Music Porträt | verfasst 14.09.2021
Sarah Davachi
Echo der Unendlichkeit
Intensität ist das Wort, das in den Sinn kommt. Bei ihrer Musik und bei ihren Sätzen. Ihr Sound fühlt sich an, als ob jemand mit einer Fingerspitze über die Seele streicht. Jetzt erscheint Sarah Davachi neues Album »Antiphonals«.
Text Björn Bischoff
Sarah+davachi+promo3
Rubriken_sticker_detail_01

Nur Genies und Naive befassen sich mit der Frage: Was ist Unendlichkeit? Und während dem physikalischen Raum da anscheinend oder scheinbar Grenzen gesetzt sind, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass sich stets Zuflucht im endlosen eigenen Inneren finden lässt. Zu den letzten großen und beeindruckenden Entdeckern dieser Untiefen gehören Künstler wie Sarah Davachi.

Das liegt auf der einen Seite an ihrem beeindruckenden Sound, der sich gerade wieder auf ihrem neuen Album »Antiphonals« ausbreitet. Und auf der anderen Seite an Sätzen von ihr wie: »Ich mache Musik für mich – ich mache die Musik und den Sound, den ich hören möchte und hören will. Es ist wahrscheinlich so einfach: Die Art von Musik zu machen, die ich selbst erleben möchte, ist einfach in vielerlei Hinsicht ein zutiefst befriedigendes Erlebnis.« Was für sich genommen keine Entdeckung ist. Sarah Davachi arbeitet dabei mit zutiefst einnehmenden und minimalen Sounds. »Es ist eine Art von Musik, die mir sehr viel bedeutet und die mir sehr geholfen hat, meine Beziehung zu Raum und Zeit und der Welt um mich herum zu verstehen.« Also doch die Musik als Vermessung der Welt.

Komm’ mit auf eine Reise

Davachi schickt also niemanden auf eine Reise, sondern sie nimmt auf ihre eigene Reise mit. (Großer Unterschied!) Daher gibt es bei der 33-Jährigen andere Ansätze für das Finden des eigenen Sounds. Wenn sie auf ihren Alben Dinge hört, die sie gerne anders machen würde, ist es kein Grund für Zweifel, sondern Antrieb für die zukünftige Arbeit.

»Die Art von Musik zu machen, die ich selbst erleben möchte, ist einfach in vielerlei Hinsicht ein zutiefst befriedigendes Erlebnis.« (Sarah Davachi)

Der Weg von »Antiphonals« begann im Februar letzten Jahres. »Mein Prozess besteht aus vielen Wechseln zwischen Aufnehmen, Bearbeiten und Anhören. Und die meisten Tracks durchlaufen diesen Teil für mehrere Monate.« Die Arbeiten zu den acht Tracks fanden alle in ihrem eigenen Studio in Los Angeles statt. »Für mich hört sich das Album wie eine Erweiterung von ›Let Night Come On Bells End The Day‹ in dem Hinblick an, dass es sehr intim, vertraut und in einer Art karg und vielleicht auch melancholisch ist. Aber ich weiß es nicht genau, weil dieses Album für mich einfach eine unterschiedliche Sache wie für andere Leute sein kann.«

»Border of Mind« gibt vielleicht jene Richtung am deutlichsten vor, in die dieses Album geht. Wie eine Herbstnacht ziehen schwere Sounds über das Rauschen eines Aufnahmegeräts, ein Streichinstrument klingt in der Ferne. Alles konzentriert sich auf diesen einen Punkt. Ungefähre Referenzen wären William Basinski oder Christina Vantzou. Aber in einem unendlichen Raum sind auch nahe Verbindungen endlos weit entfernt. Es ist einer der ersten Tracks, an denen Sarah Davachi für »Antiphonals« arbeitete.

Textur aus Start und Stopp

Wie alle Entdecker nutzt Darah aDvachi jedes Mittel, um sich zu bewegen. Ihre Liebe zu Musikinstrumenten kommt in jedem Artikel über sie vor: »Mich inspirieren und faszinieren die Grenzen und Beschränkungen von Instrumenten. Ich denke über sie in einer eigenwilligen Art nach und möchte herausfinden, was sie können und wie sie einen Dialog mit ihrem Spieler eingehen. Beim Mellotron sind die Tape Loops keine wirklichen Loops. Wenn Du eine Taste drückst, bricht ihr Klang nach etwa acht oder neun Sekunden ab.« Diese Textur aus Start und Stopp interessierte Davachi. Weil sie Teil einer größeren und kontinuierlicheren Struktur ist. Da taucht es auf, das große Ganze. Mit runtergeschraubten Ansätzen. Denn Davachis Sound befindet sich weiterhin im Bereich von Minimalismus, Ambient und Komposition.

Sarah Davachi – AntiphonalsFind it at hhv.de: Black Vinyl LP | Clear Vinyl LP Die kanadische Künstlerin kann auf eine beeindruckende Diskographie mit einer Vielzahl an Alben blicken, jede Aufnahme dort für sich eine eigene Reise, ein eigener Klang, ein Anschlag, der im Innersten nachhallt. Dass Davachi angehende Doktorandin für Musikwissenschaften ist, gerät da zur Nebensache. Ihr künstlerisches Werk ist bereits eine eigene Welt für sich, in der das Echo der Unendlichkeit in jeder Sekunde klingt.


Die Schallplatten von Sarah Davachi findest du im Webshop von HHV Records

Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 10.03.2021
Sarah Davachi
All My Circles Run
Mit »All My Circles Run« kehrte Sarah Davachi erstmals dem Synthesizer den Rücken zu. Jetzt hat die Komponistin die LP neu veröffentlicht.
Music Review | verfasst 11.09.2021
Sarah Davachi
Antiphonals
Milchig schimmernde Perlen: Die kanadische Musikerin Sarah Davachi hat mit »Antiphonals« ein großartiges neues Album veröffentlicht.
Music Porträt | verfasst 31.01.2013
Ryan Hemsworth
Auf den Spuren von Shlohmo
Ryan Hemsworth ist Teil einer neuen Generation von Produzenten, die die Grenzen zwischen Hip Hop und Electronica ins Unendliche ausloten. Inzwischen reißen sich die Rapper um die Beats des Kanadiers. 2013 könnte sein Jahr werden.
Music Porträt | verfasst 18.02.2013
Deko Deko
The Sound of Deconstruction
Wenn sich zwei Ex-Punkrocker aus Leipzig als Vorband von »We Have Band« auf der Bühne im Berghain wieder finden, muss eine ernsthafte Dekonstruktion stattgefunden haben. Der gesamte Ansatz der Konzeptband Deko Deko ist Dekonstruktion.
Music Porträt | verfasst 21.02.2013
Flume
Musik wegen Cornflakes-Schachtel
Der junge Australier Harley Streten verdreht einer Vielzahl an Menschen derzeit den Kopf, die ein Ohr für Instrumental HipHop, Downtempo und Elektronik haben. Seine besten Einfälle hat er nach dem Surfen.
Music Porträt | verfasst 28.02.2013
Rhye
Aufrichtig gegen das Klischee
Wenn Liebe und Sex für ein breites Publikum dargestellt wird, dann ist das Ergebnis leider oft eine Liebeskomödie von Schweighöfer. Rhye singen von nichts anderem und driften trotzdem nicht ins Klischee ab – wie schaffen die das?
Music Porträt | verfasst 07.03.2013
Gavlyn
Wissen, was man wert ist
Gavlyn hat 2012 mit »What I Do« einen veritablen YouTube-Hit abgeliefert. Als Folge dessen absolvierte sie Anfang 2013 ihre erste kleine Europa-Tournee, bei der sie sich auch der hiesigen Presse stellte.
Music Porträt | verfasst 14.03.2013
Lady
Tell The Truth
Lady verkörpern das Prinzip Truth & Soul. Mit Platten wie diesen setzt das Label also weniger auf die Reproduktion eines alten Sounds, sondern auf die Rückkehr zu menschlichen Bedürfnissen, die in der Musik ausgedrückt werden.
Music Porträt | verfasst 25.06.2013
Ta-Ku
»Beziehungen sind die Quelle meiner Kreativität«
Wann immer der australische Produzent Ta-Ku Zeit findet, macht er sich an das Bauen neuer Beats. Die besten Einfälle kommen ihm Nachts, wenn er nach Hause kommt und die Eindrücke des verlebten Tages noch frisch sind.
Music Porträt | verfasst 17.07.2013
Dirty Beaches
Vorwärts zum alten Ich
Mit seiner Musik durchwühlt Dirty Beaches dir Vergangenheit. Nicht aus nostalgischen Gründen, sondern weil darin zwischenzeitlich etwas verloren ging: die Naivität. Für sein neues Album hat er sie wiedergefunden.
Music Porträt | verfasst 22.08.2013
Castle
Das Kind im Rapper
Mit North Carolina assoziiert man nach wie vor Little Brother. Zehn Jahre nach deren Backpack-Inferno zeigt nun Castle, dass im »Tar Heel State« immer noch mehr als Billo-Synths und Styroporbecher zwischen Kick und Snare platziert werden.
Music Porträt | verfasst 16.09.2013
Low Leaf
Vibration und Schöpfung
Um Low Leafs Sound zu beschreiben, muss man Musikstile heranziehen, die man sonst nicht zusammengebracht hätte. Aber was gehört schon zusammen und was sind Gegensätze, wenn etwas Größeres über allem steht?
Music Porträt | verfasst 22.10.2013
Jessy Lanza
Sie und Er
Was haben Chart-R&B und Warp Records gemeinsam? Nichts möchte man denken. Wären da nicht Jessy Lanza und Junior Boy Jeremy Greenspan, die aus R&B, Disco, Post-Alles und Electro-Pop das sexieste Album des Jahres gemacht haben.
Music Porträt | verfasst 05.11.2013
FKA Twigs
Hoffnung für alle
Zwei EPs. Acht Songs. Mehr hat die Welt bisher nicht von FKA Twigs auf Schallplatte zu hören bekommen. Und trotzdem gilt die 25-jährige Britin als diejenige, deren Musik uns alle glücklich machen könnte.
Music Porträt | verfasst 09.01.2014
Veedel Kaztro
Schmelztiegelpunk
Veedel Kaztro war einer der Newcomer des jüngst zu Ende gegangenen Jahres. Die »Büdchen EP« des Kölner Deutschrappers schlug gleich hohe Wellen. Doch Konventionen zu umgehen oder zumindest zu hinterfragen, ist bei ihm anerzogen.
Music Kolumne
Records Revisited
A Tribe Called Quest – Low End Theory (1991)
Viel besser geht es nicht. Zu Beginn der 1990er Jahre brachten A Tribe Called Quest mit ihrem zweiten Album »The Low End Theory« den Flow auf den Punkt. Ohne aggressiv männliche Posen, dafür mit Jazz, Breaks und Vibe.
Music Kolumne
Records Revisited
Primal Scream – Screamadelica (1991)
1991 – was für ein Jahr für die Rockmusik. Die am 24.9.1991 veröffentlichten Alben von Nirvana, Soundgarden und Red Hot Chili Peppers haben Rock wieder populär gemacht. Aber »Screamadelica« von Primal Scream hat das Genre verändert.
Music Essay
Die Beat-Ära in der DDR
Feindliche Übernahme
Schallplatten des Amiga-Labels sind weit verbreitet. Neben Pressungen internationaler Stars war auch jede Menge Musik aus der DDR selbst auf Platte verewigt worden. Manches davon lohnt wiederentdeckt zu werden.
Music Interview
José González
Geschmack ist wie dein Po
2003 coverte José González den Song »Heartbeat« von The Knife und katapultierte sich gleich in die Herzen und Studierzimmer vieler Menschen. Mit seinem Album »Local Valley« strickt er weiter an seinem Mythos. Wir trafen ihn zum Interview.
Music Porträt
Loredana Berté
Irgendwie unvergleichlich
Loredana Bertè wird als »Königin des italienischen Rock« apostrophiert. Das greift nicht nur musikalisch zu kurz. Denn sie den Status quo nie repräsentiert, sondern als Außenseiterin aus Überzeugung wiederholt infrage gestellt.
Music Kolumne
Records Revisited
DJ Shadow – Endtroducing (1996)
Vor 25 Jahren erschien mit »Endtroducing« ein Hip-Hop-Album, das Björk mit Metallica und finnischer Fusion zusammendachte. DJ Shadow grub dafür im Keller. Und fand Gold. Dann schuf er ein Album, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint.
Music Porträt
Sarah Davachi
Echo der Unendlichkeit
Intensität ist das Wort, das in den Sinn kommt. Bei ihrer Musik und bei ihren Sätzen. Ihr Sound fühlt sich an, als ob jemand mit einer Fingerspitze über die Seele streicht. Jetzt erscheint Sarah Davachi neues Album »Antiphonals«.
Music Porträt
Dais Records
Klang als Kollektion
Zwischen Experiment und Erwartung, Neuem und Altem wagt Dais Records seit Jahren den Spagat. Gibby Miller und Ryan Martin ziehen dort ihre Kreise, wo Linearität bewusste Störung erfährt – und treten so in die Fußstapfen großer Vorgänger.
Music Porträt
Leslie Winer
Der unbekannte Weltstar
Björk, Grace Jones, Boy George und Sinéad O’Connor zählen zu ihren Bewunderern. William S. Burroughs war ihr Mentor. Irgendwie hat sie auch Trip-Hop erfunden. Dennoch ist Leslie Winer heute nur Insdern bekannt. Das könnte sich jetzt ändern.
Music Porträt
DJ Koco
Guest Mix
Bei DJ Koco treffen atemberaubende Mixing-Skills auf eine Selection von ungeheurer Raffinesse. Kaum einer cuttet seine Breakbeats tighter ineinander als er. Das Verblüffendste: Der japanische DJ beschränkt sich in seinen Sets auf 7Inches.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2021
Keift und brummt sich wieder durch die Veröffentlichungen der letzten zwei Monate: Aigners Inventur, mit Bärlauch-Antipathie und Seerobben-Ehrfurcht. Dazwischen Alben von Flying Lotus, Erika De Casier, Space Afrika und Maxine Funke.
Music Kolumne
Records Revisited
John Coltrane – Africa/Brass (1961)
1961 markierte »Africa/Brass« den Anbruch eines neuen Zeitalters: Für John Coltrane war es der Beginn seiner Impulse!-Jahre, für viele afrikanische Staaten der Start in die Unabhängigkeit. Musikalisch war es sein ambitioniertestes Vorhaben.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Vespertine (2001)
Mit »Vespertine« schien Björk Guðmundsdóttir das Versprechen ihres vorherigen Werks nicht einzulösen. Weil sie dieses Mal einen vollkommen anderen Ansatz wählte. Was »Vespertine« von 2001 zu einer ihrer besten Platten bis heute macht.
Music Porträt
Polo & Pan
Eklektisch in den Weltraum
Polo & Pan sind bereit abzuheben. Nachdem sie es mit ihrem kunterbunten Stilmix bis ins Hotelzimmer von Elon Musk schafften, blicken sie nun höheren Sphären entgegen. Die irdischen Fans beglückt das Duo derweil mit dem Album »Cyclorama«.
Music Liste
Durand Jones & The Indications
10 All Time Favs
Durand Jones & The Indications verbinden seit Ihrem Debüt vor fünf Jahren Vergangenheit und Zukunft des Genres. Jetzt erscheint ihr drittes Album »Private Space«. Zeit, um die Band nach den 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt haben.
Music Porträt
Conrad Schnitzler
Mitten im Durcheinander
Immer noch wird der 2011 verstorbene Conrad Schnitzler vor allem für seine Verbindung zu Kraftwerk oder Tangerine Dream wahrgenommen. Dabei steht sein beeindruckendes Werk genauso für sich allein, wie er Verbindungen herzustellen wusste.
Music Kolumne
Records Revisited
Main Source – Breaking Atoms (1991)
In mancher Hinsicht scheint »Breaking Atoms«, das Debüt von Main Source, ein Klassiker aus der zweiten Reihe geblieben zu sein. Doch die Produktion von Large Professor definierte einen Signature Sound für das Goldene Zeitalter des Hip-Hop.
Music Kolumne
Records Revisited
LFO – Frequencies (1991)
Die niederfrequenten Schwingungserzeuger LFO aus Leeds schufen mit »Frequencies« eines der ersten Techno-Alben. Ihre hohen Bleeps und tiefen Clonks haben Technogeschichte geschrieben. Bis heute kann, äh, muss man dazu tanzen.
Music Kolumne
Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.