Music Review | verfasst 18.06.2007
Mr. J Medeiros
Of Gods And Girls
Rawkus, 2007
Text Roman Högerle
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7.5
Redaktion
Cover Mr. J Medeiros - Of Gods And Girls

Holla. Wie Phönix aus der Asche sendet der Barbershop – ehemals durch Starbarbiere wie Black Moses und Talib Kweli zu Ruhm gelangt – wieder Signale an die zu Vollbart-Backpackern mutierte (Concious-)Hip Hop Klientel. Dass die Klingen trotz Riefen noch schneiden, beweist an dieser Stelle Mr. J Medeiros. Noch nicht viel gehört von dem Kerl? Yeah, me too! Aber dat macht ja nüscht. Abgesehen von seiner 9jährigen Gruppenmitgliedschaft bei den Procussions ist das ja auch sein erster Soloversuch. Textlich und stimmlich fühlt man sich zuerst an den von Kritikerlob überschütteten Lupe Fiasco erinnert. Nimmt man hier ein wenig (Stimm-)Höhe weg, stutzt da die Pop-Koteletten auf ein gesundes Maß, ist das dann auch nicht mal mehr so weit entfernt. Kick und Snare sitzen am richtigen Platz, experimentiert wird wenig – de Constance Remix ist noch am ehesten ein Ausflug in Experimentalgefilde. Alles jazzy, alles entspannt. Nur ein, zwei Skiptracks auf Albenlänge, da könnte sich selbst Herr Carter eine Scheibe abschneiden. Überraschend kommt__Keep Pace__ mit defektem Speedlimiter wie Lewis Hamilton aus der Boxengasse angeschossen, bevor Jason Medeiros (real name, no gimmicks) dann nach Kuba jettet und dem Buena Vista Social Club auf die Gichtfinger schaut. Nices Horns-Arrangement und ein beherzter Auftritt von Mr. Medeiros, mehr braucht es nicht. Hier kann man sich gerne mal den Schnauzer la Miami Vice stutzen lassen. Der Meister versteht sein Handwerk und hat dabei auch noch was zu sagen.

Das Album Of Gods And Girls von Mr. J. Medeiros findest du bei hhv.de: CD
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