Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste.
Text Paul Okraj, Björn Bischoff, Fionn Birr, Sebastian Hinz, Florian Aigner, Benjamin Mächler, John Luas, Pippo Kuhzart, Henning Koch, Grashina Gabelmann

Jahresrückblick Alben 2012 (1024x685) So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Aus allen möglichen Ecken und Stilen setzen sich in diesem Jahr unsere Highlights zusammen. Zwar blieb die Neuerfindung des Rades aus, dafür wurde akribisch daran gefeilt, bekannte Stile zu verfeinern. Das betrifft Soul und Funk, genauso wie Techno, Electronica und in diesem Jahr verstärkt auch wieder Hip Hop. Es war ein gutes Jahr für Rap wie die Alben von Kendrick Lamar, Schoolboy Q, Frank Ocean oder Roc Marciano, aber auch die Horde junger Talente zeigte, die in diesem Jahr zunächst im World Wide Web für Unruhe sorgten und im nächsten Jahr mit physischen Tonträgern durchstarten werden. Daneben gab’s eine Hand voll junger und innovativer Labels, die in diesem Jahr nicht nur musikalisch einen guten Riecher bewiesen, sondern auch einfach schöne Schallplatten machten und damit durchstarteten, um hier stellvertretend nur an Hands In The Dark Records, Tri Angle, 100% Silk oder Innovative Leisure zu erinnern. So viel Musik! Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen:

Actress - R.I.PFind it at hhv.de: 2LP | CD Was Actress auf R.I.P programmiert, ist so konkurrenzlos, so clever zitierend und doch so vollkommen einzigartig, dass jede Art der Pre-Listening-Nervosität Makulatur ist. »R.I.P« ist eine visionäre Dystopie, monochrom und griesgrämig, ambitioniert und zickig und erst gen Ende bereit mit dem knochentrockenen 909-Banger »The Lord’s Graffiti« die angestaute Energie kurz zu entladen. Das klingt mitunter so, als hätten sich Andy Stott und Marcellus Pittman zwei Monate eingeschlossen und musikalisch mit der Frage auseinandergesetzt, was passiert wäre, wenn Derrick May und Aphex Twin Mitglieder von Boards Of Canada gewesen wären. Oder halt nach Actress. (Florian Aigner)
 

Allah-Las - Allah-Las LP Find it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden. Das haben sich auch die Allah-Las gedacht und so surften die mit ihrem Debütalbum direkt in die Sechziger. Surf-Pop wird hier mit staubigen Garage-Riffs abgeschliffen. Über »Allah-Las« braucht man keine Doktorarbeit zu verfassen: Das hervorragende Songwriting und die luftige Musik waren einfach eine willkommene Abwechslung zu all den musikalischen Experimenten, die uns ansonsten so begeistert haben. (Philipp Kunze)
 

Andrew Ashong & Theo Parrish »Flowers« EPFind it at hhv.de: 12inch Your Rating?: Go to Review Auch Menschen mit Geschmack und Stil brauchen einen Sommerhit. Der darf natürlich nicht im Tagesprogramm des örtlichen Radiosenders laufen und muss von Menschen gemacht sein, die ihr Handwerk verstehen, nicht vom angesagtesten Knöpfchendreher der Saison. Und natürlich ist eine Prise unverbrauchtes Talent für die sommerliche Frische unerlässlich. Andrew Ashong aus London sorgt also für das Quäntchen Jugendlichkeit, Theo Parrish aus Detroit gibt soundtechnische Schützenhilfe und stilsichere junge Erwachsene auf der ganzen Welt tanzen lächelnd in den Sonnenaufgang zu dieser famosen EP, die natürlich nur im benachbarten Club oder auf deinem Lieblingsblog zu hören ist… (David Wetzel)
 

Andy Stott - Luxury ProblemsFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review »Luxury Problems« ist nicht mehr die wüste Horrorshow aus Techno und Industrial von Andy Stotts früheren Werken. Das heißt: nicht mehr nur. Die Instrumentals sind immer noch der eisenharte Techno, zu den man sich einen satanischen Rave vorstellen kann. Aber durch Gesangsunterstützung von Alison Skidmore erhält Stotts Sound eine neue Dimension: Etwas Glasiges, Zerbrechliches hat sich zwischen die Blöcke und Walzen aus Bass und Drums gemischt. Der ein oder andere Fan mag davon abgeschreckt sein, für uns ist diese Entwicklung der Grund Andy Stott erneut in unsere Jahrescharts aufzunehmen. (Philipp Kunze)
 

Bobby Womack The Bravest Man In the UNiverse LPFind it at hhv.de: LP | LP Your Rating?:Got to Review Neben Bobby Womack gebührt Damon Albarn Lob für dieses Album. Denn Bobby Womacks Stimme braucht keine großen Arrangements, kein Drama, um zu wirken. Albarn hat das erkannt und bei der Produktion jeden Ton so fein gesetzt, dass Womack bestens zur Geltung kommt. Jede gesungene Zeile voll von Schmerz, wie es ihn nur bei einer der wichtigsten Gestalten des Soul geben kann. »The Bravest Man In The Universe« ist damit vielleicht die feinste Platte des Jahres. Selbst mit Lana Del Rey als Feature. (Björn Bischoff)
 

Breton Other People's Problems LPFind it at hhv.de: LP Your Rating?: Go to Review Das Debütalbum von Breton ist in vielerlei Hinsicht eine der spannendsten britischen Entdeckungen des Jahres. Das Kollektiv aus Filmemachern macht cinematische experimentelle Indie-Musik und liefert vom Artwork bis zum Video auch eigens die Bilder, an der ihre Musik nie vorbeikommt. Selten haben sich die auditive und die visuelle Seite eines Projekts zu sehr bedingt und selten ist es gelungen, einen durch und durch regionalen Sound, denn »Other People’s Problems« hat sehr viel Südostlondon geatmet, durch eine zweite Auseinandersetzung (man zog sich dafür in Sigur Ros’ Studio in Reykjavik zurück) zu universalisieren. (John Luas)
 

Chromatics Kill For Love LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Chromatics komponierten auf »Kill For Love« einen Schmelztiegel aus Shoegaze, Italo Disco und Post-Wave, der die Unschuld in der Sünde suchte und die Zukunft zur Vergangenheit verklärte. Ihre trübsinnigen Jeremiaden vehallten in halluzinogenen Synthie-Flächen und herz-rhythmisierten Sequencern zu jener durchdrungenen, nachtblauen Spätsommer-Melancholie, die die lethargische Generation 2012 sonst hinter dichten Sonnenbrillen und zynischen Emoticons versteckte. (Fionn Birr)
 

Cooly G Playin' Me LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Während die britische Bassmusik anderswo mittlerweile zum Großteil hinter clubtauglichen House- und Techno-Elementen Zuflucht gesucht hat oder sich im belanglosen Pop-Bereich bewegt, zeigt Cooly G auf »Playin Me« hingegen die komplette Reduktion aufs Wesentliche. Mit entschleunigten, verträumten, melancholischen und geschickt durchstrukturierten Klangflächen, die an den richtigen Stellen auch mal auf einen klaren Beat verzichten, verdeutlicht die Londonerin auf ihrem Debütalbum noch einmal, warum diese Musikform auch abseits der Tanzfläche ihre volle Wirkung entfalten kann. (Henning Koch)
 

Darling Farah - Body LPFind it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review »Body« war in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Es hat zum einen den selten geglückten Beweis geführt, dass Techno auch im Album-Format funktionieren kann. Dazu braucht es nur eine eigene Klangsprache und ein Gefühl für Varianz und Spannung. Jungspund Darling Farah (in Detroit geboren, in London lebend, was ja auch schon einiges verrät) hat all das und besitzt zusätzlich die Fähigkeit aus einem in Nebel getränkten Raum komplexe Figuren zu schneiden. Effektvoll vermischt er Dub, Minimal und was sich sonst noch so auf Techno reimt zu etwas So-noch-nie-dagewesenem. Und das ist ein Kompliment, dass immer seltener zu vergeben ist. (Sebastian Hinz)
 

Death And Vanilla LPFind it at hhv.de: LP Mit ihrem zweiten Album strengen das Malmöer Duo Death And Vanilla eine Erzählung an, die einen zwar in einen wohlig-warmen Kokon einlullt, aber dennoch ein Unbehagen zurücklässt. Marleen Nilsson und Anders Hansson erforschen diese Ambivalenz sowohl soundtechnisch wie auch in ihren Kompositionen, bei denen Hierarchien zu Gunsten einer cinematisch-sphärischen Verdichtung aufgegeben worden. Death And Vanilla bezeichnen ihr Werk als »Psychedelic Kraut Lullabies« und wir sehen in ihm einen der schönsten Soundtracks des Jahres. (John Luas)
 

Egyptology The Skies LPYour Rating?: Go to Review Mit »The Skies« haben Egyptology nicht weniger gezeigt, als dass die Verwendung von Vintage-Synthesizern ohne jegliche Retro-Attitüde oder die implizite Huldigung alter Meister von statten gehen kann. Was sich zwar als Ritt durch die Electronica-Geschichte hören ließe, ist nämlich vor allem ein sowohl soundtechnisch als auch konzeptionell vollkommen integres und erfrischend konzentriertes und unabhängiges Album. Egyptology nutzen die großen dynamischen Möglichkeiten ihres Instrumentariums und schaffen es zwischen den tiefen, bassigen Grooves und hochfrequenten, aufsteigenden sphärischen Sounds eine permanente Spannung zu erzeugen, die beinahe narrativ die Tracks des Albums zusammenhält. (John Luas)

El-P - C4C (cover)Find it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Jedem Ende wohnt bekanntlich ein Neuanfang inne. Und so war das traurige Ableben von Camu Tao unweigerliche Inspirationsquelle für das dritte Soloalbum von El-P. Neben dem Verlustschmerz nimmt sich der Brooklynite auf »Cancer 4 Cure« gewohnt schwere Kost wie posttraumatische Belastungsstörung oder häusliche Gewalt zur Brust. Eingebettet in brachiale Drum- und Synthiesounds mit unzähligen Querverweisen zu Bomb Squad, BDP oder Kool G Rap versprüht »C4C« trotz all der tristen Färbung eine gehörige Portion Funkyness und B-Boy-Flavor. Wenn dann noch Rap-Eloquenz in Form von Killer Mike, Danny Brown oder Mr. Muthafuckin’ eXquire vorbeischaut, kann man Jaime Meline nur zu einem absoluten Karrierehöhepunkt gratulieren. (Benjamin Mächler)
 

Flying Lotus - Until The Quiet ComesFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Die Vielseitigkeit und der Ideenreichtum, die Flying Lotus uns in seinen teils harmonischen, teils abstrakten Klangcollagen präsentiert, ist auf »Until The Quiet Comes« wohl das einzige, was nicht zu überraschen weiß. Wieder einmal verbeugt sich der kalifornische Beatmaker tief vor den Jazz-Konstrukten von Sun Ra und den Beatgeflechten von J Dilla und lädt uns auf eine markante und eigenständige afrofuturistische Hip Hop-Oddysee ein, die weit über die genannten Vorbilder hinausreicht. Dafür sorgen natürlich auch die sensationell guten Features u.a. von Erykah Badu oder Thom Yorke. (Henning Koch)
 

Fort Romeau Kingdoms LPFind it at hhv.de: LP Aus den ohnehin schon schwammigen Genre-Bezeichnung Post-Dubstep wurde dieses Jahr irgendetwas wie Post-Dubstep-Ohne-Dubstep-Sondern-Mit-Starkem-House-Einfluss. Genau da passt auch Fort Romeaus »Kingdom« hinein. Das 8-Tracks kurze Album flutscht problemlos in die Gehörgänge; dem Hörer wird es hier leicht gemacht, ohne dass die Musik abgedroschen klingen würde. Weder verursacht ein einzelner Track einen Begeisterungssturm, noch fällt einer aus dem Raster: »Kingdoms« ist ein Wohlfühl-House-Album für Stimmungslampen und Vorglühen mit Rotwein. (Philipp Kunze)
 

Frank Ocean - Channel OrangeFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Im Vorfeld der Veröffentlichung von »Channel Orange« hat das Coming-Out des R’n’B-Prinzen von Odd Future (der damit einer der ersten Afro-amerikanischen Musiker gewesen ist, die sich zu ihrer Homosexualität bekannt haben) deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen als das was danach kam: Mit seinem Solo-Debüt gelang Frank Ocean das wahrscheinlich beste R’n’B-Album der letzten Dekade. Der Minimalismus der Arrangements, die Klarheit der Lyrics, die freigelegten Melodien: Es ist so als würde sich »Channel Orange« freimachen von alten Mustern ohne diese als Inspirationsquelle negieren zu müssen. Kürzlich kündigte Frank Ocean an, dass er vielleicht kein weiteres Album machen wird. Anscheinend sind wir nicht die einzigen, die das Gefühl haben, dass es besser kaum werden kann. (John Luas)

Fresh Touch's The Ethiopian EPFind it at hhv.de: 12inch Your Rating?: Go to Review Die wohl dichteste, also dickeste Produktion des Jahres. Die Beats sind geschliffen, die Samples sind passgenau gesetzt, dazu ein ausgeprägtes Gefühl für den Raum und wie dieser die Musik und die Musik diesen bestimmen kann. Das haben die beiden Produzenten Richard Russell und Rodaidh McDonald bereits bei ihren Arbeiten für The xx, Gil Scott-Heron und Damon Albarn gelernt und für ihr Projekt The Fresh Touch das Gelernte zusammengefügt. Raumgefühl (The xx), perfekte Reduktion (Gil Scott-Heron) und ein ausgeprägter Hang zur Kultur des afrikanischen Kontinents (Damon Albarn) sind die Kennzeichen von »The Ethiopian EP«. Ein perfekter Release, obwohl ich bezweifeln möchte, dass die Musik auf Albumlänge meine Aufmerksamkeit halten könnte. (Sebastian Hinz)
 

Gang Colours - The Keychain Collection (Cover)Find it at hhv.de: LP Your Rating?: Go to Review Mit »The Keychain Collection« macht Will Ozanne, der bei Brownswood unter Gang Colours firmiert, furnishing music im besten Sinne und ein Album, das sowohl der auf dem Cover angedeuteten Referenz an Beethoven wie auch dem Katalog des Labels gerecht wird. Vor allem der Verzicht auf klare dramaturgische Strukturen, diese stetig suchenden Beats, die immer wieder gebändigt werden müssen, um die melodischen Akzente setzen zu können, machen »The Keychain Collection« zu einer subtilen, beiläufige Platte, die sich ebenso im Hintergrund zu halten weiß, wie sie für denjenigen, der sich ihr zuwendet eine Fülle an doppelten Böden und Details bereithält. (John Luas)
 

Godspeed You! Black Emperor - Allelujah! Don't Bend! Ascend!Find it at hhv.de: LP+7Inch CD Your Rating?: Go to Review Ganze zehn Jahre musste man auf diese Platte warten. Während sich in den vergangenen Jahren bereits live neues Material von Godspeed You! Black Emperor angekündigt hatte, ist dieses Jahr ein neues Konzeptalbum der Montrealer Band erschienen. Auf diesem knüpfen sie an die vorangegangenen Werke an und überzeugen mit einem wuchtigen Sound, der das permanente Spiel mit der Spannung virtuos beherrscht. Auf »Allelujah! Don’t bend! Ascend!« legen Godspeed ihr gesamtes cineastisches Potential frei und lassen den Hörer atemlos zurück. (John Luas)
 

Hidden Orchestra - ArchipelagoFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Hidden Orchestra aus Edinburgh betreiben Landschaftsmalerei auf ihrer Platte »Aprilaggio«. Mit den feinen Strichen von TripHop, Jazz, Instrumental Hip Hop und Folk ziehen sie Welten auf, die kaum eine andere Band so hinbekommt. Hypnotisch drehen sich die Rhythmen und ziehen die Melodien mit auf den Grund von »Aprilaggio«. Dabei haben Hidden Orchestra mit den gängigen Ideen des PostRocks zum Glück nichts zu schaffen – ihre Landschaften hat vorher noch kein Mensch gesehen. (Björn Bischoff)
 

Holy Other Held LPFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Die komplette Entschleunigung. Mit diesen Worten lässt sich die Klangästhetik von Holy Others Debüt »Held« wohl auf den Punkt bringen. Mit gepitchten Vocals und einigen urbanen Garage- oder euphorischen House-Strukturen, die sich aus dem breit angelegten, düsteren tonalen Raum im niedrigen bpm-Bereich herausschälen, schafft der Produzent aus Manchester den idealen Soundtrack für den emotionalen Tiefpunkt nach einem Rave. Natürlich liegt dabei der Vergleich mit Burial nahe, jedoch schafft Holy Other es, sein Album mit einigen eingestreuten hoffnungsvollen Momenten auch auf eigenen Beinen stehen zu lassen. (Henning Koch)
 

How To Dress Well - Total LossFind it at hhv.de: LP | LP+7Inch Your Rating?: Go to Review Tom Krell legt mit »Total Loss« sein zweites Album als How To Dress Well vor und setzt dabei auf vollkommene Entblößung. Dieser vor allem lyrische Egozentrismus funktioniert dabei so gut, da er sich im Minimalismus der Arrangements spiegelt. Die Songs sind permanent zu entfliehen drohende fragile Gebilde, die Tom Krell mit seiner Stimme zusammenhält und wie kaum ein anderer das Spiel mit Spannung und Entspannung beherrscht. Man muss diesen Mann live erleben, um in der Peformance das ganze Ausmaß dieser Ausnahmeplatte zu begreifen. (John Luas)
 

innergaze Mutual Dreaming EPFind it at hhv.de: 12inch Jason Letkiewicz und Aurora Halal verarbeiten als Innergaze ihre mannigfaltigen Einflüsse aus obskuren Pop, frühem House, Electro und vor allem Wave der Achtziger Jahre. Ihr zweites Album ist dabei geheimnisvoll düster und anmutig avantgardistisch – ohne jedoch dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Analog zu seinen Einflüssen, verschließt sich »Mutual Dreaming« jeglicher Zuordnung, versprüht aber mit jedem Synthakkord oder bedeutungsschwangeren Bassline einen anziehenden, ja betörenden Liebreiz. (Paul Okraj)
 

Ital Tek Nebula Dance LPFind it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review Aus demselben Baum, aus dem im letzten Jahr Machine Drum sein Album »Room(s)« schnitzte, hat Ital Tek in diesem »Nebula Dance« gedrechselt. Nur war von Footwork im Jahr 2012 eigentlich keine Rede mehr. Producer Alan Myson aus Brighton hat in diesem Jahr dem Genre dennoch einen neuen Schwung gegeben und aus einem Trend zeitlose Musik gemacht; »weg von einer Idee, hin zur Komposition«, wie es Jens Pacholsky klug in seiner Review beobachtete. Ital Tek verdichtet die Rhythmik und öffnet die Sounds, lässt Melodien, 8bit Arpeggio, Synthesizer-Raffinessen, Voicepitching, Wobble und anderes neumodische Zeug ineinander rasseln. Nur für geübte Tänzer. (Sebastian Hinz)
 

Jeremiah Jae - Raw Money RapsFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Distortion and dissonance are definite key descriptors for Jeremiah Jae’s debut album yet he still managed to create a recognizable style that keeps listeners motivated to discover the stories in this super experimental project. Co-signed from Flying Lotus the LA-via-Chicago producer and MC Jeremiah Jae ’s voice remains slightly-off rhythm, slowly releasing energy at tiny and steady intervals. His voice sounds understated but what it says is not: there is substance, significance whether in subtext or said straight-up through out the somewhat stream-of-conscious inspired experiment. (Grashina Gabelmann)
 

John Talabot - FinFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review John Talabot hat mit seinem Debütalbum Menschen begeistert, die sich sicher nicht treffen wollen, um es gemeinsam zu hören: Auf der einen Seite Disco-Gänger, die sich in einer heißen Club-Nacht in Spanien den Bauchnabel schwitzig tanzen und auf der anderen Seite solche, die »fin« zwischen altem Vinyl aus den House-Hochburgen Detroit und Chicago zu Hause aus dem Expedit ziehen. Leichtfüßig groovt das Album durch moderne Abwandlungen von House-Musik ohne dabei je den Ursprung (oder pathetischer: die Seele) der Musik aus den Augen zu verlieren. Dazu ist »fin« endlich mal wieder ein House-Album mit gelungenem Vocal-Einsatz. »So Will Be Now…«, der Song in dem die Kunst des Albums kulminiert, dreht indessen immer noch seine Runden durch Clubs und soziale Netzwerke. (Philipp Kunze)
 

Und hier geht’s zum 2012 – Die 50 Alben des Jahres (Teil 2).

Die 50 Schallplatten des Jahres findest du bei hhv.de.
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Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.