Music Porträt | verfasst 06.08.2012
Konx-om-Pax
Der bleibende Eindruck
Als Graphiker hat Konx-om-Pax in den letzten Monaten die visuelle Seite einer auf bass beruhenden Musik geprägt. Nun zeigt er sich erstmals auch als Musiker und präsentiert eine Musik, die den Club längst hinter sich gelassen hat.
Text Sebastian Hinz
Herbst_winter_2012_de
Dass uns aus Glasgow diktiert wird, wie die Musik zu klingen hat, zu der wir uns auf dem Tanzflur bewegen, ist keine Neuigkeit mehr. Gerade die Musiker aus dem Umfeld von LuckyMe haben mit ihrem eklektischen Stilmix die Türen weit aufgerissen und eine bunte Schar neugieriger Schaulustiger um Eintritt gebeten. So lassen Hudson Mohawke, Rustie, Mike Slott und wie sie alle heißen schon mal vergessen, dass LuckyMe nicht als Plattenlabel oder als Partyreihe, sondern einst als Kunstkollektiv von Studenten der Glasgow School of Art initiiert worden ist. Weiß man das, verwundert es dann auch nicht mehr, dass aus diesen Reihen heraus nämlich längst auch die visuelle Seite einer auf Bass beruhenden Musik bestimmt wird. Einer von diesen Bestimmern ist Tom Scholefield. Der 26-jährige hat nicht nur mit seinen 2D-Animationen für LuckyMe, sondern auch durch seine Arbeiten für Plattenlabels wie R&S Records, Brainfeeder, Warp, Planet µ, DFA und Universal Everything der aktuellen elektronischen Musik ein Aussehen verschafft. Unter dem Künstlernamen Konx-om-Pax hat Scholefield der Clubmusik ihre Farbigkeit zurückgegeben. Das war zuletzt bei der visuellen Konzeption von Lone’s »Galaxy Garden« zu sehen, und zuvor bereits in kunterbunten Videos für Hudson Mohawke, Martyn oder Kuedo. »Ihre Musik ist für mich hell und synthetisch, was ich auf meine Visualisierungen zu übertragen versuche.« Für »Viper« von Martyn ist z.B. ein Video entstanden, dass die Ästhetik der Warp-Reihe »Artificial Intelligence« aus den frühen Neunzigern wiederbelebt und mit den Innovationen eines Alexander Rutterford verbindet. Ansonsten findet man Schädel, Maschinen, Pflanzen, Krebse, Zähne, Satelliten, Autowracks in seiner Arbeit, mitunter mit der Hand gezeichnet, meistens am Computer animiert, geschult an Künstlern wie H.R. Giger oder Syd Meads, von Künstlern also, die unsere Vorstellungen von dem, was wir Science Fiction nennen, in den 1970er und 1980er Jahren geprägt haben.

Nun macht Konx-om-Pax auch Musik. Sein Debüt führt in eine Welt nach dem Clubzeitalter, menschenleer aber doch ästhetisiert. »Regional Surrealism« heißt das Album, ein Titel, der keine wirkliche Bedeutung hat, an dem Scholefield einfach der Klang gefiel. Der Schotte ist halt ganz und gar aufs Ästhetische bedacht. Nach bestimmten Elementen seiner Kunst befragt, bekommt man stets Sätze wie »that really stuck with me«, »I like how it sounds« oder »I just like the look of it« zu hören. Mit großem Interesse streift Konx-om-Pax musikalisch und gestalterisch durch die Formen und Designs der letzten 40 Jahre und adaptiert sie in seinen Arbeiten. Es geht dabei oftmals um Details, die eine Stimmung erzeugen, ein unbestimmtes Wohlgefallen, das nicht näher erläutert werden kann. Es ist einfach da. Es geht ihm dabei um Details, die eine Stimmung erzeugen, ein unbestimmtes Wohlgefallen, das nicht näher erläutert werden kann. Es ist einfach da. Was in seinen visuellen Arbeiten dann überspitzt als konkrete Farbe, bestimmte Form oder als Zitat gezeigt wird, findet in seiner Musik einen feinsinnigeren Ausdruck. »Ich habe ein eher sanftes, erdfarbenes Bild von meiner Musik, ich sehe viele abgerundete, verschwommene Kanten. Es gibt auch schnittige Sounds darin, aber sie sind nicht so offensichtlich.« Durch diese Unschärfe wird hier viel angedeutet und gleichzeitig offen gelassen; die Bilder und die Referenzen liegen verborgen, erst allmählich schälen sich Landschaften, Farben, Geschichten heraus. Die Fantasie wird angetriggert. Mit »something that sticks in your brain«, umschreibt er diesen Zustand, der außerdem seinen Wunsch offenbart, etwas zu erschaffen, musikalisch und graphisch, das man nicht mehr vergisst. Genau darin könnte sich auch seine Zugehörigkeit zu der Glasgower Clique um Hudson Mohawke und Rustie kennzeichnen, die sich beim Hören von »Regional Surealism« zunächst vielleicht nicht offenbart. Einen zweiten Aspekt spricht Scholefield selbst an: »Ich denke, wir mögen alle gerne Melodien, die sich auf die gleichen Einflüsse beziehen, nur präsentieren wir sie sehr unterschiedlich.« So besehen ist Konx-om-Pax und seine Kunst ein nur logisches und zugleich eminent wichtiges Teil in einem größeren Puzzle. Das zeigt junge Menschen aus Glasgow, die auch 2012 den Zeitgeist prägen.

Das Album »Regional Surrealism« von Konx-om Pax findest du bei hhv.de:
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 01.08.2012
Konx-om-Pax
Regional Surrealism
Tom Scholefield ist der neue Liebling der Electronica- und IDM-Szenerie. Nun hat er die Wandlung vom Grafiker zum Musiker vollzogen.
Music Review | verfasst 08.07.2016
Konx-Om-Pax
Caramel
Das zweite Album von Konx-om-Pax, »Caramel«, lehrt uns, dass Simplizität nicht dumpf und Komplexität nicht anstrengend sein muss.
Music Review | verfasst 14.11.2018
Michele Mercure
Beside Herself
In der Flut minimalistischer Synthesizermusik sticht Michele Mercure heraus. RVNG Intl veröffentlicht mit »Beside Herself« eine Werkschau.
Music Kolumne | verfasst 01.12.2017
Jahresrückblick 2017
Top 50 Albums
Die musikalischen Statements wurden dieses Jahr nicht mit Ausrufezeichen gemacht. Sondern mit Kommata und Gedankenstrichen. Kaum große Mäuler, aber viel dahinter. Wenig Hits, viel Musik.
Books Review | verfasst 12.07.2011
Thomas Becker (Hg.)
Ästhetische Erfahrung der Intermedialität
Der Sammelband versucht einen neuen ästhetischen Blick auf die Kunst und ihre mediale Verknüpfung.
Music Porträt | verfasst 18.02.2013
Deko Deko
The Sound of Deconstruction
Wenn sich zwei Ex-Punkrocker aus Leipzig als Vorband von »We Have Band« auf der Bühne im Berghain wieder finden, muss eine ernsthafte Dekonstruktion stattgefunden haben. Der gesamte Ansatz der Konzeptband Deko Deko ist Dekonstruktion.
Music Review | verfasst 17.09.2010
DJ Nate
Da Trak Genious
Let da Beat build! Es stottert, es klimpert, es jackt, es brummt, alles wild durcheinander. Ja, das ist der heiße Scheiß, da bestehen keine zwei Meinungen.
Music Review | verfasst 18.10.2010
DJ Roc
The Crack Capone
Mit DJ Roc erfährt eine weitere Größe der begeisternden Chicagoer Juke-Szene sein Albumdebüt. Dabei zeigt er sich roher und abstrakter als sein Kollegen.
Music Review | verfasst 01.02.2011
Various Artists
Bangs & Works Vol.1
Juke mag ein Phänomen sein, aber ein ernsthaftes. Ein lebendiges und vielfältiges dazu. Diese Compilation erzählt davon.
Music Review | verfasst 01.03.2011
Various Artists
14 Tracks of Planet µ
Die Compilation markiert den Status quo der Erfolgsgeschichte und auf geplante Veröffentlichungen.
Music Review | verfasst 11.04.2011
Falty DL
You Stand Uncertain
You Stand Uncertain ist eine Ode an die eigene Unsicherheit. Das Album wahrt trotz fahriger Genreandeutungen eine melancholische Dichte.
Music Review | verfasst 14.05.2011
Boxcutter
The Dissolve
Boxcutter hält auf Album Nummer vier seine elektronische Musik sehr weich, man möchte fast sagen »verträumt«.
Music Review | verfasst 21.07.2011
Machinedrum
Room(s)
Machine Drum macht den Kontrast zwischen schnellen Beats und entspannten Synthesizerflächen auf.
Music Review | verfasst 14.10.2011
Kuedo
Severant
Jamie Teasdale ist bislang als die eine Hälfte von Vex’d aufgefallen. Nun legt er sein Solodebüt als Kuedo vor.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.
Music Interview
Adrian Younge
Sonische Geschichtsstunde
Mit »The American Negro« beginnt ein neues Kapitel in der Arbeit von Adrian Younge. Sie ist frontaler, politisch aufgeladener und selbstsicherer. Er will lehren. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichem Interview.
Music Liste
Leon Vynehall
10 All Time Favs
Mit seinem neuen Album »Rare, Forever« setzt der britische Produzent Leon Vynehall den Weg fort, den er mit »Nothing Is Still« begonnen hat. Uns verrät er heute 10 Schallplatten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Gil Scott-Heron – Pieces Of A Man (1971)
Man nannte ihn den »Godfather of Hip Hop«, weil er über Drogen, Rassismus und die Divided States of America textete. Mittlerweile ist das erfolgreichstes Album von Gil Scott-Heron 50 Jahre alt – und aktueller denn je.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Porträt
Gondwana Records
Seele und Charakter
Als DJ und Musiker wurde Matthew Halsall zum Labelbetreiber. Ausgehend von einem lokalen Fokus auf die Jazzszene Manchesters hat der Trompeter seinem Label Gondwana mittlerweile eine recht internationale Ausrichtung gegeben.
Music Kolumne
Records Revisited
Busta Rhymes – The Coming (1996)
Als vor 25 Jahren »The Coming« erschien, war Busta Rhymes kein Unbekannter mehr. Sein Solodebüt mit dem Hit »Woo Hah!! Got You All In Check« machte ihn zu einem der größten Rapstars seiner Zeit. Wie klingt das Album heute?
Music Kolumne
Records Revisited
Yellow Magic Orchestra – BGM (1981)
Winke für die Zukunft: Die japanischen Synthesizerzauberer des Yellow Magic Orchestra entwarfen auf ihrem vierten Album »BGM« eine Background Music für nachfolgende Generationen.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Love's Secret Domain (1991)
Techno ist es nicht – doch hinterließ »Love’s Secret Domain« tiefe Furchen in der Clubmusik der 1990er Jahre und markierte für Coil jenen Wendepunkt, ab dem ihr Wirken eine neue Richtung einschlug. Das Projekt hätte es fast zerrissen.
Music Porträt
Die P
Die Messlatte höher legen
Sie ist das erste Signing des All Female*-Labels 365xx Records und veröffentlicht dieser Tage ihr Debüt »3,14«. Für Die P ist die Golden Era schlicht nachhaltig, Competition ist für sie Ansporn, besser zu werden. Ihr Ziel: Zeitlosigkeit.
Music Porträt
Important Records
Deep Listening Forever!
Ob Pauline Oliveros, Éliane Radigue, Alina Kalancea oder Caterina Barbieri: Seit 20 Jahren ist Important Records wie ein gut bestückter Plattenladen für aufregende Sounds – die beste Anlaufstelle für Musik, die intensiv gehört werden muss.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2021
Die ganze Welt verarbeitet im März 2021 immer noch den März 2020, nur unser Kolumnist ist weiterhin auf der Suche nach Wrong-Speeder-Optionen. Aigners Inventur: Dub aus dem Abyss und durch die FFP2-Maske gerauchte Kippen.
Art Porträt
Vincent de Boer
Wie Jazz mit Pinseln
Der niederländische Künstler Vincent de Boer ist zu einem festen Bandmitglied der britischen Jazzer von Ill Considered avanciert. Er zeichnet Plattencover auf Basis der gehörten Grooves. Für »The Stroke« wurde der Prozess nun umgedreht.
Music Kolumne
Records Revisited
Dinosaur Jr – Green Mind (1991)
Viele Rockbands nehmen zu Beginn der 1990er Jahre ihre bis dahin besten Alben auf. Auch Dinosaur Jr. Während die Band selbst bei den Aufnahmen bereits auseinanderbricht, strotzt ihr viertes Album »Green Mind« vor Kreativität.
Music Porträt
Phew
Ein Leben gegen den Strich
Punk mit Aunt Sally, Synth Pop mit Sakamoto und experimentelle Musik solo und mit anderen: Die japanische Musikerin Phew sucht seit über vier Jahrzehnten die Fehler in der Musik, weil sich darin nur deren Möglichkeiten offenbaren.
Music Porträt
Far Out Recordings
Im Epizentrum der Brazil-Welle
Joe Davis ist der Lokführer, auf dessen Zug Mitte der Neunziger eine ganze Generation Brazil-affiner Producer aufsprang. Mit seinem Label Far Out Recordings wurde er zum weltweiten Statthalter brasilianischer Musikkultur.
Music Kolumne
Records Revisited
Carole King – Tapestry (1971)
Carole King wollte nie Popstar werden, sondern nur Songs schreiben. Weil sie das aber konnte wie niemand sonst, wurde sie es dennoch – mit »Tapestry«, ihrem Debütalbum aus dem Februar 1971.
Music Interview
Audio88 & Yassin
Der bessere Diss
Auf das verflixte fünfte Album von Audio88 und Yassin mussten Fans verflixte fünf Jahre warten. Im Zuge des Weltgeschehens ist es kein Wunder, dass sie radikaler auftreten als je zuvor. Ein Interview anlässlich des neuen Albums »Todesliste«
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Madlib – Sound Ancestors
»Das erste Madlib-Album, das wirklich als Album gehört werden kann«, sagte Four Tet. – Das ist doch Schwachsinn, sagen unsere Kolumnisten. Sie fragen sich: Hat Madlib hier nicht einfach gemacht, was er immer gemacht hat – und…will man das?
Music Kolumne
Records Revisited
Jan Jelinek – Loop-Finding-Jazz-Records (2001)
2001 hing Jan Jelinek das Ego an den Nagel und lud seinen Sampler mit Klängen von Jazz-Platten auf, um daraus Loops zu basteln. Die liefen aneinander vorbei und bildeten Moiré-Effekte. Davon lebt die Magie von »Loop-finding-jazz-records«.
Music Interview
The Notwist
»Es ist immer ein Zurückkommen«
The Notwist sind wieder da. Sieben Jahre haben sich die Brüder Markus und Michael Acher Zeit gelassen, mit Cico Beck einen Ersatz für Martin Gretschmann gefunden, und einen Klang gefunden, der universeller ist als je zuvor. Ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
Brian Eno & David Byrne – My Life In The Bush Of Ghosts (1981)
Ethno-Sampling als Pop: Mit ihrem Album »My Life in the Bush of Ghosts« landeten Brian Eno und David Byrne 1981 einen Innovationshit. 40 Jahre später klingt das selbstverständlich. Dafür ergeben sich andere Schwierigkeiten mit dem Ansatz.
Music Interview
Common
»Befreiung fängt im Kopf an«
Sein neues Album trägt den Namen »A Beautiful Revolution Pt.1«, erschien bereits im Oktober digital und in diesen Tagen wird es nun auch auf Vinyl veröffentlicht. Wir nutzten die Gelegenheit mit dem Rapper aus Chicago zu sprechen.
Music Porträt
Zoviet France
Fiebertraum vom Ende
Keine Namen, keine Gesichter, keine Tradition: Zoviet France wollten als anonymes Kollektiv Anfang der Achtziger die Antithese zum orthodoxen Kunstverständnis formulieren – und wurden dabei zu Kultfiguren wider Willen. Bis heute.
Music Liste
Aigners Inventur
Januar & Februar 2021
Ist es Gott? Ist es Hesse? Ist es Domian? Nein, es ist zum Glück einfach nur der Aigner. Der hat die Gardinen seit Wochen maximalst zugezogen und schickt uns die erste Inventur des noch fast unbefleckten neuen Jahres aus dem Kabuff.
Music Liste
Aaron Frazer
10 All Time Favs
»Introducing« heißt das erste Soloalbum von Aaron Frazer. Als Schlagzeuger von Durand Jones & The Indications ist er aber längst kein unbekannter. Musikalisch geht’s in die Sechziger. Uns sagt er, was ihn wirklich musikalisch geprägt hat.
Music Porträt
On The Corner
Banger für das Hinterzimmer
Mit seinem Label On the Corner Records serviert Pete Buckenham einen berauschenden Eintopf aus afro-futuristischen Jazz-Konzepten und zeitgenössischen Street Grooves und stößt er heute bereits die Pforten zum Sounduniversum von morgen auf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Albums
Sprechen wir es aus: Musik ist in Gefahr, weil sie nicht gemeinsam erlebt werden kann und weil ihre Macher*innen sich seit Monaten in einer existenziellen Krise befinden. Auf Schallplatte gab es dennoch einiges zu hören, wie diese 50 Alben.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 12inches
Tanzen war 2020 nicht wirklich. Aber die Vinyl 12" war trotzdem ein begehrtes Format. Und zwar für Musik, die von einer Zeit nach der Katastrophe träumt. Hier sind unsere Top 20. Einen Bonus in Form einer Vinyl 7" gibt’s obendrauf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.