Music Review | verfasst 13.08.2011
Mathias Stubø
1979
BBE, 2011
Text Jens Pacholsky
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6.5
Redaktion
Cover Mathias Stubø - 1979

Disco & Disco Funk will never die. Denn Disco (und Artverwandtes) schien immer wieder aufzutauchen, wenn die Leute endlich mal Ruhe haben wollten. Wenn es smooth einhergehen sollte, den Scheiß da draußen vergessen. Da ist jetzt gerade die richtige Zeit. Und das nicht nur, weil Mathias Stubø Norweger ist.
So ist 1979 ein perfektes Album, wenn es mal nicht weh tun soll. Ein bisschen Quincy Jones’ Michael Jackson, ein bisschen Ibiza House, ein bisschen Roy Ayers, ein bisschen angeschnittene 1980er, ein bisschen nette Cutups a la Blockhead und Bigbeat-like Breaks. Kurz: Sonnenschein in jeder Ecke. Man darf dem gerade mal 19-jährigen vorwerfen, dass sein Debüt verdammt weich gespült ist, dass seine Breaks cool aber reichlich vorhersehbar sind, dass einem nach dem vierten Titel das Gedüdel auch mal schnell an den Nerven zerren kann. Man muss sich vor ihm auch verbeugen, dass er akribisch arbeitet, alle vermeintlichen Samples selbst einspielt und er in seinen jazzigen Momenten (wie in den herausragenden Every Now And Then und Ut I Svarte Natta) zur Höchstform aufläuft. Und natürlich darf man sich einfach zurücklehnen, durchatmen und die Sonne auf den nackten Bauch scheinen lassen. Ist schon ok. Das haben wir uns verdient.

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