Music Review | verfasst 25.02.2011
Those Dancing Days
Daydreams & Nightmares
Wichita, 2011
Text Jan Wehn
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6.5
Redaktion
Cover Those Dancing Days - Daydreams & Nightmares

Die fünf Damen der schwedischen Kapelle Those Dancing Days lieferten mit ihrem Debüt In Our Space Hero Suits 2008 beispielhaft-brillanten Sorglospop, der gleichermaßen für das abendliche Schaulaufen auf den Indie-Tanzfluren und das entspannte Schlendern über den Vintage-Flohmarkt geeignet war – kurzum: unangestrengtes Liedgut, welches sich gut ins Gesamtbild der musikalischen Schwedenexporte fügte. Knapp drei Jahre später geben sich Those Dancing Days immer noch gewohnt souverän, dafür aber – und hier muss man dem PR-Sprech dann leider doch mal recht geben – deutlich erwachsener. Ein Stück weit verständlich; war das Quintett doch zum Release seiner ersten EP noch nicht einmal der dem Klassenzimmer entflogen. Schon das Intro Reaching Forward kommt ungewohnt laut reingepoltert. Fuckarias mutet dann ziemlich elektrisch an und I Know Where You Live ist mit peitschenden Hi-Hats und nervösem Basslauf auch mehr so Punk der New Yorker Schule als Stockhölmchen-Syndrom. Überhaupt: Alles irgendwie †˜n büschen dreckiger, möchte man meinen. Aber mit When We Fade Away und I’ll Be Yours haben die Mädels dann doch noch den altbewährten Schwedenpop Marke Unkompliziert dabei. Kein großes Wagnis, aber eine gewohnt gute Platte.

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