Music Liste | verfasst 11.08.2017
Ausklang | 2017KW32
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Text Kristoffer Cornils, Pippo Kuhzart, Sebastian Hinz

Nahid Akhtar - I Am Black BeautyWebshop ► Buy Vinyl LP Ein so typisches Release aus dem Hause Finders Keepers. Zuerst schwirren einem sehr viele Fragen durch den Kopf: Was soll das? Warum überhaupt? Braucht man das? Und dann sind da doch so schöne und merkwürdige und ulkige Momente auf jeder Platte zu finden, die du ja auch erst vermissen kannst, wenn du sie kennst. Dieser Track von Nahid Akhtar, »I Am Black Beauty«, beinhaltet zum Beispiel ein Sample (ca. 1:24) von mir, wie ich sehr früh morgens im Badezimmer stehe und auf die Frage »Hast du gut geschlafen?« antworte. SH
 

Robert Marcel Lepage / Rene Lussier Et Le Quatuor Bozzini Chants E Dandes - With Strings Volume IIIFind it at hhv.de on LP Was folgt, ist keine Albumempfehlung. Was Robert Marcel Lepage, René Lussier und the Bozzini Quartet da an experimentellem Klarinetten- und Streicher-Irrsinn zusammengeschmissen haben, macht einen nervlich fertiger als 45minuten Sportunterricht mit 1.000 Siebenjährigen und defekter Trillerpfeife. Tatsächlich wirkt auch der Track »Comment Faire De L’argent Avec Une Clarinette« als würde sich eine Magnesiumtablette im Ohrenschmalz auflösen, aber es gibt da so eine geile Passage, da klingt das kurz, als wären die Droner Earth zum Seerosengucken im Zen-Garten. Das ist natürlich top. PK
 

Fluxion - Multidirectional I+II (DeepChord Rebuilds) Webshop ► Buy 10inch Und wenn wir eh schon da sind: Ultrafluffer Fluxion macht hier mit Hilfe von DeepChord Musik, die sich nur in konzentrischen Bahnen bewegt, ihren inneren Garten aber durch ein Schaumbad mit Feel-Good-Flavour ersetzt hat. Das Tolle an Dub Techno ist ja, dass er nie aufhören will, soll oder kann, völlig austauschbar vor sich hin pluckert und nebenbei so gar nichts zu entweder Vergangenheitsmanie oder Zukunftswahn beitragen möchte. Sondern einfach nur da ist und doch nicht, wie ein morgendlicher Kopfschmerz – nur in schön, reinigend und pulsberuhigend. KC
 

Blameful Isles - This Heart Of Our HeartFind it at hhv.de on LP Hinter den Wolken ist immer blauer Himmel, und jeder Hengst hat einen großen Pimmel. Zwei Sachen, die stimmen, und insofern etwas mit diesem Track zu tun haben, als das mich die Tatsachen einzeln für sich stehend ziemlich kalt lassen, ich sie so zusammengenommen aber total witzig finde. Um Einheit geht’s auch bei Blameful Isles. Ein Mann dem die Weisheit des Kosmos’ mühelos durch sein lückenhaftes Gebiss strömt, leitet ein mit »Shanti, Shanti, Shanti«, dann ein bisschen Sax, ein bisschen Sitar, ein bisschen Wind durch das Glockenspieldingens, und ich stehe da unter bewölktem Himmel mit einem Kugelschreiber. Von wegen wo ich mich einschreiben kann. PK
 

Vilde&Inga - SilfrWebshop ► Buy Vinyl LP Hier meine 5 Cents zum Unterschied zwischen Norwegen und Deutschland anlässlich der neuen Schallplatte »Silfr« von Vilde&Inga: Kinder in Deutschland spielen mit Lego und werden Ingenieure. Kinder in Norwegen spielen mit Musikinstrumenten. Hierzulande läuft im Radio Robin Schulz, Rita Ora und Shawn Mendes (zugegeben: musste ich googlen). In Norwegen muss scheinbar den ganzen Tag Cornelius Cardew, Ornette Coleman, Supersilent oder Dmitri Shostakovich laufen. Volksmusik in Norwegen ist cool. Volksmusik in Deutschland ist Volksmusik. SH
 

The Sun God & Darly Cura - The CS StrategyWebshop ► Buy 12inch Kommen wir zur elektronischen Volksmusik, bevor der Kollege vollends verzweifelt: Bevor es Outsider House gab, hat Jamal Moss meterweise die Regale mit rougher Grobkörnigkeit überzogen. Unter seinem The Sun God-Alias hat er noch dieses Jahr eine neue EP veröffentlicht, schön ist aber auch dieses Reissue seines Debüts auf einer gemeinsamen Split mit Daryl Cura. Gebt’s zu: Hätte euch das jemand vor vier Jahren als neueste L.I.E.S.-Platte mit nostalgischem Zweite-Welle-Detroit-Touch angedreht, ihr hättet es nicht geschnallt. Moss eben, seiner Zeit maßgeblich voraus. Banger! KC
 

Asda - The McDonald's PrayerWebshop ► Buy 12inch Asda sind Vessel und Chester Giles, ihr gemeinsamer Output so etwas wie die Arthouse-Antwort auf die Sleaford Mods: Bisschen eklig, bisschen hingerotzt, vor allem aber in abgründigen Privatissime unterwegs. Dass No Corner-Labelhead Ossia an die Remix-Duties ihrer – ungelogen – 59sekündigen Single geht, verwundert nicht, vor allem aber freut der Regrind von Japan Blues, der dem Original die Musik unterschiebt wie eine ranzige McDonald’s-Serviette, auf dessen Innenseite die Telefonnummer einer Selbstmordhotline gekritzelt steht. Eklig, mit viel zu vielen Zusatzstoffen, aber immerhin doppelt Käse und einer Extragewürzgurke. KC
 

Karkhana - For Seun MattaWebshop ► Buy Vinyl LP Wer im letzten Jahr von The Dwarfs of East Agouza und ihrer LP »Bes« so begeistert war wie wir, dem dürfte diese EP von Karkhana die Wartezeit auf neues Material des Trios verkürzen. Zwei von drei Dwarfs sind auch als Musiker vertreten, die anderen sind »some of the most innovative players from Beirut, Cairo and Istanbul«. Schreibt die Plattenfirma. Mehr als dieser 2-minütige Teaser war von »For Seun Matta« nicht aufzutreiben. Sollte dennoch überzeugen. SH
 

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Liste | verfasst 25.08.2017
Ausklang | 2017KW34
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 29.10.2013
Vessel
Misery Is A Communicable Disease 12"
Seine vierte EP ist fast schon Schranz, und ist, ob kalkuliert oder ungewollt, von einem extrem schlechten Klang geprägt
Music Review | verfasst 01.10.2014
Vessel
Punish, Honey
»Punish, Honey« klingt wie eine Reflexion von Shinya Tsukamotos »Tetsuo«, zusammengehalten von einem Gespür für Komposition und Songaufbau.
Music Bericht | verfasst 12.05.2014
Vessel & Heatsick
Live am 8.5. im Berghain in Berlin
Es dürfte schwer fallen, ein gegensätzlicheres Programm erfolgreich im selben Club zu vereinen, als dies bei der Veranstaltung »Certain People #18« im Berghain in Berlin der Fall war.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Review | verfasst 03.10.2014
Hieroglyphic Being & the Configurative Modular Me Trio
The Seer of Cosmic Visions
Hieroglyphic Being erdet seine psychedelischen Weltraumexkursionen mit Funk. »The Seer of Cosmic Visions« versammelt frühere Produktionen.
Music Review | verfasst 10.11.2015
Hieroglyphic Being
The Acid Documents
Hieroglyphic Being trägt auf »The Acid Documents« Tracks zusammen, die dem Geist von Phuture, Adonis oder Lil’ Louis verpflichtet sind.
Music Review | verfasst 16.05.2016
Africains With Mainframes (Hieroglyphic Being & Noleian Reusse)
K.M.T.
Hieroglyphic Being und Noleian Reusse geben als Africains With Mainframes der guten alten Tante Acid eine frische Dreckigkeit.
Music Review | verfasst 05.08.2016
Hieroglyphic Being
The Disco's of Imhotep
Hieroglyphic Being widmet sich dieses Mal nicht den Freuden der Tanzfläche, sondern der heilenden Kraft elektronischer Musik
Music Review | verfasst 20.02.2018
Hieroglyphic Being
The Red Notes
»The Red Notes« widmet Hieroglyphic Being Thelonious Monk, John Coltrane, Herbie Hancock und anderen Repräsentanten des Blue Note-Jazz’.
Music Review | verfasst 12.12.2018
Hieroglyphic Being & The Truth Theory Trio
Journey Through The Outer Darkness From The Inner Light
»Journey Through The Outer Darkness From The Inner Light« ist der achte (!) Release von Hieroglyphic Being im Jahr 2018 – und sein bester.
Music Review | verfasst 24.06.2015
Jabu ft. Chester Giles
Slow Hours
Das Bristolische Duo Jabu zeigt sich minimalistisch. »Slow Hours« mit Lyriker Chester Giles bringt trotzdem viel Tiefe mit.
Music Review | verfasst 16.11.2016
Rider Shafique
I-Dentity
Rider Shafiques EP »I-Dentity« enthalt keine Hits, sie wird nicht im Club gespielt werden. Sie schaut dich aber fest an.
Music Review | verfasst 16.02.2017
Microtub
Bite Of The Orange
Microtub ist das erste mikrotonale Tubaensemble der Welt. Häh? Was das bedeuten soll, kannst du jetzt auf »Bite Of The Orange« nachhören.
Music Review | verfasst 27.02.2017
Kim Myhr / Lasse Marhaug
On The Silver Globe
Bitte laut hören: »On The Silver Globe«, die gemeinsamen Aufnahmen von Kim Myhr und Lasse Marhaug, benötigen einen echten Resonanzraum.
Music Review | verfasst 13.04.2017
Miguel Angel Tolosa
Ephimera
»Inhaltsfreiheit« muss nicht sinnlos sein: Das beweist der Komponist Miguel Angel Tolosa mit seinem ersten Werk unter eigenem Namen.
Music Review | verfasst 23.12.2011
Jean-Claude Vannier
Electro-Rapide
Jean-Claude Vannier ist einer der einflussreichsten und dennoch am wenigsten bekannten französischen Songwriter.
Music Review | verfasst 12.04.2012
Suzanne Ciani
Lixivitation
Mit diesen Aufnahmen hat Finders Keepers ein weiteres bedeutendes Puzzleteil zum Verständnis zeitgenössischer Musik aufgetrieben.
Music Porträt
Dark Entries
Zwischen Disco, Goth und Porno-Soundtracks
Seit 2009 betreibt Josh Cheon sein Label für Undergroundiges aus den 1980er Jahren und solches, das es werden will. Nächstes Jahr wird er über 300 Schallplatten dort veröffentlicht haben. Wir stellen euch das Label aus San Francisco vor.
Music Interview
Makaya McCraven
»Ich grabe Sound aus«
Makaya McCraven ist einer der Jazzmusiker dieser Tage. Nicht nur seine Heimatstadt Chicago, sondern die ganze Welt scheint sich an dem freien Umgang mit dem Jazzerbe in seiner Musik zu inspirieren. Wir hatten die Chance zum Interview.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 3rd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 24.10.2020 findet nun der dritte von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 120 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Sade
Magie ohne Mysterium
Mit dem Box-Set »This Far« wird das Gesamtwerk von Sade neu veröffentlicht. Viel ist das nicht. Aber Sängerin Helen Folasade Adu ist nicht nicht nur der größte Superstar, der nie einer werden wollte – sondern singt nur, wenn sie es will.
Music Kolumne
Records Revisited
Godspeed You! Black Emperor – Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven (2000)
Das zweite Album des Projekts Godspeed You! Black Emperor ist ein Werk voller Widersprüche und Zweifel. Vor allem liefert es den Soundtrack zur Komplexität menschlicher Existenz im aufkeimenden Dogmatismus.
Music Porträt
Derya Yıldırım
Im Namen der Menschlichkeit
Für Derya Yıldırım ist Musik in erster Linie Ausdruck menschlicher Beziehungen. Mit der Grup Şimşek verbindet sie die Musik ihrer anatolischer Heimat mit unzähligen anderen Klängen und Melodien, die die Menschen erden.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Gastarbeiter*innen Musik
Parallel zur Genese des Anadolu Pop entwickelt sich in der BRD eine virile Infrastruktur. Diese »Gastarbeitermusik« hat das öffentliche Bewusstsein stets nur gestreift. Der wirtschaftliche Austausch hätte ein kultureller sein können.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Anadolu Pop
Altın Gün, Derya Yıldırım & Grup Şimşek oder Gaye Su Akyol: mehr und mehr Bands beziehen sich wieder auf den Sound des Anadolu Pop, der sich in den 1960er Jahren in der Türkei formierte. Aber ist es ein Revival? Wir klären auf.
Music Kolumne
Records Revisited
Mouse On Mars – Iaora Tahiti (1995)
Mit ihrem zweiten Album »Iaora Tahiti« haben Mouse On Mars schließlich den letzten überzeugt, dass schlaue Electronica in den Neunzigern durchaus auch aus good ol’ Germany kommen kann. In diesen Tagen wird das Album 25 Jahre alt.
Music Kolumne
Records Revisited
Radiohead – Kid A (2000)
Zwischen Bigotterie und Blasphemie liegt oft nur »Kid A«. Das vierte Album von Radiohead erschien am 2. Oktober 2000, tauschte Gitarren gegen Synthesizer – und begann mit einem Fehler.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Tolouse Low Trax – Jumping Dead Leafs
Der Mann, der einen Sound geprägt hat, ist zurück mit einem Langspieler. Die drei Männer, die nichts geprägt haben, sind zur Stelle, um sich über ihn zu unterhalten. Das ist natürlich eine tolle Sache.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 2nd Drop
Weitere 12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 26.9.2020 findet nun der zweite von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 150 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Interview
Action Bronson
»Nichts könnte mich davon abhalten, mein Leben zu lieben«
Action Bronson meldet sich zurück. Das ist erstaunlich, denn die Musik ist nur ein Teil im Leben des New Yorkers, der auch Maler, Tänzer, Olivenöl-Tester, Schauspieler und anderes ist. Wir hatten die Gelegenheit zu einem Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Kate Bush – Hounds Of Love (1985)
Auf ihrem selbstproduzierten, fünften Studioalbum erklimmt Kate Bush den Gipfel ihres Autoren-Art-Pops. Ihre Synthese von digitaler Klanggestaltung und Folk-Elementen zeitigt ein Album, das einem Jahrhundertroman gleichkommt.
Music Porträt
Melody As Truth
An der Schwelle von Sound und Stille
Mit seinem Label Melody As Truth bewegt sich Jonny Nash zwischen Balearic und Ambient. Die Reise führt von New Age zu einer neuen Art von Weltkammermusik. Er selbst spricht vom »Erforschen von Raum und Timing«.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober
Der Sommer ist vorbei, die Welt ja sowieso, da wird selbst unser Kolumnist emotional. Er gibt seinem Haustier einen Namen und legt sich zu Enya in die Badewanne. Aigners Inventur ist zurück. Ganz, ganz wild.
Music Porträt
Larry Heard
Von der Luftgitarre zur Clubhymne
Larry Heard gilt als einer der Gründungsväter von Chicago House. Mit »Can You Feel It« prägte er das Antlitz von Deephouse. Stets blickte er über den Tellerrand der Clubmusik hinaus. Begonnen hat er seine Karriere jedoch als Luftgitarrist.
Music Kolumne
Records Revisited
Aesop Rock – Float (2000)
Statistisch gesehen ist Aesop Rock der eloquenteste unter allen Rappern. Stilistisch gesehen musste er zuerst behaupten, um im Feld der elaborierten Hip-Hopper zu etablieren. Dahingehend war »Float« von 2000 eine erstes Ausrufezeichen.
Music Interview
Kelly Lee Owens
»Wir verkörpern Emotionen«
Mit »Inner Song« veröffentlichte die walisische Musikerin ihr zweites Album, das mit einer Hand die Tränen nach dem Closing-Set aus den Augen wischt und mit der anderen das Fenster in den Alltag aufstößt. Ein Gespräch.
Music Liste
Harmonious Thelonious
10 All Time Favs
Mit »Plong« rüttelt Stefan Schwander an den Grundfesten der Clubmusik. Sein neues Solo-Album als Harmonious Thelonious lässt Alltagsgeräusche ein unheimliches Eigenleben entwickeln. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Interview
Nubya Garcia
Verwobene Erinnerungen
Die Saxophonistin Nubya Garcia ist Teil der regen Londoner Jazzszene. An ihrem Instrument ist sie eine der energetischsten Musikerinnen der Welt. Ansonsten ruht sie in sich. Sie ist so cool, wie die Musik, die sie spielt. Ein Interview.
Music Porträt
Pierre Schaeffer
In allem steckt Musik
Lange Zeit war es kaum vorstellbar, dass Musik durch anderes als Instrument und Stimme entstünde. In den Händen Pierre Schaeffers jedoch wurde der Tonträger zur Basis der Komposition. Vor 25 Jahren starb der Pionier der elektronischen Musik
Music Liste
Record Store Day 2020 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 29.8.2020 findet nun der erste von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind mehr als 350 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Liste
Jonathan Bree
10 All Time Favs
Jonathan Bree versteckt sein Gesicht hinter einer Latexmaske. Nun ja. Aber das ist nicht das bemerkenswerteste an dem Neuseeländer. Denn er ist vor allem ein erstklassiger Songwriter. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Porträt
Kommerz Records
Sich selbst das Bein stellen
Jonathan und Lukas Nixdorff haben sich einen Kindheitstraum erfüllt: Vor wenigen Wochen gründeten sie Kommerz Records. Dort erscheint nun das erste Release, »Kommerz Season 1: Anti-Virus«.
Music Porträt
Light In The Attic
Alles ist erleuchtet
Seit fast 20 Jahren bringt das in Seattle beheimatete Plattenlabel Light In The Attic Licht ins Dunkel jener Releases, die im Schatten stehen. Dass sie von Beginn an auf Vinyl setzten, zubilligt dem Label heute die Rolle eines Vorreiters.
Music Porträt
Jason Molina
Gone But Not Forever
Soeben sind unveröffentlichte Aufnahmen von Jason Molina veröffentlicht worden. Mit Songs: Ohia oder Magnolia Electric Co. wollte er sein Leben als Momentaufnahme festhalten. Doch es löste sich auf wie die Gespenster, an die er glaubte.
Music Kolumne
Records Revisited
Raekwon – Only Built 4 Cuban Linx… (1995)
Nach »Enter the Wu-Tang (36 Chambers)« haben sich die Clan-Mitglieder solo ausprobiert. Erst Method Man, dann Ol’ Dirty Bastard, schließlich Raekwon. Sein 1995 releastes »Only Built 4 Cuban Linx…« zählt zu den Meisterwerken des Hip-Hop.
Music Porträt
Jockstrap
Viel Klang, viel Geräusch
Das Londoner Duo Jockstrap veröffentlicht ihre Schallplatten bei Warp. Ihre Songs sind in Werbungen von Chanel und Dior zu hören. Taylor Skye und Georgia Ellery spielen sich auf der zweiten EP »Wicked City« passgenau die Bälle zu.
Music Liste
Jay Glass Dubs
10 All Time Greek Favs
»Soma« heißt auf Griechisch Körper und an den richtet sich die Musik von Jay Glass Dubs. »Soma« heißt sein neues Album. Das war die Chance den Griechen nach 10 Schallplatten zu fragen, die ihn geformt haben. Er antwortet griechisch.
Music Kolumne
Record Revisited
Elliott Smith – Elliott Smith (1995)
Die neunziger Jahre waren ein lautes Jahrzehnt, doch sie gaben uns auch die Musik von Elliott Smith. Dessen zweites Album »Elliott Smith« setzte einen stillen, inwendigen Kontrapunkt zum Weltgeschehen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Closer (1980)
Joy Divisions Album »Closer« war ein Zwischenschritt, ein halbherziges, halbbeseeltes Statement von vier jungen Männern auf ihrem Weg in neue Untiefen. Nur einer aber wollte, konnte nicht vom Fleck kommen.
Music Porträt
WeWantSounds
Ansteckende Leidenschaft
Den Grund für die Label-Gründung trägt WeWantSounds im Namen. Seit 2015 veröffentlicht der Pariser Zweimannbetrieb persönliche Lieblingsmusik aus den Siebzigern und Achtzigern. Bei der Auswahl spielen Genre- und Landesgrenzen keine Rolle.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Arca – KiCK i
»KiCK i« soll das erste von vier neuen Arca-Alben sein. Während sich einer unserer Autoren dazu auf dem Shakti-Kissen lümmelt, surft der andere auf Soundcloud das Reggaetón-Tag ab und bewundert der Dritte das Songwriting der Platte.
Music Essay
Baltic & Finnish Jazz
Grenzen ausbooten
Während Jazz von London bis L.A. eine neue Pop-Sensibilität entwickelt oder Fusion updatet, werden an den Ostseeküsten kühle Geschmacksrichtungen zwischen Nachwuchs und Nostalgie kultiviert. Weltoffen ist Jazz auch hier – und total eigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2020
Hier werden persönliche Anekdoten zu programmatischen Allegorien: Aigners Inventur verabschiedet sich schlussendlich mit einem Wimmern in die Sommerferien. Es ist schließlich 2020.
Music Porträt
International Anthem Recordings
Die Suche nach dem Echten
Seit sechs Jahren liefert das Label International Anthem aus Chicago zuverlässig Jazz mit ganz eigener Attitüde. Wobei sich die Gründer fast jeder Zuschreibung verweigern. Für sie gilt: Der schönste Klang ist stets das Echte.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?