Music Review | verfasst 15.10.2010
Goose
Synrise
!K7 Records, 2010
Text Karim Chughtai
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6.0
Redaktion
Cover Goose - Synrise

In Belgien versteht man es Krach zu machen. Nicht nur Soulwax haben die Überforderung ihrer Synthesizer begriffen, auch die Krawallbrüder von Goose legen nun vier Jahre nach ihrem Debüt nach und besinnen sich der national bewährten Formel lauter Dancemusik mit Rockattitüde. Auf Synrise unternimmt die Band Ausflüge in die 1970er/80er Jahre, in abgelegene Bereiche einer Giorgio Moroder Space Disco und Filmsoundtracks der Kategorie Tron. Klare Popstrukturen treffen auf Clubmusik. Weniger brachial, weniger übersteuert, weniger Ed Banger-Einfluß. Knüppelte Bring It On teilweise noch ziemlich euphorisch und Hands-in-The-Air-mäßig daher, so fordert der Nachfolger viel emotionalere Tiefe. Party-Moll mit Trance-Charakter. So ist Synrise eine Hommage an die eigenen Jugendhelden von Vangelis bis Philip Grass. Denen wird einzeln mit discoiden Synth-Arpeggios, schimmernden Strings, ekstatischen Sphären oder auch einem Gastauftritt von Peaches gehuldigt. Um den Live-Charakter der Band einfangen zu können wurde das Zweitwerk im ältesten Studio des Landes aufgenommen. Live Drums, live Synths, natürliches Echo, alles ziemlich Old School, klingt dafür aber dementsprechend frischer.

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