Music Review | verfasst 22.05.2019
Harry Mosco
Peace & Harmony
Isle Of Jura, 2019
Text Andreas Schnell
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Redaktion
Cover Harry Mosco - Peace & Harmony

»Mr. Funkees« steht da auf dem Cover, zusätzlich zu seinem Namen: Harry Mosco gründete mit The Funkees um 1970 herum eine der angesagtesten Bands der Szene in Lagos. Der Name war, nun ja, Programm. Wo die Alben der Funkees allerdings vom Afro-Beat geprägt sind, hat Harry Mosco am Ende der 1970er Jahre die Palette erweitert. Ein Disco-Vibe durchzieht das 1979 veröffentlichte »Peace & Harmony«, Moscos drittem Album innerhalb von zwei Jahren. Schon der Opener »Sexy Dancer« feiert mit eleganten Bläser-Riffs und jauchzendem Falsett die befreiende Wirkung des Nachtlebens, um im folgenden »Step On« gleich noch zu sagen, wie es geht: »Step on / Don’t be afraid / Step on / Let it happen«. Dass er auch ein veritabler Crooner ist, beweist Mosco dann in der ergreifenden Soul-Ballade »She’s Gone«. Und die B-Seite eröffnet mit dem Titelstück, einem swingenden Reggae, unterstrichen von dem sechsminütigen »Peaceful Dub«, bevor »Do It Together« zum Abschluss noch einmal auf die Tanzfläche. Und es kann wenig Zweifel daran bestehen, dass das für Harry Mosco) mehr bedeutete als nur eine Samstagnacht. Sein Album widmete er einst »dem Frieden und Harmonie Afrikas, meinem Vaterland«. Eine großartige Verneigung vor diesem 2012 gestorbenen Künstler.

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