Music Kolumne | verfasst 31.01.2018
Vinyl-Sprechstunde
Rhye – Blood
Lieder über die Liebe, sinnliche Coverbilder nackter Frauen: Rhye sind nach vier Jahren zurück mit einem neuen Album. Es kommt ganz unschuldig daher, am Ende könnte aber James Franco dahinter stecken.
Text Florian Aigner, Pippo Kuhzart, Kristoffer Cornils
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Kunze: Die Ankündigung der neuen Rhye-Platte hat echt gute Resonanz bekommen so. Ich habe mich gefragt: wer hat Bedürfnis nach Pop dieser Art und warum? Ohne, dass das jetzt heißen soll, dass ich Rhye kacke finde.
Aigner: Klar. Ist ja auch das Schlimmste von Phoenix und Haime in einem <3

Cornils: Rhye waren 2013 ein weltumspannendes Indie-Hypethema. Davon habe ich nichts mitbekommen, weil ich das Jahr über meistens mit Bruxismus in den Seilen hing, während im Hintergrund Funktionstechno lief. Reden wir nicht drüber und stattdessen über diese Platte. Mein Vorschlag: R’n’Bient 5: Musik für Netflix-Serien.

Aigner: Wo kommt dieser Rhye überhaupt her?
Cornils: Sind zwei Kerle, L.A. via Kanada beziehungsweise Dänemark. Obwohl einer vielleicht nicht mehr dabei ist, so genau weiß das offensichtlich niemand, weil nichts Genaues weiß man nicht. Weil mystisch sein zum Biz gehört heutzutage. Ich würde mir stattdessen Jessy Lanza-Songs wünschen. Aber nun sitzen wir halt hier.

Rhye schaffen schon eine Gratwanderung zwischen Nähe und Distanz. So entsteht dann auch ein Allgemeingültigkeitseffekt Kunze: Okay, ihr wollt also die Deckel-drauf-Affe-tot-Nummer abziehen, ja? Versucht doch wenigstens zu verstehen, aus welchen Gründen das 2013 viele gut fanden. So hat das echt wenig Sinn. Klar, deren Musik ist natürlich das Ding von niemanden von uns. Aber das jetzt nur über die möglichst heißeste Punchline von drei Seiten zu zerreißen, ist doch kompletter Blödsinn. Das kann man bei Kollegah machen, oder irgendwelchen Clowns, die Scheiße verzapfen und nur ihr aufgeblasenes Ego durch die Welt schieben. Aber doch nicht hier! Wir könnten uns also doch wenigstens ein bisschen Mühe geben und versuchen die Frage zu beantworten: Warum hat »The Fall« 2013 (inklusive mir) so viele berührt?

Cornils: Okay, dann lasst es uns gruppentherapeutisch und ergodynamisch erschließen. Go, team! 2013 war genau das Jahr, indem die Wahrnehmungslage ziemlich zu kippen begann: Social Media wurde einfach zu viel, zu unpersönlich und neuer Innerlichkeitseskapismus bot sich als Ausflucht an. Genau da setzten Rhye an. Der erste Viralhit war offenkundig ein Video, bei dem der Sänger seiner Frau im Kerzenschein zu gehauchter Pianobegleitung ein Liebeslied vorsang. So kitschig das klingt: ich kann das schon nachvollziehen, dass das viele schön, vor allem aber authentisch fanden. Fast forward nach 2018 wirkt das jedoch alles sehr Instagram-Influencer-Mindset-like.

Kunze: GUT! Dann ist das doch der richtige Talk jetzt mal. 2013: allumfassende Öffentlichkeit, Sex in 4K aus dem Reagenzglas, Virtualität überall. Und Rhye haben haben in dieser Zeit über ihre Musik und Videos ein Gefühl von Intimität und Sinnlichkeit vermittelt. In »Open« sehr offensichtlich mit einer art-y Darstellung von dem, was man in dem Kontext wahrscheinlich Liebe-Machen nennen muss und bei »The Fall« mit einer, keine Ahnung, sensiblen Charakterstudie eines Middle-Agers.

Cornils: Das Grundrezept ist weitgehend dasselbe geblieben: Möglichst wenig und möglichst viel von diesem wenig. Hier eine kleine Gniedelfunkgitarre, dort zwei drei Klaviertupfer drüber gestreut, bisschen gedämpfte Bläser und Falsett aaall the way. Am Anfang dachte ich sofort an The xx, nur hat das hier in der Theorie zumindest mehr Lendensaft am Revers kleben. Sade-Studenten, die beim Songwriting nicht mehr spicken müssen. Das ist ja eigentlich kein schlechter Anfang.

Aigner: Ey ich kann voll nicht, das ist für mich total nichtssagende Musik, for real. Wirklich, das erste Album, das sich für mich anfühlt wie eine iPhone-Hülle…
Cornils: …Rhye wollen uns möglichst wenig in die Hände, das heißt möglichst wenig von sich preisgeben. Das gelingt ihnen auch. Alles bleibt schwammig und unklar, obwohl offenkundig der Lattenrost wackelt. Rhye schaffen schon eine Gratwanderung zwischen Nähe und Distanz. So entsteht dann auch ein Allgemeingültigkeitseffekt: Die Liebe, die Leidenschaft, der Sex, von denen erzählt wird, ist intim und dennoch nicht zu persönlich. Deswegen ja Netflix: Ist das nicht genau die Musik, die die Charaktere von Serien wie »Love« auf Spotify durchlaufen lassen, während sie uns die ganz normalen white people problems verkörpern?

Kunze: Musste mir please nochmal erklären: Warum entsteht dieser Anspruch auf Allgemeingültigkeit?

Cornils: Es ist so gesichts- und charakterlos. Das macht es universell. Da hilft diese Verschleierungstaktik – wer sind das überhaupt, singt da eine Frau (dachten wohl ernsthaft viele im ersten Moment), ist das mittlerweile nur noch ein Solo-Projekt, etc. pp. – natürlich ungemein. Habt ihr euch mal die Artworks von Rhye angeschaut? Straight up Newton-versucht/Riefenstahl-erreicht-kinda-Ästhetik, nackende Frauenkörper in Graustufen ästhetisch in Szene gesetzt, damit sie als Leinwand für beliebige Fantasie hinhalten können. Finde ich alles brenzlig irgendwie, insbesondere weil ich das, was dahinter liegt, nicht recht erhaschen kann. Das macht das Artwork im wahrsten Sinne sinnbildlich, weil es diese abstruse Synthese aus Verschleierung und Offenbarungslust gut auf den Punkt bringt. Aber das ist schon das Beste, was ich darüber sagen kann.

Aigner: Ich glaube das ist das größte Problem für mich an diesem – sorry oh je – weißen R’n’B: bei aller Nacktheit auf dem Cover, wirkt das als Ganzes so entkörperlicht.
Cornils: Entkörperlichung bei FKA Twigs (damals) und Kelela (im »A Message«-Video) war oder ist allerdings eine extreme Stärke des neuen R’n’B. Hier aber nicht, das sehe ich genauso.
Kunze: Wir drei empfinden dieses Entkörperlichte halt als blutleer, während bei anderen Rezipienten, und das erklärt ja die Anziehungskraft von Rhye, das Entkörperlichte bedeutet, dass das »Herz« mehr Raum kriegt.

Cornils: Ja, dabei heißt dieses Album literally »Blood«. Kann sich auch niemand ausdenken, wie uns hier aus Versehen die Kalauer unterlaufen. Aber ja, ich schätze mal so ist es. Obwohl ich nicht weiß, wie gut das den Fans der ersten Platte wirklich reingehen dürfte. Deren Verhältnis zu Liebe, Sex und Körperlichkeit muss sich in den letzten fünf Jahren doch geändert haben. Nehmt »Song For You» zum Beispiel: Da singt er zum Schluss »I feel your heartbeat« in Dauerschleife. Form follows function, okay, aber kann das 2018 noch wirklich jemand ernst nehmen? Oder bin ich einfach nur zynisch und… Es ist 2018 ernster zu nehmen denn? Ist das der Tune für die Post-Tinder-Generation?

Kunze: Ich glaube, wir mögen es nicht, weil uns eben 2018 nur ein neuer oder andersartiger Ausdruck des hier Besungenen (Liebe, Nähe, Pipapo) reizen würden. Ich glaube, andere mögen es gerade dafür, wie bekannt es ihnen vorkommt. Weil es so etwas Heimeliges hat, in dem man sich mit seinen schablonenhaften Vorstellungen von Romantik aufgehoben fühlen kann..
Cornils: Das eben ist mein Problem, ich finde es so furchtbar inszeniert und idealisiert. Das finde ich in Bezug auf Liebe sehr ungesund. Rhye ist wie die Hintergrundmusik für die erste Sexszene in einem Drama: Halbdunkel, blütenreine Laken, Küsse aufs Schlüsselbein und gelegentlich Zeitlupe. So, wie Sex im US-Fernsehen vor »Girls« aussah und wie er in ganz echt und authentisch und so eben nicht.

Aigner: Lief sowas nicht trotzdem auch bei »Girls«?
Cornils: Bestimmt, aber dann vielleicht als sarkastischer Kommentar.
Kunze NE! NEIN!
Aigner: Null!
Kunze: In »Girls«??? In vollem Ernst, jederzeit.
Aigner: DEAD SERIOUS
Kunze: Maggie oder wie die heißt, läuft mit nassem Kleid unter der Subway nach Hause, Liebes-Aus davor in der Cocktailbar.
Aigner: Alter, Rhye sind voll die die Marnie-Band, jetzt check ich warum ich das so kacke finde.
Kunze: Ah ja, Marnie.

Wissen wir sicher, dass einer von den beiden nicht James Franco ist, eigentlich? Cornils: Im Grunde nehmen Rhye wie gesagt zum zweiten Mal den Staffelstab von The xx auf, allerdings hat Frank Ocean schon vorgemacht, wie R’n’B auf Totalentschleunigung am besten geht. Nur spricht bei dem eben die Mutter auf die Mailbox, bei Rhye ist das komplett ausgestrichen. Null persönlich, diese Musik. »You wanna lay low / You wanna stay safe«, infuckingdeed.
Kunze: Haha ja, vergiss es. Dazu passt ja auch die Musik: diese Ableton-Abgerichtetheit, das ist alles so steril. Und dann dieses bisschen Funk auf »Feel Your Weight», um alles ein wenig aufzupeppen
Cornils: …das bisschen Funk ist total kalkuliert und damit das Gegenteil von Funk. Überhaupt: Funkgitarren und Streicher, ich bitte euch.

Aigner: Also ich meine ihr seid doch bei mir: Wenn die beiden Kumpels wären und sie würden euch das vorspielen, ihr würdet doch LOLen?
Kunze: Facepalmen. Mein Leben in Frage stellen: warum habe ich Kumpels, die Musik machen, die ein einziger Allgemeinplatz ist?
Cornils: Ich hätte nie solche Kumpels, glaube ich. Hoffe ich. Will ich nicht und nie haben. Weil, und das ist das Problem, das ich oben schon angesprochen hatte: Ich finde das ist die übelste Fuckboy-Musik, die eine totale Verständigkeit suggeriert, aber das Versprechen nicht einhält.

Aigner: Wissen wir sicher, dass einer von den beiden nicht James Franco ist, eigentlich?
Kunze: OH MEIN GOTT
Cornils: Hahaha. Der andere ist Shia LaBeouf.
Aigner: FUCK.
Kunze: Ich sehe sie so vor mir, geschminkt, nackt, und mit einem hämischen Grinsen im Gesicht.

Aigner: Wichtig: Hassen wir das jetzt mehr als Radiohead?
Kunze: Auf keinen Fall. Weil weniger Sendungsbewusstsein. Und hassen kann man die ja auch nicht wirklich, dafür ist das viel zu egal. Ich finde das ist so das musikgewordene 26-Grad-Wasser in einem öffentlichen Schwimmbad: schon halt Pisse, aber hey, es ist warm, could be worse.

Cornils: Weniger Sendungsbewusstsein, dennoch auf verquere Art ideologisch. Der Gründungsmythos von Rhye ist ja der, dass die beiden krass verliebt waren und ihre Musik davon inspiriert wurde. Es gibt diesen Song auf dem ersten Album, wo er nur das Wort »woman« singt, immer und immer wieder. Ich finde das haarsträubend, wenn Frauen auf so eine Musenfunktion reduziert werden. Das ist eben der Fallstrick dieser Unpersönlichkeit, es wird schnell irre unterkomplex. Oder wer hört das denn und denkt sich: Hey, ich fühle mich in der ganzen Komplexität meines Seins angesprochen? Aber darum, das haben wir ja schon besprochen, geht es wohl auch einfach nicht. Natürlich ist das nicht mal möglich. Rhye rühren am Ideal, drunter machen sie’s nicht. Aber trotzdem: Bitte, bitte, bitte, hört euch lieber Kelela an. Abra!

Kunze: Och, komm, das mit der Musenfunktion ist jetzt doch ein bisschen arg fies konstruiert. Ich kann mir durchaus einen Verliebten vorstellen, der die Angebetete ganz und gar auf einer Ebene sieht und trotzdem »Sabine, Sabine, Sabine« flüstert. Und die stille Sabine dadurch nicht zur bloßen Leinwand wird, auf der sich der mächtige Schatten seines Glieds abzeichnet
Cornils: Ja, aber »Sabine, Sabine, Sabine« richtet sich immerhin an eine Person: Sabine. »Woman, woman, woman« nicht. Sondern nur an eine Kategorie. Das hat nicht mal so eine »you’re so vain«-Cleverness an sich.

Aber im Gesamtkontext finde ich das inhaltsleer at best und bedenklich at worst. Kunze: Okay, je mehr ihr darüber redet, um so mehr wird mir klar, was das eigentlich für eine fiese, gefährliche Mogelpackung ist: weil hier Soap-Emotions verkauft werden als seien sie mehr als das, weil hier Sensibilität mit jedem Ton suggeriert wird, aber dann dann Cover und Texte eigentlich einfach nur plump auf gewöhnliche Affekte abzielen.

Cornils: Das meinte ich ja von Anfang an und deswegen frage ich mich vor allem, welches Männlichkeitsbild hier transportiert wird. Weil das doch eigentlich die Kernfrage ist.
Kunze: Vielleicht eher welches Beziehungsbild?
Cornils: Meinetwegen auch so, wenn du Beziehung im selben Zug als Machtverhältnis verstehst. Das meinte ich ja mit der Musenfunktion: Der Frau wird vorgesungen, das heißt sie hält die Schnauze und darf sich bewundern bzw. umschmeicheln lassen. Brrrrr.

Rhye - Blood Webshop ► Buy Vinyl LP Kunze: Da friert es mich per se nicht. Umschmeicheln darf ja, manchmal darf auch nur einer reden. Kommt drauf an, was gesagt wird.
Cornils: Ja, voll. Absolut. Aber im Gesamtkontext finde ich das inhaltsleer at best und bedenklich at worst. »Oh, baby please / Oh, my heart’s on the pavement / Oh, baby please / Oh, my heart’s on the pavement / Where we’re building you and me / Don’t cry that way«. Minnegesang im 21. Jahrhundert, damn ass Mittelalter shit right here.
Aigner: The Guardian, 2013: »The sublime One of Those Summer Days could even be a weightless Cocteau Twins. These are songs to lose yourself in; a paradise of loveliness.« Ich glaub es hackt.
Kunze: A PARADISE OF LOVELINESS. Wir können jetzt überleiten zum Thema DJ-Sprech.
Cornils: Magic moments…
Kunze: …wonderful amazing people and vibes. Appreciation, love…. Thanks.

Aigner: LOL, Laut.de, 2013: »Damit das körperliche Wesen nicht vollkommen in Trance verfällt, bringen die funkigen Parts von »Hunger« wieder frischen Schwung in die Bude.«
Kunze: Schwung in die Bude…
Aigner: SCHWUNG IN DIE BUDE
Kunze: SCHMUSEN
Cornils: SIE HEIZTEN DEM WILLIGEN PUBLIKUM GEHÖRIG EIN LEVEL SCHREIBE
Kunze: EINFACH NUR NOCH SCHMUSEN
Aigner: Jetzt weißt du auch, wer sowas hört.

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Carole King wollte nie Popstar werden, sondern nur Songs schreiben. Weil sie das aber konnte wie niemand sonst, wurde sie es dennoch – mit »Tapestry«, ihrem Debütalbum aus dem Februar 1971.
Music Interview
Audio88 & Yassin
Der bessere Diss
Auf das verflixte fünfte Album von Audio88 und Yassin mussten Fans verflixte fünf Jahre warten. Im Zuge des Weltgeschehens ist es kein Wunder, dass sie radikaler auftreten als je zuvor. Ein Interview anlässlich des neuen Albums »Todesliste«
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Madlib – Sound Ancestors
»Das erste Madlib-Album, das wirklich als Album gehört werden kann«, sagte Four Tet. – Das ist doch Schwachsinn, sagen unsere Kolumnisten. Sie fragen sich: Hat Madlib hier nicht einfach gemacht, was er immer gemacht hat – und…will man das?
Music Kolumne
Records Revisited
Jan Jelinek – Loop-Finding-Jazz-Records (2001)
2001 hing Jan Jelinek das Ego an den Nagel und lud seinen Sampler mit Klängen von Jazz-Platten auf, um daraus Loops zu basteln. Die liefen aneinander vorbei und bildeten Moiré-Effekte. Davon lebt die Magie von »Loop-finding-jazz-records«.
Music Interview
The Notwist
»Es ist immer ein Zurückkommen«
The Notwist sind wieder da. Sieben Jahre haben sich die Brüder Markus und Michael Acher Zeit gelassen, mit Cico Beck einen Ersatz für Martin Gretschmann gefunden, und einen Klang gefunden, der universeller ist als je zuvor. Ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
Brian Eno & David Byrne – My Life In The Bush Of Ghosts (1981)
Ethno-Sampling als Pop: Mit ihrem Album »My Life in the Bush of Ghosts« landeten Brian Eno und David Byrne 1981 einen Innovationshit. 40 Jahre später klingt das selbstverständlich. Dafür ergeben sich andere Schwierigkeiten mit dem Ansatz.
Music Interview
Common
»Befreiung fängt im Kopf an«
Sein neues Album trägt den Namen »A Beautiful Revolution Pt.1«, erschien bereits im Oktober digital und in diesen Tagen wird es nun auch auf Vinyl veröffentlicht. Wir nutzten die Gelegenheit mit dem Rapper aus Chicago zu sprechen.
Music Porträt
Zoviet France
Fiebertraum vom Ende
Keine Namen, keine Gesichter, keine Tradition: Zoviet France wollten als anonymes Kollektiv Anfang der Achtziger die Antithese zum orthodoxen Kunstverständnis formulieren – und wurden dabei zu Kultfiguren wider Willen. Bis heute.
Music Liste
Aigners Inventur
Januar & Februar 2021
Ist es Gott? Ist es Hesse? Ist es Domian? Nein, es ist zum Glück einfach nur der Aigner. Der hat die Gardinen seit Wochen maximalst zugezogen und schickt uns die erste Inventur des noch fast unbefleckten neuen Jahres aus dem Kabuff.
Music Liste
Aaron Frazer
10 All Time Favs
»Introducing« heißt das erste Soloalbum von Aaron Frazer. Als Schlagzeuger von Durand Jones & The Indications ist er aber längst kein unbekannter. Musikalisch geht’s in die Sechziger. Uns sagt er, was ihn wirklich musikalisch geprägt hat.
Music Porträt
On The Corner
Banger für das Hinterzimmer
Mit seinem Label On the Corner Records serviert Pete Buckenham einen berauschenden Eintopf aus afro-futuristischen Jazz-Konzepten und zeitgenössischen Street Grooves und stößt er heute bereits die Pforten zum Sounduniversum von morgen auf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Albums
Sprechen wir es aus: Musik ist in Gefahr, weil sie nicht gemeinsam erlebt werden kann und weil ihre Macher*innen sich seit Monaten in einer existenziellen Krise befinden. Auf Schallplatte gab es dennoch einiges zu hören, wie diese 50 Alben.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 12inches
Tanzen war 2020 nicht wirklich. Aber die Vinyl 12" war trotzdem ein begehrtes Format. Und zwar für Musik, die von einer Zeit nach der Katastrophe träumt. Hier sind unsere Top 20. Einen Bonus in Form einer Vinyl 7" gibt’s obendrauf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.
Music Kolumne
Records Revisited
The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)
Pioniere im Andersdenken. Vor 25 Jahren wurden die überdrehten Klassenclowns von The Pharcyde auf ihrem zweiten Album »Labcabincalifornia« zu zynischen Antihelden. Daran trug auch ein damals unbekannter producer namens J Dilla Schuld.
Music Porträt
Tidal Waves
Die Welle reiten
Eine kräftige Welle hat schon so manchen Schatz an Land gespült. So gesehen passt der Name, denn das belgische Reissue-Label Tidal Waves sucht, findet und veröffentlicht verlorengeglaubte Perlen der Musikgeschichte.
Music Kolumne
Records Revisited
Four Tet – There Is Love in You (2010)
Als Four Tet Anfang 2010 das Album »There Is Love in You« veröffentlicht, muss er der Welt nichts mehr beweisen und setzt sich einem retromanischen und verbissenen Zeitgeist mit einem gerüttelt Maß Glückseligkeit entgegen.
Music Kolumne
Records Revisited
GZA – Liquid Swords (1995)
Vor 25 Jahren säbelte GZA sein erstes Solo-Album innerhalb des Wu-Tang-Universums raus, boxte im Schatten von Shaolin-Kriegern und machte seine Gegner mit Lines einen Kopf kürzer. Das Ergebnis nannte sich »Liquid Swords«.
Music Porträt
Mort Garson
Musik für Pflanzen und Menschen
Er war an über 900 Liedern beteiligt, erreichte Platz 1 der Billboard Charts, doch Mort Garsons heutiger Ruhm beruht auf einer Begegnung mit Bob Moog, den er überredete, ihm einen seiner Synthesizer zu überlassen. Eine Wiederentdeckung.
Music Kolumne
Records Revisited
Pet Shop Boys – Behaviour (1990)
»Behaviour« ist das Pet Shop Boys-Album schlechthin. Reflektierte Texte, die schon damals bewährten Hymnen-Melodien und Harold Faltermeyers analoge Produktion verschmolzen zu einem Klassiker, der keinen Staub ansetzen will.
Music Porträt
Dark Entries
Zwischen Disco, Goth und Porno-Soundtracks
Seit 2009 betreibt Josh Cheon sein Label für Undergroundiges aus den 1980er Jahren und solches, das es werden will. Nächstes Jahr wird er über 300 Schallplatten dort veröffentlicht haben. Wir stellen euch das Label aus San Francisco vor.