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London
Death Is Not The End (Plattenlabel)
Death Is Not The End ist ein 2014 von Luke Owen gegründetes, britisches Plattenlabel aus London. Angolanische Gefängnis-Spirituals, spirituelle Harfengesänge, indigene Pilzrituale aus Mexiko und immer wieder Blues, Blues, Blues in allen seinen Formen – es ist eine denkwürdig obskure Mischung, die der Brite von London aus über sein Label und die gleichnamige, 2015 gestartete NTS-Radioshow in die Welt hinaus funkt. Seinen Anfang nahm das musikalische Spezialinteresse des Labelbetreibers schon früh. »Als Kind habe ich viel Folk und Blues aus der Plattensammlung meines Vaters gehört«, erinnert sich Owen. »Das ist mir erhalten geblieben. Ich habe auch immer schon viel experimentelle und internationale Musik gehört, was sich im Output des Labels niederschlägt.« Neben historischen beziehungsweise ethnografischen Aufnahmen zeigt sich dies auch in der Kollaboration mit dem russischen Label Ored Recordings, dessen Bemühungen sich auf traditionelle Musik aus der Kaukasusregion erstrecken und dem Death Is Not The End zwei Compilations gewidmet hat. Ähnlich sieht auch Owen die Aufgabe seines Imprints. »Es existiert als Versuch, interessante und unterschätzte Musik auszugraben, die mir zusagt. Ein Aspekt ist außerdem kulturwissenschaftlicher Natur.« Neben den Ored-Aufnahmen finden sich zwischen all den Perlen aus vergangenen Tagen und abgelegenen Winkeln der Welt auch einige zeitgenössische Aufnahmen. Das kanadische Duo East Of The Valley Blues veröffentlichte Ende 2017 mit »Fayet« sein erstes Album auf Death Is Not The End. Darauf zu hören war minimalistischer, Blues-inspirierter Folk im Langformat – zwei Stücke auf rund 35 Minuten. Owen war zufällig auf die Musik der beiden Gitarristen gestoßen und sah einen Zusammenhang zu seinem eigenen Unternehmen. »Der Kram von John Fahey [US-amerikanischer Fingerstyle-Gitarrist, Anm d. Red.] hat mich von früh auf interessiert und ich denke mal, dass sie sich darauf beziehen. Hoffentlich wird es davon noch mehr geben, denn diese Art von Musik ergänzt das archivarische und ethnografische Zeug bestens.« Komplementär zum Sound legt Owen auch Wert auf die Medien, über die er seine Musik vertreibt. Die meisten der Death Is Not The End-Releases sind auf Tape zu haben. »Kassetten waren das Format meiner frühen Kindheit und ich schätze mal, dass sie deshalb einen nostalgischen Wert für mich haben«, gibt er zu. »Ich denke aber ebenso, dass es zur Idee des Labels passt. Der Sound ist ein Faktor, denn das Rauschen ergänzt die sowieso schon knisternden Aufnahmen.« Das trägt ebenso zum quasi-hantologischen Charakter des Labels bei wie dessen Name oder der deutliche thematische Schwerpunkt. »Ich bin nicht religiös, habe mich aber immer dafür interessiert, wie Musik und Rituale miteinander korrelieren. Das schlägt sich aim Label nieder.« Auch das ist, wie eigentlich alles an Death Is Not The End, erfreulich unüblich.
Death Is Not The End in Features
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Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet, egal ob auf Quarantäne-Walks als Manteltaschenfutter für den Walkman oder doch zu Hause, als das Tapdeck Bandnudelsalat kredenzte, während der Sauerteig im Ofen aufging. Besondere Musik im untotesten Format der Mediengeschichte.
Music Porträt | verfasst 17.01.2018
New Record Labels #35
Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords & Meakusma
Jeden Monat stellen wir euch Plattenlabels vor, die neu bei uns im Webshop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords und Meakusma. Genau ein Label aus London, das den Blues für sich entdeckt hat, eines aus Amsterdam, das sich durch seine Heterogenität auszeichnet, ein House-Label aus Offenbach am Main und ein belgisches Label das der spielerischen Experimentalität frönt.
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Mandala
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Music Porträt | verfasst 16.02.2021
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Punk mit Aunt Sally, Synth Pop mit Sakamoto und experimentelle Musik solo und mit anderen: Die japanische Musikerin Phew sucht seit über vier Jahrzehnten die Fehler in der Musik, weil sich darin nur deren Möglichkeiten offenbaren.