Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Text Andreas Margara, Ben Grosse-Siestrup , Benjamin Mächler, Carlos Steurer, Florian Aigner, Florian Triesch, Henning Koch, Jan Wehn, Jens Pacholsky, John Luas, Julian Brimmers, Marc Leopoldseder, Martin Silbermann, Patrick Cavaleiro, Paul Okraj, Pippo Kuhzart, Sebastian Hinz, Stefan Zehentmeier, Tony Kunstmann

Jahresrückblick Alben 2011 (1024x685) Und wieder ist ein Jahr vorbei. Und was für ein ereignisreiches! Es verging kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo auf diesem Planeten etwas mit hohem Nachrichtenwert geschehen ist: »arabischer Frühling«, »Fukushima«, »Euro-Krise«, »Utøya« und »Lüttich«, »Stuttgart21« um nur ein paar Schlagworte zu nennen. Doch was hatte das Jahr musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns in den letzten Wochen einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und sogleich eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren. Es sollte uns auch ohne zu »hebeln« und ganz ohne Rettungsschirm gelingen. So machte uns Elzhi den Karl-Theodor zu Guttenberg, allerdings ohne seine Quellen zu leugnen. Panda Bear trotzt der »Retromania« und macht nicht aus altem alt, sondern weiterhin aus altem neu. Erste »Schoßgebete« gab’s von The Weeknd und und und. Na dann viel Spaß beim Stöbern.

2562-FeverFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Auf Fever kondensiert 2562 mal eben 45 Jahre Dance Music-Geschichte. Der Niederländer zitiert Funk und Disco, House und Techno, Breakbeats und Drills, ohne aber jemals die Kinder direkt beim Namen zu nennen. Hier offenbart sich die Essenz der Kunst. Allein der Opener ist mit seinen Maschinengewehrsalven an Groove das Album wert. (Jens Pacholsky)
 

Africa Hitech - 93 Million MilesFind it at hhv.de: CD | 3LP Mit ihrer Hochgeschwindigkeits-Bassmusik schafften Africa Hitech in diesem Frühjahr, wovon Musiker träumen: Sie ernteten nicht nur Begeisterungsstürme und viel Lob, sondern auch Kritik und Unverständnis. Das Projekt von Mark Pritchard und Steve Spacek eckte an und ihr Album 93 Million Miles wurde kontrovers diskutiert. Doch diese Bass-Salven und Garage-Geschosse, die das Duo auf seine Zuhörer losfeuert, trafen zumindest bei mir direkt ins musikalische Herz und lassen es seither pumpen. (Patrick Cavaleiro)
 

Andy Stott - Passed Me ByFind it at hhv.de: 2CD Niemand hat in diesem Jahr Gewalt musikalisch so abstrakt dargestellt wie Andy Stott mit Passed Me By. Wie hier Techno, House und Dub zerstückelt und in ein dunkles, schwer greifbares Gemisch gefiltert werden ist sagenhaft. Das alles ist brutal herunterziehend und erdrückend und trotzdem lassen einen die sieben Songs euphorisiert zurück – schlicht ob der schieren Genialität die man aufsaugen durfte. Hier werden trocken die 2011er Post-Step-Entwicklungen ignoriert. Vielleicht klingt Passed Me By gerade deshalb so »Avantgarde«. (Philipp Kunze)
 

A$AP Rocky - LifeLoveA$AP Kosmische Musik trifft Harlem’s wasted youth. Ein 23-jähriger Physiotherapeut aus Nutley, New Jersey und die »Uh…Bass…Uh«-Hookline haben das Jahr gerettet. Alle lieben Clams Casinos New-Age-Baps, völlig zurecht – um so schöner, dass er ein paar davon für den jungen Harlemite mit dem Houston-Slang reserviert hat. Trillwave hin oder her, A$AP Rockys Codein-saure, ständig zwischen Euphorie und Depression pendelnden Geschichten von Paranoia und Purple Swag auf Live Love A$AP waren neben Kendrick Lamar das Beste, was es dieses Jahr NICHT in deinem Plattenladen zu erstehen gab. Sollte dringend noch jemand ändern. (Julian Brimmers)
 

Apollo Brown - CloudsFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Unter den Produzenten zahlreicher Instrumental-Alben stach Apollo Brown dieses Jahr besonders heraus. Mit Clouds bewies er das man auch ohne verrückte Spielereien und Experimente zeitgemäße HipHop-Beats basteln kann. Gut gepickte Samples und kraftvolle Drums bilden dieses harmonische Album das weder anstrengend noch langweilig ist. Apollo Browns Fahigkeiten den richtigen Beat zu finden, zeigten sich auch auf The Gas Mask seiner Rap-Gruppe The Left. (Tony Kunstmann)
 

Bnjmn - Plastic WorldFind it at hhv.de: 2LP Er ist jung, scheuklappenfrei, denkt nicht in Funktionalitätskategorien, hört (momentan) auf den Namen Bnjmn und hat mit Plastic World Ende Februar ein Album veröffentlicht, das bei mir in einer Spektakelschublade mit Actress’ letztjährigem Splazsh abgelegt wurde. Unfassbar krude und ungebürstete Track-Entwürfe, die sich nie entscheiden wollen zwischen House, Techno, Electro, IDM und UK-Post-wasweißich. Gleichzeitig war Plastic World der Auftakt eines äußerst produktiven Jahres des jungen Wilden, das er erst vor kurzem mit einem ebenfalls großartigen zweiten Album krönte. (Florian Aigner)
 

Bon Iver - Bon IverFind it at hhv.de: LP | 2LP Your Rating?: Go to Review Die Landflucht im neuen Folk war in diesem Jahr schon irgendwie ein großes Thema. Die Transformation des Hipsters vom halbironisierten Schnurrbartträgerdandy zum vollbärtigen Holzfäller im Karohemd wurde begleitet von Musik der Mumford & Sons, William Fitzsimmons oder eben Bon Iver. Der war ja im vergangen Jahr durch den swaggalicous Schulterschluss mit Großmeister Kanye West ein ganzes Eckchen cooler geworden. Mit seinem selbstbetitelten dritten Album machte Justin Vernon in diesem Jahr dann den Sack zu, schulterte ihn und nahm eine ganze Generation an twenty-somethings mit raus auf’s Land. Herrlich verhuschte Musik zum Alleinsein und kollektivem Club Mate-Trinken während des Wochenendtrips ins Brandenburger Umland. Aber ganz im Ernst: Ein unfassbares Album! Egal ob man das jetzt Englisch oder Französisch ausspricht – diese Musik versteht jeder. (Jan Wehn)
 

Casper - XOXOFind it at hhv.de: CD | 2LP+CD Your Rating?: Go to Review Rap aus Deutschland geht es wieder gut, sehr sogar. Und das v.a. ganz ohne Knarren, Schwänze und Drogen. Gezeigt hat das in diesem Jahr Casper mit seinem zweiten Album XOXO. Post-Hop, wie er musikalischer, ehrlicher und innovativer kaum sein kann. Irgendwo zwischen Explosions In The Sky, The xx, Drake, Two Door Cinema Club und How To Dress Well. Klingt exakt so, wie sich das hier liest – was durchaus als Kompliment zu verstehen ist. Ein mutiger, sehr großer und deutschen Rap für immer verändernden Wurf. (Jan Wehn)
 

Charles Bradley - No Time For DreamingFind it at hhv.de: LP | CD | CD Your Rating?: Go to Review Die Menahan Street Band, bekannt für raue Melodien und Grooves, trifft auf einen der letzten authentischen Zeitzeugen der originalen Soul-Ära, Charles Bradley. Wie auch auf ihrem Debüt, Make the Road by Walking, erschafft die Band auf No Time for Dreaming ihren ganz eigenständigen Sound und wird von Bradley, dessen Leid geplagtes Leben in jeder Silbe mitschwingt, um die nötige Authentizität erweitert. Wer sich mit der Biografie des 62-jährigen Bradley beschäftigt hat, weiß, dass hier eine reife Stimme die volle Tragik des Soul transportiert, was das Album zu etwas Besonderem macht. (Florian Triesch)
 

Clams Casino - Instrumental MixtapeFind it at hhv.de: LP Wer sich in letzter Zeit mal die Mühe gemacht hat, die Production-Credits der Internetsensationen Lil B und A$AP Rocky zu checken, dürfte bereits über den Namen Clams Casino gestolpert sein. Das YouTube-sozialisierte Jersey Kid verschenkte im ersten Quartal ein pragmatisch Instrumental Mixtape tituliertes – äh – Mixtape, welches ein Gros seiner Produktionen für Lil B und Soulja Boy, sowie unveröffentlichte Instrumentals enthält. Unfassbar eigentlich wie dieser Pisser aus blechernen YouTube-Samples, ungemasterten Drums und jeder Menge Zeitlupen-Pathos völlig mühelos einen Gänsehaut-Beat nach dem anderen fabriziert und in den folgenden Monaten die Nische Cloud Rap im Alleingang dominieren sollte, unter anderem mit seiner Arbeit für A$AP Rockys erstes Mixtape. (Florian Aigner)
 

Com Truise - Galactic MeltFind it at hhv.de: LP Your Rating?: Go to Review In die Ära von C-64, Rubik’s Cube und RoboCop katapultierte uns Seth Haley aka Com Truise Mitte des Jahres mit dem Konzeptalbum Galactic Melt, da es klingt, wie der Soundtrack eines Science-Fiction-Streifens aus den Achtzigern. Warme, sphärische Synthie-flächen, immer hauchdünn vom Kitsch entfernt, treffen auf knusprige Drums und versprühen zwangsläufig den Charme damaliger Vangelis- oder Moroder-Produktionen, denen Haley unbestritten Tribut zollt. Ein nostalgischer Instrumental-Trip mit entsprechenden Referenzpunkten, mit dem gewiss nicht nur Achtziger-Babys ihren Spaß haben. (Benjamin Mächler)
 

Dillon - This Silence KillsFind it at hhv.de: 2LP+CD Your Rating?: Go to Review Einige Jahre nach dem Hype um ihre erst EP, veröffentlichte Dillon mit This Silence Kills in diesem Jahr ihr Debütalbum und zeigt warum das Reifen und Sammeln sich gelohnt hat. Ganz anders als noch bei ihrem Mini-Hit Contact Us, ignoriert Dillon diesmal die Frage nach der Clubtauglichkeit und lässt ihre Stimme und ihre Worte den Beat vorgeben. Heraus kam eine leise, pianolastige Platte, auf der es der Sängerin trotz Lykke-Li-Verwandschaft gelingt, einen eigenen Stil herauszuarbeiten. This Silence Kills ist eine ehrliche, elektronische Platte, die darunter mehr versteht als den Einsatz elektronischer Sounds und Effekte. (John Luas)
 

Drake - Take CareFind it at hhv.de: CD 2LP Your Rating?: Go to Review Post-Hop, die Zweite. Drake, der smarteste und empathischste Mutterficker des US-Rap, gesegnet mit Gentlemanattitüde und Hans-Dampf-in-allen-Gassen-Mentalität gleichermaßen, setzte in diesem Herbst noch einen auf seinen Erstling Thank Me Later drauf. Take Care, dieser behutsame Ratschlag, tönte dann eigentlich so, wie jeder Drizzy-Song: ein bisschen selbstzweiflerisch, trotzdem mit der nötigen Portion Eier – und immer ganz toll großartig auf Augenhöhe mit dem Hörer – selbstverständlich gerappt über samtig-futuristische R’n’B-Kuscheleien und durchgedrehte Hipster-Produktionen gleichermaßen. (Jan Wehn)
 

Elzhi - Elmatic LPFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Klassiker covern ist kein leichtes Unterfangen, schon gar nicht ein Werk wie Nas’ Illmatic. Doch das Slum Village-Mitglied Elzhi meisterte diese Aufgabe hervorragend. Zusammen mit der Band Will Sessions liefert Elmatic Neuinterpretationen der zehn Beats mit frischen Reimen. Ohne abgestumpft zu wirken, hob sich dieses Album von jedem anderen Hype des Jahres ab und zeigt nebenbei das Nas’ zeitloses 94er Debüt nachwievor seinem Ruf gerecht wird. (Tony Kunstmann)
 

Evidence - Cats & Dogs Find it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Ganz ehrlich: Nach über einer Dekade Hip Hop im Walkman/Discman/iPod findet man sich irgendwann an einem Punkt, an dem man dann sogar das Ferrari Boyz-Album runterfeiert. Und auf einmal liefert ein Mann aus Los Angeles eine Platte, bei der man sofort wieder spürt, was einen von Anfang an seiner Lieblingsmusikrichtung gezeckt hat: Absolut zeitgemäße Beats, ohne unnötige Trendorientierung, ein vielseitiger Protagonist, der auch nach Jahren am Mic nichts anbrennen lässt und zudem auch noch ganz offen und ehrlich mit der eigenen Persona umgeht. Und in diesem Fall dann noch das nötig Quentchen Independent-Westcoast-Flavor und die passenden Featuregäste. Cats’n’Dogs von Evidence wäre auch noch in zwei Jahren ein absoluter Sure Shot gewesen. (Stefan Zehentmeier)  

Falty DL-You Stand UncertainFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Mit You Stand Uncertain hat sich Falty DL dieses Jahr endlich auch auf Albumlänge einer Experimentierfreude und Stilvielfalt hingegeben, die bisher hauptsächlich seine EPs auzeichnete. Statt reinem Dubstep oder UK-Garage gibt es hier einen harmonischen urbanen Genremix zu bewundern, der auch mit einigen gezielt platzierten Rave-Elementen aufwarten kann. (Henning Koch)  

Ghostpoet - Peanut Butter Blues & Melancholy JamFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Das großartige an Ghostpoets Debüt Peanut Butter Blues & Melancholy Jam ist, dass er damit in keine bestimmte Schublade passen möchte. Ist es nun Grime, HipHop, Downbeat, House oder Electronica? Vollkommen egal, es ist reflexive Musik fernab der klassischen Genredefinitionen von einem Künstler, der auch tatsächlich etwas zu erzählen hat. (Henning Koch)
 

Hiob - Drama KonkretFind it at hhv.de: LP | CD Während sich die großen Namen der deutschen Szene abstrampelten besondere Alben auszuspucken, machte der Berliner Hiob einfach genau das, was er schon immer gemacht hat: Über das erzählen, was man im Alltag erlebt und das auf eine authentische, ehrliche und manchmal humorvolle Art und Weise – Reality Rap sozusagen. Perfekt passende Produktionen und interessante Gäste machen Drama Konkret zu einem »runden« Album. Entertainment für den kleinen Mann. (Tony Kunstmann)
 

Hype Williams - One NationFind it at hhv.de: LP Your Rating?: Go to Review »Was den wahren Musiker auszeichnet, ist, dass er keinerlei Musik komponiert, kein Instrument spielt und Virtuosen verachtet«, schrieb Gustav Flaubert einmal. Das Britische Duo Hype Williams unterstrich mit seinem dritten Album One Nation jene These. Denn ihre 13 Tracks sind dank ihrer unglaublich abwesend-zugedröhnten und zugleich total einnehmenden Atmosphäre sensationell und nicht, weil die schrägen Gesangssamples, simplen Drumcomputerbeats und sphärische Synthiemelodien so filigran verwebt wurden. Das die dunstige Traurigkeit von One Nation, an deren Rändern die Hoffnung schimmert, zugleich die beste Musik zu unserer bedrohlichen Zeit ist, macht das Album noch exelenter. (Michel Leuffen)
 

J Rocc - Some Cold Rock StufFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Seit über 10 Jahren gehört J-Rocc zum festen Steinewerfer-Inventar und ist über die Jahre durch seine weltweiten DJ-Gigs sozusagen zum Exclusive-Apostel des Labels avanciert. Richtig auf der Agenda hatte man den umtriebigen Beat Junkie dennoch nie so recht, was sich mit dessen Langspieleinstand Some Cold Rock Stuff aber geändert haben sollte. Der oszilliert nämlich dermaßen leichtfüßig zwischen trockenen Rare Grooves, spritzigem Salsa, legerem Jazz und angestaubter Weltmusik, dass es eine wahre Freude ist. Die Herren Davis und Yancey sollen jetzt mal nicht zwingend als Parallelen herhalten, aber in etwa diese Richtung bewegt sich das Ganze dann doch. File under: Überraschungsalbum. (Benjamin Mächler)  

James Blake - James BlakeFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Das Debütalbum des Briten entfachte einen der größten medialen Flächenbrände des Jahres. Die Single Limit To Your Love macht erst in Blogger-Kreisen die Runde und James Blake kurz darauf zu einem der Aufsteiger 2011. Stille, Reduktion, wummernde Synthies, Piano und Autotune-Wortfetzen werden gekonnt in einen neuen, nervenzerfetzenden und vakuumartigen Kontext zueinander gesetzt. Die Definition von »Post-Dubstep«. (Ben Grosse-Siestrup)
 

James Pants-James PantsFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review James Pants’ selbstbetiteltes Album ist die Platte, die mir dieses Jahr auf »Easy-Listening-Niveau« am meisten Freude bereitet hat. Sie verdeutlicht noch einmal, warum Stones Throw nach wie vor zu den spannendsten und abwechslungsreichsten Labels nicht nur im HipHop-Bereich gehört und bietet eingängiger 80s Retro-Sound mit zahlreichen Momenten, die man schon einmal irgendwo gehört hat. Wenn man sich doch bloß erinnern würde, wo genau… (Henning Koch)
 

Jay-Z & Kanye West - Watch The ThroneFind it at hhv.de: CD+ | CD Your Rating?: Go to Review Absolut königlich: Größenwahn und Talent mit dem Multiplikator Zwei. Jay-Z und Kanye West tun sich zusammen, für eine Platte, die in fast jeglicher Hinsicht rekordverdächtig ist. Namhafte Kollaborateure von Neptunes bis Bon Iver und exklusiver iTunes-Deal garantierten den Erfolg von Watch The Throne bereits im Voraus. Kann in puncto Genialität zwar nicht mit Kanye’s 2010er Solo-Album My Beautiful Dark Twisted Fantasy mithalten, ist aber trotzdem eines der HipHop-Highlights 2011. (Ben Grosse-Siestrup)
 

Kuedo - Severant LPFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Sexiness entsteht bei Kuedo über Artifizialität und Kälte. Ganz im Gegensatz zu der manchmal erschlagenden Arbeit an den Vex’D-Projekten, hat Kuedo auf Severant eine neue Subtilität für sich entdeckt, die sich aus den wavigen Synthexperimenten der späten Siebziger und frühen Achtziger speist. Irgendjemand hat über dieses Album geschrieben, es wäre Musik für Androiden, die weinen könnten. Das ist platt, aber durchaus zutreffend. (Florian Aigner)
 

Long Arm - The BranchesFind it at hhv.de: LP Your Rating?: Go to Review Long Arm öffnet auf The Branches die Bühne für sein virtuelles Orchester, das er absolut perfekt beherrscht. Er verdeutlicht damit, dass man auch als Beatbastler »richtige Musik« erschaffen kann. Selten haben HipHop-inspirierte Beats so organisch und melodiös geklungen und waren so harmonisch komponiert. Elektronischer Jazz mit einem Auge fürs kleinste Detail! (Henning Koch)
 

Und hier geht’s zum .

Die 50 Alben des Jahres findest du bei hhv.de.
Dein Kommentar
1 Kommentare
21.12.2011 13:33
Ulf The Wolf:
Mir fehlt Blueprint... Ein eigensinniges, innovatives Album wie Adventures in Counter Culture begegnet einem nur alle paar Jahre. Die Platte hat alles: Grandiose Beats; Atmosphäre; tiefsinnige, bewegende Lyrics; starke Gesangspassagen.

Und das alles von einem einzigen Künstler. Für mich eines der besten Alben 2011
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Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.