Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Text Florian Aigner

Wiley - 100% PublishingFind it at hhv.de: CD | 2LP Wiley, der größte Twitter-Comedian aller Zeiten, setzt für 100% Publishing ausnahmsweise auf alte Vetriebswege und veröffentlicht sein – laut eigener Aussage – erstes Album mit vollkommener kreativer Freiheit über den Ninja Tune-Ableger Big Dada. Wobei der Grime-Pate es natürlich nicht sein lassen konnte, fast zeitgleich einen Mixtape/Album-Zwitter zum freien Download zur Verfügung zu stellen. Aber das nur am Rande. Wiley findet auf 100% Publishing nämlich eine Balance zwischen poppigen Momenten und Rudeboy-Flexereien, etwas was ihm zuvor nie so richtig gelingen wollte. Natürlich vermisst man immer noch das Silbenmonster früher Tage, aber allein wie Wiley ohne jede Reflektion alles, was ihm in den Sinn kommt sofort ausspricht sollte ihn in 30 Jahren eigentlich zum Proseminarsthemen an Anglistik-Lehrstühlen machen.
 

araabmuzik Weiter mit der Ein-Mann-Armee Araabmuzik, der sich bekanntermaßen via YouTube und MPC eh schon mehr als ein Denkmal gesetzt hat. So schön dessen Fingerakrobatik auch anzusehen ist: im Albumformat entfällt der visuelle Wow-Effekt zunächst, so dass der MPC-Virtuose seinen mittlerweile mächtigen Bandwagon mit mehr als 5000 präzise reingetriggerten Kicks und Hi-Hats ziehen muss. Aber genau das gelingt ihm mit Electronic Dreams. Nun gut, sich relativ ironiefrei durch das hässliche Stiefkind elektronischer Musik (äh ja, Trance) zu samplen mag plakativ sein, wie Araabmuzik hier ein Genre für Hip Hop erschließt ohne in die Will.i.am-Falle zu tappen, ist aber schon bemerkenswert. Wenn da jetzt noch Cam drüber rappen würde und die Entstehung auf DVD festgehalten worden wäre, man würde anfangen sich unsittlich zu berühren.
 

Lil B - I'm Gay (I'm Happy) So, das nächste Generation Broadband Phänomen. Lil B, der verquerste Rap-Celebrity, den das Netz momentan hergibt, veröffentlicht bekanntermaßen etwa drei Alben pro Tag, wenn eines aber auf den Namen I’m Gay (mit dem auf Druck der Homophobie-Fraktion hastig hintergeschobenen Zusatz I’m Happy) hört, ist das dann allen Medienklitschen eine Meldung wert. Der Based God quasselt sich auch hier wieder über pompöse Beats, unter anderem vom Mann der Stunde Clams Casino, den Mund fusslig. Egal, ob man das nun skeptisch oder euphorisch begleitet: Lil B ist eine willkommene Abwechslung in einer relativ monochromen Szene.
 

K.I.Z. - Urlaub fürs GehirnFind it at hhv.de: CD | 2LP Ähnliches ließe sich über K.I.Z. und die deutsche Szene sagen, mit der Einschränkung, dass everybody’s favorite Vorschlaghammer-Büttenredner mit Urlaub fürs Gehirn langsam aber sicher Gefahr laufen eine Parodie der Parodie zu werden. Die Wirtschaftskrise aus der Stromberg-Perspektive, RTL2-Hartz4-TV, Gender Studies ‘n’ Penisfetisch, Sommermä(h)rchen, Bild-Populismus, Lifestyles of the Jägermeister-Prekariat– immer noch Themen, die einer satirischen Aufarbeitung bedürfen, aber anderseits wird man das Gefühl nicht los, dass K.I.Z. ihre besten Gags bereits auf den letzten Alben untergebracht haben.
 

Casper - XOXOFind it at hhv.de: CD | 2LP Hört man hingegen XOXO wünscht man sich eine solche Kalauerdichte schon fast wieder zurück. Das Problem an XOXO ist gar nicht mal Caspers demonstrative Abkehr von Selfmade-Punchlines und die Umarmung von Hamburger Schanzenpimmel-Indieklischess oder die eine Spur zu prätentiös daherkommende permanente Selbstreflektion, sondern eher die Naivität mit der die deutsche Medienlandschaft ein höchst mediokres Album auf die Titelblätter und an die Spitze der Charts hievt, das musikalisch manchmal schlimmste Linkin Park Assoziationen evoziert und lyrisch des Öfteren an kitschige Mittelstufenpoesie erinnert.
 

Hail Mary Mallon - Are You Gonna Eat That?Find it at hhv.de: CD | 2LP Positiv überrascht war ich hingegen von Hail Mary Mallon, dem Projekt der ehemaligen Jukies Rob Sonic, Aesop Rock und DJ Big Wiz. Are You Gonna Eat That? profitiert dabei enorm von einer sehr gelösten Grundstimmung. So ist es enorm erfrischend, Aesop Rocks chronische Mandelentzündung über Mantronix-igen Old School Kram wie Breakdance Beach zu hören und auch Rhymesayers tut dieses Release, nach dem verkopften Atmosphere-Album sehr gut. We can imagine how much fun they are having!
 

Smif 'N Wessun & Pete Rock - MonumentalFind it at hhv.de: CD | 2LP Ganz im Gegensatz dazu hingegen die lange erwartete, aber mindestens 15 Jahre zu spät verwirklichte Kollaboration zwischen Pete Rock und Smiff ‘n’ Wessun, die eigentlich eher auf den Namen Tranquilizer hätte hören sollen. Monumental ist das hier bestimmt nicht, eher eine Erinnerung, stattdessen den wirklich monumentalen Neunziger-Output der Protagonisten umso mehr zu würdigen. Besonders bedenklich: die Worte ‘schwachbrüstig’ und ‘Pete Rock’ müssten hier tatsächlich in einem Atemzug genannt werden.
 

Random Axe - Random AxeFind it at hhv.de: CD | 2LP Noch mehr Zeit gelassen haben sich Sean Price, Guilty Simpson und Black Milk, die nun als Random Axe gewissenhaft ihre gesetzte Punchline-Quote abarbeiten und sich dazu von Black Milk mit rohen Drums und ungeschminkten Samples das passende Korsett schneidern lassen. Ein erfreulich kurzweiliges, ebenfalls via Duck Down erschienenes Album, das perfekt die Schwächen der Beteiligten kaschiert und mittelfristiges Kopfnicken und Schmunzeln provoziert.
 

The Midnight Eez - the Midnight EezFind it at hhv.de: LP Das absolute Hip Hop Highlight der vergangenen beiden Monate versteckt sich hinter einem schlichten, grobkörnigen Sleeve, das durchaus als programmatisch für die darin aufbewahrte EP bezeichnet werden kann. Das Produktionsduo The Midnight Eez hat in den goldenen Neunzigern einige puristische SP-Beats produziert, die in der heutigen Plug-In- und Emulations-Diaspora noch viel besser klingen als zu dem Zeitpunkt ihrer Entstehung. Humorloser NYC-Klassizismus, gerne mit präzise gescratchter Hook, der auch ohne Gastrapper funktioniert und in etwa so klingt als hätten sich DR Period und K-Def 1996 ein Studio geteilt. Kaufen, ist klar.
 

Samiyam - Sam Baker's AlbumFind it at hhv.de: CD | 2LP Irgendwo in der Mitte zwischen Boom-Bap-Akkuratesse und Brainfeeder-Stolpern hat sich Fly Los B.F.F. Samiyam etabliert, der mit Sam Baker’s Album seine erste als Langspielrille geplante Platte veröffentlicht. Auffällig hierbei ist wie sehr Samiyams akuteller Output den frühen, reduzierten Skizzen Flying Lotus’ ähnelt, als dieser noch für Peanutbutter Wolf Kaffee kochte und noch nicht bei Warp unterschrieben hatte. Das mag nun als Referenz despektierlich klingen, ist aber nicht im Mindesten so gemeint, weil: das fetzt!
 

fLako - The MesektetFind it at hhv.de: 2LP+7inch | 2LP Eine ähnliche Entwicklung wie Fly Lo scheint fLako durchzumachen, zumindest wenn man seine sehr gute, aber auch kryptische PMC-EP Mini Toolbooth mit einigen seiner frühen Arbeiten vergleicht. Genau jene waren nun – zumindest für einige Wochen – in Form von The Mesektet endlich auch physisch erhältlich. Auf diesen größtenteils bis zum Jahr 2008 entstandenen Beats verknüpft fLako sehr gekonnt anbegratzte Subbässe mit stolpernden Kicks und Snares, immer wieder abgezockt konterkariert von klassischeren Beatstrukturen und kontemplativeren Momenten. Sehr schön, sehr ausverkauft.
 

Com Truise - Galactic MeltFind it at hhv.de: 2LP Den aktuellen Com Truise Hype verstehe ich in vollem Umfang zwar noch nicht, dass dieser Arpeggio-schwangere, Blogerati-affine Moroder-Crunk durchaus Potential hat, kann man nach Galactic Melt jedoch nur schwer leugnen. Mir persönlich sind diese hyperartifiziellen, sauber gechoppten Midtempo-Jams noch eine Spur zu substanzlos, noch erschöpfen sie sich zu schnell in wissendem Zitieren. Wenn Com Truise dann aber den nächsten logischen Schritt macht, werden wir noch viel Freude an ihm haben.
 

Zomby - DedicationsFind it at hhv.de: CD | LP Künstlerisch sich seiner selbst noch nie so sicher war hingegen Zomby. Das mag seltsam klingen, zieht sich durch Dedication doch ein depressiver Fatalismus, der den halluzinogenen Neon-16Bit-Bleep-Sounds seiner vorherigen Veröffentlichungen fehlte. Genau durch jene Unsicherheit, die wohl auch damit zu erklären ist, dass Zomby in der Entstehungszeit den Tod seines Vaters zu verarbeiten hatte, gewinnt der Künstler Zomby aber eine Facette, die ihn aus der freigeistigen Dubstep-Not-Dubstep-Außenseiter-Nische befreit und zum potentiellen nächsten Thom Yorke Ziehsohn macht. Ob der – zumindest via Twitter – durchaus kapriziös wirkende Zomby eine solche Entwicklung begrüßen würde, darf zwar durchaus bezweifelt werden, dass Dedication ein tolles Album ist jedoch nicht.
 

Various Artists - Brownswood Electric 2Find it at hhv.de: CD Seine musikalische Identität längst gefunden hat Gilles Peterson, der macht einfach alles. Auf Brownswood Electric 2 widmet sich Peterson als Kurator der Generation Soundcloud und kompiliert sich, ohne auf große Namen zurückgreifen zu müssen, durch ein geschmäcklerisches Potpourri, das von Detroit über London bis nach Delhi alles an Einflüssen aufgesogen hat und sowohl bei 70 BPM torkelt, als auch mit 170 BPM die Pepp-Reste ausschwitzt.
 

Ada - Meine zarten PfotenFind it at hhv.de: LP Ein wunderschönes Herbstalbum kredenzt derweil Kozes First Lady Ada, die uns mit teutonischen Chillwaven-Balladen begrüßt, ehe ein sehr, sehr Apparat-iges Intro die Bassdrum langsam in Meine Zarten Pfoten einwebt. Elegant, wissend und im besten Sinne feminin.
 

laurel haloFind it at hhv.de: LP Ebenfalls elegant, aber wesentlich unbequemer produziert die großartige Laurel Halo, die, ähnlich wie ihre Brüder im Geiste Hype Williams, ein sehr eigenwilliges Album über Hippos In Tanks vorlegt. Hour Logic klingt in etwa so als hätte sich Derrick May vor 25 Jahren zu viel Sizzurp reingekippt und das Raven durch Zelda-Zocken ersetzt. In diesem Zustand bleibt die Kickdrum dann auch eher ergänzendes Instrument, viel mehr fühlt man sich bisweilen an die wunderschönen Ambient-Exkursionen von John Beltran erinnert, die passenderweise unlängst via Delsin wiederveröffentlicht wurden.
 

Junior Boys - It's All TrueFind it at hhv.de: CD | 2LP Gegen diese subtilen Synth-Pop-ismen wirkt die Junior Boys Formel beinahe altbacken. Nach wie vor tastet Jeremy Greenspans zerbrechliches Falsett die immer etwas unterkühlt wirkenden Beats ab, die von Carl Craig mindestens so viel gelernt haben wie von Depeche Mode. It’s All True mag dann auch nicht das beste Junior Boys Album sein, besser als fast alle anderen Spartenkollegen sind die beiden aber immer noch. Und ist das etwa ein Felicita-Sample auf Kick The Can?
 

Trickski - UnrealityFind it at hhv.de: CD In der Sparte Slow-House haben auch Trickski recht schnell ihr Review markiert. Nach einigen fantastischen Zwölf Zollern folgt nun die Reifeprüfung im Albumformat. Unreality ist keineswegs eine solche Sackgasse wie dies bei Resident Advisor drüben behauptet wurde, es fällt aber doch auf, dass die Sternstunden nach wie vor auf den Maxis der beiden Berliner zu finden sind. Gut ins Bild passt da auch, dass das Albumhighlight Wilderness (mit jeder Menge Geduld programmiert und mit einem fantastisch gesetzten Folk-Sample gekrönt) gleichzeitig auch die erste Single-Auskopplung war.
 

nebraskaFind it at hhv.de: LP Für Nebraska würde ich das nicht eins zu eins unterschreiben, dennoch kann auch er seine in den letzten zwei Jahren veröffentlichten EPs für Rush Hour mit seinem zweiten Album nicht toppen. Dennoch ist Displacement ein schönes Kleinod an seelen- und liebevollen House-Nummern mit B-Boy-Attitüde, die sich unter anderem auch in der Nutzung jenes Ahmad Jamal Samples äußert, das der seelige Dilla mit Stakes Is High unsterblich machte.
 

Ricardo Villalobos / Max Loderbauer - Re: ECMFind it at hhv.de: CD Etwas stoischer agiert DJ QU, der vor Gymnastics bereits auf Underground Quality und Deep Vibes auf sich aufmerksam machen konnte und nun ein puristisches und ehrliches House-Album vorlegt, das sich vor der ewigen Dreifaltigkeit Chicago/Detroit/New York verneigt und ohne große Schwankungen, weder nach unten, noch nach oben, entspannt durchläuft.
 

tevo howardFind it at hhv.de: LP Auch Tevo Howard hat schon herausragendere Tracks gemacht als diejenigen, die nun auf Pandora’s Box versammelt sind. Nichtsdestotrotz besticht einer der eifrigsten Nachlassverwalter Chicagos wieder einmal mit seinem instinktiven Umgang mit den wichtigsten Komponenten klassischer Rhythm Trax. Garnieren tut er dieses, gerne auch mal leicht gebrochen arrangiertes, Roland-Inferno hier erstmalig auch mit Synth-Lines, die eher ‘Rimini 1984’ als ‘Mr. Fingers’ exklamieren. Gerade diese Erweiterung seines Repertoires tut dem Oeuvre des Traditionalisten Howard gut.
 

john heckle Auch der Brite John Heckle huldigt seit einer Weile, bevorzugt über Jamal Moss’ Mathematics Imprint, dem Haus, das Jack gebaut hat. Auch er integriert in seine immer erfreulich vintage klingende Tracks zahlreiche rhythmische Falltüren. Auch er überbietet mit The Second Son nicht konstant seine vorherigen Maxis. Auch er hat jedoch ein schlüssiges House-Album produziert, das in der Breite überzeugt und so viel liebevoller wirkt als all diese totgemasterten Tool-Ansammlungen, die einem sonst so gerne als Album verkauft werden.
 

lerosaFind it at hhv.de: LP Und gleich nochmal die selbe Sparte. Der Italiener Lerosa bietet über das geschmackssichere Label Uzuri acht Tracks an, die allesamt gekonnt die Gründungsmythen der House-Geschichte aufgreifen und stilsicher umwälzen. Im Vergleich zu Heckle und Howard fällt Amanatto dann aber etwas ab, auch deswegen, weil man hier zu oft schon acht Takte voraus denken kann.
 

Motor City Drum Ensemble - DJ KicksFind it at hhv.de: CD | 2LP Genau dies ist bei Danilo Plessows (aka Motor City Drum Ensemble) Beitrag zur DJ Kicks Serie hingegen praktisch unmöglich. Zu virtuos kombiniert sich der Nicht-Mehr-So-Ganz-Neu-Kölner durch die Spielwiesen Jazz, Afro-Beat, Disco, House und Techno. Ein wirklich bemerkenswerter Mix mit Sendungsbewusstsein, der es wie wenige andere zuvor versteht, exemplarisch die Verwandtschaftsbeziehungen schwarzer Tanzmusik aufzuzeigen, ohne sich dabei diesen ekelhaften Oberstudienrats-Habitus zuzulegen.
 

Ricardo Villalobos / Max Loderbauer - Re: ECM Apropos Geschichte: Die arbeiten Max Loderbauer und Ricardo Villalobos auf Re:ECM zwar nicht systematisch, aber in größtenteils relativ kurz gehaltenen Frakturen auf, die sich eher den unbekannteren Momenten des ECM-Katalaogs widmen. Mal soundtracky, oft mit mehr als einem Bein in schwerelosen Drones hängend, selten bis nie funktional und unter dem Strich irgendwie seltsam beiläufig und unverbindlich. Natürlich könnte man da jetzt wieder viel mehr drin sehen, so man sich dazu verpflichtet fühlte, aber ganz ehrlich: das gibt’s besser und billiger in jeder Jazz & Experimental-Abteilung im Second Hand Plattenladen deines Vertrauens.
 

tobias.Find it at hhv.de: 2LP Tobias. gehört nicht zur ersten Garde der Berghain-Posse, die einem jeden Tag RSS-Feeds verstopfen. Leaning Over Backwards passt dann mit seinem vertrackten Track-Design zwar durchaus in den bisherigen Ostgut-Output, dennoch ist Tobias. irgendwo ein Außenseiter zwischen dem von Klock/Dettmann/Faki angerührten Techno-Beton und dem House-Hedonismus Marke Steffi/Prosumer. Auch die Breakbeat-Brachialität eines Shed oder Luke Slater sucht man hier vergebens. __Leaning Over Backwards" ist kaum zu erfassen, schwer zu lieben und unmöglich zu hassen.
 

Emptyset - Demiurge So, gen Ende noch Bock auf den Weltuntergang? Diesem relativ nahe kommen Emptyset, deren zweites Album Demiurge mindestens so kaputt ist wie der Vorgänger und das nicht selten klingt wie Surgeon auf Crystal Meth. Erbarmungloser Doom Techno, bitgecrusht bis zum geht nicht mehr. Nach wie vor unfassbar, dass Ginz auch solch böse Musik machen kann.
 

sbtrktFind it at hhv.de: LP Wesentlich leichter verdaut ist Sbtrkt, das Albumdebüt von – exakt – Sbtrkt. Nun konnte man bereits bei dessen ersten Remixen ein gewisses Crossover-Potential erkennen, ein Talent, das der Maskenmann nun mit zahlreichen Gastsängern, eingängigen Songstrukturen, Fratstep-Bass und Indie-Habitus auf die Spitze treibt. Natürlich ist das in der Konsequenz dann auch nichts mehr für Garage-Puristen, die zu Wookie, El-B und Burial beten, aber auch wesentlich stillsicherer inszeniert als beispielsweise diese relativ unsägliche Mangnetic Man Chose oder das letztes Skream Album. MJ Cole und Artful Dodger hätte man vor guten 10 Jahren dafür jedenfalls gefeiert.
 

bon iverFind it at hhv.de: LP Den Kehraus erledigen dann Bon Iver, zu denen ich zugegebermaßen nie eine Beziehung aufgebaut habe, die über das Tolerieren in fremden WG-Küchen hinaus ging. Nun gut, so weit ich das nach kurzer Recherche beurteilen kann, setzt man dort nun auf opulentere Pop-Gesten und ordnet den eigenen suizidalen Folk auf dem selbsbetitelten neuen Album nun pathetischeren Art-Pop unter. Einige im Freundeskreis finden das gut, ich dackel mal hinterher und sage gönnerhaft: passt schon.
 

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 04.03.2014
Aigners Inventur
Februar 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Patten, Schoolboy Q, Kassem Mosse und The Notwist.
Music Review | verfasst 11.06.2011
Ada
Meine Zarten Pfoten
Mit Meine zarten Pfoten präsentiert Ada auf DJ Kozes Pampa-Imprint das berüchtigte schwierige zweite Album.
Music Liste | verfasst 08.06.2011
Ada
DJ Charts
Seit ihrem Debüt Blondie und Kooperationen mit Triple R, Tyrant, und Erlend Øye ist Ada ein fester Bestandteil der elektronischen Szene. Für unsere DJ-Charts hat die Wahlkölnerin ihre zehn derzeitigen Favoriten ausgesucht.
Music Review | verfasst 16.08.2011
Trickski
Unreality
Trotz kleinerer Schwächen und Unausgewogenheiten bleibt das Erstlingswerk der Berliner Produzenten Trickski ein hervorragendes Album.
Music Porträt | verfasst 14.07.2011
Trickski
Immer schön langsam
Housemusik fernab der tanzbeinoptimierten Taktzahl und unter 110 bpm war in der ersten Jahreshälfte omnipräsent. Wie passend, dass Trickski just in diesem Moment ihr erstes Album Unreality veröffentlichen.
Music Kolumne | verfasst 21.03.2012
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Kolumne | verfasst 02.10.2012
Aigners Inventur
September 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The XX, Flying Lotus, Xavas, Mala und Robert Hood.
Music Kolumne | verfasst 05.12.2012
Aigners Inventur
November 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Captain Murphy, Roc Marciano, Karenn und Zombie Zombie.
Music Kolumne | verfasst 30.01.2013
Aigners Inventur
Januar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Chief Keef, Four Tet und Mushy.
Music Kolumne | verfasst 27.02.2013
Aigners Inventur
Februar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Trus’me, Max D, Pusha T, Darkstar und JBG2.
Music Kolumne | verfasst 29.08.2013
Aigners Inventur
August 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Forest Swords, Earl, Julia Holter und Moderat.
Music Kolumne | verfasst 13.06.2014
Aigners Inventur
Mai 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Roots, SD Laika, Joakim und zwei Fatimas.
Music Kolumne | verfasst 29.10.2014
Aigners Inventur
Oktober 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Flying Lotus, Dorian Concept, Objekt, T.I. und SBTRKT.
Music Kolumne | verfasst 01.03.2017
Aigners Inventur
Februar 2017
Auch im Februar setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Migos, Roc Marciano, Kingdom und Vermont.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2017
Aigners Inventur
April 2017
»Damn.« ist wie Durant im Rucker Park, Actress gerade nochmal gut gegangen: Unser Kolumnist Aigner hat sich durch die Release im April gehört und weiß jetzt vor allem, welche Art von Musik er mit etwas mehr Talent selbt gemacht hätte.
Music Kolumne | verfasst 07.08.2017
Aigners Inventur
Juli 2017
Die Inventur im Juli, es geht um’s: Älterwerden. Unser Kolumnist aka angryoldmanyellingatclouds.jpg beobachtet den Reifeprozess von Jigga, Tyler, Floating Points, und duckt sich zwischendurch unter Instagram-Stories weg.
Music Kolumne | verfasst 06.09.2017
Aigners Inventur
August 2017
Braucht zehn Doppelsitzungen beim Exorzisten: die Inventur im August. Kein Wunder, werden neben großen aktuellen Themen (Fidgetspinner und FDP) auch alle relevanten Releases des Vormonats besprochen.
Music Review | verfasst 22.08.2011
Random Axe
Random Axe
Die Erwartungen an die gemeinsame Platte Black Milks, Gulity Simpsons und Sean Prices waren sehr hoch.
Music Review | verfasst 17.11.2011
Freestyle Fellowship
The Promise
Nach 10 Jahren haben sich Aceyalone, Mikah9, P.E.A.C.E., Self Jupiter und DJ Kiilu Grand wieder als Freestyle fellowship zusammengefunden.
Music Review | verfasst 18.11.2013
Black Milk
No Poison No Paradise
Es empfiehlt sich, die Detroit-Nachbarschaft außen vor zu lassen und zu erkennen, dass sich Black Milk nicht mehr zu emanzipieren braucht.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.
Music Interview
Adrian Younge
Sonische Geschichtsstunde
Mit »The American Negro« beginnt ein neues Kapitel in der Arbeit von Adrian Younge. Sie ist frontaler, politisch aufgeladener und selbstsicherer. Er will lehren. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichem Interview.
Music Liste
Leon Vynehall
10 All Time Favs
Mit seinem neuen Album »Rare, Forever« setzt der britische Produzent Leon Vynehall den Weg fort, den er mit »Nothing Is Still« begonnen hat. Uns verrät er heute 10 Schallplatten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Gil Scott-Heron – Pieces Of A Man (1971)
Man nannte ihn den »Godfather of Hip Hop«, weil er über Drogen, Rassismus und die Divided States of America textete. Mittlerweile ist das erfolgreichstes Album von Gil Scott-Heron 50 Jahre alt – und aktueller denn je.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Porträt
Gondwana Records
Seele und Charakter
Als DJ und Musiker wurde Matthew Halsall zum Labelbetreiber. Ausgehend von einem lokalen Fokus auf die Jazzszene Manchesters hat der Trompeter seinem Label Gondwana mittlerweile eine recht internationale Ausrichtung gegeben.
Music Kolumne
Records Revisited
Busta Rhymes – The Coming (1996)
Als vor 25 Jahren »The Coming« erschien, war Busta Rhymes kein Unbekannter mehr. Sein Solodebüt mit dem Hit »Woo Hah!! Got You All In Check« machte ihn zu einem der größten Rapstars seiner Zeit. Wie klingt das Album heute?
Music Kolumne
Records Revisited
Yellow Magic Orchestra – BGM (1981)
Winke für die Zukunft: Die japanischen Synthesizerzauberer des Yellow Magic Orchestra entwarfen auf ihrem vierten Album »BGM« eine Background Music für nachfolgende Generationen.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Love's Secret Domain (1991)
Techno ist es nicht – doch hinterließ »Love’s Secret Domain« tiefe Furchen in der Clubmusik der 1990er Jahre und markierte für Coil jenen Wendepunkt, ab dem ihr Wirken eine neue Richtung einschlug. Das Projekt hätte es fast zerrissen.
Music Porträt
Die P
Die Messlatte höher legen
Sie ist das erste Signing des All Female*-Labels 365xx Records und veröffentlicht dieser Tage ihr Debüt »3,14«. Für Die P ist die Golden Era schlicht nachhaltig, Competition ist für sie Ansporn, besser zu werden. Ihr Ziel: Zeitlosigkeit.
Music Porträt
Important Records
Deep Listening Forever!
Ob Pauline Oliveros, Éliane Radigue, Alina Kalancea oder Caterina Barbieri: Seit 20 Jahren ist Important Records wie ein gut bestückter Plattenladen für aufregende Sounds – die beste Anlaufstelle für Musik, die intensiv gehört werden muss.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2021
Die ganze Welt verarbeitet im März 2021 immer noch den März 2020, nur unser Kolumnist ist weiterhin auf der Suche nach Wrong-Speeder-Optionen. Aigners Inventur: Dub aus dem Abyss und durch die FFP2-Maske gerauchte Kippen.
Art Porträt
Vincent de Boer
Wie Jazz mit Pinseln
Der niederländische Künstler Vincent de Boer ist zu einem festen Bandmitglied der britischen Jazzer von Ill Considered avanciert. Er zeichnet Plattencover auf Basis der gehörten Grooves. Für »The Stroke« wurde der Prozess nun umgedreht.
Music Kolumne
Records Revisited
Dinosaur Jr – Green Mind (1991)
Viele Rockbands nehmen zu Beginn der 1990er Jahre ihre bis dahin besten Alben auf. Auch Dinosaur Jr. Während die Band selbst bei den Aufnahmen bereits auseinanderbricht, strotzt ihr viertes Album »Green Mind« vor Kreativität.
Music Porträt
Phew
Ein Leben gegen den Strich
Punk mit Aunt Sally, Synth Pop mit Sakamoto und experimentelle Musik solo und mit anderen: Die japanische Musikerin Phew sucht seit über vier Jahrzehnten die Fehler in der Musik, weil sich darin nur deren Möglichkeiten offenbaren.
Music Porträt
Far Out Recordings
Im Epizentrum der Brazil-Welle
Joe Davis ist der Lokführer, auf dessen Zug Mitte der Neunziger eine ganze Generation Brazil-affiner Producer aufsprang. Mit seinem Label Far Out Recordings wurde er zum weltweiten Statthalter brasilianischer Musikkultur.
Music Kolumne
Records Revisited
Carole King – Tapestry (1971)
Carole King wollte nie Popstar werden, sondern nur Songs schreiben. Weil sie das aber konnte wie niemand sonst, wurde sie es dennoch – mit »Tapestry«, ihrem Debütalbum aus dem Februar 1971.
Music Interview
Audio88 & Yassin
Der bessere Diss
Auf das verflixte fünfte Album von Audio88 und Yassin mussten Fans verflixte fünf Jahre warten. Im Zuge des Weltgeschehens ist es kein Wunder, dass sie radikaler auftreten als je zuvor. Ein Interview anlässlich des neuen Albums »Todesliste«
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Madlib – Sound Ancestors
»Das erste Madlib-Album, das wirklich als Album gehört werden kann«, sagte Four Tet. – Das ist doch Schwachsinn, sagen unsere Kolumnisten. Sie fragen sich: Hat Madlib hier nicht einfach gemacht, was er immer gemacht hat – und…will man das?
Music Kolumne
Records Revisited
Jan Jelinek – Loop-Finding-Jazz-Records (2001)
2001 hing Jan Jelinek das Ego an den Nagel und lud seinen Sampler mit Klängen von Jazz-Platten auf, um daraus Loops zu basteln. Die liefen aneinander vorbei und bildeten Moiré-Effekte. Davon lebt die Magie von »Loop-finding-jazz-records«.
Music Interview
The Notwist
»Es ist immer ein Zurückkommen«
The Notwist sind wieder da. Sieben Jahre haben sich die Brüder Markus und Michael Acher Zeit gelassen, mit Cico Beck einen Ersatz für Martin Gretschmann gefunden, und einen Klang gefunden, der universeller ist als je zuvor. Ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
Brian Eno & David Byrne – My Life In The Bush Of Ghosts (1981)
Ethno-Sampling als Pop: Mit ihrem Album »My Life in the Bush of Ghosts« landeten Brian Eno und David Byrne 1981 einen Innovationshit. 40 Jahre später klingt das selbstverständlich. Dafür ergeben sich andere Schwierigkeiten mit dem Ansatz.
Music Interview
Common
»Befreiung fängt im Kopf an«
Sein neues Album trägt den Namen »A Beautiful Revolution Pt.1«, erschien bereits im Oktober digital und in diesen Tagen wird es nun auch auf Vinyl veröffentlicht. Wir nutzten die Gelegenheit mit dem Rapper aus Chicago zu sprechen.
Music Porträt
Zoviet France
Fiebertraum vom Ende
Keine Namen, keine Gesichter, keine Tradition: Zoviet France wollten als anonymes Kollektiv Anfang der Achtziger die Antithese zum orthodoxen Kunstverständnis formulieren – und wurden dabei zu Kultfiguren wider Willen. Bis heute.
Music Liste
Aigners Inventur
Januar & Februar 2021
Ist es Gott? Ist es Hesse? Ist es Domian? Nein, es ist zum Glück einfach nur der Aigner. Der hat die Gardinen seit Wochen maximalst zugezogen und schickt uns die erste Inventur des noch fast unbefleckten neuen Jahres aus dem Kabuff.
Music Liste
Aaron Frazer
10 All Time Favs
»Introducing« heißt das erste Soloalbum von Aaron Frazer. Als Schlagzeuger von Durand Jones & The Indications ist er aber längst kein unbekannter. Musikalisch geht’s in die Sechziger. Uns sagt er, was ihn wirklich musikalisch geprägt hat.
Music Porträt
On The Corner
Banger für das Hinterzimmer
Mit seinem Label On the Corner Records serviert Pete Buckenham einen berauschenden Eintopf aus afro-futuristischen Jazz-Konzepten und zeitgenössischen Street Grooves und stößt er heute bereits die Pforten zum Sounduniversum von morgen auf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Albums
Sprechen wir es aus: Musik ist in Gefahr, weil sie nicht gemeinsam erlebt werden kann und weil ihre Macher*innen sich seit Monaten in einer existenziellen Krise befinden. Auf Schallplatte gab es dennoch einiges zu hören, wie diese 50 Alben.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 12inches
Tanzen war 2020 nicht wirklich. Aber die Vinyl 12" war trotzdem ein begehrtes Format. Und zwar für Musik, die von einer Zeit nach der Katastrophe träumt. Hier sind unsere Top 20. Einen Bonus in Form einer Vinyl 7" gibt’s obendrauf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.