Music Interview | verfasst 07.11.2017
Twit One
Warum liegt hier eigentlich Stroh?
Twit One, Beat-Deuschlands wichtigster Slacker, nicht wegzudenken aus der hiesigen HipHop-Szene. Gerade ist sein jüngste Platte »Hay Luv« erschienen. Natürlich trafen wir ihn zum Interview. Natürlich fand das Interview im Tierpark statt.
Text Lars Fleischmann , Fotos Lars Fleischmann
Twizza

»Ich mag hier die Büffel mit der Matte auf dem Kopf«, erklärt mir Twit One während wir Futterpakete am Automaten ziehen. Spätsommer in Köln, Indian Summer par excellence! Sonnenstrahlen im Stadtwald, Kinder im Tierpark; dazwischen Twit und ich.

Den Ort hat sich der Hip-Hop-Beatbastler selbst ausgesucht, als ich ihn bezüglich seiner neuen Platte »Hay Luv« auf dem Kölner Imprint Melting Pot Music zum Interview bat. Die Liebe zur Natur ist ein immer wiederkehrendes Thema im Oeuvre des Kölners. Was verwundert, wenn man sich die Hip-Hop-Szene anschaut, die sich thematisch selten im Landschaftsbild verliert. Bei Twit One findet man hingegen immer wieder Hinweise. Sei es hier ein Lee Perry-Sample zum Thema Bäume (auf »The Sit-In«, MPM, 2015), oder mit der »Treegonometry«-Platte aus der Keats-Serie von HHV ja sogar ein ganz handfestes Beispiel mit Cover und Titel, nicht zu vergessen seine frühere Heimat/Studio, das fast schon legendäre Treehouse.

Die Perlhühner kommen, schlichten den Streit von ein paar Gantern.
Zurückgelehnt und entspannt quatschen wir, Twit und ich, quatschen weiter…

…über die Platte im Allgemeinen:
Twit One: Richtig Holter die Polter lief das mit der Platte. Wir wollten halt, dass die mit der kleinen Tour, die ich gerade am Wochenende fahre, zusammen rauskommt. Die Stücke sind in einem relativ kurzen Zeitraum entstanden. Abgesehen von zwei Stücken sind das alles Nummern aus den letzten Wochen. Ich bringe Platten raus um zu zeigen, wo ich gerade stehe.

…about »Ständertime«:
Twit One: Das ist eine Nummer, die ich mit meinem Kumpel C.A. Ramirez zusammen gemacht habe. Nach unserem gemeinsamen 7“-Feature auf dem tollen Money $ex Records-Label ist das die nächste Zusammenarbeit. Wir treffen uns eh häufiger zum Musik machen. Der Titel stammt aus einem gemeinsamen New York-Aufenthalt. Wir waren da 2007 in Brooklyn und haben um die Ecke vom legendären »The Thing«-Plattenladen gewohnt. Und jedes Mal wenn wir reinkamen war halt »Ständertime« angesagt.

…about Cool Bap:
Twit One: Das ist in den letzten Jahren für mich zum Hashtag bei Soundcloud geworden um meine Musik zu beschreiben. Ich mache ja keinen klassischen Boom Bap. Das ist nicht fett genug und insgesamt zurückgelehnter. Cooler halt, langsamer, lässiger, entspannter. Diese Entspanntheit ist vielleicht nicht unbedingt etwas, was man der Hip-Hop Szene zurechnet; in den letzten Jahren ist da aber glücklicher Weise viel entspannter Instrumental Hip-Hop rausgekommen.


… über den Hip-Hop- und Beat-Produzenten als eigenständiger Artist:
Twit One: Manchmal trifft man immer noch auf Leute, die nach dem MC fragen und mit diesem »neuen Entwicklung« nicht klar kommen. Doch Besucherzahlen und auch sonst wie es läuft, lassen darauf schließen, dass eine gute Anzahl an Leuten mittlerweile Beat-Produzenten und Instrumental-Hip-Hopper akzeptieren und anerkennen. Die Szene wird auf jeden Fall immer größer. Wenn man alleine sieht, was an Beatmachern nachkommt, freut man sich.

… Trend oder »here to stay«?
Ich glaube, dass wir hier über einen Sound reden, der vielen Leuten gefallen kann. Eigentlich auch mehr als bei Rap. Da muss man sich immer fragen, was da gerade gesagt wird – und dazu Stellung beziehen. Das will man vielleicht ja gar nicht haben und einfach mal selbst Gedanken machen. Sicherlich reden wir hier nicht über Muzak und Easy-Listening. Die Sprache der Musik ist in dem Fall einfach universeller. Auch meine Eltern hören meine Musik.

… über Humor:
So viel möchtegern, ernster und trauriger Shit, da draußen. Da nehme ich die Sachen gerne im Humor. Ich mache ja auch keine Musik, damit jemand Pumpen gehen kann. Im »Game« nehmen sich alle so ernst … das ist nicht meine Welt. In meiner Welt geht es entspannter zu.
Twit One – Hay LuvWebshop ► Buy LP | Tape
… woher die Samples kommen.
Twit One: Ist ja nicht so, als würde ich mir die Samples aussuchen. Die suchen mich aus. Ich höre ja schon berufsbedingt (als Teilhaber eines Plattenladens) sehr viel Musik. Und dann kommt hier mal was neues rein oder ich stolpere zwei, drei Mal die Woche über alten Kram, während ich arbeite. Viele meiner Samples ergeben sich daraus, dass ich Percussion-Loops oder Vocals höre, die ich nicht nachspielen könnte, aber stark finde. Für mich ergibt sich der Thrill des Beat-Machens sicherlich aus dem Kombinieren von Vorhandenem. Diese Idee davon, dass niemand vorher DIESE Drums aus Somalia mit DIESEN Vocals aus den USA und Chords aus Cuba gemixt haben kann.

… über »Chayn Gang«:
Mir gefällt die Idee bei diesem Track etwas zu überliefern. Das ist ein Prison Chant von Gefangenen aus den Fünzigern in den USA, die von Alan Lomax in einer seiner unzähligen Reisen und Field-Recording Sessions aufgenommen wurden. Die Typen sind alle mittlerweile tot, wahrscheinlich in Haft gestorben, und klopfen hier halt Steine. In Kombination mit den Drums und den netten Chords, finde ich, rette ich da was rüber.

… über Natur und »Hay Luv«:
Das sind ja erstmal Referenzen zur ersten Delfonics-Scheibe und zu Stevie Wonder. Man kann den Titel deuten wie man mag. Liebe zum Heu. Auch hier kann man deuten, wie man will. Das Heu, das der Büffel futtert, der Player möchte Heu verdienen oder sicherlich raucht auch gern mal einer Heu. Ich liebe aber generell Natur und Gras und Heu und Bäume. Bäume sind besser als Häuser.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 14.01.2013
Flatpocket
Geldfundphantasyen
Hinter Flatpocket verbergen sich mit Twit One und Lazy Jones zwei verflucht talentierte Musiker. Nur »Geldpfundphantasyen« ist mehr so okay.
Music Kolumne | verfasst 04.09.2012
Keine halben Sätze
Proband: Twit One
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Twit One. Leistung: Er marschiert der Kölner Beatmaker-Szene voran und überrascht mit immer neuen Kollaboration.
Music Review | verfasst 14.04.2011
Twit One
Stepping Stones
Twit Ones delikat ausgewählte Samples haben mehr im Sinn als den nächsten Hip-Hop-Beat. Twit One geht es um Soul.
Music Review | verfasst 14.04.2015
Twit One
The Sit-In
Der Kölner Produzent Twit One liefert mit seinem neuen Album »The Sit-In« sein bisher bestes ab.
Music Liste | verfasst 10.08.2011
Twit One
DJ Charts
Die gemeinsame Platte mit Sylabil Spill ist gerade erschienen, die Platte mit Lazy Jones bereits fertig. Von der neuen Platte mit Hulk Hodn ganz zu schweigen. Nebenbei legt er auch auf. Und beackert in seinen DJ Charts ein weites Feld.
Music Porträt | verfasst 31.03.2015
Twit One
67 'Til Infinity
Twit One gehört seit Jahren zu den wichtigsten Produzenten instrumentaler Musik aus Köln. Wir haben ihn zwischen seinen Platten, Räucherstäbchen und Selbstgedrehten besucht. Ein Porträt.
Music Review | verfasst 31.01.2012
DJ Adlib
Hi-Hat Club Vol. 6
Zum sechsten Teil der Hi-Hat Reihe über MPM kehrt man wieder in die heimischen Kölner Gewässer, in Dj Adlib’s Haus & Garten zurück.
Music Review | verfasst 26.02.2010
Dexter
Hi-Hat Club Vol.3 - The Jazz Files
Hier trifft Kenntnis auf Unbekümmertheit und lässt es nach 17 grandiosen Beats verschmerzen, dass die Snare manchmal zu laut ist.
Music Review | verfasst 12.04.2013
DJ Adlib
Tofu & Alter EP
Nachschlag vom Hi-Hat Club kann eigentlich nie verkehrt sein. So auch nicht »Tofu & Alter« von DJ Adlib.
Music Review | verfasst 03.05.2013
Suff Daddy & Ta-Ku
Bricks & Mortar EP
Auch an den jüngsten Produktionen von Suff Daddy gibt es gewohntermaßen wieder nichts zu meckern.
Music Review | verfasst 27.05.2013
Dexter
The Trip
Neuro-Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass Musik im Hirn wie eine Droge wirkt: »The Trip« ist hyperräumliche HipHop-Erfahrung.
Music Review | verfasst 28.08.2013
Betty Ford Boys
Leader Of The Brew School
»Leaders Of The Brew School« ist nicht weniger als der feuchte Traum aller Bedroom-Producer.
Music Review | verfasst 09.01.2014
Torky Tork
PR-110
Der Berliner Beatmacher Torky Tork hat mit »PR-110« ein Instrumental-Album der besonderen Art veröffentlicht.
Music Review | verfasst 26.02.2014
Various Artists
Sopa De Tarturaga
Namhafte Beatmaker wie Figub Brazlevic, Fid Mella, TBRCK oder Hulk Hodn haben sich den rohen Funk von The Ruffcats als Vorlage genommen.
Music Review | verfasst 21.03.2014
Carpet Patrol
Carpet Patrol
Suff Daddy und Torky Tork kämpfen mit dem Klangforschungs-Projekt »Carpet Patrol« gegen die Instrumental-Alben-Verdrossenheit!
Music Review | verfasst 06.05.2010
Suff Daddy
The Gin Diaries
Wer gedacht hat, dass es für Suff Daddy nichts Anderes als Pilsetten gäbe, der wird spätestens mit »The Gin Diaries« eines Besseren belehrt.
Music Review | verfasst 27.11.2015
Knowsum
Hi-Hat Club Vol.7: Hyasynthus
Melting Pot Music wiederbelebt seine »Hi-Hat Club«-Serie. Für den »Hyasynthus« betitelten siebten Teil darf Knowsum an den Knöpfchen drehen.
Music Review | verfasst 25.02.2016
Melodiesinfonie
Be Thankful
»Jazzy« ist »Be Thankful« von Melodiesinfonie nicht aufgrund der Samples, sondern wegen dem Raum, den die Beats der Improvisation lassen.
Music Review | verfasst 09.08.2016
Brenk Sinatra
Gumbo 2: Pretty Ugly/Lost Tapes
Stell dir vor, du bist Nelly-Fan und hörst dein ganzes Leben lang »Suit«. Und plötzlich zeigt dir jemand »Sweat«.
Music Kolumne
Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.
Music Interview
Adrian Younge
Sonische Geschichtsstunde
Mit »The American Negro« beginnt ein neues Kapitel in der Arbeit von Adrian Younge. Sie ist frontaler, politisch aufgeladener und selbstsicherer. Er will lehren. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichem Interview.
Music Liste
Leon Vynehall
10 All Time Favs
Mit seinem neuen Album »Rare, Forever« setzt der britische Produzent Leon Vynehall den Weg fort, den er mit »Nothing Is Still« begonnen hat. Uns verrät er heute 10 Schallplatten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Gil Scott-Heron – Pieces Of A Man (1971)
Man nannte ihn den »Godfather of Hip Hop«, weil er über Drogen, Rassismus und die Divided States of America textete. Mittlerweile ist das erfolgreichstes Album von Gil Scott-Heron 50 Jahre alt – und aktueller denn je.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Porträt
Gondwana Records
Seele und Charakter
Als DJ und Musiker wurde Matthew Halsall zum Labelbetreiber. Ausgehend von einem lokalen Fokus auf die Jazzszene Manchesters hat der Trompeter seinem Label Gondwana mittlerweile eine recht internationale Ausrichtung gegeben.
Music Kolumne
Records Revisited
Busta Rhymes – The Coming (1996)
Als vor 25 Jahren »The Coming« erschien, war Busta Rhymes kein Unbekannter mehr. Sein Solodebüt mit dem Hit »Woo Hah!! Got You All In Check« machte ihn zu einem der größten Rapstars seiner Zeit. Wie klingt das Album heute?
Music Kolumne
Records Revisited
Yellow Magic Orchestra – BGM (1981)
Winke für die Zukunft: Die japanischen Synthesizerzauberer des Yellow Magic Orchestra entwarfen auf ihrem vierten Album »BGM« eine Background Music für nachfolgende Generationen.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Love's Secret Domain (1991)
Techno ist es nicht – doch hinterließ »Love’s Secret Domain« tiefe Furchen in der Clubmusik der 1990er Jahre und markierte für Coil jenen Wendepunkt, ab dem ihr Wirken eine neue Richtung einschlug. Das Projekt hätte es fast zerrissen.
Music Porträt
Die P
Die Messlatte höher legen
Sie ist das erste Signing des All Female*-Labels 365xx Records und veröffentlicht dieser Tage ihr Debüt »3,14«. Für Die P ist die Golden Era schlicht nachhaltig, Competition ist für sie Ansporn, besser zu werden. Ihr Ziel: Zeitlosigkeit.
Music Porträt
Important Records
Deep Listening Forever!
Ob Pauline Oliveros, Éliane Radigue, Alina Kalancea oder Caterina Barbieri: Seit 20 Jahren ist Important Records wie ein gut bestückter Plattenladen für aufregende Sounds – die beste Anlaufstelle für Musik, die intensiv gehört werden muss.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2021
Die ganze Welt verarbeitet im März 2021 immer noch den März 2020, nur unser Kolumnist ist weiterhin auf der Suche nach Wrong-Speeder-Optionen. Aigners Inventur: Dub aus dem Abyss und durch die FFP2-Maske gerauchte Kippen.
Art Porträt
Vincent de Boer
Wie Jazz mit Pinseln
Der niederländische Künstler Vincent de Boer ist zu einem festen Bandmitglied der britischen Jazzer von Ill Considered avanciert. Er zeichnet Plattencover auf Basis der gehörten Grooves. Für »The Stroke« wurde der Prozess nun umgedreht.
Music Kolumne
Records Revisited
Dinosaur Jr – Green Mind (1991)
Viele Rockbands nehmen zu Beginn der 1990er Jahre ihre bis dahin besten Alben auf. Auch Dinosaur Jr. Während die Band selbst bei den Aufnahmen bereits auseinanderbricht, strotzt ihr viertes Album »Green Mind« vor Kreativität.
Music Porträt
Phew
Ein Leben gegen den Strich
Punk mit Aunt Sally, Synth Pop mit Sakamoto und experimentelle Musik solo und mit anderen: Die japanische Musikerin Phew sucht seit über vier Jahrzehnten die Fehler in der Musik, weil sich darin nur deren Möglichkeiten offenbaren.
Music Porträt
Far Out Recordings
Im Epizentrum der Brazil-Welle
Joe Davis ist der Lokführer, auf dessen Zug Mitte der Neunziger eine ganze Generation Brazil-affiner Producer aufsprang. Mit seinem Label Far Out Recordings wurde er zum weltweiten Statthalter brasilianischer Musikkultur.
Music Kolumne
Records Revisited
Carole King – Tapestry (1971)
Carole King wollte nie Popstar werden, sondern nur Songs schreiben. Weil sie das aber konnte wie niemand sonst, wurde sie es dennoch – mit »Tapestry«, ihrem Debütalbum aus dem Februar 1971.
Music Interview
Audio88 & Yassin
Der bessere Diss
Auf das verflixte fünfte Album von Audio88 und Yassin mussten Fans verflixte fünf Jahre warten. Im Zuge des Weltgeschehens ist es kein Wunder, dass sie radikaler auftreten als je zuvor. Ein Interview anlässlich des neuen Albums »Todesliste«