Music Essay | verfasst 19.04.2016
Humor im Deutschrap
Darum finden alle SSIO witzig
Deutschrap ist so komisch wie nie zuvor. Er ist es mal freiwillig, mal unfreiwillig, für jeden Geschmack was dabei. Nur ein Rapper aber besitzt eine Art von Humor, auf die sich scheinbar alle einigen können: SSIO. Warum?
Text Johannes Bär , Fotos Martin Pohle
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Deutschland 2016. Georg Kammerer hat erst kürzlich treffend beschrieben, wie schlecht es um die deutsche Comedy steht. Nun lässt sich Humoristisches glücklicherweise nicht nur im offiziellen deutschen Quatschgewerbe finden, sondern auch anderswo. Jene, die natürlich wissen, dass Louis C.K. es immer besser macht als seine deutschen KollegInnen, lassen Dieter Nuhr oder »heute-Show« getrost links liegen. Und verlassen sich stattdessen: auf die deutsche Rapszene.

Obwohl Humor schon immer ein wichtiges Stilmittel im Hip Hop grundsätzlich, und speziell im Rap war, zeichnet sich dort besonders in den letzten Jahren ein Trend zum Komischen ab. Das liegt zunächst an der Beschaffenheit des Genres selbst, das sich mit komischen Konzepten eine entscheidende Gemeinsamkeit teilt: Beide leben davon, dass sie überzeichnen, reduzieren und typisieren.

Witze leben von der Überzeichnung der komischen Objekte, auf die sie abzielen – RapperInnen von der Überstilisierung ihrer Kunstfiguren. Kein anderes musikalisches Genre bringt von vornherein soviel komisches Potential mit sich und ist fernab seiner eigentlichen Kunst (der Musik) so unterhaltsam.

In einem Kosmos bestehend aus kuriosen Kunstfiguren, die provozieren, allerhand Unfug treiben und permanent aufeinander prallen, muss notwendigerweise Komisches entstehen. So verfolgen Tausende gebannt »epische« Interviews auf YouTube oder Social-Media-Klamotten wie kürzlich die um Fler und Kollegah am Berliner Alexanderplatz.

Humor ergibt sich vor allem durch die Interaktion der Rapper untereinander, dem Online-Publikum und dessen Kommentarkultur. Komische Potentiale und die erhöhte Aufnahmebereitschaft der Konsumenten, die sich dadurch generieren lässt, haben Rapper und die Strippenzieher im Hintergrund natürlich längst erkannt und forcieren sie gezielt.

So kommt keine großangelegte Promo-Phase mehr ohne Humor aus, auch wenn das Beworbene schließlich deutlich unkomischer ausfällt als seine Reklame. Eine Media-Markt-Werbung kann schließlich so witzig sein wie sie will, der Toaster, den man letztlich deswegen kauft, ist es nicht. Und so ist es eben auch bei Kollegah.

Natürlich findet man Witziges in der deutschen Rapszene auch außerhalb der bloßen Interaktion. Auch auf Textebene begegnet man vermehrt bewusst gemachter Komik. Oder wenigstens der Intention, komisch sein zu wollen. So gab es in Reminiszenz an die frühen 00er Jahre wieder vermehrt Scherzkapellen wie die Orsens, Trailerpark und dergleichen.

Es gab Xatar, Zugezogen Maskulin, Fatoni und Dexters »Yo, Picasso«. Audio88 und Yassin haben sich mit »Normaler Samt« endgültig aus ihrer depressiven Lethargie erhoben und zu ihrem Humor gefunden. »Eine Media-Markt-Werbung kann schließlich so witzig sein wie sie will, der Toaster, den man letztlich deswegen kauft, ist es nicht. Und so ist es eben auch bei Kollegah.« Auch die deutsch-österreichischen Cloud-, Trap-, SwagrapperInnen um LGoony, Hayiti, Crack Ignaz und den »Feministen und Ehrenmann« Yung Hurn liefern durchaus Komisches ab. Und erinnern zugleich mit ihrem Nihilismus und der absichtlichen Vermeidung von Sinnaufgeladenem an die Dada-Bewegung.

Das Spektrum an Humoristischem im deutschsprachigen Rap ist also erheblich diversifiziert. Ob man nun Yassin, der mit Blähungen und Hartz-4-Ernährung auf dem Konzert seiner Hater auftaucht, witzig findet, sich einen Schmunzler nicht verkneifen kann, da sich hinter Flers blauen Augen mutmaßlich ein Jochbeinbruch verbirgt, oder man herzhaft über die Orsens lachen kann – es bleibt immer Geschmacksache. Humor ist eben ein subjektives Phänomen.

Und dennoch: Auf den Humor von SSIO scheinen sich alle einigen zu können. Alle, ausnahmslos alle, die man befragt, weil man zufällig einen Text darüber schreiben soll, finden den Typen witzig. Er ist sozusagen der Loriot des Deutschraps.

Wieso hat eigentlich niemand wirklich etwas gegen SSIO und wieso finden wir ihn überhaupt so witzig?

Um zu verstehen, warum SSIOs Humor so gut funktioniert, warum er so viele hinter seinem Humor versammeln kann ohne Allgemeinplätze abzufragen, muss zunächst Humor als Phänomen genauer betrachtet werden.

Was ist also eigentlich Humor, wieso finden wir an etwas Komischem Gefallen und lachen letztlich darüber?

Humor lässt sich zunächst einfach als Disposition beschreiben. Er ist die Haltung eines Individuums den Dingen gegenüber und meint die Fähigkeit der Beschissenheit der Welt etwas entgegenzusetzen. Während nun also Humor etwas ist, das man hat, muss Komik (z.B. ein Witz) gemacht werden.

Sie braucht immer ein Überraschungsmoment und ist ein Spiel mit Erwartungshaltungen, die sie zu unterlaufen versucht. Komik lebt von Inkongruenz und Ambivalenz. Sie wirft also Widersprüche auf, über die dann letztlich gelacht werden können. Wenn etwas innerhalb einer erwartbaren Situation eben dieser zuwiderläuft, kann das komisch sein. Im Gegensatz zum Humor, der sich aus dem Subjekt selbst generiert, hängt Komisches immer an Objekten, die in ihrer Widersprüchlichkeit von der relativen Wirklichkeit der Wahrnehmenden abweichen.

Ein guter Witz, könnte man sagen, stellt die Wirklichkeit in einer überzeichneten Art und Weise dar und weist somit auf das tatsächliche Absurde unserer Alltäglichkeit, die wir sonst nicht wahrnehmen – eben weil sie alltäglich ist. In jedem Witz und in jedweder Komik muss also etwas Wahres bzw. etwas wahrhaft Menschliches sein.

Es kann z.B. schon witzig sein, wenn jemand von einer gängigen Konvention abweicht oder sich in einer uns bekannten Situation (unserer Meinung nach) unangemessen verhält. Lustige Tiervideos und Memes funktionieren so. Tiervideos erscheinen uns nur dann als besonders witzig, wenn wir im Verhalten der Tiere entgegen ihrer Anlage menschliche Züge zu erkennen glauben. Und auch Memes (»that moment when…«) erinnern uns in überzeichneter Form daran, wie wir in einer ähnlichen Situation reagieren würden oder vielleicht sogar schon reagiert haben.

Im Optimalfall teilen sich komisches Objekt und auffassendes Subjekt für das Funktionieren von Komik den gleichen Bezugsrahmen, d.h.: Erzählt man einen Witz, sollten die Empfänger des Witzes über das gleiche Vorwissen verfügen. Eure Eltern werden demnach das Fler-Interview, über das ihr herzhaft lachen konntet, mangels Zugang zur Jugendkultur, kaum lustig finden. Sich wohl aber darüber freuen, dass ihr über irgendwas lacht.

SSIO gelingt es wie keinem anderen, gemeinsame Bezugsrahmen mit dem Hörer aufzubauen und sie mit Dingen zu füllen, mit denen sich HörerInnen identifizieren können. Dazu kommt: das Geschick, mit dem er solche Dinge aufgreift.

Sowohl Rapmusik als auch Komik leben von Referenzen, die von ihren RezipientInnen erkannt werden müssen – funktionieren aber nie nur durch bloßes Kopieren, sondern immer nur dann, wenn sie ihrer Referenz neue Facetten abringen. Dadurch, dass bei SSIO nichts außer der Sound selbst sich der Bezugsquelle (Raps golden era nämlich) verschreibt, kann ihm nicht passieren, was seinen Straßenrapkollegen in der Regel oft passiert: Sie werden ironisch gefeiert.

Wurden Haftbefehl und Celo & Abdi noch oft belächelt, ironisierend als »Assis« abgefeiert und als Ghetto-Kuriositäten herumgereicht, funktioniert das bei SSIO einfach nicht. Die Kunstfigur bricht ihre Klischee-beladenen Aussagen stets selbst-referentiell.

Dadurch ergeben sich andere Ambivalenzen und Lesarten. Entscheidend sind dabei zwei Dinge: a) was die RezipientIn als die Ordnung empfindet und b) wie sie die im Text/Video vollzogene Abweichung von dieser bewertet. Hält sie die Abweichung von der Ordnung als versehentlich, distanziert sie sich. Die Folge: das komische Objekt wird ver-lacht. Dieses Lachen ist dann der kollektive Gewaltakt einer Mehrheit, die eine bestimmte Ordnung für richtig hält, gegenüber einer scheinbar unangepassten Minderheit.

Exemplarisch kann man SSIOs gemeinsamen Track mit Haftbefehl heranziehen, »Pissstrahlen auf 808 Beats«. Während Haftbefehl über »Kilos« rappt und mit seinen Antiamerikanismen nahtlos ans Konspirative aus »Unzensiert« anknüpft, lässt SSIO Facebook-Gangster bauchtanzen und zwingt Gargamel und Schamhaargel in einem Reim zusammen, dass einem die Haare zu Berge stehen.

Mangelnde Distanz auf der einen, eine Menge davon auf der anderen Seite. »Mit Bushido möchten die meisten kein Bier trinken gehen. Schon deshalb kann er nur schwerlich witzig sein.« Während Hafti schon alleine durch das, was er ernsthaft dazustellen scheint (seinen Habitus und den gewohnten realisierten Sprachmix) per se vom gesellschaftlichen Status Quo abweicht und somit als komische Figur wahrgenommen werden kann, entzieht sich die Kunstfigur SSIO dieser Lesart. SSIOs Part, der sich zwar inhaltlich um dasselbe dreht, textlich aber alles ins Absurde gleiten lässt, weicht einerseits von der relativen gesellschaftlichen Konvention ab, andererseits aber auch von regelhaften Norm von Street-Rap bzw. Gangstarap selbst (die selbst ja von ironisch Feiernden als »verkehrt« wahrgenommen wird). Er treibt die Abweichung bewusst voran und kann somit keine lächerliche Figur mehr sein, wohl aber eine Komische.

Es wird nicht nur mit SSIO gelacht, sondern mit ihm über andere Straßenrapper. Warum aber?

Die meisten Hip-Hop-Medien halten seine ironische Haltung zur Straßenrapszene für den Grund. Das hieße aber, dass er sich eben davon distanzierte. Was er aber nicht macht. Er lässt zwar immer wieder Selbstironie durchschimmern, die sich aber wie das Wort schon suggeriert, immer nur auf die eigene Person bezieht, nie aber auf die Straßenrapszene als solches. SSIO bemüht zwar alle gängigen Themen dieses Subgenres (dealen, pumpen, ficken) und überzeichnet diese – dabei distanziert er sich aber nie von der Szene, sondern nur von sich selbst. Im Gegensatz zu beispielsweise Haftbefehl, der weder in seinen Texten weder zur Kunstfigur noch zu den Texten Distanz herstellt. Die Folge davon: Mit SSIO kann sich ein Großteil identifizieren – während Hafti eher auf Blockbuster-Niveau unterhält.

SSIO macht vor nichts halt, vor keinem Klischee, keinem Stereotypen, aber vor allem nicht vor der eigenen Persona. Textlich ist das allermeiste großer Unfug. SSIO ist durchgehend infantil-vulgär unterwegs, sich für keinen Kalauer zu schade. Da riechen Haze-Knospen wie »Arschlöcher von Südamerikanerinnen« – man lässt’s ihm durchgehen. Weil schon im Vorfeld klar definiert ist: Etwas anderes braucht man nicht zu erwarten.

Vulgärhumor, Kalauer und Teenagerscherze. Wo ist der Witz, und wenn dort einer ist, wieso scheint er sich nicht bereits nach einem Song zu erschöpfen?

Anhand einiger Beispiele lässt sich der Humor des Rappers am besten festmachen. In fast allen Videoauskoppelungen, die es von SSIO gibt, sind Sketche nach klassischem Schema eingewoben.

In dem Video zu dem Song »Unbekannter Titel« aus »Spezialmaterial« ergibt sich ein Referenzwitz aus solch einem Sketch, der unvermittelt innerhalb des Videos (ab Minute 1:31) eingeschoben wird. SSIO klingelt dort an einer Tür, sein Bonner Kollege Obacha öffnet. Eine klassische Dealer-Transaktion bahnt sich an (»Hast du die Sachen dabei?«). Er betritt die Wohnung und packt seinen Rucksack aus. Wider Erwarten kommen nun keine Drogen zu Tage, sondern eine Packung Crunchips Oriental, was von Reaf mit Ausrufen der Begeisterung zur Kenntnis genommen wird. Es folgen Chocomel (»Mein Herz bleibt stehen«) und Koalas, nur um dann letztlich doch Shit aus dem Beutel zu holen.

Ein klassischer, eigentlich strukturell konservativer Gag, der die Erwartungshaltung seines Publikums ganz einfach unterwandert und somit universelle Komik entwickelt. Jeder könnte theoretisch darüber lachen. Auf der zweiten Ebene ist es natürlich astreiner Kifferhumor, der ein ordentliches identifikatorisches Potential mit sich bringt. Ein ganz wichtiger Punkt. Der Betrachter kann zur Situation und den handelnden Personen Bezug nehmen. Dadurch findet er das Gesehene lustig – niemals aber lächerlich. Ein Bushido kann also beispielsweise schon deshalb nicht genuin witzig sein, da er einfach nicht als sympathisch empfunden wird. Man möchte kein Bier mit ihm trinken gehen.

SSIOs Videos erinnern stark an den früheren Eminem und dessen obligatorische Scherzvideos, die er traditionell zu den ersten Singleauskopplungen seiner jeweiligen Alben veröffentlichte.

Wie eben bei Eminen zeichnen sich auch SSIOs Videos durch eine extreme Detailverliebtheit aus und sind derart überladen, dass sich dort immer wieder Neues entdecken lässt. Die Komik ergibt sich sodann aus der Mischung aus zahlreichen Referenzen in Bild und Text, die immer ambivalent sind und mehrere Lesarten zulassen. Man kann in der Fülle an Gags, die beide am Fließband produzieren, dieses oder jenes übersehen, das Gesehene als Kalauer abtun (bzw. über diesen kichern) oder herzhaft lachen, versteht man die jeweilige Referenz.

So kann man sich darüber freuen wenn in der ersten Szene des »0,9«- Videos der angedeutete Blowjob in der Badewanne ausfällt, sich bei der untertitelten, asynchronen Bild-Text-Relation an regnerische Mittage mit Kinox.to erinnern. Genauso kann man die Cockpit-Szene (»Hakim, was machst du in meinem Flugzeug – Jeff, ich heiße Jeff«) übersehen, als Nonsens abfeiern, oder wissen, dass sich bei dem Schauspieler um den aus der nächtlichen Trashwerbung für ein Dating-Portal handelt, der dort den gleichen Spruch bringt.

Die Witzigkeit SSIOs lebt also von vielem. Besonders aber ergibt sie aus der Kunstfigur selbst, die sympathisch ist, in Interviews aus dem Nähkästchen plaudert, nichts und besonders sich selbst nicht ernst nimmt, in Verbindung mit der Musik, den Texten und Videos.

Obwohl SSIO mit »0,9« nahtlos an alte Erfolge anknüpft und eigentlich nichts geändert hat (er selbst rappt, dass es sich seit drei Alben beharrlich nur um »Drogen, Huren und immer um Mecces« drehe), gelingt es ihm weiterhin zu überraschen – und dadurch komisch zu bleiben.

Die Witzigkeit SSIOs ist also vielfältiger als zunächst angenommen und erschöpft sich nicht einfach in infantiler Vulgärpoesie.

SSIO arbeitet mit Ambivalenz und Inkongruenz und kann somit auf mehreren Ebenen die Erwartungen unterschiedlicher Hörergruppen unterlaufen. In der Mischung aus sympathischer Kunstfigur, die die verschiedensten identifikatorischen Potentiale mitbringt, den Videos, die aus an klassischen Sketchen, Slapstick und vielen referentiellen Details bestehen und dem ernsthaft betrieben Unernst, der immer wieder zu komischen Widersprüchen führt, liegt der Reiz. SSIO verkörpert das neuerworbene Selbstvertrauen postmigrantischen Raps in Deutschland als popkulturelles Genre, der nun auch mal einen Witz auf die eigenen Kosten macht und vertragen kann. Der Konsens über seinen Humor in der Szene rührt daher, dass er in seiner Bandbreite wohl jedem, der irgendwie rapmäßig sozialisiert worden ist, etwas bietet, über das gelacht werden kann. Man kann ihn als Parodie auf Straßenrap verstehen, sich als Kiffer mit ihm identifizieren, sich an Nonsens und Pennälerscherzen erfreuen, oder an den zahlreichen Referenzen ergötzen.

Der Spaß hat kein Ende: Bei hhv.de gibt es Tonträger von (fast) allen im Artikel auftretenden Künstlern
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Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.
Music Interview
Adrian Younge
Sonische Geschichtsstunde
Mit »The American Negro« beginnt ein neues Kapitel in der Arbeit von Adrian Younge. Sie ist frontaler, politisch aufgeladener und selbstsicherer. Er will lehren. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichem Interview.
Music Liste
Leon Vynehall
10 All Time Favs
Mit seinem neuen Album »Rare, Forever« setzt der britische Produzent Leon Vynehall den Weg fort, den er mit »Nothing Is Still« begonnen hat. Uns verrät er heute 10 Schallplatten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Gil Scott-Heron – Pieces Of A Man (1971)
Man nannte ihn den »Godfather of Hip Hop«, weil er über Drogen, Rassismus und die Divided States of America textete. Mittlerweile ist das erfolgreichstes Album von Gil Scott-Heron 50 Jahre alt – und aktueller denn je.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.