Music Kolumne | verfasst 25.07.2012
Aigners Inventur
Juni & Juli 2012
Letzten Monat im wohlverdienten Urlaub holt unsere Kolumnist vom Dienst das Verpasste nach und setzt sich mit der Veröffentlichungsflut, die die letzten beiden Monate brachten, auseinander.
Text Florian Aigner

Nas - Life is good CoverFind it at hhv.de: CD | LP Nachdem Kollege Okraj und ich in unserer letzten Kolumne Nas mal wieder so richtig auf den Leim gegangen sind, folgt nun die Probe auf’s Exempel. Natürlich ist »Life Is Good« nicht das beste Nas Abum seit »Illmatic«, natürlich waren die vorausgeschickten Leaks erneut besser als das Gesamtprodukt, natürlich haben sich auch dieses Mal wieder einige Katastrophen-Hooks und mediokre Beats eingeschlichen und natürlich ist Nas 38 und nicht 18 Jahre alt. Dennoch: »Life Is Good« ist ein solides Album, irgendwo im Mittelfeld der eigenen Diskografie einzuordnen, und so lange der technisch und lyrisch vielleicht beste Rapper aller Zeiten immer noch sporadisch Hymmen wie »Loco-Motive« oder »The Don« produziert, obwohl er seit 18 Jahren nichts, aber auch gar nichts, mehr zu beweisen hat, sollte man ihm doch ab und an zugestehen, dass er die Geister, die er rief, mal für 60 Minuten hinter sich lassen darf.
 

Frank Ocean - Channel OrangeFind it at hhv.de: CD | LP So, direkt zum schwierigsten Fall des Monats. Frank Ocean ist bisexuell. Das ist an und für sich vollkommen irrelevant, wie bereits an anderer Stelle diskutiert. Oceans romantisch-melodramatisches Coming-Out-Manifest, so persönlich es auch gewesen sein mag, sorgt nun aber merklich dafür, dass »Channel Orange« zu einem Meisterwerk verklärt wird, das es nicht ist. Natürlich gibt das wiederum keiner der emotional von »Deutschland sucht den Superstar« Storylines vernarbten Kollegen explizit zu, aber faktisch ist Oceans klassisch informierter R&B mehr Winehouse als Wonder, mehr The Weeknd als Babyface. Das ist nicht verkehrt, die Art und Weise wie »Channel Orange« jetzt aber zu einer der ganz großen Coming-Of-Age-Geschichten des modernen Abendlandes hochgejazzt wird, meist anhand von Zeilen, die poetisch nichtmal einen Zehntklässler vom Hocker reißen würden, ist fast unappetitlicher als diese scheinheilige Debatte um Homosexualität in einer hypermaskulinen Umwelt. Lasst es doch einfach sein, was es ist: ein manchmal unausgereiftes, aber angenehm ambitioniertes Neo-R&B-Album, das es mit etwas Glück noch schafft in die Rotation für den Herbst rübergerettet zu werden.
 

Cro Raop LPFind it at hhv.de: LP+CD | CD Ich wollte eine lange Abhandlung schreiben über Cro, ihn mit den neuen Ami-Fashionistas A$AP Rocky und Danny Brown vergleichen, minutiös seine Unzulänglichkeiten, sowohl als Rapper, als auch als Kunstfigur, dekonstruieren, mich über die erneute Fettes Brotisierung und Abihüttisierung des deutschen Rap-Spiels amüsieren und hervorheben, dass ich niemanden mit Personalausweis kenne, der Cro tatsächlich gut findet. Dann zwang ich mich »Raop« (lolmaoroflcopter, wie clever) tatsächlich aufmerksam zu hören. Fazit: »Raop« ist so unsagbar banal, so traurig talentfrei und substanzlos, so unlustig und scheiße, dass all das viel zu viel Aufwand wäre. Deutschland, komm’ zur Vernunft, schnell!
 

shurik'n coverFind it at hhv.de: CD | 2LP Vielleicht hilft gegen diese penetrante Pennäler-Lebensfreude ja das neue Album des notorisch schlecht gelaunten Shurik’N. Ähnlich wie Nas kämpft auch dieser mit dem eigenen Erbe, er schafft es auf »Tous m’appellent Shu« aber ganz respektabel die französische Shaolin-Ästhetik zu beerdigen, ohne in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Manchmal erinnert das an Prodigy und dessen Bemühungen der letzten Jahre und ähnlich wie dieser profitiert auch Shu immens von seinem Organ, das eben auch auf zeitgenössischen Synth-Beats bedrohlich und elegant zugleich klingt.
 

J Dilla rebirth coverFind it at hhv.de: CD Ich glaube wir sind uns einig, dass die Verwaltung des Dilla’schen Nachlasses bisher eher suboptimal war. Ein Umstand, der sich auch mit »Rebirth Of Detroit« nicht wirklich ändert. Auch hier schafft es kaum einer der größtenteils aus Detroit stammenden Rapper den Beats des Maestros wirklich gerecht zu werden. Seltsam auch, dass aus dem angeblich so umfangreichen Werk immer wieder Beats, die bereits auf den legendären J Dilla Beattape-Leaks aus dem Jahr 2005 bekannt sind, recycelt werden. Sich darüber zu beschweren mag undankbar sein, aber hatten wir uns im März 2006 nicht alle damit zu trösten versucht, dass wir die nächsten zwei Jahre jeden Monat, konservativ geschätzt, 30 neue Beats unserer Lichtgestalt hören würden?
 

House Shoes Let It Go LPFind it at hhv.de: CD House Shoes, der als Dilla-Spezl schon oft seine Unzufriedenheit mit den post mortem erschienenen Projekten geäußert hat, hat mit »Let It Go« ironischerweise ein Album gemacht, das genau die gleiche Problematik aufweist wie das besagte »Rebirth Of Detroit«. Mit einigen Ausnahmen gähnende Langeweile am Mikrofon, ein Umstand dem House Shoes immerhin dadurch Rechnung trägt, dass er die Instrumentals gleich beigelegt hat.
 

clams casino mixtape 2 Apropos Instrumentals: das absolut erstaunliche an Clams Casino ist ja nach wie vor, dass dessen häufig aus käsigen Dadrock-Compilations und Yoga-Soundtracks gesampelten Beats so grandios für sich stehen, dass auch das jüngst zum freien Download angebotene zweite Care-Paket ohne A$AP Rocky und Lil B fast so eindrucksvoll ist wie mit. Einige Exklusives gibt es obendrein, Geld will Clamsy auch keins, es gibt also keine Ausreden sich das nicht regelmäßig nach einer langen Nacht in die matschige Birne zu knallen. Audio-Aspirin – ein Genretag, den ich mir hiermit bitte patentieren lassen will.
 

El-P - C4C (cover)Find it at hhv.de: CD | 2LP Dass man sich nach einem El-P-Album auch eine Aspirin gönnen kann, ist durchaus nicht so böse gemeint wie es klingt. Auch »Cancer 4 Cure« ist eine Herausforderung, aber weder so verspult wie »Fantastic Damage«, noch so psychotisch wie »I’ll Sleep When You’re Dead«, dafür aber ein von gewohnt mächtigen Drums und gewaltigen Synthwänden getragenes Ventil für El-P sich auszukotzen, über alles und jeden. Und auch dieses Mal wird das dazu führen, dass ich mir sage: ein handwerklich extrem gelungenes Album für das ich nie in der richtigen Stimmung sein werde.
 

waka flocka triple fFind it at hhv.de: CD Der Weg von El-P zu Waka Flocka Flame ist gar nicht so weit wie man denkt. Natürlich würde sich letzterer nie Gedanken über häusliche Gewalt und politische Unsitten machen, aber allein schon der Energielevel seiner Delivery, gekoppelt mit den mächtigen Synthbrettern, ist Anlass genug für diese hanebüchene, Delling-inspirierte Überleitung. Doof nur, dass Waka mit Flockaveli alles gesagt – äh – gebrüllt hat, was zu sagen – äh – brüllen war. Sein neues Album »Triple F Life« beinhaltet mit »Rooster In My Rari« zwar eine wunderschöne Anleitung für den guten alten Bezumjot, aber irgendwie präferiere ich in dieser Nische mittlerweile doch den Swastika-Spastiker Gunplay.
 

Joey Badass – 1999 LP Eine andere Klientel bedient Joey Bada$$, der sich, noch nicht mal volljährig, ungeniert bei den Großen bedient und u.a. Instrumentals von Lewis Parker, J Dilla, MF Doom und Lord Finesse mit einer beeindruckenden Nonchalance geschmackvoll neuinterpretiert. Die nicht geborgten Instrumentals können da noch nicht ganz mithalten, dennoch ist »1999« ein weiteres gutes Beispiel für die nicht zuletzt von Kendrick Lamar wiederhergestellte neue, alte Ernsthaftigkeit im amerikanischen Rapspiel.
 

Smoke dza rugby Weniger existentialistisch rappt naturgemäß Smoke DZA, dessen Schluffigkeit in Verbindung mit dem momentan einen guten Lauf habenden Harry Fraud aber durchaus sympathisch wirkt. Wer Curren$y mochte und Devon The Dude auch nach zwei Dekaden immer noch gerne zuhört, sollte »Rugby Thompson« etwas Platz auf der Festplatte einräumen.
 

Peaking Lights - Lucifer LPFind it at hhv.de: CD | LP Eine andere Art von Ganja-Affinität demonstriert das bezaubernde Pärchen Peaking Lights auf ihrem dritten Longplayer »Lucifer«, auf dem sich die verwaschene Lo-Fi-Ästhetik, die beim Vorgänger »936« in teilweise sensationellen Psych-Perlen resultierte, zwar auch breit macht, aber fidelere Momente dennoch nicht ausschließt. Dub war mir als Zitat dennoch lieber als ASTA-Reggae, aber so lange die beiden weiterhin solch wunderschöne Liveshows spielen wie vor kurzem im Kölner King Georg, möchte ich nicht meckern.
 

Bobby Womack The Bravest Man In the UNiverse LPFind it at hhv.de: LP Ob Bobby Womack in fortgeschrittenem Alter eine Beziehung zu Mary Jane aufrecht erhält, ist mir nicht bekannt. Sicher hingegen ist, dass sich Damon Albarn mit seinem Co-Produzentenstatus für »Bravest Man In The Universe« einen weiteren Traum erfüllen konnte. Ähnlich wie Richard X zuvor für Gil Scott-Heron, wird Womacks unvergleichliches Organ hier nicht in klassische Retroballaden überführt, sondern mit einem modernen britischen Touch versehen, dabei jedoch stets ein angenehmes Understatement wahrend. Nach ersten Schwierigkeiten wächst das mächtig und »Please Forgive My Heart« ist jetzt schon einer der eindringlichsten musikalischen Momente des Jahres.
 

Laurel Halo Quarantine LPFind it at hhv.de: LP War Laurel Halos Debüt auf Hippos In Tanks noch so etwas wie semiautistischer Techno-Not-Techno, hat sich die eigenwillige Dame auf »Quarantine« völlig in ihre eigene Welt verkrochen. Die Stimme wird prominenter eingesetzt, mal in schrägem Björkschem Quietsch-Duktus, mal mit dem Selbstverständnis einer Kate Bush. Dazu dann häufig beatfreie Soundlandschaften, die stets so unbequem programmiert sind, dass sich keiner traut von Ambient zu sprechen. Gut, aber anstrengend.
 

Jahiliyya FieldsFind it at hhv.de: 2LP Fast noch schräger ist das, was Jahiliyya Fields auf ihrem Debüt für Ron Morellis wie immer großartig unvorhersehbares L.I.E.S. anstellt. Avantgardistische, häufig auf wenige Synthschlieren reduzierte Exkursionen, die sich noch weiter von funktionalistischen Überlegungen distanzieren als das bisherige, eh schon extrem eigenwillige Material auf einem der momentan aufregendsten Labels. Ach ja, heißen tut das Ganze mit »Unicursal Hexagram« auch noch wie ein verloren gegangener Foucault-Essay.
 

acid pauli sntFind it at hhv.de: LP Dass Acid Paulis Album in der kommenden Zeit intellektuell wesentlich höher gehängt werden wird als die Platten von Halo und Fields, lässt sich nicht nur auf dessen eigene musikalische Vita zurückführen, sondern auch auf den Umstand, dass »mst« auf Nicolas Jaars Label erscheint und dieser auch einen gewissen kreativen Einfluss auf das Endprodukt hatte. Ähnlich wie bei Jaars Album gilt aber auch: so querköpfig und originell ist das alles bei weitem nicht. Spaghetti-Western Samples hier, Tango trifft auf Mo’Wax Beats aus den Mitneunzigern, da ein schräges Saxofon, hier ein krummer Beat, alles schön langsam und mit vielen Wendungen. An sich ein gutes Album, aber ich möchte mir mal erdreisten zu sagen, dass sich dafür keiner interessiert hätte, wäre das vor zehn Jahren über Ninja Tune erschienen.
 

Darling Farah - Body LPFind it at hhv.de: 2LP Radikaler ist da schon der Soundentwurf, den Darling Farah auf »Body« präsentiert. Wie eine entschlackte und hochtourigere Version dessen, was Andy Stott mit seinem Doom House in den letzten 18 Monaten so eindrucksvoll kultiviert hat, programmiert der Brite seltsam transzendent wirkende Techno-Skizzen, die manchmal gar an den großen Techno-Nonkonformisten des Jetzt erinnern, den auch von mir so verehrten Actress. Das sollte Lob genug sein.
 

Cooly G Playin' Me LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Auch schön: Cooly Gs erfreulich songlastiges Debüt »Playin Me«, auf dem sich die Neumutti nicht scheut ihre Stimme immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen und erst gen Ende ihren shuffligen Trademark-Sound ausführlicher zu kultivieren. Das eigentlich Erstaunliche ist aber, dass genau diese Tanzboden-nahen Stücke nicht unbedingt zu den Höhepunkten zählen, sondern eher diese verhallten, getragenen Pop-Songs, die keine sein wollen. Zur Hölle, nichtmal das Coldplay-Cover saugt. Ausrufezeichen.
 

jam city curvesFind it at hhv.de: LP Ein klassisches Beispiel dafür, dass forcierte Emanzipation nicht immer eine gute Idee sein muss, ist »Classical Curves«, der erste Longplayer der verdienten Night Slugs Vorarbeiter Jam City. Zu viel gewollt und eine teilweise unhörbare Kakophonie an pseudo-avantgardistischen IDM-Bass-Stolperern fabriziert. So kann’s auch gehen.
 

I:Cube »M« Megamix Wesentlich besser stellt sich da I:Cube an, der in den späten Neunzigern einer der unterbewerteteren Filter-Franzosen war und auch dieses Jahr mit Pianos in Paradise bereits einen Track produziert hat mit dem diese ganzen Eierköpfe ihre Festival-Sets beenden sollten, wenn sie mehr Geschmack hätten. I:Cube legt nun sein neues Album direkt im Mixformat vor und exerziert auf »M’Megamix« mit traumwandlerischer Sicherheit aber dermaßen viele House-Spielarten durch, dass es eine wahre Freude ist.
 

chicago skyway wreckageFind it at hhv.de: 2LP Handwerklich ansprechend, aber irgendwie redundant triggert sich Chicago Skyway durch »Wreckage«, einem Album, das wiedermal Jack ein House baut, manchmal aber zur reinen 707-Fingerübung verkommt und so retrospektiv ist, dass man eher provoziert wird, den eh immer griffbereiteten Trax-Katalog auf die Teller zu packen.
 

orgue electronic strange paradise Oder aber das neue Album von Legowelt-Busenfreund Orgue Electronic, einem Analogfetischisten vor dem Herrn, der sich zwar ebenso wie Chicago Skyway mental nie aus dem Chicago der Mitachtziger verabschiedet hat, sein Vintage Gear teilweise aber so virtuos bedient, dass man das als Larry Heard Fanboy nur sehr schwer nicht lieben kann. Definitiv die Retro-Platte der letzten beiden Monate.
 

big strick dogsFind it at hhv.de: CD Nächster Halt: Detroit. Dort produziert der Mittvierziger Big Strick nach seinen Schichten als Busfahrer auch auf seinem zweiten Album die verdammt nochmal einzige echte Alternative zu Omar-S’ eigentlich konkurrenzlosem Œuvre. Wobei, Alternative muss man das nicht mal unbedingt nennen, sind die beiden doch bekanntermaßen Cousins und der Ältere (Leonard) hat dem Jungen (Alex) damals ja quasi den ganzen Kram beigebracht. Kein Wunder also, dass Resivior Dogs (sic) wieder ein essentielles Album in der ruhmreichen Historie dieser so speziellen Stadt geworden ist. Und das will was heißen, Kids!
 

san proper animalFind it at hhv.de: CD Erstaunlich schwach für Rush Hours Verhältnisse ist »Animal«, die Neue von San Proper, der offenbar ebenfalls den Drang verspürt hat für sein Album in die Trickkiste zu greifen. So lässt er seinen immer etwas sterilen, aber an sich soliden Tech-House Sound weit hinter sich, singt viel, krautrockt ein wenig und geht damit vor allem auch deswegen unter, weil genau das so viele Gitarrenjungs besser können. Und auch die Hedonisten-Pop-Alternative, die er alternativ versucht zu kultivieren, scheitert teilweise böse. Schuster bleib bei… ach, lassen wir das.
 

small people salty days Besser machen das die Smallpeople, auch wenn ich diese Hamburger House-Schule manchmal gerne schütteln würde. Das Herz am richtigen Fleck, aber immer eine Spur zu zurückhaltend, zu kalkuliert schön. Dabei wäre ein Bekenntnis zu rauen Ecken und Imperfektion eigentlich nur konsequent, so eindeutig wie sich Salty Days an der goldenen House-Ära orientiert. Aber das ist mit den heutigen technischen Möglichkeiten wohl häufig immer noch schwer zu vermitteln.
 

pawasFind it at hhv.de: 3LP Ach, ja, das Selbe gilt auch für Pawas. Der veröffentlichte dieser Tage eine umfangreiche Skizzensammlung alter Tracks, voll mit elegantem Deep House, aber auch er motiviert mich wieder nur dazu erneut Glass Eights aus dem Regal zu ziehen, jenes Album also, das diese ganze Dial und Smallville-Ästhetik genau so weiterentwickelt hat, wie ich das seit Anbeginn gerne gehabt hätte.
 

Soul Clap Efunk - The AlbumFind it at hhv.de: CD | 2LP An sich ist auch das, was Soul Clap versuchen durchaus honorig. Im Rahmen der Wolf & Lamb-Invasion für die B-Boy’ismen verantwortlich begnügen sich die beiden auf Efunk nicht mehr nur damit R&B-Schmonzetten auf 120 BPM hochzuschrauben und plakative Klassiker zu samplen, nein, die beiden Bostoner versuchen sich hier an einer eigenen Version zeitgenössischer Boogie-Kunst, hochgradig inspiriert von Prince natürlich und mit durchaus nicht uncharismatischen Gästen. Spannender als das x-te Floortool, aber insgesamt noch zu unausgereift, um eine echte Alternative zu den Originalen zu sein.
 

jamie jones cryptFind it at hhv.de: 2LP Genau ersteres macht dann erwartungsgemäß Jamie Jones auf »Tracks From The Crypt«, einer soliden Ansammlung funktionaler Techhouse-Tracks, die es ähnlich wie Jones’ Sets schaffen, eine gewisse Deepness vorzugaukeln und dennoch die Pillenfresser mit ordentlich Ufftata bei der Stange zu halten.
 

poolside standard pacific Dann lieber der entschleunigte Dolce Vita Pop von Poolside, die es auch dieses Jahr wieder schaffen, wie ein vertonter Liegestuhl zu klingen und in ihren DFA-geschulten Yacht-Habitus immer wieder überraschende Dance-Elemente einzubauen und selbst die 303 klingt hier wie eine Fango-Packung. Zu dieser Jahreszeit schon ein kleines Spektakel, diese Pacific Standard Time.
 

totally enormous extinct dinosaurs troubleFind it at hhv.de: LP | 2LP Wem das noch nicht genügt kann sich auch bei Totally Enormous Extinct Dinosaurus bedienen. »Trouble« ist cleveres Zitate-Raten, mal episch badebemantelt wie Poolside, mal den gesamten aktuellen Brit-Bass-Kanon verarbeitend. FM4-Girls, gestatten, euer neuer Lieblingsact.
 

Hot Chip In Our Heads LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Vielleicht behalten diesen Titel aber auch Hot Chip, deren neues Album »In Our Heads« wieder total Hot Chip ist. Stagnation könnte man das nennen, aber dafür sind die Jungs einfach zu gut gelaunt. Bei mir hat das auf Albumlänge nie wieder so gut funktioniert wie auf »The Warning« und dennoch machen mich Human League B-Seiten immer noch glücklicher, aber irgendwie muss man sie trotzdem gern haben, diese Knuffelbären.
 

Twin ShadowFind it at hhv.de: LP Dafür habe ich jetzt etwas neues aus dem Intro/Pitchfork/Fingerimpoindiezoo-Kosmos adoptiert: Twin Shadow, dieser gelackte, arrogante Drecksack, der vom der gesamten Chuzpe her eigentlich mit The Weeknd verwandt sein MUSS, macht geilen Larger-Than-Life-80s-Kram, sexuell überstimuliert wie Prince und insgesamt genau so asozial, dass das tatsächlich doch irgendwie interessant ist, obwohl jener Prince, Morrisey, Bowie und alle in Patrick Batemans Walkman hausenden Kraftmeier das alles an sich schon besser gemacht haben und der Herr in seinen schlechten Momenten ein wenig klingt wie Arcade Fire im All-Inclusive-Urlaub. Sei’s drum, ich feier’ »Confess« mehr als ich je erwartet hätte. (Edit: Heilige Kuh, habe ich etwa tatsächlich den größten Hipster-Hype 2010 verpasst?!)
 

Sebastien Tellier My God Is Blue LPFind it at hhv.de: LP Ziemlich erschöpft hat sich für mich hingegen das Kunstprodukt Sebastien Tellier. Das wäre kein Problem, wenn er immer noch Songs vom Kaliber »La Ritournelle« aufnehmen würde, oder wie auf »Sexuality« zumindest ein so abstruses Konzept hätte, dass man dem großen Zampano folgen will. »My God Is Blue« erschöpft sich aber in getragenen Balladen und halbgaren, gitarrenlastigeren Midtemposongs. Naja.
 

r. kelly write me backFind it at hhv.de: CD Und gleich der nächste Berufswahnsinnige. Ich habe meinen Kells ja am liebsten mit schön viel Pathos und/oder komplett kaputt. Leider liefert »Write Me Back« beides nicht. Gleich zu Beginn versteigt sich R. Kelly in ungelenker Motown-Disco, bevor er sich durch für seine Verhältnisse erschreckend unanstößige Radio-Songs singt, in denen dieser grandios bekloppte Narzissmus und die ihm eigene Doppelmoral nie so recht zum Zug kommen. Handbremse lockern, Robert und ab in den Wandschrank. Real Talk!
 

Dein Kommentar
1 Kommentare
26.07.2012 10:01
rodk.ski:
wie immer on point - danke dafür!
― antworten
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Aigners Inventur
Mai 2011
Irgendetwas stimmt diesen Monat nicht. Was sich im Mai zur Kaffeefahrt verabredete, war im Schnitt älter als der AC Mailand. Und das ausgerechnet im Monat nach Goblin. Quo vadis, Mai?
Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Music Kolumne | verfasst 19.10.2011
Aigners Inventur
September/Oktober 2011
Wie üblich macht unser Kolumnist vom Dienst auch in dieser Ausgabe vor großen Namen nicht Halt. So dürfen sich Phonte, Emika, James Blake, Radiohead und Apparat Watschen abholen. Warum es trotzdem ein guter Monat war, lest ihr hier.
Music Kolumne | verfasst 18.01.2012
Aigners Inventur
Januar 2012
Da hatte er schon auf einen verlängerten Weihnachsturlaub spekuliert und dann kamen ihm doch wieder massig Platten dazwischen. Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander.
Music Kolumne | verfasst 23.11.2011
Aigners Inventur
Oktober / November 2011
Pünktlich zur kalten Jahreszeit werden wir von einer wahren Flut neuer Alben überschwemmt. Unser Kolumnist Florian Aigner hat sich wie üblich für euch durchgehört und trennt die Spreu vom Weizen.
Music Kolumne | verfasst 26.09.2013
Aigners Inventur
September 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, The Weeknd, Huerco S, Janelle Monae und MGMT.
Music Liste
Aigners Inventur
Januar & Februar 2021
Ist es Gott? Ist es Hesse? Ist es Domian? Nein, es ist zum Glück einfach nur der Aigner. Der hat die Gardinen seit Wochen maximalst zugezogen und schickt uns die erste Inventur des noch fast unbefleckten neuen Jahres aus dem Kabuff.
Music Liste
Aaron Frazer
10 All Time Favs
»Introducing« heißt das erste Soloalbum von Aaron Frazer. Als Schlagzeuger von Durand Jones & The Indications ist er aber längst kein unbekannter. Musikalisch geht’s in die Sechziger. Uns sagt er, was ihn wirklich musikalisch geprägt hat.
Music Porträt
On The Corner
Banger für das Hinterzimmer
Mit seinem Label On the Corner Records serviert Pete Buckenham einen berauschenden Eintopf aus afro-futuristischen Jazz-Konzepten und zeitgenössischen Street Grooves und stößt er heute bereits die Pforten zum Sounduniversum von morgen auf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Albums
Sprechen wir es aus: Musik ist in Gefahr, weil sie nicht gemeinsam erlebt werden kann und weil ihre Macher*innen sich seit Monaten in einer existenziellen Krise befinden. Auf Schallplatte gab es dennoch einiges zu hören, wie diese 50 Alben.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 12inches
Tanzen war 2020 nicht wirklich. Aber die Vinyl 12" war trotzdem ein begehrtes Format. Und zwar für Musik, die von einer Zeit nach der Katastrophe träumt. Hier sind unsere Top 20. Einen Bonus in Form einer Vinyl 7" gibt’s obendrauf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.
Music Kolumne
Records Revisited
The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)
Pioniere im Andersdenken. Vor 25 Jahren wurden die überdrehten Klassenclowns von The Pharcyde auf ihrem zweiten Album »Labcabincalifornia« zu zynischen Antihelden. Daran trug auch ein damals unbekannter producer namens J Dilla Schuld.
Music Porträt
Tidal Waves
Die Welle reiten
Eine kräftige Welle hat schon so manchen Schatz an Land gespült. So gesehen passt der Name, denn das belgische Reissue-Label Tidal Waves sucht, findet und veröffentlicht verlorengeglaubte Perlen der Musikgeschichte.
Music Kolumne
Records Revisited
Four Tet – There Is Love in You (2010)
Als Four Tet Anfang 2010 das Album »There Is Love in You« veröffentlicht, muss er der Welt nichts mehr beweisen und setzt sich einem retromanischen und verbissenen Zeitgeist mit einem gerüttelt Maß Glückseligkeit entgegen.
Music Kolumne
Records Revisited
GZA – Liquid Swords (1995)
Vor 25 Jahren säbelte GZA sein erstes Solo-Album innerhalb des Wu-Tang-Universums raus, boxte im Schatten von Shaolin-Kriegern und machte seine Gegner mit Lines einen Kopf kürzer. Das Ergebnis nannte sich »Liquid Swords«.
Music Porträt
Mort Garson
Musik für Pflanzen und Menschen
Er war an über 900 Liedern beteiligt, erreichte Platz 1 der Billboard Charts, doch Mort Garsons heutiger Ruhm beruht auf einer Begegnung mit Bob Moog, den er überredete, ihm einen seiner Synthesizer zu überlassen. Eine Wiederentdeckung.
Music Kolumne
Records Revisited
Pet Shop Boys – Behaviour (1990)
»Behaviour« ist das Pet Shop Boys-Album schlechthin. Reflektierte Texte, die schon damals bewährten Hymnen-Melodien und Harold Faltermeyers analoge Produktion verschmolzen zu einem Klassiker, der keinen Staub ansetzen will.
Music Porträt
Dark Entries
Zwischen Disco, Goth und Porno-Soundtracks
Seit 2009 betreibt Josh Cheon sein Label für Undergroundiges aus den 1980er Jahren und solches, das es werden will. Nächstes Jahr wird er über 300 Schallplatten dort veröffentlicht haben. Wir stellen euch das Label aus San Francisco vor.
Music Interview
Makaya McCraven
»Ich grabe Sound aus«
Makaya McCraven ist einer der Jazzmusiker dieser Tage. Nicht nur seine Heimatstadt Chicago, sondern die ganze Welt scheint sich an dem freien Umgang mit dem Jazzerbe in seiner Musik zu inspirieren. Wir hatten die Chance zum Interview.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 3rd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 24.10.2020 findet nun der dritte von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 120 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Sade
Magie ohne Mysterium
Mit dem Box-Set »This Far« wird das Gesamtwerk von Sade neu veröffentlicht. Viel ist das nicht. Aber Sängerin Helen Folasade Adu ist nicht nicht nur der größte Superstar, der nie einer werden wollte – sondern singt nur, wenn sie es will.
Music Kolumne
Records Revisited
Godspeed You! Black Emperor – Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven (2000)
Das zweite Album des Projekts Godspeed You! Black Emperor ist ein Werk voller Widersprüche und Zweifel. Vor allem liefert es den Soundtrack zur Komplexität menschlicher Existenz im aufkeimenden Dogmatismus.
Music Porträt
Derya Yıldırım
Im Namen der Menschlichkeit
Für Derya Yıldırım ist Musik in erster Linie Ausdruck menschlicher Beziehungen. Mit der Grup Şimşek verbindet sie die Musik ihrer anatolischer Heimat mit unzähligen anderen Klängen und Melodien, die die Menschen erden.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Gastarbeiter*innen Musik
Parallel zur Genese des Anadolu Pop entwickelt sich in der BRD eine virile Infrastruktur. Diese »Gastarbeitermusik« hat das öffentliche Bewusstsein stets nur gestreift. Der wirtschaftliche Austausch hätte ein kultureller sein können.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Anadolu Pop
Altın Gün, Derya Yıldırım & Grup Şimşek oder Gaye Su Akyol: mehr und mehr Bands beziehen sich wieder auf den Sound des Anadolu Pop, der sich in den 1960er Jahren in der Türkei formierte. Aber ist es ein Revival? Wir klären auf.
Music Kolumne
Records Revisited
Mouse On Mars – Iaora Tahiti (1995)
Mit ihrem zweiten Album »Iaora Tahiti« haben Mouse On Mars schließlich den letzten überzeugt, dass schlaue Electronica in den Neunzigern durchaus auch aus good ol’ Germany kommen kann. In diesen Tagen wird das Album 25 Jahre alt.
Music Kolumne
Records Revisited
Radiohead – Kid A (2000)
Zwischen Bigotterie und Blasphemie liegt oft nur »Kid A«. Das vierte Album von Radiohead erschien am 2. Oktober 2000, tauschte Gitarren gegen Synthesizer – und begann mit einem Fehler.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Tolouse Low Trax – Jumping Dead Leafs
Der Mann, der einen Sound geprägt hat, ist zurück mit einem Langspieler. Die drei Männer, die nichts geprägt haben, sind zur Stelle, um sich über ihn zu unterhalten. Das ist natürlich eine tolle Sache.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 2nd Drop
Weitere 12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 26.9.2020 findet nun der zweite von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 150 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Interview
Action Bronson
»Nichts könnte mich davon abhalten, mein Leben zu lieben«
Action Bronson meldet sich zurück. Das ist erstaunlich, denn die Musik ist nur ein Teil im Leben des New Yorkers, der auch Maler, Tänzer, Olivenöl-Tester, Schauspieler und anderes ist. Wir hatten die Gelegenheit zu einem Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Kate Bush – Hounds Of Love (1985)
Auf ihrem selbstproduzierten, fünften Studioalbum erklimmt Kate Bush den Gipfel ihres Autoren-Art-Pops. Ihre Synthese von digitaler Klanggestaltung und Folk-Elementen zeitigt ein Album, das einem Jahrhundertroman gleichkommt.
Music Porträt
Melody As Truth
An der Schwelle von Sound und Stille
Mit seinem Label Melody As Truth bewegt sich Jonny Nash zwischen Balearic und Ambient. Die Reise führt von New Age zu einer neuen Art von Weltkammermusik. Er selbst spricht vom »Erforschen von Raum und Timing«.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2020
Der Sommer ist vorbei, die Welt ja sowieso, da wird selbst unser Kolumnist emotional. Er gibt seinem Haustier einen Namen und legt sich zu Enya in die Badewanne. Aigners Inventur ist zurück. Ganz, ganz wild.
Music Porträt
Larry Heard
Von der Luftgitarre zur Clubhymne
Larry Heard gilt als einer der Gründungsväter von Chicago House. Mit »Can You Feel It« prägte er das Antlitz von Deephouse. Stets blickte er über den Tellerrand der Clubmusik hinaus. Begonnen hat er seine Karriere jedoch als Luftgitarrist.
Music Kolumne
Records Revisited
Aesop Rock – Float (2000)
Statistisch gesehen ist Aesop Rock der eloquenteste unter allen Rappern. Stilistisch gesehen musste er zuerst behaupten, um im Feld der elaborierten Hip-Hopper zu etablieren. Dahingehend war »Float« von 2000 eine erstes Ausrufezeichen.
Music Interview
Kelly Lee Owens
»Wir verkörpern Emotionen«
Mit »Inner Song« veröffentlichte die walisische Musikerin ihr zweites Album, das mit einer Hand die Tränen nach dem Closing-Set aus den Augen wischt und mit der anderen das Fenster in den Alltag aufstößt. Ein Gespräch.
Music Liste
Harmonious Thelonious
10 All Time Favs
Mit »Plong« rüttelt Stefan Schwander an den Grundfesten der Clubmusik. Sein neues Solo-Album als Harmonious Thelonious lässt Alltagsgeräusche ein unheimliches Eigenleben entwickeln. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Interview
Nubya Garcia
Verwobene Erinnerungen
Die Saxophonistin Nubya Garcia ist Teil der regen Londoner Jazzszene. An ihrem Instrument ist sie eine der energetischsten Musikerinnen der Welt. Ansonsten ruht sie in sich. Sie ist so cool, wie die Musik, die sie spielt. Ein Interview.
Music Porträt
Pierre Schaeffer
In allem steckt Musik
Lange Zeit war es kaum vorstellbar, dass Musik durch anderes als Instrument und Stimme entstünde. In den Händen Pierre Schaeffers jedoch wurde der Tonträger zur Basis der Komposition. Vor 25 Jahren starb der Pionier der elektronischen Musik
Music Liste
Record Store Day 2020 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 29.8.2020 findet nun der erste von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind mehr als 350 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.