Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Text Florian Aigner

Wiley - 100% PublishingFind it at hhv.de: CD | 2LP Wiley, der größte Twitter-Comedian aller Zeiten, setzt für 100% Publishing ausnahmsweise auf alte Vetriebswege und veröffentlicht sein – laut eigener Aussage – erstes Album mit vollkommener kreativer Freiheit über den Ninja Tune-Ableger Big Dada. Wobei der Grime-Pate es natürlich nicht sein lassen konnte, fast zeitgleich einen Mixtape/Album-Zwitter zum freien Download zur Verfügung zu stellen. Aber das nur am Rande. Wiley findet auf 100% Publishing nämlich eine Balance zwischen poppigen Momenten und Rudeboy-Flexereien, etwas was ihm zuvor nie so richtig gelingen wollte. Natürlich vermisst man immer noch das Silbenmonster früher Tage, aber allein wie Wiley ohne jede Reflektion alles, was ihm in den Sinn kommt sofort ausspricht sollte ihn in 30 Jahren eigentlich zum Proseminarsthemen an Anglistik-Lehrstühlen machen.
 

araabmuzik Weiter mit der Ein-Mann-Armee Araabmuzik, der sich bekanntermaßen via YouTube und MPC eh schon mehr als ein Denkmal gesetzt hat. So schön dessen Fingerakrobatik auch anzusehen ist: im Albumformat entfällt der visuelle Wow-Effekt zunächst, so dass der MPC-Virtuose seinen mittlerweile mächtigen Bandwagon mit mehr als 5000 präzise reingetriggerten Kicks und Hi-Hats ziehen muss. Aber genau das gelingt ihm mit Electronic Dreams. Nun gut, sich relativ ironiefrei durch das hässliche Stiefkind elektronischer Musik (äh ja, Trance) zu samplen mag plakativ sein, wie Araabmuzik hier ein Genre für Hip Hop erschließt ohne in die Will.i.am-Falle zu tappen, ist aber schon bemerkenswert. Wenn da jetzt noch Cam drüber rappen würde und die Entstehung auf DVD festgehalten worden wäre, man würde anfangen sich unsittlich zu berühren.
 

Lil B - I'm Gay (I'm Happy) So, das nächste Generation Broadband Phänomen. Lil B, der verquerste Rap-Celebrity, den das Netz momentan hergibt, veröffentlicht bekanntermaßen etwa drei Alben pro Tag, wenn eines aber auf den Namen I’m Gay (mit dem auf Druck der Homophobie-Fraktion hastig hintergeschobenen Zusatz I’m Happy) hört, ist das dann allen Medienklitschen eine Meldung wert. Der Based God quasselt sich auch hier wieder über pompöse Beats, unter anderem vom Mann der Stunde Clams Casino, den Mund fusslig. Egal, ob man das nun skeptisch oder euphorisch begleitet: Lil B ist eine willkommene Abwechslung in einer relativ monochromen Szene.
 

K.I.Z. - Urlaub fürs GehirnFind it at hhv.de: CD | 2LP Ähnliches ließe sich über K.I.Z. und die deutsche Szene sagen, mit der Einschränkung, dass everybody’s favorite Vorschlaghammer-Büttenredner mit Urlaub fürs Gehirn langsam aber sicher Gefahr laufen eine Parodie der Parodie zu werden. Die Wirtschaftskrise aus der Stromberg-Perspektive, RTL2-Hartz4-TV, Gender Studies ‘n’ Penisfetisch, Sommermä(h)rchen, Bild-Populismus, Lifestyles of the Jägermeister-Prekariat– immer noch Themen, die einer satirischen Aufarbeitung bedürfen, aber anderseits wird man das Gefühl nicht los, dass K.I.Z. ihre besten Gags bereits auf den letzten Alben untergebracht haben.
 

Casper - XOXOFind it at hhv.de: CD | 2LP Hört man hingegen XOXO wünscht man sich eine solche Kalauerdichte schon fast wieder zurück. Das Problem an XOXO ist gar nicht mal Caspers demonstrative Abkehr von Selfmade-Punchlines und die Umarmung von Hamburger Schanzenpimmel-Indieklischess oder die eine Spur zu prätentiös daherkommende permanente Selbstreflektion, sondern eher die Naivität mit der die deutsche Medienlandschaft ein höchst mediokres Album auf die Titelblätter und an die Spitze der Charts hievt, das musikalisch manchmal schlimmste Linkin Park Assoziationen evoziert und lyrisch des Öfteren an kitschige Mittelstufenpoesie erinnert.
 

Hail Mary Mallon - Are You Gonna Eat That?Find it at hhv.de: CD | 2LP Positiv überrascht war ich hingegen von Hail Mary Mallon, dem Projekt der ehemaligen Jukies Rob Sonic, Aesop Rock und DJ Big Wiz. Are You Gonna Eat That? profitiert dabei enorm von einer sehr gelösten Grundstimmung. So ist es enorm erfrischend, Aesop Rocks chronische Mandelentzündung über Mantronix-igen Old School Kram wie Breakdance Beach zu hören und auch Rhymesayers tut dieses Release, nach dem verkopften Atmosphere-Album sehr gut. We can imagine how much fun they are having!
 

Smif 'N Wessun & Pete Rock - MonumentalFind it at hhv.de: CD | 2LP Ganz im Gegensatz dazu hingegen die lange erwartete, aber mindestens 15 Jahre zu spät verwirklichte Kollaboration zwischen Pete Rock und Smiff ‘n’ Wessun, die eigentlich eher auf den Namen Tranquilizer hätte hören sollen. Monumental ist das hier bestimmt nicht, eher eine Erinnerung, stattdessen den wirklich monumentalen Neunziger-Output der Protagonisten umso mehr zu würdigen. Besonders bedenklich: die Worte ‘schwachbrüstig’ und ‘Pete Rock’ müssten hier tatsächlich in einem Atemzug genannt werden.
 

Random Axe - Random AxeFind it at hhv.de: CD | 2LP Noch mehr Zeit gelassen haben sich Sean Price, Guilty Simpson und Black Milk, die nun als Random Axe gewissenhaft ihre gesetzte Punchline-Quote abarbeiten und sich dazu von Black Milk mit rohen Drums und ungeschminkten Samples das passende Korsett schneidern lassen. Ein erfreulich kurzweiliges, ebenfalls via Duck Down erschienenes Album, das perfekt die Schwächen der Beteiligten kaschiert und mittelfristiges Kopfnicken und Schmunzeln provoziert.
 

The Midnight Eez - the Midnight EezFind it at hhv.de: LP Das absolute Hip Hop Highlight der vergangenen beiden Monate versteckt sich hinter einem schlichten, grobkörnigen Sleeve, das durchaus als programmatisch für die darin aufbewahrte EP bezeichnet werden kann. Das Produktionsduo The Midnight Eez hat in den goldenen Neunzigern einige puristische SP-Beats produziert, die in der heutigen Plug-In- und Emulations-Diaspora noch viel besser klingen als zu dem Zeitpunkt ihrer Entstehung. Humorloser NYC-Klassizismus, gerne mit präzise gescratchter Hook, der auch ohne Gastrapper funktioniert und in etwa so klingt als hätten sich DR Period und K-Def 1996 ein Studio geteilt. Kaufen, ist klar.
 

Samiyam - Sam Baker's AlbumFind it at hhv.de: CD | 2LP Irgendwo in der Mitte zwischen Boom-Bap-Akkuratesse und Brainfeeder-Stolpern hat sich Fly Los B.F.F. Samiyam etabliert, der mit Sam Baker’s Album seine erste als Langspielrille geplante Platte veröffentlicht. Auffällig hierbei ist wie sehr Samiyams akuteller Output den frühen, reduzierten Skizzen Flying Lotus’ ähnelt, als dieser noch für Peanutbutter Wolf Kaffee kochte und noch nicht bei Warp unterschrieben hatte. Das mag nun als Referenz despektierlich klingen, ist aber nicht im Mindesten so gemeint, weil: das fetzt!
 

fLako - The MesektetFind it at hhv.de: 2LP+7inch | 2LP Eine ähnliche Entwicklung wie Fly Lo scheint fLako durchzumachen, zumindest wenn man seine sehr gute, aber auch kryptische PMC-EP Mini Toolbooth mit einigen seiner frühen Arbeiten vergleicht. Genau jene waren nun – zumindest für einige Wochen – in Form von The Mesektet endlich auch physisch erhältlich. Auf diesen größtenteils bis zum Jahr 2008 entstandenen Beats verknüpft fLako sehr gekonnt anbegratzte Subbässe mit stolpernden Kicks und Snares, immer wieder abgezockt konterkariert von klassischeren Beatstrukturen und kontemplativeren Momenten. Sehr schön, sehr ausverkauft.
 

Com Truise - Galactic MeltFind it at hhv.de: 2LP Den aktuellen Com Truise Hype verstehe ich in vollem Umfang zwar noch nicht, dass dieser Arpeggio-schwangere, Blogerati-affine Moroder-Crunk durchaus Potential hat, kann man nach Galactic Melt jedoch nur schwer leugnen. Mir persönlich sind diese hyperartifiziellen, sauber gechoppten Midtempo-Jams noch eine Spur zu substanzlos, noch erschöpfen sie sich zu schnell in wissendem Zitieren. Wenn Com Truise dann aber den nächsten logischen Schritt macht, werden wir noch viel Freude an ihm haben.
 

Zomby - DedicationsFind it at hhv.de: CD | LP Künstlerisch sich seiner selbst noch nie so sicher war hingegen Zomby. Das mag seltsam klingen, zieht sich durch Dedication doch ein depressiver Fatalismus, der den halluzinogenen Neon-16Bit-Bleep-Sounds seiner vorherigen Veröffentlichungen fehlte. Genau durch jene Unsicherheit, die wohl auch damit zu erklären ist, dass Zomby in der Entstehungszeit den Tod seines Vaters zu verarbeiten hatte, gewinnt der Künstler Zomby aber eine Facette, die ihn aus der freigeistigen Dubstep-Not-Dubstep-Außenseiter-Nische befreit und zum potentiellen nächsten Thom Yorke Ziehsohn macht. Ob der – zumindest via Twitter – durchaus kapriziös wirkende Zomby eine solche Entwicklung begrüßen würde, darf zwar durchaus bezweifelt werden, dass Dedication ein tolles Album ist jedoch nicht.
 

Various Artists - Brownswood Electric 2Find it at hhv.de: CD Seine musikalische Identität längst gefunden hat Gilles Peterson, der macht einfach alles. Auf Brownswood Electric 2 widmet sich Peterson als Kurator der Generation Soundcloud und kompiliert sich, ohne auf große Namen zurückgreifen zu müssen, durch ein geschmäcklerisches Potpourri, das von Detroit über London bis nach Delhi alles an Einflüssen aufgesogen hat und sowohl bei 70 BPM torkelt, als auch mit 170 BPM die Pepp-Reste ausschwitzt.
 

Ada - Meine zarten PfotenFind it at hhv.de: LP Ein wunderschönes Herbstalbum kredenzt derweil Kozes First Lady Ada, die uns mit teutonischen Chillwaven-Balladen begrüßt, ehe ein sehr, sehr Apparat-iges Intro die Bassdrum langsam in Meine Zarten Pfoten einwebt. Elegant, wissend und im besten Sinne feminin.
 

laurel haloFind it at hhv.de: LP Ebenfalls elegant, aber wesentlich unbequemer produziert die großartige Laurel Halo, die, ähnlich wie ihre Brüder im Geiste Hype Williams, ein sehr eigenwilliges Album über Hippos In Tanks vorlegt. Hour Logic klingt in etwa so als hätte sich Derrick May vor 25 Jahren zu viel Sizzurp reingekippt und das Raven durch Zelda-Zocken ersetzt. In diesem Zustand bleibt die Kickdrum dann auch eher ergänzendes Instrument, viel mehr fühlt man sich bisweilen an die wunderschönen Ambient-Exkursionen von John Beltran erinnert, die passenderweise unlängst via Delsin wiederveröffentlicht wurden.
 

Junior Boys - It's All TrueFind it at hhv.de: CD | 2LP Gegen diese subtilen Synth-Pop-ismen wirkt die Junior Boys Formel beinahe altbacken. Nach wie vor tastet Jeremy Greenspans zerbrechliches Falsett die immer etwas unterkühlt wirkenden Beats ab, die von Carl Craig mindestens so viel gelernt haben wie von Depeche Mode. It’s All True mag dann auch nicht das beste Junior Boys Album sein, besser als fast alle anderen Spartenkollegen sind die beiden aber immer noch. Und ist das etwa ein Felicita-Sample auf Kick The Can?
 

Trickski - UnrealityFind it at hhv.de: CD In der Sparte Slow-House haben auch Trickski recht schnell ihr Review markiert. Nach einigen fantastischen Zwölf Zollern folgt nun die Reifeprüfung im Albumformat. Unreality ist keineswegs eine solche Sackgasse wie dies bei Resident Advisor drüben behauptet wurde, es fällt aber doch auf, dass die Sternstunden nach wie vor auf den Maxis der beiden Berliner zu finden sind. Gut ins Bild passt da auch, dass das Albumhighlight Wilderness (mit jeder Menge Geduld programmiert und mit einem fantastisch gesetzten Folk-Sample gekrönt) gleichzeitig auch die erste Single-Auskopplung war.
 

nebraskaFind it at hhv.de: LP Für Nebraska würde ich das nicht eins zu eins unterschreiben, dennoch kann auch er seine in den letzten zwei Jahren veröffentlichten EPs für Rush Hour mit seinem zweiten Album nicht toppen. Dennoch ist Displacement ein schönes Kleinod an seelen- und liebevollen House-Nummern mit B-Boy-Attitüde, die sich unter anderem auch in der Nutzung jenes Ahmad Jamal Samples äußert, das der seelige Dilla mit Stakes Is High unsterblich machte.
 

Ricardo Villalobos / Max Loderbauer - Re: ECMFind it at hhv.de: CD Etwas stoischer agiert DJ QU, der vor Gymnastics bereits auf Underground Quality und Deep Vibes auf sich aufmerksam machen konnte und nun ein puristisches und ehrliches House-Album vorlegt, das sich vor der ewigen Dreifaltigkeit Chicago/Detroit/New York verneigt und ohne große Schwankungen, weder nach unten, noch nach oben, entspannt durchläuft.
 

tevo howardFind it at hhv.de: LP Auch Tevo Howard hat schon herausragendere Tracks gemacht als diejenigen, die nun auf Pandora’s Box versammelt sind. Nichtsdestotrotz besticht einer der eifrigsten Nachlassverwalter Chicagos wieder einmal mit seinem instinktiven Umgang mit den wichtigsten Komponenten klassischer Rhythm Trax. Garnieren tut er dieses, gerne auch mal leicht gebrochen arrangiertes, Roland-Inferno hier erstmalig auch mit Synth-Lines, die eher ‘Rimini 1984’ als ‘Mr. Fingers’ exklamieren. Gerade diese Erweiterung seines Repertoires tut dem Oeuvre des Traditionalisten Howard gut.
 

john heckle Auch der Brite John Heckle huldigt seit einer Weile, bevorzugt über Jamal Moss’ Mathematics Imprint, dem Haus, das Jack gebaut hat. Auch er integriert in seine immer erfreulich vintage klingende Tracks zahlreiche rhythmische Falltüren. Auch er überbietet mit The Second Son nicht konstant seine vorherigen Maxis. Auch er hat jedoch ein schlüssiges House-Album produziert, das in der Breite überzeugt und so viel liebevoller wirkt als all diese totgemasterten Tool-Ansammlungen, die einem sonst so gerne als Album verkauft werden.
 

lerosaFind it at hhv.de: LP Und gleich nochmal die selbe Sparte. Der Italiener Lerosa bietet über das geschmackssichere Label Uzuri acht Tracks an, die allesamt gekonnt die Gründungsmythen der House-Geschichte aufgreifen und stilsicher umwälzen. Im Vergleich zu Heckle und Howard fällt Amanatto dann aber etwas ab, auch deswegen, weil man hier zu oft schon acht Takte voraus denken kann.
 

Motor City Drum Ensemble - DJ KicksFind it at hhv.de: CD | 2LP Genau dies ist bei Danilo Plessows (aka Motor City Drum Ensemble) Beitrag zur DJ Kicks Serie hingegen praktisch unmöglich. Zu virtuos kombiniert sich der Nicht-Mehr-So-Ganz-Neu-Kölner durch die Spielwiesen Jazz, Afro-Beat, Disco, House und Techno. Ein wirklich bemerkenswerter Mix mit Sendungsbewusstsein, der es wie wenige andere zuvor versteht, exemplarisch die Verwandtschaftsbeziehungen schwarzer Tanzmusik aufzuzeigen, ohne sich dabei diesen ekelhaften Oberstudienrats-Habitus zuzulegen.
 

Ricardo Villalobos / Max Loderbauer - Re: ECM Apropos Geschichte: Die arbeiten Max Loderbauer und Ricardo Villalobos auf Re:ECM zwar nicht systematisch, aber in größtenteils relativ kurz gehaltenen Frakturen auf, die sich eher den unbekannteren Momenten des ECM-Katalaogs widmen. Mal soundtracky, oft mit mehr als einem Bein in schwerelosen Drones hängend, selten bis nie funktional und unter dem Strich irgendwie seltsam beiläufig und unverbindlich. Natürlich könnte man da jetzt wieder viel mehr drin sehen, so man sich dazu verpflichtet fühlte, aber ganz ehrlich: das gibt’s besser und billiger in jeder Jazz & Experimental-Abteilung im Second Hand Plattenladen deines Vertrauens.
 

tobias.Find it at hhv.de: 2LP Tobias. gehört nicht zur ersten Garde der Berghain-Posse, die einem jeden Tag RSS-Feeds verstopfen. Leaning Over Backwards passt dann mit seinem vertrackten Track-Design zwar durchaus in den bisherigen Ostgut-Output, dennoch ist Tobias. irgendwo ein Außenseiter zwischen dem von Klock/Dettmann/Faki angerührten Techno-Beton und dem House-Hedonismus Marke Steffi/Prosumer. Auch die Breakbeat-Brachialität eines Shed oder Luke Slater sucht man hier vergebens. __Leaning Over Backwards" ist kaum zu erfassen, schwer zu lieben und unmöglich zu hassen.
 

Emptyset - Demiurge So, gen Ende noch Bock auf den Weltuntergang? Diesem relativ nahe kommen Emptyset, deren zweites Album Demiurge mindestens so kaputt ist wie der Vorgänger und das nicht selten klingt wie Surgeon auf Crystal Meth. Erbarmungloser Doom Techno, bitgecrusht bis zum geht nicht mehr. Nach wie vor unfassbar, dass Ginz auch solch böse Musik machen kann.
 

sbtrktFind it at hhv.de: LP Wesentlich leichter verdaut ist Sbtrkt, das Albumdebüt von – exakt – Sbtrkt. Nun konnte man bereits bei dessen ersten Remixen ein gewisses Crossover-Potential erkennen, ein Talent, das der Maskenmann nun mit zahlreichen Gastsängern, eingängigen Songstrukturen, Fratstep-Bass und Indie-Habitus auf die Spitze treibt. Natürlich ist das in der Konsequenz dann auch nichts mehr für Garage-Puristen, die zu Wookie, El-B und Burial beten, aber auch wesentlich stillsicherer inszeniert als beispielsweise diese relativ unsägliche Mangnetic Man Chose oder das letztes Skream Album. MJ Cole und Artful Dodger hätte man vor guten 10 Jahren dafür jedenfalls gefeiert.
 

bon iverFind it at hhv.de: LP Den Kehraus erledigen dann Bon Iver, zu denen ich zugegebermaßen nie eine Beziehung aufgebaut habe, die über das Tolerieren in fremden WG-Küchen hinaus ging. Nun gut, so weit ich das nach kurzer Recherche beurteilen kann, setzt man dort nun auf opulentere Pop-Gesten und ordnet den eigenen suizidalen Folk auf dem selbsbetitelten neuen Album nun pathetischeren Art-Pop unter. Einige im Freundeskreis finden das gut, ich dackel mal hinterher und sage gönnerhaft: passt schon.
 

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Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.