Music Porträt | verfasst 16.05.2012
Nick Waterhouse
Weil es Rhythmus und Blues hat
Waren die Genzen zwischen alt und neu bislang noch halbwegs kenntlich, sind sie jetzt ins Unkenntliche verwischt. Nick Waterhouse sieht aus wie Buddy Holly und spürt der Authentizität in der Musik nach.
Text Björn Bischoff
Nickwcleannoborder

Das hier wird Nick Waterhouse niemals lesen. Das behauptet er zumindest. Selbst gute Kritiken scheut er. »Dort stehen manchmal Dinge, bei denen ich mich nicht verstanden fühle. Das ist wohl ein Klischee über fast alle Leute, die Platten aufnehmen.« Es ist nicht das einzige Vorurteil, dass einem in den Sinn kommt, wenn man sich den 26-Jährigen aus Kalifornien so ansieht. Hornbrille, Anzug, Milchgesicht – die Nummer scheint ein typisches Abziehbild dieser ganzen Retrobewegung um den alten Soul und R&B zu sein. Und es steckt doch weit mehr hinter Nick Waterhouse als es die ersten Eindrücke vermuten lassen. Allein sein Debüt »Time’s All Gone« spricht eine eigene Sprache und besitzt den Charme des Originalen. Aufgenommen hat Waterhouse die Platte mit verschiedenen Musikern im Distillery in San Francisco. Alles analog und größtenteils live. »Ich bin in der Nähe des Studios aufgewachsen. Im Prinzip habe ich so gelernt, wie man den Sound auf das Tape bringt. Ich habe keine Ahnung, wie man andere Studios, Protools oder Geräte für die Aufnahme mit dem Computer nutzt.« Selbstbewusstsein liegt nun in seiner Stimme. »Auf der anderen Seite ist es auch der Ort, an dem ich das Gefühl hatte, dass ich den besten Sound bekommen würde – den Sound, den ich wollte.« Alles in allem dauerten die Aufnahmen vielleicht zehn bis zwölf Tage, doch gab es immer wieder Unterbrechungen. Die Band musste einen gemeinsamen Termin finden und das Budget war knapp bemessen. Einen Masterplan gab es an diesen Tagen nicht. »Alben sind eine Art von Augenblick und du kannst dein Bestes tun, um das zu festigen oder zu bearbeiten. Aber es ist ein Fakt, dass es das ist, was zu der Zeit passierte, als Du die Platte aufgenommen hast.«

»Es hört nie auf schön zu sein, nur weil es alt ist.« (Nick Waterhouse) Einen besonderen Moment hat es dann auch ans Ende des Debüts verschlagen, denn der Titeltrack ist in zwei Stücke aufgeteilt. Nach den ersten zwei Minuten waren Waterhouse und Band so drauf, dass nur ein paar Sekunden Stille vergingen, bevor sie weiter improvisierten. »Das ganze Stück, das ist es, wie ich mich fühle, wenn ich spiele. Es geht darum, die Kontrolle aufzugeben. Es fühlt sich sehr zornig an, aber das ist es nicht. Ein Freund von mir nannte es mal eine Mischung aus den Circle Jerks und den Champs. Diese Idee gefällt mir bis heute.« Mit den stampfenden Rhythmen und der leichten Übersteuerung im Sound fällt es nicht schwer, Referenzen in alten R&B-Aufnahmen zu finden. Dabei weist das Wort über sich hinaus für Waterhouse. »Ich mag R&B als Bezeichnung, weil es den Rhythmus und den Blues in sich hat. Beides sind Dinge, die für diese Musik wichtig sind. Das ist die modernste Beschreibung eines Genres, die ich je gehört habe.« Im Gegensatz zu Soul. Denn der Begriff ist mittlerweile nutz- und bedeutungslos. Traurig, denn es gehe dabei ja um weit mehr als nur Musik, sondern auch um die Seele des Menschen. Doch die Erklärung leuchtet ein. Und auch im Stil gibt es zu den Kollegen wie Mayer Hawthorne Unterschiede. »Eine Frau hat mich mal mit ihm verwechselt. Sie hatte zu viel getrunken und entschieden, dass ich jemand anders sei. Allerdings war das sehr beunruhigend, denn eigentlich trage ich bessere Anzüge als er.« Doch es ist nicht nur das, sondern auch diese Schwere, die mitunter in den Songs von Nick Waterhouse auftaucht wie etwa die trübseligen Bläser in »Teardrop Will Follow You« und seine ganze Platte so einzigartig klingen lässt. Im Titel »Time’s All Gone« findet sich das auch wieder. »Musik ist nicht- lineare Kunst. Es ist wie bei Gemälden oder Gebäuden. Es hört nie auf schön zu sein, nur weil es alt ist.« Also, keine Grenzen mehr, keine Einteilung nach Jahrzehnten, sondern alles im Fluss. Doch dahinter liegt noch etwas. »Wenn Du am Ende des Tages angekommen bist, was denkst du, bleibt dir dann? Am Ende deine Zeit, am Ende deine Lebens, am Ende von all unserer Zeit, was bleibt dann? Das ist die große Frage, auf die es hinausläuft.« Waterhouse sagt das, als hätte er die Antwort schon gefunden.

Das Album »Time’s All Gone« von Nick Waterhouse findest du bei hhv.de als LP und CD
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 11.03.2019
Nick Waterhouse
Nick Waterhouse
Auf seinem Album entwickelt Nick Waterhouse eine Wut und Energie, die wir so noch nicht von dem Songwriter aus San Francisco kannten.
Music Review | verfasst 22.05.2012
Nick Waterhouse
Time's All Gone
Da kommt dieser 26-jährige Knilch aus Kalifornien daher und nimmt ein verdammt starkes Album auf.
Music Review | verfasst 10.03.2014
Nick Waterhouse
Holly
Nick Waterhouse arbeitet sich weiterhin an den 50ern und dem R’n’B ab. Sein zweites Album »Holly« zweigt dafür auch mal ab.
Music Review | verfasst 06.10.2016
Nick Waterhouse
Never Twice
Nick Waterhouse schien schon immer etwas aus der Zeit gefallen. Das ändert sich glücklicherweise auch mit »Never Twice« nicht.
Music Review | verfasst 29.05.2014
Elektro Guzzi
Observatory
Der Ansatz von Elektro Guzzi, mit analogen Instrumenten Clubmusik zu machen, ist nicht mehr neu. »Observatory« muss künstlerisch liefern.
Music Review | verfasst 13.09.2012
Allah-Las
Allah-Las
Allah-Las haben sich mit ihrem selbstbetitelten Debüt ins Jahr 2012 verirrt und liefern den perfekten Soundtrack zum Spätsommer.
Music Review | verfasst 29.01.2013
Nosaj Thing
Home
Ein Album wie eine Vollnarkose, nur dass man sich nicht verballert und großartig fühlt, wenn man wieder aufwacht.
Music Review | verfasst 08.03.2013
Rhye
Woman
Rhyes Debüt bewahrt sich zu jedem Zeitpunkt das Gefühl der Intimität. Letztendlich ist das Fluch und Segen zugleich.
Music Review | verfasst 27.03.2013
Feeding People
Island Universe
Feeding People und ihre 19-jährige Sängerin Jessie Jones machen auf ihrem Debüt einiges richtig.
Music Review | verfasst 19.06.2013
Hanni El-Khatib
Head In The Dirt
Nach Nick Waterhouse und den Allah-Las schütteln Innovative Leisure den nächste Retro-Act aus dem Ärmel.
Music Review | verfasst 04.10.2013
Crystal Antlers
Nothing Is Real
Die Crystal Antlers bewegen sich auf den Spuren der alten Touch&Go-Bands wie Butthole Surfers, The Jesus Lizard und Shellac.
Music Review | verfasst 10.01.2014
BadBadNotGood
BBNG2
Um Jazz aus den Feuilletons wieder rauszuholen, brauchte es die Herren von BadBadNotGood. »BBNG2« macht den Jazz wieder gefährlich.
Music Review | verfasst 01.09.2014
Khun Narin's Electric Phin Band
Khun Narin's Electric Phin Band
Psychedelic Music aus Südostasien. »Khun Narin’s Electric Phin Band« modifiziert die traditionelle »Phin«.
Music Review | verfasst 19.09.2014
Allah-Las
Worship The Sun
Allah-Las sind auf der Suche nach dem perfekten Sound: »Worship The Sun« ist dabei so Vintage, wie es nur geht.
Music Review | verfasst 08.05.2015
Nosaj Thing
Fated
Nosaj Things »Fated« kommt frischer als »Home« im Jahr 2013, überrascht aber immer noch nicht mit neuen Ideen.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Porträt
Gondwana Records
Seele und Charakter
Als DJ und Musiker wurde Matthew Halsall zum Labelbetreiber. Ausgehend von einem lokalen Fokus auf die Jazzszene Manchesters hat der Trompeter seinem Label Gondwana mittlerweile eine recht internationale Ausrichtung gegeben.
Music Kolumne
Records Revisited
Busta Rhymes – The Coming (1996)
Als vor 25 Jahren »The Coming« erschien, war Busta Rhymes kein Unbekannter mehr. Sein Solodebüt mit dem Hit »Woo Hah!! Got You All In Check« machte ihn zu einem der größten Rapstars seiner Zeit. Wie klingt das Album heute?
Music Kolumne
Records Revisited
Yellow Magic Orchestra – BGM (1981)
Winke für die Zukunft: Die japanischen Synthesizerzauberer des Yellow Magic Orchestra entwarfen auf ihrem vierten Album »BGM« eine Background Music für nachfolgende Generationen.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Love's Secret Domain (1991)
Techno ist es nicht – doch hinterließ »Love’s Secret Domain« tiefe Furchen in der Clubmusik der 1990er Jahre und markierte für Coil jenen Wendepunkt, ab dem ihr Wirken eine neue Richtung einschlug. Das Projekt hätte es fast zerrissen.
Music Porträt
Die P
Die Messlatte höher legen
Sie ist das erste Signing des All Female*-Labels 365xx Records und veröffentlicht dieser Tage ihr Debüt »3,14«. Für Die P ist die Golden Era schlicht nachhaltig, Competition ist für sie Ansporn, besser zu werden. Ihr Ziel: Zeitlosigkeit.
Music Porträt
Important Records
Deep Listening Forever!
Ob Pauline Oliveros, Éliane Radigue, Alina Kalancea oder Caterina Barbieri: Seit 20 Jahren ist Important Records wie ein gut bestückter Plattenladen für aufregende Sounds – die beste Anlaufstelle für Musik, die intensiv gehört werden muss.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2021
Die ganze Welt verarbeitet im März 2021 immer noch den März 2020, nur unser Kolumnist ist weiterhin auf der Suche nach Wrong-Speeder-Optionen. Aigners Inventur: Dub aus dem Abyss und durch die FFP2-Maske gerauchte Kippen.
Art Porträt
Vincent de Boer
Wie Jazz mit Pinseln
Der niederländische Künstler Vincent de Boer ist zu einem festen Bandmitglied der britischen Jazzer von Ill Considered avanciert. Er zeichnet Plattencover auf Basis der gehörten Grooves. Für »The Stroke« wurde der Prozess nun umgedreht.
Music Kolumne
Records Revisited
Dinosaur Jr – Green Mind (1991)
Viele Rockbands nehmen zu Beginn der 1990er Jahre ihre bis dahin besten Alben auf. Auch Dinosaur Jr. Während die Band selbst bei den Aufnahmen bereits auseinanderbricht, strotzt ihr viertes Album »Green Mind« vor Kreativität.
Music Porträt
Phew
Ein Leben gegen den Strich
Punk mit Aunt Sally, Synth Pop mit Sakamoto und experimentelle Musik solo und mit anderen: Die japanische Musikerin Phew sucht seit über vier Jahrzehnten die Fehler in der Musik, weil sich darin nur deren Möglichkeiten offenbaren.
Music Porträt
Far Out Recordings
Im Epizentrum der Brazil-Welle
Joe Davis ist der Lokführer, auf dessen Zug Mitte der Neunziger eine ganze Generation Brazil-affiner Producer aufsprang. Mit seinem Label Far Out Recordings wurde er zum weltweiten Statthalter brasilianischer Musikkultur.
Music Kolumne
Records Revisited
Carole King – Tapestry (1971)
Carole King wollte nie Popstar werden, sondern nur Songs schreiben. Weil sie das aber konnte wie niemand sonst, wurde sie es dennoch – mit »Tapestry«, ihrem Debütalbum aus dem Februar 1971.
Music Interview
Audio88 & Yassin
Der bessere Diss
Auf das verflixte fünfte Album von Audio88 und Yassin mussten Fans verflixte fünf Jahre warten. Im Zuge des Weltgeschehens ist es kein Wunder, dass sie radikaler auftreten als je zuvor. Ein Interview anlässlich des neuen Albums »Todesliste«
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Madlib – Sound Ancestors
»Das erste Madlib-Album, das wirklich als Album gehört werden kann«, sagte Four Tet. – Das ist doch Schwachsinn, sagen unsere Kolumnisten. Sie fragen sich: Hat Madlib hier nicht einfach gemacht, was er immer gemacht hat – und…will man das?
Music Kolumne
Records Revisited
Jan Jelinek – Loop-Finding-Jazz-Records (2001)
2001 hing Jan Jelinek das Ego an den Nagel und lud seinen Sampler mit Klängen von Jazz-Platten auf, um daraus Loops zu basteln. Die liefen aneinander vorbei und bildeten Moiré-Effekte. Davon lebt die Magie von »Loop-finding-jazz-records«.
Music Interview
The Notwist
»Es ist immer ein Zurückkommen«
The Notwist sind wieder da. Sieben Jahre haben sich die Brüder Markus und Michael Acher Zeit gelassen, mit Cico Beck einen Ersatz für Martin Gretschmann gefunden, und einen Klang gefunden, der universeller ist als je zuvor. Ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
Brian Eno & David Byrne – My Life In The Bush Of Ghosts (1981)
Ethno-Sampling als Pop: Mit ihrem Album »My Life in the Bush of Ghosts« landeten Brian Eno und David Byrne 1981 einen Innovationshit. 40 Jahre später klingt das selbstverständlich. Dafür ergeben sich andere Schwierigkeiten mit dem Ansatz.
Music Interview
Common
»Befreiung fängt im Kopf an«
Sein neues Album trägt den Namen »A Beautiful Revolution Pt.1«, erschien bereits im Oktober digital und in diesen Tagen wird es nun auch auf Vinyl veröffentlicht. Wir nutzten die Gelegenheit mit dem Rapper aus Chicago zu sprechen.
Music Porträt
Zoviet France
Fiebertraum vom Ende
Keine Namen, keine Gesichter, keine Tradition: Zoviet France wollten als anonymes Kollektiv Anfang der Achtziger die Antithese zum orthodoxen Kunstverständnis formulieren – und wurden dabei zu Kultfiguren wider Willen. Bis heute.
Music Liste
Aigners Inventur
Januar & Februar 2021
Ist es Gott? Ist es Hesse? Ist es Domian? Nein, es ist zum Glück einfach nur der Aigner. Der hat die Gardinen seit Wochen maximalst zugezogen und schickt uns die erste Inventur des noch fast unbefleckten neuen Jahres aus dem Kabuff.
Music Liste
Aaron Frazer
10 All Time Favs
»Introducing« heißt das erste Soloalbum von Aaron Frazer. Als Schlagzeuger von Durand Jones & The Indications ist er aber längst kein unbekannter. Musikalisch geht’s in die Sechziger. Uns sagt er, was ihn wirklich musikalisch geprägt hat.
Music Porträt
On The Corner
Banger für das Hinterzimmer
Mit seinem Label On the Corner Records serviert Pete Buckenham einen berauschenden Eintopf aus afro-futuristischen Jazz-Konzepten und zeitgenössischen Street Grooves und stößt er heute bereits die Pforten zum Sounduniversum von morgen auf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Albums
Sprechen wir es aus: Musik ist in Gefahr, weil sie nicht gemeinsam erlebt werden kann und weil ihre Macher*innen sich seit Monaten in einer existenziellen Krise befinden. Auf Schallplatte gab es dennoch einiges zu hören, wie diese 50 Alben.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 12inches
Tanzen war 2020 nicht wirklich. Aber die Vinyl 12" war trotzdem ein begehrtes Format. Und zwar für Musik, die von einer Zeit nach der Katastrophe träumt. Hier sind unsere Top 20. Einen Bonus in Form einer Vinyl 7" gibt’s obendrauf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.
Music Kolumne
Records Revisited
The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)
Pioniere im Andersdenken. Vor 25 Jahren wurden die überdrehten Klassenclowns von The Pharcyde auf ihrem zweiten Album »Labcabincalifornia« zu zynischen Antihelden. Daran trug auch ein damals unbekannter producer namens J Dilla Schuld.
Music Porträt
Tidal Waves
Die Welle reiten
Eine kräftige Welle hat schon so manchen Schatz an Land gespült. So gesehen passt der Name, denn das belgische Reissue-Label Tidal Waves sucht, findet und veröffentlicht verlorengeglaubte Perlen der Musikgeschichte.
Music Kolumne
Records Revisited
Four Tet – There Is Love in You (2010)
Als Four Tet Anfang 2010 das Album »There Is Love in You« veröffentlicht, muss er der Welt nichts mehr beweisen und setzt sich einem retromanischen und verbissenen Zeitgeist mit einem gerüttelt Maß Glückseligkeit entgegen.
Music Kolumne
Records Revisited
GZA – Liquid Swords (1995)
Vor 25 Jahren säbelte GZA sein erstes Solo-Album innerhalb des Wu-Tang-Universums raus, boxte im Schatten von Shaolin-Kriegern und machte seine Gegner mit Lines einen Kopf kürzer. Das Ergebnis nannte sich »Liquid Swords«.
Music Porträt
Mort Garson
Musik für Pflanzen und Menschen
Er war an über 900 Liedern beteiligt, erreichte Platz 1 der Billboard Charts, doch Mort Garsons heutiger Ruhm beruht auf einer Begegnung mit Bob Moog, den er überredete, ihm einen seiner Synthesizer zu überlassen. Eine Wiederentdeckung.
Music Kolumne
Records Revisited
Pet Shop Boys – Behaviour (1990)
»Behaviour« ist das Pet Shop Boys-Album schlechthin. Reflektierte Texte, die schon damals bewährten Hymnen-Melodien und Harold Faltermeyers analoge Produktion verschmolzen zu einem Klassiker, der keinen Staub ansetzen will.
Music Porträt
Dark Entries
Zwischen Disco, Goth und Porno-Soundtracks
Seit 2009 betreibt Josh Cheon sein Label für Undergroundiges aus den 1980er Jahren und solches, das es werden will. Nächstes Jahr wird er über 300 Schallplatten dort veröffentlicht haben. Wir stellen euch das Label aus San Francisco vor.
Music Interview
Makaya McCraven
»Ich grabe Sound aus«
Makaya McCraven ist einer der Jazzmusiker dieser Tage. Nicht nur seine Heimatstadt Chicago, sondern die ganze Welt scheint sich an dem freien Umgang mit dem Jazzerbe in seiner Musik zu inspirieren. Wir hatten die Chance zum Interview.