Music Review | verfasst 12.01.2012
Surkin
USA
Marble, 2011
Text Patrick Cavaleiro
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Redaktion
Cover Surkin - USA

Dass der »French Touch« nicht mehr ganz den Zuspruch von vor 5 Jahren erhält, wird sich rumgesprochen haben. Spätestens seitdem Institubes – einst neben Ed Banger einer der Marktführer in Sachen maximalem Electro aus Frankreich – im März vergangenen Jahres nach acht Jahren Pleite ging, war den meisten klar, dass sich die Welt weitergedreht hatte. Aus den Trümmern baute das dort ebenfalls gesignte einstige Wunderkind der Szene, Surkin, mit seinen ehemaligen Labelmates Bobmo und Para One die neue Heimat, Marble Music, der drei Produzenten auf. Um was zu tun? So ziemlich das gleiche, an dem Institubes vorher gescheitert war. Das, was einen, vielleicht auch zwei Sommer lang ganz gut funktionierte, doch bald schon nervig wurde, findet sich größtenteils auf Surkins zweitem Longplayer USA wieder. Was durch die Verwendung von Breakbeats und dezenten Synthies zunächst gut zu beginnen scheint (»Lose Yourself« feat. Ann Saunderson) entpuppt sich schnell als poppiger Trash-Elektro für Großraum-Discos. Die Highlights bleiben mit bereits veröffentlichten Tracks (White Knight Two aus dem Jahre 2008 oder Silver Island und Fan Out von 2010) und wenigen gelungenen Produktionen (v.a. mit Bobmo) eher selten. Doch das größtenteils enttäuschende Album wird mit seinem kommerziellen Ansatz auf einem Markt ganz sicher funktionieren, schließlich ist in den USA die Musikwelt schon vor Jahren stehen geblieben.

Das Album USA von Surkin findest du bei hhv.de: LP
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