Music Porträt | verfasst 23.07.2015
Evvol
Ein Neuanfang für die Ewigkeit
Vor einigen Jahren spielten sie zusammen in der Band Kool Thing. Dann folgte eine längere Trennung. Die beiden Mitglieder von Evvol haben sich mit uns zusammengesetzt, um über die Möglichkeiten ihres gemeinsamen Neubeginns zu berichten.
Text Henning Koch
%21cid_04386a22-2c9e-460d-b779-8f760511d043%409pr

Manchmal muss man sich erst trennen, um gemeinsam weiterzumachen. Das klingt wie ein Widerspruch und kann doch dazu führen, dass u.a. die Kreativität in einer Beziehnug wiederbelebt wird. Evvol, das sind Julie Chance und Jon Dark. Die Beiden haben mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit gebrochen. Und dann ihre Ziele zusammen weiterverfolgt.

Vor einigen Jahren spielten Julie und Jon bereits zusammen in der New Wave-Formation Kool Thing. Inspiriert von der No Wave-Ikone Kim Gordon war der gleichnamige Song »Kool Thing« von Sonic Youth damals ein wichtiger Einfluss für sie. Sie tourten durch Europa und Australien und teilten sich die Bühne mit ähnlich freigeistigen Musikern wie Austra oder Grimes. Doch mit Evvol wollen sie diese Vergangenheit hinter sich lassen und in neue Richtungen aufbrechen.

Julie fasst diesen Umstand in unserem Interview kurz und pragmatisch zusammen: »Jon und ich sind seit dem Beginn unserer ersten Band Kool Thing in einer romantischen Beziehung. Als wir uns zwischenzeitlich getrennt haben, hat sich auch Kool Thing getrennt. Mit Evvol versuchen wir einen gemeinsamen Neuanfang, der ganz frei und ungezwungen daherkommen soll.« Der Bandname symbolisiert dabei die Evolution, die sie in diesem Verlauf durchgemacht haben. Sie packten ihre Instrumenten, Inspirationen und ausreichend Essen für den Tag zusammen und schlossen sich im Studio ein, um mit musikalischen Ideen zu experimentieren. Dabei gab es keine eindeutige Rollenverteilung in der Band. Es ging ihnen vielmehr darum, sich musikalisch treiben zu lassen um neue Wege und Methoden zu erforschen.

Von diesem unbeschwerten Arbeitsprozess zeugt auch der Albumtitel ihres ersten gemeinsamen Albums als Evvol, »Eternalism«. »Wir diskutierten natürlich die philosophische Bedeutung des Titels. Dabei stand aber weniger die Vorstellung eines unendlichen Raum-Zeit-Verhältnisses im Vordergrund. Vielmehr ging es uns dabei um die Suche nach einer Ewigkeit ineinander und im gemeinsamen kreativen Schaffen«, erläutert Jon diese sehr persönliche Bedeutung.

In den melancholischen und harmonischen Klangwelten lassen sie fragmentarische Einflüsse aus Kunst, Fotografie, Film und Musik zusammenfließen. »Wir verfolgen einen bestimmten Sound. Vor allem wollen wir die Emotionalität des Trip Hop der 90er Jahre mit modernen Produktionstechniken verbinden. Aber auch der »Blade Runner«-Soundtrack von Vangelis hat beispielsweise einen großen Einfluss auf uns hinterlassen.« Das Ergebnis ist düsterer Synth-Pop, der gleichzeitig auf erfrischende Weise sanft und reflektiert wirkt.

Diese Dualität zwischen Affektivität und Kompositionen in ihrer Musik spiegelt sich auch in den visuellen Aspekten wie Bandfotos oder Musikvideos wider. Die zwei bisher veröffentlichten Videoclips verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze für eine filmische Widergabe der atmosphärischen Klänge. »Four Steps From Home« gibt die rauschhaften und bunten Geschehnisse einer Nacht in psychedelischen Schnittfolgen wider. Die monochromen Bilderwelten zum Track »Sola« werden hingegen von streng komponierten Symmetrien, klaren Linien und kaleidoskopartigen Spiegelungen in einer weißen Studiokulisse beherrscht. Spontaneität und Emotionen treffen auf Logik und Distanz. Ein weiteres Video zu »Starcrossed« haben die beiden bereits in Planung.

Nach dem anfänglichen Vorhaben, »Eternalism« eigenständig in kleiner Auflage zu veröffentlichen, ergab sich plötzlich eine vielversprechende Gelegenheit. Das renommierte Berliner Label !K7 Records zeigte Interesse. »Wir waren wirklich sorglos im Studio und machten uns keine Gedanken über mögliche Labels. Und dann kam !K7 und wollten es veröffentlichen. Das ist eines der ganz großen Labels, wenn man von guter Musik aus den 90er Jahren und Trip Hop spricht. Dieser Zusammenhang ist einfach großartig«, erzählt Jon mit einem Lächeln im Gesicht. »Wir lieben !K7 einfach, mit deren DJ-Kicks Reihe und Dance Mania. Wir haben wirklich das Gefühl, mit dem Album etwas Besonderes gemacht zu haben. Es ist großartig, dass sie es genauso sehen«, pflichtet Julie begeistert bei.

Als nächstes haben die zwei Musikerinnen geplant, das Live-Potential von Evvol auszuschöpfen und auf Tour zu gehen. So steht bereits das Yo!Sissy Festival Ende Juli im SO36 und das im August stattfindende Pop-Kultur Festival im Berghain auf dem Programm. »Nächstes Jahr sind dann auch die großen Festivals an der Reihe«, kündigt Jon bereits selbstbewusst an. »Wahrscheinlich kommt dann auch eine neue EP, um in Bewegung zu bleiben und es weiter zu treiben.«

Das Album »Eternalism« von Evvol erscheint am 24.07.2015 bei !K7 Records
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 21.06.2011
When Saints Go Machine
Konkylie
Mit zeitgemäßem, lieblichen Electro-Pop füllen die Dänen When Saints Go Machine ihr Muschelhorn.
Music Review | verfasst 17.11.2011
New Look
New Look
Das selbstbetitelte Debüt von New Look ist ein schillernde Farben aufwerfendes Kaleidoskop.
Music Review | verfasst 24.05.2013
When Saints Go Machine
Infinity Pool
Der ganz große Wurf ist »Infinity Pool« nicht geworden, da müssen wir wohl auf das vierte Album der Dänen warten.
Music Review | verfasst 05.09.2014
Tricky
Adrian Thaws
»Adrian Thaws« soll sein Club-Album sein, sagt Tricky vorab. Warum trotzdem alles beim Alten bleibt.
Music Review | verfasst 22.09.2010
Chromeo
Business Casual
Chromeo liefern hier wieder gute Arbeit ab und drängen sich mit ihrem neuestem Werk noch mehr in den Vordergrund.
Music Review | verfasst 23.10.2010
Apparat
DJ Kicks
Apparat weiß wie kein anderer atmosphärisch komplexe Stimmungen zwischen Electronica und Techno zu generieren.
Music Review | verfasst 05.03.2007
Swayzak
Some Other Country
Das Elektronik-Duo versteht es, durch sehr ausgedehnten und durchdachte Instrumental-Kompositionen Zeit und Raum zu relativieren.
Music Review | verfasst 26.07.2011
Motor City Drum Ensemble
DJ Kicks
Vorzüglich selektiert, gefühlvoll arrangiert und intensiv gemixt: DJ Kicks von MCDE ist eine der besten Compilations des Jahres.
Music Review | verfasst 20.10.2011
The Brandt Brauer Frick Ensemble
Mr. Machine
Brandt Brauer Frick sind mit einem zehnköpfigen Ensemble zurück, um weiter an der Idee von Techno mit klassischen Instrumenten zu feilen.
Music Review | verfasst 02.11.2011
Gold Panda
DJ Kicks
Dieser Mix ist eher etwas für lange Zugfahrten, Kopfhörer oder die heimische Couch als für euphorisch durchtanzte Nächte.
Music Review | verfasst 24.09.2010
Friendly Fires
Bugged Out! Presents Suck My Deck
Die Band Friendly Fires bietet ein gelungenes Set, das auch in weiter Entfernung zur Tanzfläche viel Freude bereitet.
Music Review | verfasst 15.10.2010
Goose
Synrise
Goose machen auf ihrem zweiten Album zwar auch wieder mächtig Krach, verstehen es aber, diesem eine emotionale Tiefe zu verpassen.
Music Review | verfasst 07.05.2012
Maya Jane Coles
DJ-Kicks
Ein Highlight der langjährigen DJ-Kicks-Reihe und ein Mix, der in einem Atemzug mit Henrik Schwarz einstigen Beitrag genannt werden muss.
Music Review | verfasst 09.08.2012
Foals
Tapes
»Foals Tapes« stellt zwar keine großen Neuentdeckungen zur Schau, dient aber dafür als gute kurzweilige Unterhaltung.
Music Review | verfasst 29.11.2012
Erol Alkan
Another »Bugged Out« Mix & »Bugged In« Selection
Erol Alkan, einer der alten Hasen der sehr elektronisch gefärbten Tanzmusik hat nach 2005 seine zweite Mix-CD unter die Leute gebracht.
Music Review | verfasst 03.12.2012
Hercules and Love Affair
DJ Kicks
Andrew Butler, Mastermind hinter Hercules and Love Affair, widmet seine Ausgabe der DJ Kicks dem New York der Neunzigerjahre.
Music Review | verfasst 12.03.2013
Brandt Brauer Frick
Miami
Dank einer kompromisslosen Weiterentwicklung gehört das Album zum Besten, was Brandt Brauer Frick bislang gemacht haben.
Music Review | verfasst 14.06.2013
Close
Getting Closer
Ich fühle mich, als hätte ich die geschmeidigen Beine einer Frau. Zu verdanken habe ich es diesem Album.
Music Review | verfasst 13.11.2013
John Talabot
DJ Kicks
Die John-Talabot-Festspiele gehen weiter. DJ Kicks, das ist tatsächlich eine grandiose, eine essentielle Zusammenstellung.
Music Review | verfasst 19.02.2014
Brandt Brauer Frick
DJ Kicks
Brandt Brauer Frick können richtige Feierbiester sein. Das macht ihre Ausgabe der berühmten Reihe »DJ Kicks« deutlich.
Music Porträt
Jockstrap
Viel Klang, viel Geräusch
Das Londoner Duo Jockstrap veröffentlicht ihre Schallplatten bei Warp. Ihre Songs sind in Werbungen von Chanel und Dior zu hören. Taylor Skye und Georgia Ellery spielen sich auf der zweiten EP »Wicked City« passgenau die Bälle zu.
Music Kolumne
Record Revisited
Elliott Smith – Elliott Smith (1995)
Die neunziger Jahre waren ein lautes Jahrzehnt, doch sie gaben uns auch die Musik von Elliott Smith. Dessen zweites Album »Elliott Smith« setzte einen stillen, inwendigen Kontrapunkt zum Weltgeschehen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Closer (1980)
Joy Divisions Album »Closer« war ein Zwischenschritt, ein halbherziges, halbbeseeltes Statement von vier jungen Männern auf ihrem Weg in neue Untiefen. Nur einer aber wollte, konnte nicht vom Fleck kommen.
Music Porträt
WeWantSounds
Ansteckende Leidenschaft
Den Grund für die Label-Gründung trägt WeWantSounds im Namen. Seit 2015 veröffentlicht der Pariser Zweimannbetrieb persönliche Lieblingsmusik aus den Siebzigern und Achtzigern. Bei der Auswahl spielen Genre- und Landesgrenzen keine Rolle.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Arca – KiCK i
»KiCK i« soll das erste von vier neuen Arca-Alben sein. Während sich einer unserer Autoren dazu auf dem Shakti-Kissen lümmelt, surft der andere auf Soundcloud das Reggaetón-Tag ab und bewundert der Dritte das Songwriting der Platte.
Music Essay
Baltic & Finnish Jazz
Grenzen ausbooten
Während Jazz von London bis L.A. eine neue Pop-Sensibilität entwickelt oder Fusion updatet, werden an den Ostseeküsten kühle Geschmacksrichtungen zwischen Nachwuchs und Nostalgie kultiviert. Weltoffen ist Jazz auch hier – und total eigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2020
Hier werden persönliche Anekdoten zu programmatischen Allegorien: Aigners Inventur verabschiedet sich schlussendlich mit einem Wimmern in die Sommerferien. Es ist schließlich 2020.
Music Porträt
International Anthem Recordings
Die Suche nach dem Echten
Seit sechs Jahren liefert das Label International Anthem aus Chicago zuverlässig Jazz mit ganz eigener Attitüde. Wobei sich die Gründer fast jeder Zuschreibung verweigern. Für sie gilt: Der schönste Klang ist stets das Echte.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?
Music Kolumne
Records Revisited
Prefab Sprout – Steve McQueen (1985)
Eigentlich wollte Paddy McAloon Priester werden, Menschen von den Worten Gottes berichten. Stattdessen gründete er eine Band. 1985 veröffentlichten Prefab Sprout »Steve McQueen«, das wahrscheinlich schönste Popalbum der Achtziger Jahre.
Music Porträt
upsammy
Das Kleine im Großen
Die Niederländerin Thessa Torsing hat unter dem Pseudonym upsammy in den letzten Jahren die gefragtesten Dancefloors bespielt. Aber auch ihre eigenen Soundproduktionen haben über transkontinentale Wege hinaus Gehör gefunden.
Music Interview
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Kolumne
Records Revisited
Quasimoto – The Unseen (2000)
Vor zwanzig Jahren schloss sich Madlib in den Keller von Peanut Butter Wolf ein und kam als gelbes Alien mit Schweineschnauze raus. Lord Quas war geboren und »The Unseen« hat das Character Design im Hip-Hop auf eine neue Stufe gehoben.
Music Porträt
Dekmantel
Unendliche Ferien
Seit über zehn Jahren löst Dekmantel aus Amsterdam als Label, Festival und Veranstalter die Quadratur des Kreises: Innovation und Untergrund mit Qualität zu verbinden. Ein Ende? Auch in Krisenzeiten nicht in Sicht.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.