Music Review | verfasst 20.12.2010
Mark Fell
UL8
Editions Mego, 2010
Text Sebastian Hinz
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Redaktion
Cover Mark Fell - UL8

Mark Fell ist eine Hälfte des Sheffielder Clicks & Cuts-Gespanns Snd. Er hat soeben binnen weniger Tage gleich zwei neue Alben veröffentlicht. Während sich Multistability in seiner Konzeption der Multistabilität in Gestaltpsychologie und Systemtheorie annimmt, hat UL8 den Lautsprecher Celestion UL8 als Quelle der Inspiration gewählt, ein für Mark Fell’s Sounderfahrung entscheidendes Gerät. Überraschenderweise entpuppt sich im Vergleich UL8 dann aber als der weniger einnehmendere Klangentwurf. Was allerdings nicht als Abwertung missverstanden werden sollte, sondern lediglich die Verschiedenheit der Zugänge zu den einzelnen Werken betont. UL8 ist in drei Teile aufgeteilt, welche die Ergebnisse von quasi-experimentellen Anordnungen präsentieren, deren Kern die Modulation von Frequenzen darstellt. In Part One ist dabei der Rhythmus bestimmend, Part Two konzentriert sich mehr auf das Generieren von Sounds, Part Three bringt Rhythmus und Sound zusammen und kann auch dem Namen nach als eine Hommage an Florian Heckers Acid In the Style Of David Tudor gehört werden. Das abschließende Death Of Loved One hat dann regelrecht Track-Charakter und zeigt, in welch’ komplexe Richtungen sich die minimalen Klänge bewegen können, wenn das Soundgerippe ein bisschen Fleisch ansetzt.

Das Album UL8 von Mark Fell findest du bei hhv.de: CD
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