Music Review | verfasst 24.02.2011
Various Artists
Finest Ego: New Zealand / Australian Beatmaker Compilation
Project:Moocircle, 2011
Text Pippo Kuhzart
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7.0
Redaktion
Cover Various Artists - Finest Ego: New Zealand / Australian Beatmaker Compilation

Im Grunde haben Globalisierung und Informationsmacht der Blogosphere dazu geführt, dass dem Hörer eigentlich Musik von jedem kleinen Kaff dieser Welt zugänglich gemacht worden war. Trotzdem bleiben Australien und Neuseeland (sieht man mal von Indie-Pop/Rock ab) musikalisch ziemlich unerforschte Gebiete. Die Finest Ego: New Zealand / Australian Beatmaker Compilation hat den Forschungsstand nun immerhin um ein weiteres wichtiges Detail erweitert: Irgendwo da unten im Süd Pazifik wird auch sein Teil zur Wonky Hip Hop/Electro Bewegung beitragen. Obwohl Los Angeles, im Moment wohl das Epizentrum dieser Bewegung, geographisch nicht gerade die nächste Adresse ist, wirkt es nicht so als würden die Beatmaker aus Australien und Neuseeland nur nachahmen und recylen, was mit etwas Verspätung bei ihnen agekommen ist. Vielmehr spricht die Compilation eine sehr vielseitige, elaborierte Sprache, die zeigt, dass sich musikalische Phänomen dort unten bereits eigentständige Entwicklungen nehmen konnte. Will man versuchen die südpazifischen Beatmaker mit den aus den Staaten kontrastieren, so könnte man verallgemeinernd sagen, dass die Musik weicher klingt. Die Beats auf der Compilation ziehen weniger harte Linien, zeichnen in schwächeren Tönen. Gleichzeitig sind sie einfacher aufgebaut als die abstrakten L.A. -schichtgebilde-Beats und verdeutlichen damit ihrer Herkunft aus dem Hip Hop. Musikalisch ein Genuss, Forschungstechnisch ein Fortschritt.

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