Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Text Florian Aigner

A$AP Rocky ALLAFind it at hhv.de:CD Wir starten selbstverständlich mit meinem Playlist-Dominator und äh ja Freshnesscrush A$AP Rocky. Ob Flackolein auf »A.L.L.A«. nun schon sein gesamtes Potential ausschöpft sei hiermit immer noch offengelassen, aber jeden Tag mit einem Album zu beginnen ist im schizophrenen Digital-Zeitalter doch bemerkenswert. Was das alles mit Jude Law und Shampoo zu tun hat, wurde darüberhinaus ja auch schon zu Genüge erörtert.
 

lil durk remember my nameFind it at hhv.de:CD Dass Rocky eben nicht in dieser typischen Kreativsackgasse gelandet ist, ist umso bemerkenswerter wenn man sich Lil Durks leider erwartet belangloses Def Jam Debüt antut. Nun habe ich für dessen Chiraq-Take on all things Future und Säuseln nachweislich viel übrig, aber ein Dis Aint What You Want trägt noch lange keine Karriere. So bleibt »Remember My Name« ein weiteres Musterbeispiel für fahrlässig ausgehändigte Vorschüsse und mangelnde künstlerische Identität.
 

Xatar - Baba aller Babas Find it at hhv.de:2LP | CD Das kann man Xatar hingegen nicht vorwerfen. Der trägt spätestens seit seinen unfreiwilligen Knastaufenthälten auf drei Kontinenten so viel Stallgeruch im Mantel, dass er sich nicht nur »Baba Aller Babas« nennen darf, sondern auch Schnucki als Kosewort jenseits von lebenden Herrenwitzen wie Waldi Hartmann wieder cool gemacht hat. Und eben weil das Bonner Original auch jene Naivität im Umgang mit dem Straßenkodex vermissen lässt, die viele deutsche Gangster-Platten so platt machen, ist das ein Album, auf dem vieles richtig läuft.
 

retrogott, hazenberg, hodnFind it at hhv.de:LP Ich weiß nicht, ob ich dem Retrogott da unrecht tue, aber auch nach seiner erneuten Zusammenarbeit mit Hodn und dem ominösen Hazenberg, werde ich das Gefühl nicht los, dass die Intervalle zwischen neuen Veröffentlichungen des Kölners eher Quasimotoianisch werden sollten. Auf »Ein Neues« macht all das, was man schon vor acht Jahren zu schätzen wusste, aber irgendwie führt das hier nur dazu mich intensiver (und euphorischer) mit der neuen AVA-Maxi oder nochmal mit Pornofilmkaese zu beschäftigen.
 

shamir ratchet Find it at hhv.de:LP Das war’s auch schon mit Rap, der sich ja gerne im Sommerloch die Hornhaut mit Moet abschrabbeln lässt. Also weiter mit dem nächsten Hype. Shamirs »Ratchet« klingt wie die Demo-Festplatte von Hot Chip bevor sie sich auf »Coming On Strong« gefunden haben. Genau davon ist dieser adrette und selbstdeklarierte Vegas-Outsider meiner Ansicht noch weit entfernt oder er besetzt mit seinem beliebigen House und R&B verzierten Dance Pop einfach eine Nische, in der viele Menschen sehr viele bessere Platten gemacht haben und XL hingegen wieder mal den eigenen Ruf nutzte, uns ein bißchen für dumm zu verkaufen.
 

hot chip why make sense Find it at hhv.de:LP | 2LP Unter anderem auch deswegen weil Hot Chip gerade eine neue Platte gemacht haben, nach der natürlich kein Hahn mehr kräht, weil 2015 nicht 2008 ist und sich diese Band schon dermaßen von Nominativ bis Ablativ den Arsch durchdekliniert hat, dass irgendwie jeder Schritt so wirkt als wäre er von der Band bereits gegangen worden. Dabei muss man ehrlich sagen: Wäre »Why Make Sense?« ein Debüt, würden alle wohl zurecht Affenscheiße gehen.
 

Jamie xx - In Colours Find it at hhv.de:LP+CD | 3LP Der nächste Beweis für diese These gefällig? Voila, »In Colour«. Jamie XX hat jetzt ein Album gemacht, sich nonchalant einmal die 9.3 von Pitchfork zum Abholen bestellt, ein paar nette Sachen für große Coverstories gesagt und dem eigenen The XX Background gerade so viel Beachtung geschenkt, dass man sich über die beiden Stelldicheins von Oliver und Rory freuen kann. Dazwischen viel Kalkül, weniger Steel Drums als erwartet und mit Young Thug und Popcaan genau jene Brise funky Caucasian-Attitüde, dass auch Pigeons & Planes an Bord ist. Nun gut, das alles jetzt als überschätzt zu brandmarken, ist dann als Abwehrreaktion auch schon wieder so häufig durchgespielt worden wie Carmelo Anthony jegliche Qualität abzusprechen, also einigen wir uns vielleicht darauf: Sleep Sound ist und bleibt magisch.

Kölsch - 1983Find it at hhv.de:2LP+CD Weiter mit der nächsten schwierigen Aufgabe: auf Kölschs Handtaschenhouse und Mädchentechno rumzureiten, ist auch so billig, dass es keinen Spaß macht. Natürlich ist auch »1983« voll mit diesen peinlichen Hands In The Air Momenten, diesem Festival-Spießertum, das einem beinahe schon Gui Borrato und Dominik Eulberg ruiniert hätten, aber vielleicht kann Kölsch von diesen beiden Leuchtstabfavoriten noch die ein oder andere subtile Verschleppungstechnik lernen, damit man sich zuhause nicht nach zwanzig Minuten so fühlt als hätte man gerade zwei Magnum Mandel mit Jackie-Cola runtergespült.
 

trevor jackson formatFind it at hhv.de:3LP Der gruselige Technoneurotiker kann seinen Endorphinhaushalt aber auch zielstrebig mit Trevor Jacksons erstem Album seit einer Ewigkeit wieder regulieren, weil Jackson sich auf »Format« auf all jene Techno-Vorboten konzentriert, zu denen man auch schlecht gelaunt die Hüfte bewegen kann. Industrial, Proto-House, Ambient und Cold Wave führen ganz logisch zu Electro und Techno. Bißchen teuer, aber geil.
 

brawther balanceFind it at hhv.de:2LP Wer sich danach erstmal ein Spiegelei braten will, ohne gleich aus dem Rhythmus zu kommen, kann sich mit »Balance« eines der unprätentiösesten House-Alben der letzten Zeit in die Küche mitnehmen. Brawther will nicht mehr sein als ein geschmackssicherer 123 BPM Experte, geschult in der Deepness der zweiten Detroiter KMS-Welle. Das mag ein bißchen langweilig sein, aber man muss auch die Kunst des House-Albums nicht immer gleich zum konzeptionellen Wettwichsen erheben.
 

Lifted - 1Find it at hhv.de:LP Oder aber wenn man dies schon tut, die richtigen Leute einladen. PAN beispielsweise sperrt für solche Ringelpietz-Geschichten auch mal Gigi Masin, Max D, Jordan (ohne Jordash), Motion Graphix und Matthew Papich zum Kollektiv-Yoga ein. Lifted heißt das, »1« deutet auf eine anstehende Fortsetzung hin und ich habe keine Ahnung was da gerade an wahnwitzigem New Age Gedöns durch meine Synapsen gerast ist.
 

boof whisperFind it at hhv.de:2LP Dank Maurice Fulton und Gerd Janson komme ich aber relativ schnell wieder in der Realität an, denn Running Back veröffentlicht mit »The Hydrangeas Whisper« schon wieder ein Projekt des Baltimore Tausendsassas, der hierfür sein BOOF Alias reanimiert und hier so sehr auf Genregrenzen pfeift, dass der von Resident Advisor bemühte Vergleich mit einem DJ-Set wirklich nicht verkehrt ist. Finde ich super, aber Maurice und ich sind eh so :cheersemoji:
 

Jenny Hval - Apocalypse GirlFind it at hhv.de:LP Ich muss zugeben, ich habe mich mit Jenny Hvals Musik bisher nicht annähernd so beschäftigt wie das die sendungsbewusste 33-Jährige verdient hätte, aber wer sich derart demonstrativ geil ungelenk auf einem derart ungeilen roten Hüpfball dem Leben verweigert, wie Jenny auf »Apocalypse, Girl«, der bekommt in meinem nächsten freien Slot zwischen japanischen und Südstaaten-Kuriositäten gerne mal eine halbe Stunde freigeblockt.
 

Holly Herndon - PlatformFind it at hhv.de:LP Unterdessen hat Holly Herndon ein Album gemacht, das ich wieder mal in der Theorie sehr interessant finde, für das mir aber im echten Leben die Verwendung fehlt. Natürlich ist da dieses unglaubliche Gespür für Vocal-Manipulation und die geringsten Räume, die darum betteln mit polyphonem Wahnsinn gefüllt zu werden, ohne dass »Platform« überfrachtet wirken würde, aber Herndon ist eine diese Künstlerinnen für die man sich akademisch leicht begeistern kann, aber versteckt mental den Haken macht bei: Prefuse 73 mit mehr House-Basslines, 2016 nochmal reinhören. Having said that : »Chorus« wurde bereits gefavorited, werte Holly.
 

florence & the machnine how beautifulFind it at hhv.de:LP Zu Florence & The Machines neuem Album kann ich leider auch nicht viel sagen, außer dass ich tatsächlich dachte der erste Song hieße Toureeeeette anstatt »Ship To Wreck«. Danach musste ich mich verwirrt anderen Sachen widmen.
 

Sun Kil Moon - Universal Themes Sachen wie der Sun Kil Moon Review von Kollege Cornils beispielsweise. Der vergleicht dort den ewig griesgrämigen Mark Kozelek mit den tragikomischsten Elementen von Louie und hat damit mal einfach so den für mich sinnstiftendsten Vergleich in der Sun Kil Moon Rezeption in die Tasten gehackt. Danke dafür!
 

oppenheimer analysisFind it at hhv.de:LPMindestens genau so viele Bussis für Veronica Vasicka, die das legendäre 82er Tape der Oppenheimer Analysis auf eine Doppel-LP gepackt hat und sich damit den Prayeremoji diesen Monat am meisten verdient hat.
 

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Mit »Vespertine« schien Björk Guðmundsdóttir das Versprechen ihres vorherigen Werks nicht einzulösen. Weil sie dieses Mal einen vollkommen anderen Ansatz wählte. Was »Vespertine« von 2001 zu einer ihrer besten Platten bis heute macht.
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Polo & Pan sind bereit abzuheben. Nachdem sie es mit ihrem kunterbunten Stilmix bis ins Hotelzimmer von Elon Musk schafften, blicken sie nun höheren Sphären entgegen. Die irdischen Fans beglückt das Duo derweil mit dem Album »Cyclorama«.
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In mancher Hinsicht scheint »Breaking Atoms«, das Debüt von Main Source, ein Klassiker aus der zweiten Reihe geblieben zu sein. Doch die Produktion von Large Professor definierte einen Signature Sound für das Goldene Zeitalter des Hip-Hop.
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Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.
Music Interview
Adrian Younge
Sonische Geschichtsstunde
Mit »The American Negro« beginnt ein neues Kapitel in der Arbeit von Adrian Younge. Sie ist frontaler, politisch aufgeladener und selbstsicherer. Er will lehren. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichem Interview.
Music Liste
Leon Vynehall
10 All Time Favs
Mit seinem neuen Album »Rare, Forever« setzt der britische Produzent Leon Vynehall den Weg fort, den er mit »Nothing Is Still« begonnen hat. Uns verrät er heute 10 Schallplatten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Gil Scott-Heron – Pieces Of A Man (1971)
Man nannte ihn den »Godfather of Hip Hop«, weil er über Drogen, Rassismus und die Divided States of America textete. Mittlerweile ist das erfolgreichstes Album von Gil Scott-Heron 50 Jahre alt – und aktueller denn je.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.