Music Review | verfasst 26.05.2021
Drab Majesty
Unknown To The I
Dais, 2021
Text Stefan Mertlik
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8.0
Redaktion
Cover Drab Majesty - Unknown To The I

Drab Majesty – das sind Mona D und ihr Partner Andrew Clinco. Obwohl es sich um Teamarbeit handelt, liegt das Scheinwerferlicht aber nur auf einer Person: Clinco tritt als Deb DeMure auf, ein androgynes Wesen aus einer anderen Welt, das sich nur als Zwischenspeicher für Kreativität und Kunst versteht. Er beschreibt es so: Ideen fliegen ihm zu, fließen durch seinen Körper und kommen auf »Unknown to the I« in Form von drei verträumten New-Wave-Stücken wieder heraus. »The oceans were the killing machines / Living our lives in most lucid of dreams«, heißt es im Opener. Eine lange Hallfahne liegt auf DeMures Stimme. Dadurch gerät der Gesang immer wieder in den Hintergrund. Das stört nicht. Denn auf »Saturn Inc.« verzichten Drab Majesty komplett auf Text. In Reverb ertränkte Gitarren, eingängige Synthie-Melodien und ein so präzises wie zurückhaltenes Schlagzeugspiel bestimmen die Lieder. All das schafft Atmosphäre. Das Arrangement von »Ultra Violet« entfaltet sich nur langsam. Drums kommen erst in der Liedmitte hinzu. Emma Ruth Rundle von den Red Sparowes unterstützt am Mikrofon. Mit einer Leichtigkeit klicken alle Elemente ineinander. Die EP bietet den idealen Einstieg in das Universum von Drab Majesty. Vertraut, warm und so cool wie Neonlicht – die 15 Minuten klingen, als hätte sich »Stranger Things«-Komponist Kyle Dixon mindestens ein Räucherstäbchen zu viel angezündet. Ursprünglich erschien »Unknown to the I« vor sechs Jahren auf Tape. Gemeinsam mit dem 2012 veröffentlichten Debüt »Unarian Dances« gibt es die Musik jetzt erstmals auf Vinyl.

Die EP »Unknown to the I« von findest du bei hhv.de auf Ice Clear Vinyl 12inch und 12inch.
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