Music Review | verfasst 02.11.2011
Gold Panda
DJ Kicks
!K7, 2011
Text Martin Silbermann
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6.7
Nutzer (3)
7.5
Redaktion
Cover Gold Panda - DJ Kicks

»Der Goldene Pandabär«, das klingt nach einer Trophäe – die vielleicht für musikalischen Farbwechsel vergeben werden könnte. Denn nimmt man den nahezu einzigen Vocalseinsatz dieses Mixes »I can catch up with a chameleon« wörtlich, könnte dies ein persönliches Motto von Derwin Panda sein. Er vereint hier feste Größen wie Burial und Jan Jelinek mit Newcomern vom Schlage eines Matthewdavid. Gemeinsam ist allen Tracks das geschmeidige Sounddesign, bei dem der Klang jedes Handclaps aufs exakteste getrimmt ist. Auch ist stets eine ausgeprägte Melodiösität spürbar (Paradebeispiel: Amstel von Opiate) – mal eher kleinteilig angelegt, mal elegisch zerdehnt und atmosphärisch. Damit ist klar: dieser Mix ist eher etwas für lange Zugfahrten, Kopfhörer oder die heimische Couch als für euphorisch durchtanzte Nächte. Geschickt stellt Derwin einen exklusiven Track an den Anfang (anstatt als selbstherrlichen Schlusspunkt), um zu verdeutlichen, wohin die Reise gehen wird. Aus seinem Debüt Lucky Shiner webt er Back Home ein und setzt damit eines der vielen kleinen Highlights. Das alles beweist, dass 15 Jahre nach Kruder & Dorfmeister die DJ Kicks-Reihe noch immer die interessantesten Künstler der elektronischen Musikszene auswählt, um ihr Können an den Turntables zu zeigen – und das obwohl Derwin sich eigentlich gar nicht als DJ bezeichnet.

Die Compilation DJ Kicks von Gold Panda findest du bei hhv.de: CD 2LP
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