Music Review | verfasst 01.09.2020
Linda »Babe« Majika
Don't Treat Me So Bad
Be With, 2020
Text Harry Schmidt
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Redaktion
Cover Linda »Babe« Majika - Don't Treat Me So Bad

Die Reissue-Spezialisten Be With, auf deren Konto bereits so verdienstvolle Wiederveröffentlichungen wie die wichtigsten Alben von Ned Doheny oder »Event Horizon«, das 1982 erschienen Album der Necessaries mit Arthur Russell gingen, lassen ein weiteres Mal etwas Luft aus den überhitzten Gebrauchtplattenpreisen des Sammlermarkts: Das 1988 auf Umkhonto Records veröffentlichte Original des Debütalbums der südafrikanischen Sängerin Linda »Babe« Majika geht auf einschlägigen Plattformen für dreistellige Summen über den virtuellen Ladentisch. Verständlich, handelt es sich bei »Don’t Treat Me So Bad« doch um ein unwiderstehliches Amalgam aus Euro Disco, Synth-Pop und charakteristischen Elementen südafrikanischer Gegenwartsmusiken wie Highlife oder Mbaqanga. Produziert von Freeway-Member Ace Mbuyisa, präsentiert sich Majika, vormals Mitglied der Hot Soul Singers, auf den sechs Songs ihres Bubblegum-Meisterwerks als afrikanische, weibliche Antwort auf den Proto-House-Sound von Acts wie Colonel Abrams. Tracks wie das Titelstück, »Play Boy« oder besonders der Electric-Boogie-Hit »Let’s Make A Deal« dürften auch auf zeitgenössischen Tanzflächen ihre zeitlosen Floorfiller-Qualitäten noch mühelos ausspielen können. Dazu trägt auch der optimistische, positiver Vibe der Nummern entscheidend bei. Kurzum: die Wiederentdeckung eines Electrofunk-Klassikers aus der Regenbogennation.

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