Music Review | verfasst 10.09.2012
Sofrito
International Soundclash
Strut, 2012
Text Martin Silbermann
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8.0
Redaktion
Cover Sofrito - International Soundclash

Wer den ersten Teil der Sofrito-Compilation »Tropical Discoteque« verpasst hat und also bei »Soundclash« erstmal an harte Beats und Dancehall-Partys denkt, ist hier schief gewickelt. Auch um das möglichst kontrastreiche aufeinanderprallen unterschiedlicher Musikkulturen geht es nicht, sondern im Gegenteil um das verbindende Element afrikanischer, südamerikanischer und karibischer Musiktraditionen. Die haben freilich alle letztlich ihren Ursprung in Afrika, doch die Entwicklungslinien hin zur heutigen Genre-Vielfalt ist auf »International Soundclash« besonders eindrucksvoll nachzuhören. Gleich am Anfang erklärt Lord Shorty dem Hörer Schritt für Schritt wie ein ordentlicher Soca-Song aufgebaut wird, dann kommen Salsa-Rhythmen, Afrobeat und karibischer Karneval, erklingen Steeldrums, Frauenchöre und malinesische Gitarren – ohne irgendwelche Brüche im Sound und Vibe zu offenbaren. Wie ein ordentliches Mixtape sein sollte, reihen sich hier alte wie neue Tracks aneinander, so dass sich der inzwischen legendäre Ruf des Sofrito Soundsystem nur zu gut nachvollziehen lässt. Egal ob in Bogotá, Brooklyn, San Juan oder Kinshasa, man wäre nur zu gern bei einer solchen zeitlosen wie kosmopolitischen Party dabei.

Das Album »International Soundclash« von Sofrito findest du bei hhv.de: CD LP
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