schatten von Shaolin-Kriegern und machte seine Gegner mit Lines einen Kopf kürzer. Das Ergebnis nannte sich »Liquid Swords«.
Text Christoph Benkeser
Records_revisited_gza+liquid+sword_1024x685px

Eigentlich sollte der Wu-Tang Clan im vergangenen Frühling auf UK-Tour gehen. »Liquid Swords«, das erste Solo-Album von Gary »GZA« Grice als Teil der Hip-Hop-Gruppe aus Staten Island, droppte vor 25 Jahren – kurz nachdem Clan-Spezi Method Man »Tical« veröffentlichte und Ol’ Dirty Bastard und Raekwon ihre Takes auf Albumformat kickten. Während die Pandemie alle Pläne für Live-Konzerte durchkreuzte, wurde GZAs Platte am 7. November leise ein Vierteljahrhundert alt – und bleibt das beste Album, das ein Mitglied des Wu-Tang Clans unter eigenem Namen veröffentlichte.

Zur Zeit der Veröffentlichung, Ende 1995, waren New York und Los Angeles Brutkästen für MCs und Hip-Hop-Artists. Gleichzeitig entwickelte sich die Szene weiter – in andere Städte wie Atlanta oder Philadelphia und in neue musikalische Richtungen. Digable Planets, The Pharcyde und A Tribe Called Quest waren Gruppen, die Jazz-Rap als Subgenre etablierten, auch wenn man heute mit East-Coast-Hip-Hop der 90er vor allem den Hardcore des Wu-Tang Clans assoziiert. »Enter the Wu-Tang (36 Chambers)« ist für viele Heads immer noch die beste Platte aller Zeiten, die mit zehn Roundhouse-Kicks auf die ewigen Rolling-Stone-Charts eindrischt, um Nirvana oder die Beatles durch die Bronx zu jagen oder Beach Boy Brian Wilson am Empire State Building aufzuhängen.

Gleichzeitig lauert »Liquid Swords« wie ein Ninja als inoffizieller Nachfolger auf – mit filmischem Sampling von RZA und Features, bei denen fast alle Wu-Tang-Mitglieder zum Mic greifen, stößt die Platte in eine Richtung, in der Samurai-Schwerter schwingen, während Shaolin-Krieger ihre Kung Fu-Moves auspacken. Nur dass sich GZA auf »Liquid Swords« den Schwarzen Gürtel selbst um die Hüften knotet.

Die Kampfkunst-Ästhetik zieht sich durch »Liquid Swords« wie 16 Bars durch ein Freestyle-Battle. RZA, Wu-Tang-Mastermind und Cousin von GZA, sampelt, wie schon auf »36 Chambers« alte Soul-Schinken, verzerrte Boom-Bap-Beats und Martial-Arts-Filme aus den 80ern. Vor allem mit »Shogun Assasin«, einem Film über einen alten, senilen und paranoiden Samurai, baut RZA immer wieder Intros und Übergänge zwischen den Stücken.

Die Verwendung dieser Samples ist so offensichtlich, dass die Platte eine filmische Qualität bekommt, aus der die Hörer*innen kreative Erzählungen spinnen können, die es gar nicht gibt. Es geht weniger um die eigene Erfahrung, um eine echte Geschichte oder realistisches Storytelling, sondern um einen Film, der als fiktive Dystopie vor den Augen der Hörer*innen abläuft. Außerdem bedient sich GZA für den Albumtitel bei einem weiteren Samurai-Streifen namens »Legend of the Liquid Sword«. Der Film dreht sich um ein Schwert, das so scharf ist, dass sich damit Leute enthaupten lassen, ohne den Kopf vom Körper zu trennen. Legenden, die GZA gefallen haben. Dass er auf »Liquid Swords« die Zunge als symbolisches Schwert betrachtet, bestätigt er schließlich in einem weirden Interview aus den 90ern.

GZA Liquid Swords LPWebshop ► Vinyl 2LP GZA übernahm als ältestes Mitglied immer den intellektuellen Part im Wu-Tang-Universum. Er hatte sich als Rapper etabliert, bevor RZA von einem Wu-Tang-Konzept träumte, battelte sich mit einem jungen Jay-Z in den Häuserschluchten von Brookyln und wusste, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Plattenfirma einen Scheiß auf die harte Arbeit eines Künstlers gibt. Eine Erfahrung, die er auf »Liquid Swords« ausspielte. Schon im Jahr 1993 hatte Raekwon GZA als Genie bezeichnet, erst zwei Jahre später aber säbeln sich seine Lines durch Beats wie ein japanisches Kochmesser durch rohen Fisch.

Dass er auf der Liste der Rapper mit dem größten Vokabular auf den vierten Platz crasht – vor MF Doom und hinter Jedi Mind Tricks – passt ins Bild. Auf »Shadowboxin«, einem der besten Cuts auf der Platte, prügelt er Vers nach Vers auf einen unsichtbaren Gegner ein. Jemand, den er in den schwachen Rappern, mit denen er aufwuchs, nie sah, rundet er einfach aufs nächste Drittel ab. So derb hat das Köpferollen seitdem niemand artikuliert. Die Anspielung auf die Kampfkünste passieren sowohl auf lyrischer als auch auf musikalischer Seite. Drei, vier Takte von »Liquid Swords«, »4th Chamber« oder »Gold« genügen, um zu checken, wie GZA mit dieser Mischung arbeitet und Lines baut, die der Genialität von RZAs Produktionen nicht nur gerecht werden, sondern sie in den verrücktesten Film des Wu-Tang Clans verwandeln.


Die Musik von GZA findest du im Webshop von HHV Records.

Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 23.12.2011
Ol' Dirty Bastard
Return To The 36 Chambers
Das erste Soloalbum von ODB aus dem Jahre 1995 ist nun in einer aufwendig designten Deluxe-Edition erhältlich.
Music Kolumne | verfasst 01.08.2020
Records Revisited
Raekwon – Only Built 4 Cuban Linx… (1995)
Nach »Enter the Wu-Tang (36 Chambers)« haben sich die Clan-Mitglieder solo ausprobiert. Erst Method Man, dann Ol’ Dirty Bastard, schließlich Raekwon. Sein 1995 releastes »Only Built 4 Cuban Linx…« zählt zu den Meisterwerken des Hip-Hop.
Music Review | verfasst 09.02.2011
Ghostface Killah
Apollo Kids
Apollo Kids ist kein typisches Album eines Member of the Wu-Tang Clan, und überzeugt dennoch.
Music Review | verfasst 11.09.2011
Timbo King
From Babylon To Timbuk2
Timbo King aus dem Wu-Tang-Umfeld veröffentlicht 18 Jahre nach seinem ersten Lebenszeichen nun sein Debütalbum.
Music Review | verfasst 13.09.2011
Wu-Tang Clan
Legendary Weapons
Kein offizielles Wu-Tang-Album, aber qualitativ nah dran. Mit Legendary Weapons scheint der Clan wieder auf einem guten Weg.
Music Review | verfasst 15.01.2013
Wu-Tang Clan & D-Block
Wu Block
Wenn Ghostface Killah und Sheek Louch ihre Sippschaft zusammentrommeln, ist das ein bisschen, wie ein Familienbesuch an Weihnachten.
Music Review | verfasst 14.08.2013
U-God
The Keynote Speaker
U-Gods viertes Album, »The Keynote Speaker« hätte wahrscheinlich besser als Mixtape funktioniert.
Music Review | verfasst 24.07.2014
Wu-Tang Clan
Wu-Tang Forever
Das Opus »Wu-Tang Forever« sollte, nach einer Reihe von erfolgreichen Soloprojekten, als aufpoliertes »Enter The Wu-Tang« fungieren…
Film Review | verfasst 04.11.2008
Wu-Tang Clan
Live At Montreux DVD
Den Wu-Tang Clan in voller Besetzung live zu erleben, hat stets etwas von einem historischen Moment.
Music Review | verfasst 10.12.1996
Redman
Muddy Waters
Redmans stärkste Platte bis heute. So einfach und so gut kann HipHop sein. »Pick it up, pick it up«!
Music Review | verfasst 17.03.2007
Redman
Red Gone Wild
Dass ich das noch erleben darf: Red Gone Wild kann tatsächlich im Handel erworben werden.
Music Interview | verfasst 26.10.2007
Wu-Tang Clan
Alles dreht sich im Kreis
Nach zahlreichen Releases aus dem Wu-Tang-Umfeld, kehrt auch der Clan zurück.
Music Kolumne | verfasst 17.04.2013
High 5
7L & Esoteric's liebste Wu-Songs
Die Shaolin-Mönche aus Staten Island übten auf das Bostoner Rapduo 7L & Esoteric immer eine große Faszination aus. Mit dem Wu-Tang-Mitglied Inspectah Deck haben sie nun ein Album veröffentlicht. Wir fragen sie nach ihren liebsten Wu-Songs.
Music Bericht | verfasst 02.08.2013
Wu-Tang Clan
Live am 27.7. auf dem Greenville Festival
Am Samstagabend überzeugten auf dem Greenville Festival die Haudegen vom Wu-Tang Clan die Zuschauer davon, wie dynamisch, abwechslungsreich und unterhaltend ein Rap-Entwurf von der Ostküste aus dem Jahre 1993 noch immer klingen kann.
Music Kolumne | verfasst 11.02.2015
Records Revisited
Beastie Boys‘ Paul’s Boutique, 1989
Das zweite Album der Beastie Boys gilt als eines der innovativsten Hip Hop-Alben und ist doch vor allem ein Produkt des Chaos’. Zugleich ist es der unschlagbare Beweis dafür, dass die Musikindustrie niemals Recht hat.
Music Kolumne | verfasst 12.05.2015
Records Revisited
Run-DMC - Run-DMC, 1984
Es gibt wenige Alben, die echte Game Changer gewesen sind. Run-DMCs selbstbetiteltes Debütalbum aus dem Jahre 1984 war so eines. Es brach mit Traditionen und brachte Rap zurück zu sich selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
A Tribe Called Quest – Low End Theory (1991)
Viel besser geht es nicht. Zu Beginn der 1990er Jahre brachten A Tribe Called Quest mit ihrem zweiten Album »The Low End Theory« den Flow auf den Punkt. Ohne aggressiv männliche Posen, dafür mit Jazz, Breaks und Vibe.
Music Kolumne
Records Revisited
Primal Scream – Screamadelica (1991)
1991 – was für ein Jahr für die Rockmusik. Die am 24.9.1991 veröffentlichten Alben von Nirvana, Soundgarden und Red Hot Chili Peppers haben Rock wieder populär gemacht. Aber »Screamadelica« von Primal Scream hat das Genre verändert.
Music Essay
Die Beat-Ära in der DDR
Feindliche Übernahme
Schallplatten des Amiga-Labels sind weit verbreitet. Neben Pressungen internationaler Stars war auch jede Menge Musik aus der DDR selbst auf Platte verewigt worden. Manches davon lohnt wiederentdeckt zu werden.
Music Interview
José González
Geschmack ist wie dein Po
2003 coverte José González den Song »Heartbeat« von The Knife und katapultierte sich gleich in die Herzen und Studierzimmer vieler Menschen. Mit seinem Album »Local Valley« strickt er weiter an seinem Mythos. Wir trafen ihn zum Interview.
Music Porträt
Loredana Berté
Irgendwie unvergleichlich
Loredana Bertè wird als »Königin des italienischen Rock« apostrophiert. Das greift nicht nur musikalisch zu kurz. Denn sie den Status quo nie repräsentiert, sondern als Außenseiterin aus Überzeugung wiederholt infrage gestellt.
Music Kolumne
Records Revisited
DJ Shadow – Endtroducing (1996)
Vor 25 Jahren erschien mit »Endtroducing« ein Hip-Hop-Album, das Björk mit Metallica und finnischer Fusion zusammendachte. DJ Shadow grub dafür im Keller. Und fand Gold. Dann schuf er ein Album, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint.
Music Porträt
Sarah Davachi
Echo der Unendlichkeit
Intensität ist das Wort, das in den Sinn kommt. Bei ihrer Musik und bei ihren Sätzen. Ihr Sound fühlt sich an, als ob jemand mit einer Fingerspitze über die Seele streicht. Jetzt erscheint Sarah Davachi neues Album »Antiphonals«.
Music Porträt
Dais Records
Klang als Kollektion
Zwischen Experiment und Erwartung, Neuem und Altem wagt Dais Records seit Jahren den Spagat. Gibby Miller und Ryan Martin ziehen dort ihre Kreise, wo Linearität bewusste Störung erfährt – und treten so in die Fußstapfen großer Vorgänger.
Music Porträt
Leslie Winer
Der unbekannte Weltstar
Björk, Grace Jones, Boy George und Sinéad O’Connor zählen zu ihren Bewunderern. William S. Burroughs war ihr Mentor. Irgendwie hat sie auch Trip-Hop erfunden. Dennoch ist Leslie Winer heute nur Insdern bekannt. Das könnte sich jetzt ändern.
Music Porträt
DJ Koco
Guest Mix
Bei DJ Koco treffen atemberaubende Mixing-Skills auf eine Selection von ungeheurer Raffinesse. Kaum einer cuttet seine Breakbeats tighter ineinander als er. Das Verblüffendste: Der japanische DJ beschränkt sich in seinen Sets auf 7Inches.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2021
Keift und brummt sich wieder durch die Veröffentlichungen der letzten zwei Monate: Aigners Inventur, mit Bärlauch-Antipathie und Seerobben-Ehrfurcht. Dazwischen Alben von Flying Lotus, Erika De Casier, Space Afrika und Maxine Funke.
Music Kolumne
Records Revisited
John Coltrane – Africa/Brass (1961)
1961 markierte »Africa/Brass« den Anbruch eines neuen Zeitalters: Für John Coltrane war es der Beginn seiner Impulse!-Jahre, für viele afrikanische Staaten der Start in die Unabhängigkeit. Musikalisch war es sein ambitioniertestes Vorhaben.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Vespertine (2001)
Mit »Vespertine« schien Björk Guðmundsdóttir das Versprechen ihres vorherigen Werks nicht einzulösen. Weil sie dieses Mal einen vollkommen anderen Ansatz wählte. Was »Vespertine« von 2001 zu einer ihrer besten Platten bis heute macht.
Music Porträt
Polo & Pan
Eklektisch in den Weltraum
Polo & Pan sind bereit abzuheben. Nachdem sie es mit ihrem kunterbunten Stilmix bis ins Hotelzimmer von Elon Musk schafften, blicken sie nun höheren Sphären entgegen. Die irdischen Fans beglückt das Duo derweil mit dem Album »Cyclorama«.
Music Liste
Durand Jones & The Indications
10 All Time Favs
Durand Jones & The Indications verbinden seit Ihrem Debüt vor fünf Jahren Vergangenheit und Zukunft des Genres. Jetzt erscheint ihr drittes Album »Private Space«. Zeit, um die Band nach den 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt haben.
Music Porträt
Conrad Schnitzler
Mitten im Durcheinander
Immer noch wird der 2011 verstorbene Conrad Schnitzler vor allem für seine Verbindung zu Kraftwerk oder Tangerine Dream wahrgenommen. Dabei steht sein beeindruckendes Werk genauso für sich allein, wie er Verbindungen herzustellen wusste.
Music Kolumne
Records Revisited
Main Source – Breaking Atoms (1991)
In mancher Hinsicht scheint »Breaking Atoms«, das Debüt von Main Source, ein Klassiker aus der zweiten Reihe geblieben zu sein. Doch die Produktion von Large Professor definierte einen Signature Sound für das Goldene Zeitalter des Hip-Hop.
Music Kolumne
Records Revisited
LFO – Frequencies (1991)
Die niederfrequenten Schwingungserzeuger LFO aus Leeds schufen mit »Frequencies« eines der ersten Techno-Alben. Ihre hohen Bleeps und tiefen Clonks haben Technogeschichte geschrieben. Bis heute kann, äh, muss man dazu tanzen.
Music Kolumne
Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.